25.05.2012 23:43 | Meine Presse Merkliste 0

11.000 Kinder in Österreich leben nicht bei ihren Eltern

28.07.2010 | 06:20 |   (DiePresse.com)

Die betroffenen Kinder wohnen bei Pflegeeltern, in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften, in Kinder- und Jugendheimen oder in Kinderdörfern. In 70 Prozent aller Familien soll es zu Gewalt gegen Kinder kommen.

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10.659 österreichische Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren leben nicht bei ihren Eltern, sondern sind bei Pflegeeltern (4371) oder in Kinder- und Jugendheimen, in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften, Kinderdörfern oder sonstigen Einrichtungen untergebracht.

27.261 Minderjährige erhielten laut Statistik des Familienministeriums im Vorjahr "Unterstützung der Erziehung". Das bedeutet, dass das betroffene Kind in seiner Familie bleibt und die Familienmitglieder mit einem Sozialarbeiter zusammenarbeiten, um die "Erziehung durch die Eltern und die Entwicklung des Kindes zu fördern beziehungsweise zu sichern".

Die Zahl der auf diese Weise betreuten Kinder und Jugendlichen ist im Vergleich zu 2008 um 3,8 Prozent gestiegen, die Zahl der Unterstützungen um fünf Prozent. Einen leichten Zuwachs um 0,9 Prozent gab es auch bei jenen, die fremduntergebracht werden mussten.

Fremdunterbringung als "letztes Mittel"

40 Prozent der Pflegekinder bleiben länger als fünf Jahre in ihrer neuen Familie. Anders verhält es sich bei der Unterbringung in sozialpädagogischen Einrichtungen: Dort bleiben nur 12,3 Prozent länger als fünf Jahre. Institutionelle Betreuung wurde bei der Hälfte der Betroffenen nach weniger als zwölf Monaten wieder beendet.

Fremdunterbringung sei immer das "letzte Mittel der Wahl", sagte die Wiener Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits. Laut Jugendwohlfahrtsgesetz müssen zuerst alle Ressourcen ausgeschöpft werden, bevor man ein Kind aus der Familie nimmt.

Gewalt in 70 Prozent aller Familien

Gewalt in Familien kommt öfter vor, als man vermuten mag, nämlich in 70 Prozent aller Familien, meinte Pinterits. Dazu zählten hin und wieder eine "Watsch'n", psychische und physische Gewalt genauso wie andere lächerlich zu machen. Lediglich 30 Prozent der Kinder erfahren demnach eine völlig gewaltfreie Erziehung.

(APA)

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50 Kommentare
 
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Gast: Gast
14.09.2010 08:04
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Falsche Zahlen

Nicht 11.000 Kinder sind fremd untergebracht, sondern mehr als 15.000, in Heimen und auf Pflegeplätzen. Über tausend davon im Ausland. Dazu kommen noch etliche tausend Kinder, die rein auf Verdacht auf Krisenplätzen untergebracht werden. Monatliche Kosten von über 60 Millionen Euro werden gern in Kauf genommen, um die Vielzahl der bereitwilligen Kinderheime mit Nachschub zu füttern.

Wenn Monika Pinterits behauptet, Fremdunterbringung sei immer das "letzte Mittel der Wahl", dann weiß sie um die Unrichtigkeit dieser Behauptung. Kinder werden grundsätzlich und vor allem in Wien als erste Maßnahme abgenommen, manchmal sogar rein auf Verdacht schon aus der Geburtsstation heraus. Es ist bedenklich, aber typisch für Wien, dass Pinterits die Täter schützt, nicht aber die dadurch zerstörten Kinder.

Gast: Orwell1984
28.07.2010 14:16
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„Sozialindustrie“ Teil 1

Es ist wirklich erschreckend, was hier manche von sich geben. Das es in einem so großen Bereich wie der Jugendwohlfahrt nicht alles optimal gelöst ist stimmt, aber div. u. a. Behauptungen entbehren jeglicher Substanz.

