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Steiermark: Boa in Küche des Besitzers gefunden

29.07.2010 | 18:16 |   (Die Presse)

Vier Tage lang dauerte der Spuk. Seit gestern Mittag dürfen die Einwohner der steirischen Hauptstadt nun endlich wieder aufatmen: Die drei Meter lange Boa „Amanda“ ist wieder aufgetaucht - in der Küche des Besitzers.

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Wien/Graz (APA/gr). Vier Tage lang dauerte der Spuk. Vier Tage, in denen Grazer Eltern ihre Kinder nicht aus dem Haus ließen und so mancher Steirer in jedem Kürbisacker eine drei Meter lange, rund 30 Kilo schwere Würgeschlange vermutete. Seit gestern Mittag dürfen die Einwohner der steirischen Hauptstadt nun endlich wieder aufatmen: Die Boa „Amanda“, die am Sonntag vermeintlich aus der Wohnung ihres Besitzers in Graz-Liebenau entkommen war, ist wieder aufgetaucht.

 

Besitzer will Schlange abgeben

Versteckt hat sie sich aber nicht auf den Grazer Straßen und auch nicht, wie mancher Experte in den vergangenen Tagen prophezeite, in Kellerabteilen oder unter Motorhauben – sondern just in der Wohnung ihres Besitzers. In einem Zehn-Zentimeter-Spalt hinter einer Kredenz in der Küche des 52-Jährigen hat sich das Tier offenbar mehrere Tage lang versteckt gehalten.

Nach dem Tipp eines Schlangenexperten, der sich am Donnerstag den Balkon, über den das Reptil geflüchtet sein soll, ansah, haben er und der Besitzer die Wohnung noch einmal gründlich durchforstet – dabei stießen sie auf das gesuchte Tier. Offenbar hatte sich Amanda am Sonntag, nachdem sie ihren Besitzer angegriffen hatte, einen warmen Ort zum Verdauen ihrer letzten Mahlzeit gesucht und sich hinter dem Kasten verkrochen. Der Boa geht es nach Auskunft von Hans-Jörg Zach von der Polizeiinspektion Liebenau gut, das Tier bleibt nun vorerst bei seinem Besitzer. Der 52-Jährige, dem die ganze Angelegenheit „peinlich“ ist, erklärte am Donnerstag, das Tier demnächst an einen Zoo abgeben zu wollen.

 

Bis zu 15.000 Euro Strafe

Während die Ermittlungen gegen den Besitzer wegen fahrlässiger Gemeingefährdung eingestellt werden – eine Gefährdung gab es nicht –, droht dem Mann nach wie vor eine Verwaltungsstrafe, weil er das Tier nicht ordnungsgemäß gemeldet haben soll. Bis Montag wird der Grazer Besuch vom Veterinäramt bekommen, das die Meldung des Tieres sowie die Haltungsbedingungen prüft.

Im Fall einer unterlassenen Meldung hat der 52-Jährige dann ein Strafverfahren nach dem Landessicherheits- und dem Bundestierschutzgesetz zu erwarten – insgesamt droht dem Besitzer damit eine Höchststrafe von 15.000 Euro. Ob der Besitzer der Boa angesichts der neuen Faktenlage die Kosten für den Polizeieinsatz tragen muss – zeitweise hatten rund 30 Polizeischüler nach dem Tier gesucht –, ist ebenfalls noch offen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.07.2010)

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7 Kommentare
Gast: Ly
30.07.2010 10:19
0 0

Immer noch ein Lebewesen....

und wer den Sucheinsatz zahlt ist mir ehrlich gesagt egal.
Betraft gehört, dass er die Schlange 10 Jahre lang in diesem winzigen Terrarium gehalten hat.
Wo sind unsere Tierschützer? Warum dürfte sie überhaupt bei ihm bleiben?
Hallo? TIERHALTEVERBOT!!!!

boubl
30.07.2010 09:26
0 0

Kleines Schlangerl....

Da schafft sich jemand ein kleines liebes Schlangerl (Exoten) an und wenn's größer wird, der Besitzer dem Tier nicht mehr Herr ist, die entsprechenden Tierhaltebedingungen nicht mehr bieten kann, das "Herrl" überfordert ist, wird das Viecherl in den Zoo, ins Tierheim abgeschoben, soll sich Andre um kümmern. Warum nur hab' ich das Gefühl, dass hier absolut etwas schief läuft! Volle Ausschöpfung des Strafrahmens und vollen Kostenersatz für den Sucheinsatz, nur das kann vor Wiederholung abschrecken.

Gast: Besorgter Steuerzahler
30.07.2010 01:09
1 0

Kosten

Wer wird denn nun die Kosten für diesen Einsatz tragen? Hoffentlich der stolze Besitzer und absolute Vollkoffer! Oder bezahlt hier etwa der Steuerzahler für die unglaubliche Unfähigkeit und Dummheit eines Einzelnen?

Gast: Klapperschlange
30.07.2010 00:59
0 0

Ihm ist die ganze Angelegenheit „peinlich“?

Der Typ ist ja blöder, als erlaubt. Vielleicht sollte ER in den Zoo eingeliefert werden?

Strafe?

Der sollte ein Honorar von den Österr. Zeitungen erhalten.

Gast: isidoro
29.07.2010 20:33
0 0

Boa

Was, Travnicek, halten Sie von der steirischen Polizei und vom steirischen Polizeihubschrauber?

Gast: pewey@msn.com
29.07.2010 19:24
0 0

juhu

29.7