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Nacht-U-Bahn: Unmut bei Mitarbeitern

29.07.2010 | 18:16 |   (Die Presse)

Ab September werden die Wiener U-Bahnen an den Wochenenden und vor Feiertagenauch nachts fahren. Die Wiener Linien starten nun eine Info-Kampagne. Hinter den Kulissen gibt es noch einige Fragen zu klären.

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Wien (duö). Der Zeitpunkt rückt näher: Ab dem 3. September werden die Wiener U-Bahnen auch nachts fahren, an den Wochenenden und vor Feiertagen. Nun starten die Wiener Linien eine große Informationskampagne zum 24-Stunden Betrieb. Dabei werden die neuen Fahrpläne an allen U-Bahn- und Nachtbusstationen angebracht. Zudem werden insgesamt 150.000 Pläne des neuen Nachtbusnetzes verteilt.

Trotz Kampagne und Vorfreude: Hinter den Kulissen gibt es noch einige offene Fragen zu klären. Vor allem die Mitarbeiter der Wiener Linien müssen sich auf Umwälzungen einstellen. Pro Nacht werden am Wochenende 90 Fahrer, 50 Stationswarte und 22 „Nightliner“ – so werden jene Mitarbeiter genannt, die in den Zügen mitfahren – im Einsatz sein. Mit dem weiteren Personal (Stromversorgung, Fahrzeuglogistik) werden insgesamt 200 Mitarbeiter eingesetzt.

Für sie seien die „schlechteren Arbeitszeiten“ auch „schlechtere Arbeitsbedingungen“ klagt der Betriebsrat der Wiener Linien, Michael Bauer. „Denn einige Fahrer und Linienservice-Mitarbeiter haben noch nie eine Nachtschicht gehabt.“ Insgesamt 1500 betroffene Mitarbeiter müssen ihr Privatleben neu organisieren, so Bauer.

Die Nachtschicht beginnt am Wochenende zwischen 22 und 23 Uhr – die genaueren Dienstpläne werden allerdings noch ausgehandelt. Bauer drängt darauf, dass die Schichtpläne so familienfreundlich wie möglich gestaltet werden. Denn je näher der Wochenendbetrieb komme, desto eher sei Unmut unter den Wiener-Linien Mitarbeitern zu spüren, berichtet der Betriebsrat. „Im Februar konnten die Mitarbeiter nicht nachvollziehen, wie weit sie betroffen sind.“

Auch was die Wartung und Reinigung der Züge anbelangt, müssen noch die Arbeitszeiten und -bedingungen geklärt werden. „Prinzipiell wird laufend gewartet und gereinigt“, sagt Wiener Linien Sprecher Michael Unger. Dabei werden hauptsächlich die Nachtstunden genutzt – auch am Wochenende. Diese Zeiten fallen nun aus. Unger betont jedoch, dass nicht alle Züge am Wochenende zum Einsatz kommen. Dennoch soll die Grundreinigung vermehrt unter der Woche stattfinden. Die U-Bahn Stationen werden auch während des Wochenendbetriebes gereinigt, allerdings fällt hier die Nassreinigung weg und soll ebenfalls unter der Woche stattfinden.

Um für Sicherheit zu sorgen, wird sich am Wochenende in jedem Zug ein Team bestehend aus „Nightlinern“ und Polizisten befinden. Details zu dieser Zusammenarbeit stehen noch aus. Zudem sollen am Wochenende nur jene Züge zum Einsatz kommen, die videoüberwacht sind.

Der neue Fahrplan ist schon fertig: 22 U-Bahn Züge werden im 15-Minuten Takt fahren. Zusätzlich werden 17 Nachtbuslinien und sieben ASTAX-Linien (Anrufsammeltaxi) geführt. Die Betriebskosten für den Nachtbetrieb belaufen sich auf 5,1 Mio. Euro.

AUF EINEN BLICK

24-Stunden-Betrieb.
Ab 3.September werden die Wiener U-Bahnen an den Wochenenden und vor Feiertagen nachts durchfahren – im 15-Minuten Takt. Die Wiener Linien starten eine groß angelegte Informationskampagne. Intern gibt es noch einige Fragen zu klären, etwa in Sachen Arbeitszeiten und Sicherheit.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.07.2010)

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56 Kommentare
 
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Gast: einmal mit dem Wiener Nachtbus gefahren und
31.07.2010 17:42
0 0

eine Schlägerei miterleben müssen, - nie wieder!