Kinder und Jugendliche werden aus Familien genommen um sie vor diesen zu schützen und zwar aufgrund von Verwahrlosung, häuslicher Gewalt, sexuellen Missbrauch, etc.
Derartige Fälle gibt es leider zuhauf, sodass die Kriseninterventionszentren, wo die Kinder bei einer Abnahme vorübergehend untergebracht werden bis die Sachlage komplett erhoben ist, komplett überfüllt sind (ausgelegt sind diese auf etwa 8-10 Kinder, tatsächlich sind diese oftmals mit 14-16 belegt). Dies ist einerseits wegen der vielen Fälle, andererseits wegen mangelnder Betreuungsplätze (z.B. in Jugend-WG’s, Pflegeeltern, etc.) brechend voll.

Sind die Kinder einmal beispielsweise in einer Jugend-WG haben Sie dann zum ersten Mal stabile Strukturen, regelmäßige Mahlzeiten, regelmäßig Schule, etc.
Die „Erfolgsquote“ hängt stark davon ab welches Alter die Kinder haben wenn sie aus den Familien herausgelöst werden. Umso jünger die Kinder sind ums eher können sie mit staatlicher Hilfe zu selbstständigen Erwachsenen herangezogen werden.
...

Antworten Gast: Gast
14.09.2010 08:10
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Re: „Sozialindustrie“ Teil 1

Es ist wirklich erschreckend, wie manche hier das brutale, Menschen vernichtende System der Jugendwohlfahrt schönreden.

Diverse Behauptungen hier entbehren nicht nur nicht der Substanz, sondern zeigen bei weitem nicht alles auf, was mit Kinder angestellt wird. Kinder und Jugendliche werden nicht wegen Verwahrlosung, häuslicher Gewalt, sexuellen Missbrauch, etc. aus familien genommen - gerade dort nämlich nicht - sondern dann, wenn Kinderheime nach Nachschub rufen. In Kriseninterventionszentren wird keine Sachlage erhoben, sondern die (meist Klein-)Kinder erst eingebrochen, durch Kontaktverbot den Eltern entwöhnt.

Richtig ist, umso jünger die Kinder sind umso eher können sie dann mit staatlicher Hilfe zu systemkonformen Marionetten herangezogen werden.

Antworten Antworten Gast: Zwillingsmama
20.10.2010 12:30
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Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 1

Da stimme ich Ihnen zu. Staatliche Schulen haben ebenfalls anscheinend das Ziel, aus unseren Kindern - ich nenn es immer "Staatstrotteln" - zu machen. Es gibt nichts angenehmeres für einen Staat, Lemminge an den Rand des Kollaps zu bringen. Wer will in Zukunft Bürger, die nachdenken !?!?

Antworten wolfsgrau
29.07.2010 09:50
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Re: „Sozialindustrie“ Teil 1

Sind Sie sich da wirklich sicher? Mein Kind wurde mir ohne blaue Flecken, ohne einer schlechten Versorgung von mir abgenommen, da ich alleinerzieherin war und keine Hilfe erhielt, als ich Hilfe benötigt hätte, z.B. finanziell! Und da griff man sofort zu auf das Kind!

Also erzählen Sie nicht so generel was mit Müttern passiert könnte ich einiges erzählen! Z.B. jagen Fürsorgerinnen während der Schwangerschaft schon Müttern die Kinder ab und nötigen sie 2 Std. nach der Geburt die Verzichtserklärung auf das Kind ab usw...(Ledige Mütter!)

Und wenn ich als Fürsorgekind an meinen Pflegeplatz denke, so lesen Sie hier einmal:
www.gegensexuellegewalt.at

Antworten Antworten Gast: Zwillingsmama
20.10.2010 12:35
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Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 1

Als Alleinerzieherin ist man anscheinend für diese "Vereine" sowieso ein Fressen - das habe ich leider auch erfahren müssen. Da reicht es, wenn nur jemand ein Gerücht oder einen vagen Verdacht hat und das Jugendamt sitzt dir im Nacken. Das schlimme ist noch dazu: Auch wenn das Jugendamt beim Hausbesuch und beim Befragen der Kiddies nichts findet, den Akt bekommst du nie wieder weg. Mir bleibt nur zu hoffen, dass nicht wieder ein Wichtigtuer ein Gerücht in die Welt setzt.

Antworten Antworten Gast: Orwell1984
30.07.2010 08:48
0 0

Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 1

Ich kenne Ihre Situation nicht und kann daher nichts dazu sagen.

