LINz. Am Montag startete die vierwöchige Ausbildungsphase des sogenannten Linzer Ordnungsdiensts. Am 1. September soll die vorerst 18 Mann starke Stadtwache in Oberösterreichs Landeshauptstadt zum Dienst antreten. Sie wird allerdings mit Widerstand rechnen müssen: Zwei Künstlergruppen, deren Projektmittel mit der Begründung des mangelnden künstlerischen Inhalts aus dem Innovationsbudget der Landeskulturförderung gestrichen wurden, wollen gegen die Stadtwache vorgehen. Die von ihnen geplanten Aktionen „Watchdogwatcher“ und „Wachschatten“ sollen trotz der Streichung öffentlicher Mittel stattfinden, wie die Geschäftsführer der Kupf (Kulturplattform Oberösterreich), Eva Immervoll und Stefan Haslinger, im Gespräch mit der „Presse“ erklären.
Der Verein Social Impact will mit „Wachschatten“ die Amtshandlungen des Ordnungsdiensts „als stille Beobachter begleiten“ und dokumentieren. Die Kritische Plattform Stadtwache Linz hat angekündigt, mit „Watchdogwatcher“ unter anderem den Ausbildungsweg, etwaige Burschenschaftzugehörigkeit etc. der Ordnungswächter zu beleuchten und Ergebnisse anonymisiert zu veröffentlichen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2010)
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