Aber auch Taxis sind nicht sicher, deswegen fahren wir mit dem eigenen Auto.
Die Schnaps-und Partyidee der JVP die U-Bahn rund um die Uhr zu betreiben, gefällt nur den Wiener Wirten.
Schon tagsüber ist die U-Bahn auf manchen Strecken unsicher, man sehe sich nur an, wer da aller - sicherlich gratis! - unterwegs ist. Und mit formeller Kleidung (die man nicht problemlos in die Waschmaschine stecken kann), benutzt man die Öffis sowieso besser nicht...die einzigen Verbesserungen bisher waren Klimaanlagen (viel zu selten!) und abwaschbare Plastiksitze anstelle der schmuddelig-klebrigen Plüschsitze...

der_hammer
31.07.2010 13:52
1 0

Da können dann gewisse

Menschen, die nicht hier zur Welt kamen, aber angeblich unsere Pensionen zahlen, ihre Kriminalität richtig ausleben- huraa!

Nach wie vor schwitzt man im Sommer in den U-Bahnen

Air Condition kann sich die Gemeinde nicht leisten. Wie soll man auf die Öffis umsteigen, wenn man schon verschwitzt in der Arbeit ankommt. Der Geruch an heißen Tagen in den Öffis ist eine Zumutung, auch touristen haben kein Verständnis dafür. Sie sind aus anderen Ländern gekühlte Waggons schon längst gewöhnt.
Welchem Weltbild hängt Häuppl hier denn nach, wenn er die Waggons nicht umrüsten lässt?

Zeigt wohl auch, dass Politiker eben nie die Öffis benützen, auch nicht die GrünpolitikerInnen.

Lieber kühlere Temperaturen in den Waggons als irreteurer Nachtbetrieb, der sowieso nur den unmittelbaren Anrainern von U-Bahnen dient, denn alle anderen müssen sowieso wieder in die Nightline umsteigen.

Gast: Aus der Spuk
30.07.2010 21:03
1 0

Sollen denen den Job einfach hinhauen

nächtelang durch die Röhre zu fahren kann der Gesundheit nicht förderlich sein. Sollen soviel für Überstunden zahlen müssen, dass die Kosten explodieren und sich der ganze Schmafu für ein paar Wählerstimmen nicht mehr rechnet. Die Stimmen von dem betroffenen Fahrpersonal können sie sich sowieso auf Grund dessen aufzeichnen.

Gast: Gast
30.07.2010 18:12
0 1

und das alles

damit die besoffenen Jugendlichen in der Nacht praktisch nach Hause kommen????

Antworten Birdy
30.07.2010 19:31
0 0

Re: und das alles

Auch jugendliche Tschecheranten wählen Häupl!

Antworten Hans Landa
30.07.2010 19:10
1 0

Re: und das alles

Schon mal daran gedacht, das es vielleicht besser ist betrunken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, als mit Auto, oder Fahrrad?

Antworten Antworten Birdy
30.07.2010 19:32
0 1

Re: Re: und das alles

Besser währe es, sich nicht zu besaufen, schon mal in DIE Richtung gedacht?

Antworten Antworten Antworten Hans Landa
30.07.2010 19:37
0 0

Re: Re: Re: und das alles

Soll doch trinken,wer will, so lange mich keiner über den Haufen fährt ist es nicht mein Bier.
lg

Gast: Cross-Border-Monopoly
30.07.2010 18:01
0 1

Hat die Stadt denn die Genehmigung vom US-Amerikanischen Eigentümer des Streckennetzes erhalten?

Oder wollen die jetzt mehr Geld wegen intensiverer Nutzung?

heduda
30.07.2010 17:16
1 1

neu einstellen

arbeitsplätze schaffen.gut bezahlen.das ist der normale weg,..gewesen.aber nach crossborderleasing,und wo mir ja das schei...ding gar nicht mehr gehört,soll der bestand die zusatzarbeit mitmachen.NEIN so nicht.zum thema:
was kuugckst du?passiert mir nie.aber ich guck auch nicht wie trottel jeden provozierend ins gesicht.

Re: neu einstellen

Früher hieß das "Wos schaustn so deppat - is leicht wos?" - und bei "falscher Andwort" einen "CHUCK" AUFS AUG. - Ist jetzt nicht anders - nur halt in "Neusprech".

Ich selbst war und bin auch "kein ganz Braver", aber selbst zu Sylvester, wenn die Bsoffenen unterwegs sind, komme ich nicht in die Verlegenheit, vor der U-Bahnfahrt ANGST zu haben.

Wie schon bekannt, "ist zu Tode gefürchtet auch gestorben".
Soviel zu den Befürchtungen der "Teufel-an-die-Wand-Maler".

Und die Bediensteten sollen doch froh sein, in Zeiten wie diesen einen Arbeitsplatz - noch dazu einen "privilegierten"- zu haben...

Frotzel
30.07.2010 14:54
1 0

Die Panik vor Leistung wird offensichtlich.

Nichts geht ohne Nachtarbeit im Dienstleistungssektor.

Fragen Sie einmal SexarbeiterIn;-)

Antworten Gast: Sackgasse
30.07.2010 20:09
0 0

Re: Die Panik vor Leistung wird offensichtlich.