Das Müttern das Kind gleich nach der Geburt abgenommen wird stimmt, ist jedoch nur dann der Fall wenn es eindeutige Gründe gibt warum dies geschehen muss (z.B. bei Drogenabhängigkeit, Alkoholismus, Gewalt in der Familie und der Weigerung sich vom gewalttätigen Vater zu trennen, Überforderung und bereits vorangegangenen Ábnahme aller älteren Kinder, etc.)

Ich kann Ihnen versichern, dass finanzielle Probleme oder/und alleinerziehend zu sein mit Sicherheit kein Grund für eine Kindsabnahme ist. Diese stellt immer nur das letzte Mittel dar und da müssen auch noch andere Dinge vorgefallen sein.

Bei finanziellen Problemen gibt es jede Menge an Unterstützung von Seiten des Jugendamtes, es wird ein Finanzplan erstellt, Tageskinderbetreuung organisiert, Caritas/Fonds Soziales Wien etc. angefragt um rückständige Mieten zu übernehmen, Kriesengeld ausgezahlt, Sachgüter wie Windeln, Babynahrung ausgegeben, bei Wohnungsverlußt eine alternativunterkunft zur Verfügungsgestellt (Mutter/Kind-Zentrum) etc...

Natürlich hat diese Unterstützung auch Grenzen wenn keine Verbesserung oder Kooperation stattfindet... aber da fließt idR. jede Menge Zeit über die Berge.

Antworten Antworten Antworten wolfsgrau
30.07.2010 19:50
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Re: Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 1

Gast Orwell1974
Ich rede nur von realen Fällen wo einer davon mich selbst betraf und auch Menschen die ich persönlich kannte sie noch zum POrozess begleitet habe!Ja und das ist gar noch nicht so lange her.

Also bei mir ging es um 2 Monate Pflegeplatzzahlung und meine Kleine war weg!(in den 70igerjahren)

Der zweite Fall war 2005!

Also es hat sich in den 30 Jahren absolut nichts geändert ledige Mütter sind bei der Fürsorge als die unterste Karste geereiht und "Hilfe" gibt es vielleicht bei denen wo noch andere Menschen dahinter stehen.

Antworten Gast: AnimalFarm
29.07.2010 09:31
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Re: „Sozialindustrie“ Teil 1 Schluchz, Heul

Sie wünbsche "inhaltliche" Kritik, also bitte:

- "Erfolgsquote" ist wohl ein schlechter Scherz, oder? Haben Sie diese wieder einmal selbst als Sozialindustrie für Fördergelder evaluiert und was bezeichnen Sie als Erfolg - wenn 15 bis 16jährige trotz "Unterbringung" am Drogenstrich arbeiten?

- In der Jugend-WG haben sie zum erstren Mal stabile Strukturen? Eingekifte linksfemistische Schwanzfeministen, die zu sexuellen Deviationen und körperlichen Übergriffen neigen im schlimmsten Fall. Frustrierte alleinstehende ältliche Scheidungsfrauen mit Machtbedürfnis gegenüber wehrlosen von ihnen "beorbsorgten" Kindern? Stabile Anpassung ans Niveau der Obdachlosen, Drogensüchtigen, Kriminellen und Antifa-Feministo-68 Übriggeblieben-Kiefer; unter "stabil" verstehe ich etwas Anderes.

- Wieo geben Ämter, Landesbehörden nicht Preis was der ganze Unsinn kostet, wieso keine allgemein zugänglichen, anonymisierten Daten hinsichtlich der Kosten, wenn es nichts zu verbergen gibt?

- Auch diese Verschränkung zwischen Staat und Privat im Sinne steuerlich massiv privilegierter privater Heimbetreiber und heimfüllender Jugendämter ist ja wohl eine Idee der Sozialindustrie und welche solche Heimfrima von der Caritas über die Diakonie bis hin zum August Aichhorn Haus lässt sich in die Buchhaltung schauen? Keine, da heisst´s wir sind ein selbständiges privates Unternehmen - Gauner!

Antworten Antworten Gast: Gast
14.09.2010 08:14
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Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 1 Schluchz, Heul

Kosten für die Fremdunterbringung von Kindern, bezogen auf die derzeitige Anzahl und die derzeitigen Pflegesätze, belaufen sich niedrig geschätzt auf ca. 60 - 65 Millionen Euro pro Monat. Krisenplätze nicht mitgerechnet.

Antworten Gast: Orwell1984
28.07.2010 14:39
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„Sozialindustrie“ Teil 2

Ich finde es unglaublich wie hetzerisch hier über Sozialarbeiter geschrieben wird. Diesen Menschen ist tatsächlich jede Menge Respekt entgegenzubringen. Sie haben eine unglaublich belastende Arbeit (höchste Burnoutquote unter den Beschäftigten), jede Menge Verantwortung (Sozialarbeiter haben z.B. keinen ausreichende Arbeitsschutz falls mal einem Fall etwas grob schief geht), jede Menge Arbeit (die Fallzahlen steigen laufend, was ja auch gut ist da immer mehr Menschen nicht mehr davor zurückschrecken Missstände zu melden, jedoch werden die Sozialarbeiterstellen nicht aufgestockt bzw. können nicht genügend rekrutiert werden) und niedrigen Gehalt (der Magister FH gilt etwa bei der Stadt Wien nicht als A-wertig, weshalb z.B. u.a. zu wenig Sozialarbeiter nachbesetzt werden können).

Auf tatsächliche Probleme die es gibt, möchte ich hier eigentlich nicht eingehen das würde den Rahmen sprengen … ein Beispiel zur Verdeutlichung wäre aber, dass es keine Mädchen-WG’s gibt, was dramatisch ist z.B. bei sexuell missbrauchten Mädchen die in gemischten WG’s untergebracht werden müssen...

Die „Probleme“ die u.a. genannt werden, dass die Sozialindustrie wie eine Mafia dargestellt wird, sind wohl eher ein schlechter Witz in anbetracht der Missstände die es leider zuhauf in Österreichs Familien gibt!

Antworten Antworten wolfsgrau
30.07.2010 19:55
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Re: „Sozialindustrie“ Teil 2

Gute Sozialarbeioter werden in den meisten Ämtern rtausgemobbt auch unter den Jungen Sozialarbeitern geht es so: "Entweder du fährst das altbewäöhrte Programm oder du gehst!"
Und dann jammern wegen Personalmangel usw. GELD, Geld,; GELD schreien alle, wobei noch kein Euro, der in Millionenbeträgen jährlich in diese Staatsvereine fließen einem Kind geholfen haben, sonst dürfte es keine sexuell und körperlich misshandelte Kinder mehr geben!

Wir werden ja sehen welche Veränderungen nun die Klagen von Heimkindern bringen für die Zukunft!

Antworten Antworten Gast: AnimalFarm
29.07.2010 09:40
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Re: „Sozialindustrie“ Teil 2 - Mir kommen die Krokodilstränen

- SozialarbeiterInnen:
Ich nehme an, dass sie selbst diesem Berufsstand zuzurechnen sind und in für Ihresgleichen gewohnter Art in unberechtigtem Selbstbewußtsein und -mitleid zerfliessen.
Als Solcher kann man sich als Beamter oder Vertragsbediensteter wohl ein Heinisch-Hosseck´sches "Burn Out" leichter leisten als ein Angestellter in der Privatwirtschaft oder Selbständiger.
Und den "ausreichenden Arbeuitsschutz" braucht man als Psychosozialer ja offenkundig gar nicht, wenn man das Urteil im Falle Luca bedenkt, denn mehr als zuzusehen, wie ein Kleinkind monatelang grausam zu Tode gefoltert wird, was sollen Sie den noch verpatzen? Fällt Ihnen einen Steigerung ein (Binnen-I vergessen, das Gras für den nächsten Joint ist aus?). Und "A-wertig" ist Ihre Tätigkeit so wie die fast der gesamten Sozialmeschpoke wahrlich nicht, die Frage ist eher, ob wir uns den Blödsinn überhaupt leisten sollen. Und sie werden nicht mehr? Mittels eines sündteuren Ettikettenschwindels, weniger angestellte solche TypInnen dafür Abermillionen für "freie Jugendwohlfahrtsträger" vermehrte sich dieser "Berufsstand" in den letzten Jahren wie die Karnickel.

- Und "Missstände in den Familien" kein Zweifel den gibt es, zwar selten das Lieblingsmärchen der Psychosozialen des schlagenden gewalttätigen Mannes, vor dem man die Frau und Kinder retten muss sondern manigfaltig, aber meist wird es durch Auftreten der Psychosozialen eher schlimmer (siehe Zogaj), im besten Fall schaden sie für viel Geld nicht


Antworten Antworten Merlin
28.07.2010 15:13
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Re: „Sozialindustrie“ Teil 2

Die Sozialindustrie nimmt zu den zahlreichen Vorwürfen gegen sie inhaltlich nie Stellung, sondern fährt nur auf Gutmenschenart über Kritiker drüber. Kein Wunder, dass ein solches Verhalten böse Zweifel nährt.