Jeder Mensch ist Sexarbeiter. Überall auf der Welt.

Gast: BillyBoy
30.07.2010 14:53
1 0

Bitte auch mit Partymusik und Bordrestaurant

An den U-Bahn-Stationen sollten Automaten aufgestellt werden, damit das Fahrt-Bier nicht ausgeht. Wer will schon trocken fahren? Zwichen den Locations darf der Pegel nicht absinken. WEnn schon, dann richtig.

Luxerl
30.07.2010 13:27
0 0

Polizei in der U-Bahn

Bei all den Nachtaktiven, Giftlern und Sith-Lords wird's stressig.

http://luxxx.wordpress.com/2010/07/20/die-dunkle-seite-der-u-bahn/

Gast: Kibietz
30.07.2010 10:52
5 2

Es gibt schlimmeres als bei den Wr. Linien zu arbeiten

Viele Leute arbeiten gerne in der Nacht.
Da gibts immer viele Überstunden und Nachtzuschläge!

Ich versteh wirklich nicht was sich die so antun. Aber das ist wohl so üblich wenn man bei der Gemeinde arbeitet.
Beamten-Mikado, wer sich zuerst bewegt hat verloren!

Ich freu mich über die 24 Std. U-Bahn und über die paar Arbeitsplätze die geschaffen werden.

Den Wr. Linien Mitarbeitern kann man nur sagen das AMS hat immer freie Stellen und einige dort "angestellte" würden sicher gerne bei den Wr.Linien arbeiten!

Antworten Karl Kater
30.07.2010 14:48
0 1

Re: Es gibt schlimmeres als bei den Wr. Linien zu arbeiten

Muss echt schlimm sein, wenn man mit durchschnittlich 51 Jahren in die wohlverdiente Frühpension gehen muss - vollkommen ausgebrannt.

Antworten Gast: _Peter_
30.07.2010 12:31
0 1

Re: Es gibt schlimmeres als bei den Wr. Linien zu arbeiten

Es gibt immer Schlimmeres, überhaupt dann, wenn das Schlimmere bei den Anderen anfängt.

Wenn "es" einen selbst trifft, ist es das Schlimmste auf der Welt.

Zum AMS:
Ich kenne genügend Leute, welche beim AMS gemdeldet sind und Jobs, wie z. B. von den Wiener Linien, aufgrund der Arbeitszeiten danken ablehen.

Das trifft auch auf die Polizeit und unzählig andere Unternehemen zu.


0 0

Re: Re: Es gibt schlimmeres als bei den Wr. Linien zu arbeiten

schon mal dran gedacht, dass rund um die uhr arbeiten und WE für leute mit kindern, besonders alleinerzieherinnen und alleinerzieher nicht möglich ist?

das trifft aber net nur wiener linien, auch andere jobs mit sonderzeiten sind familienunfreundlich

mal 1 mm über den eigenen tellerrand blicken hilft da schon.

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Wenn jemand einen zumutbaren job beim AMS.........

zum ersten mal ablehnt - minus 25% der bezuege - beim zweiten mal - wieder minus 25% - usw. - mal sehen, wie lange der unflexieble faule sack das aushaelt.....................

Antworten Antworten Frotzel
30.07.2010 14:50
0 1

Re: Re: Es gibt schlimmeres >> Sie meinen Schneeschaufeln?


Antworten Gast: the raptor
30.07.2010 11:54
5 3

Re: Es gibt schlimmeres als bei den Wr. Linien zu arbeiten

Naja, um was es in Wirklichkeit gehen wird ist, daß es am Wochenende in der Nacht ziemlich "Was guckst Du?!" zugehen wird in der U-Bahn. Das will sich halt kein WL-MA antun, da sie unter Tags schon genug erleben in unserer sichersten Stadt aller Zeiten.

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SOZIaldemokratur

Der SOZI-Chef macht Propaganda.

Die SOZI-Basis muckt auf.

Der SOZI-Chef wird dann eben ein paar Zugeständnisse machen müssen, ist ja eh nicht sein Geld.

Eigentlich "arbeiten" die Fahrer...

..der U-Bahn ja nur als "Aufpasser der Technik".
So gesehen könnte man diese "Pseudo-Arbeitsplätze" - und vor allem deren Gehälter einsparen. Es bräuchte niemand über Nachtdienste zu raunzen.

In der Privatwirtschaft bist Deinen Job gleich los, wennst "aus betrieblicher Notwendigkeit angeordnete Arbeitszeiten" nicht einhältst...

Mein Mitleid hält sich da sehr in Grenzen.

Antworten Gast: tadler
30.07.2010 18:07
1 1

Re: Eigentlich

eigentlich san de " U-Bahn -Fahrer " des
nächtens immer blunzenfett ---
und jetzt solls mit der U-Bahn mitfoarn?
Geht net --des muass de gewerkschoft be-einschpruchn .

 
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