Antworten Antworten Antworten Gast: Orwell1984
28.07.2010 15:57
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Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 2

Nun, dann wäre es an der Zeit klare Vorwürfe zu formulieren und nicht mit Vorurteilen, Halbwahrheiten,... reißerisch einen ganzen Berufsstand anzuprangern, der so manches menschliches Drama verhindert oder beendet hat (von dem man natürlich w. d. Geheimhaltungspflicht) nichts in den Medien erfährt).

Argumente wie der Boss von XY führt einen X6 sind nicht gerade stichhaltig, schließlich kennt man dessen finanziellen Hintergründe (Erbschaft, Familieneinkommen, ist der Wagen geleast etc.) nicht und er ist schließlich der Boss.
Oder das u. oftmals erwähnte Argument warum Sozialarbeiter jetzt ein Studium vorweisen müssen. Früher wurde kritisiert, das Sozialarbeiter schlecht ausgebildet sind. Jetzt gibt es ein Ausbildung die der Komplexität des Berufes gerecht zu werden versucht und das passt auch nicht. Man sollte bedenken das Sozialarbeiter in äußerst persönliche Rechte eingreifen und daher juristische, psychologische, und soziale Kompetenzen aufweisen müssen, warum ist da ein Studium so abwegig?

etc… bitte daher um mehr Substanz in der Diskussion…Danke!

Antworten Antworten Antworten Antworten Merlin
28.07.2010 17:08
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Re: Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 2

Wenn Sie "Substanz" in der Diskussion wollen, dann gehen Sie bitte mit gutem Beispiel voran. Und wenn Sie nicht erst vorgestern geboren wurden, dann kennen Sie auch die Vorwürfe an die Sozialindustrie zur Genüge. Aber nein - Sie spielen hier die ahnungslose Unschuld. "Sehr seriös!" und eben typisch Gutmensch.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Orwell1984
28.07.2010 19:32
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Re: Re: Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 2

Die gute alte Gutmenschenkeule!

Eigentlich sind Sie werter Merlin ein GUTmensch, schließlich nehmen Sie an, dass in Österreichs Familien alles GUT ist und die derzeitige Sozialarbeit mit Familien daher unnötig ist.

Lesen Sie sich doch nochmals meine Postings GUT durch; GUT möglich das Sie dann feststellen das hier Zahlen und Informationen enthalten sind die zeigen, dass es teilweise ziemlich SCHLECHT um manche Familien steht...

GUTEN Abend!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: AnimalFarm
29.07.2010 09:44
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Re: Re: Re: Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 2

Sie sind wirklich ein typischer Psychosozialer, Sie lügen innerhalb von nicht einmal 30 Zeilen und glauben den Blödsinn vielleicht noch selbst. Wo sind die von Ihnen angesprochenen Zahlen in den obigen Postings und vor allem, können Sie die Quellen dafür nennen?

Und würde man sich das Geld für den Sozialschmafu in der derzeitigen Form sparen und für vernünftige Maßnahmen ausgeben, dann stünde es vielleicht nicht so schlecht um manche Famillie.


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Orwell1984
29.07.2010 14:09
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 2

Über die Notwendigkeit einer guten Ausbildung habe ich in meinen Kommentaren schon einiges geschrieben und sehe keinen Grund dies zu Vertiefen da Ihre Äußerungen dazu genauso wie zum Berufsstand Sozialarbeiter außer einem unreflektierten Schwarz-/Weiß-Gemahle vermengt mit jeder Menge Vorurteilen und Diffamierungen nichts aufweißt.

Erfolgsquote: Wie eben schon erwähnt je älter die Kinder umso schlechter die Quote. Fälle wie von Ihnen erwähnt entziehen sich dann aber auch der Betreuung und die geschlossene Anstalt ist dann das letzte Mittel.

Das Bild welches Sie von WG-Betreuer(innen) zeichnen ist gelinde gesagt grotesk. Grundsätzlich; WG’s gibt es endlich in Österreich da die Jugendlichen dadurch in einen Familienverbandähnlichen System leben und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können. Nicht wie früher wo die Jugendheime abgeschlossenes System nach außen waren. Die Betreuung erfolgt im „Radldienst“ mit 4 Betreuer(innen) in 24 Stundenschichten. Durch die WG-Größe ist ein individuelles Eingehen auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kinder gewährleistet.

Ich hoffe Sie verstehen, dass ich auf die div. Verunglimpfungen nicht eingehe, dass würde uns von einer faktenbasierenden Diskussion wegführen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Orwell1984
29.07.2010 13:58
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: „Sozialindustrie“ Teil 2

Ihre Vermutung bezüglich meiner beruflichen Tätigkeit ist nicht korrekt, ich arbeite in keinem Sozialberuf. Ich kenne lediglich mehrere Sozialarbeiter aus den versch. Bereichen. Die Zahlen und Infos beziehen sich auf Wien und die Entsprechende Magistratsabteilung.

Der Fall Zogai ist ein legistisches und politisches Problem (Bedenken Sie bitte Staatsbedienstete können nur nach bestehenden Recht agieren).

Zum von Ihnen erwähnten Fall Luca ist die Sozialarbeiterin in 2. Instanz freigesprochen worden. Ich Vermute mal Sie zweifeln natürlich die Richtigkeit dieses Spruches an, gebe Ihnen aber zu Bedenken mit, dass Arzt, Schule, … auf Basis deren Aussage die Sozialarbeiterin gehandelt hat, schon in 1. Instanz freigesprochen wurden. Warum sollte Sie also schuldig sein, wenn Sie ihre Beurteilung auf eben diesen Expertenmeinungen die keine Verdachtsmomente einer Misshandlung zuließen fußt?

Zu Ihrer Frage warum wenige Daten öffentlich gemacht werden. Einerseits gibt es die Amtsverschwiegenheit, die in Anbetracht der Brisanz der Fälle unabdingbar ist. Andererseits arbeiten Freie Träger nach den selben Regeln wie Unternehmen und von den GmbH’s, OG’s, etc. in Österreich bekommen Sie ebenso keine Information über deren Geschäftszahlen. Die Kosten diesbezüglich auf Seiten des Staates bzw. der Bundesländer werden jedes Jahr veröffentlicht und vom Rechnungshof überprüft.

Gast: Gast
28.07.2010 12:20
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Der Vollständigkeit halber


In Österreich gibt es 1,5 Millionen Unter-18-Jährige.
So relativiert sich die angegebene Zahl von 10.659.

Und der Satz "In 70% aller Familien soll es zu Gewalt gegen Kinder kommen" ist mehr als einfältig.
Wieder ein Artikel, unreflektiert von der APA übernommen!


Liebe Presse-Redakteure:
Strengt Euch ein bißchen mehr an.



Antworten Merlin
28.07.2010 14:14
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Re: Der Vollständigkeit halber

Wer die Gewalt (bis hin zu kleinsten Ausprägungen wie der Watschn) verteufelt, der wird erreichen, dass die Leute auf Betrug ausweichen. Ja wenn das besser ist, ok!

Antworten Gast: Snoopy1
28.07.2010 13:34
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Re: Der Vollständigkeit halber

1.) Danke der Presse, sich solcher gesellschaftlich sicher relevanterer Themen als den vielen politisch korrekten Schwachsinn (mit welcher Zeremoie heiraten Homosexuelle etc.) der heutzutage vom Mainstream publiziert anzunehmen!

2.) Eine Gesamtzahl relativiert hier überhaupt nichts. Die 11.000 Kinder und Jugendlichen in diesen Heimen, über welche erst in den letzten Tagen langsam die Wahrheit in kruden Vorformen ans Licht zu diffundieren beginnt sind eine beeindruckend hohe Zahl. Wobei jedes Einzelschicksal für das betroffene Kind zumeist eine Katastrophe darstellt (und im Vergleich wie viele Menschen erkrankten hierzulande an der Vogelgrippe, wie viele an BSE und welches Theater wurde da veranstaltet und welch ausgeartete Diskussion vor Allem auch auf politischer Ebene?).

3.) Erstmals sieht man auch wie viel diese Sozialfirmen, die solche Heime und WGs betreiben verdienen (Caritas, Diakonie und unzählige private Sozialvereine und gemein"nützige" GesmbHs), wenn man bedenkt, dass ein Kind pro Monat ca. 5000,- Euro bringt. Also 5.000 x 12 x 11000 = 610.000.000 Euro (in Worten sechshundertzehn Milionen). Jetzt wird auch schon eher verständlich, weshalb die Sozialindustrie hier so dahinter ist, dass sich nichts ändert am Unwesen des "Kinderschutzes", der Jugendämter und Pflegschaftsgerichte. Und auch der feudale Lebensstil so manch "Sozialmanagers" sowie die überbordende Zahl an Therapeutinnen und Sozialarbeiterinnen wird erklärbar.


Antworten Antworten Gast: Milchmädchen rechnen besser
28.07.2010 23:16
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Re: Re: Der Vollständigkeit halber

Du calme, mes chers, du calme!

Nicht alle Einrichtungen kosten 5.000.- Euro pro Platz, eine "normale" WG ist schon für etwa 3500.- Euro zu haben. ist allerdings immer noch viel Geld. Davon werden bezahlt: Mieten für die Räumlichkeiten, Gehälter der BetreuerInnen und die zugehörenden Sozialabgaben, Kleidung, Bildungsausgaben, Freizeitgestaltung, Schuheinlagen, Brillen, Schulmaterial, Fahrtkosten, Geburtstagsgeschenke etc. für die Minderjährigen, Essensgeld, Reparaturen, Strom, Waschpulver, Putzmittel und was sonst noch dazugehört, den Alltag für Minderjährige, die nicht obdachlos unter der Brücke wohnen, zu finanzieren. Falls jemand von Ihnen Kinder hat kann er/sie sich ja selber ausrechnen, was so ein Zwutschgerl bis zum Erreichen der Selbsterhaltungsfähigkeit kostet. Oder glaubt hier irgendjemand, dass Kinder, die von der Jugendwohlfahrt bei öffentlichen oder privaten Trägern untergebracht werden, plötzlich keine Bedürfnisse mehr haben und für sie keine Ausgaben mehr nötig sind?

Antworten Antworten Antworten Gast: Milkman
29.07.2010 10:16
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Re: Re: Re: Der Vollständigkeit halber

Nomen es omen, wie Sie unter Beweis stellen.

5000 Euro sind ein eher tief gegriffener Mittelwert, bedenkt man die Unterbringungskosten bei den zahlreichen Auslandsunterbringungen, die Förderungen und versteckten Subventionen, die zusätzlich an die Sozialindustrie zu Hauf fliessen. Betrachten wir nur mal das Beispiel eines zugeteilten Zivildieners, so lukriert die Sozialfirma pro Stück 1790 Euor pro Monat, davon kostet der Zivildiener (wieder hochgegriffen) 490 Euro, also bleiben da schon alleine 1300 Euro, nicht gerechnet die Gratisarbeitskraft für untergeordnete Tätigkeiten, für die sich Herr und Frau DSA bzw. SozialpädagogIn zu gut sind. Spenden lukriert man auch noch und seit man diese als spendender Betrieb steuerlich absetzen kann, wird hier realtiv unkritisch für ein bißchen "Charitiy" Geld überwiesen.
Es passt leider schon weitgehend zum Sittenbild und zur Verkommenheit der österreichischen Gesellschaft, die "Spendengala" im Ronacher für das August Aichhorn Haus. Und Brillen, Schulmaterial etc. kauft man dort groß ein (sofern die Kinder überhaupt die Sonderschule besuchen, einen echten Schulabschluss gibt es meist für diese Kinder eh nicht). Vermöge von Psychodiagnosen wie ADHS usw. kassieren dann die "durch Obsorge gestärtkten" SozialpäadagogInnen (haben einen eigenen Folder dafür) auch noch die doppelte Familienbeihilfe und weitere Zuschüsse. Und das Weihnachtsgeschenk kostet aber eher 20,- Euro pro Kind (wenn überhaupt so viel) und schmälert die 60.000 nicht.

Antworten Antworten Merlin
28.07.2010 14:17
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Re: Re: Der Vollständigkeit halber

Das gutmenschliche Sozialunwesen ist auf weite Strecken ein verlogen-zynisches Milliardengeschäft. Aber "gewaltfrei"! Betrug zählt ja nicht.

 
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