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Tirol: Platter bittet Missbrauchsopfer um Verzeihung

15.08.2010 | 12:24 |   (DiePresse.com)

Der Tiroler Landeshauptmann kündigte Entschädigungszahlungen an. 32 der 150 dokumentierten Fälle betreffen Landeseinrichtungen. Das "dunkle Kapitel" müsse lückenlos aufgearbeitet werden.

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Tirols Landeshauptmann Günther Platter (VP) hat am Sonntag die Opfer von Missbrauchsfällen um Verzeihung gebeten. Beim Festakt anlässlich des „Hohen Frauentages“ in der Innsbrucker Hofburg kündigte er auch Entschädigungszahlungen an. Seit März dieses Jahres hätten sich 118 Opfer mit 130 Beschwerden über physische und psychische Gewalt sowie mit weiteren 18 Beschwerden über sexuelle Gewalt bei der Anlaufstelle des Landes Tirol gemeldet.

Von den insgesamt 148 Beschwerden beträfen 32 Fälle Landeseinrichtungen; betroffen seien auch kirchliche und städtische Einrichtungen, Schulen, die Klinik und Vereine. Konkret wolle das Land Tirol für die Opfer in Landeseinrichtungen die notwendigen Therapien zur Verfügung stellen. Die Therapieform werde für jeden Einzelfall von einer Expertengruppe festgelegt. In Anlehnung an das Entschädigungsmodell der Unabhängigen Opferschutzanwaltschaft soll das erlittene Unrecht durch eine einmalige Entschädigungsleistung in Form von Schmerzengeld materiell abgegolten werden. Die Höhe der Abgeltung soll ebenfalls eine Kommission vorschlagen.

Ein wesentlicher Teil des beschlossenen Opferschutzpaketes betreffe die Prävention. Um Übergriffe in Zukunft zu verhindern, werde eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Bereichen Jugendwohlfahrt, Soziales, Psychologie und Pädagogik vorbeugende Maßnahmen erarbeiten. Zur Diskussion stünden Bildungsangebote zur Gewaltprävention ebenso wie der Ausbau von Beratungsangeboten.

Keine Entschuldigung

Indessen meinte Platter, dass eine „Entschuldigung“ nicht passend sei, weil sich das Land nicht von Schuld freimachen wolle. So bat Platter um Verzeihung. Dass Jugendliche und Kinder seelische und physische Gewalt erleiden hätten müssen, sei „traurig und beschämend“. Geschehenes könne nicht ungeschehen gemacht werden. Das „dunkle Kapitel“ müsse aber lückenlos aufgearbeitet werden. Die Botschaft für die Zukunft sei: „nie mehr wieder“, sagte Platter.

Der „Hohe Frauentag“ geht auf den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer zurück. So wurden am Sonntag auch Verdienst- und Lebensrettungsmedaillen und Erbhofurkunden an Personen aus Nord-, Süd- und Osttirol verliehen. Südtirols Landeschef Luis Durnwalder (SVP) unterstrich die gemeinsamen Traditionen aller Landesteile.

(APA)

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15 Kommentare
Gast: Snoopy1
18.08.2010 07:36
0 0

Gefährliche Drohung

1.) Es stünde nicht nur Platter gut an, sich als Landeshäutpling zu entschuldigen, für die Untaten, die in sozialpädagogischen Heimen an Kinder begangen wurden. Hat man zum Thema August Aichhorn Haus von Hrn. Häupl schon eine Entschuldigung gehört oder hält er sich vor der Wahl damit zurück, in Anbetracht der Schande, dass ja das Ronnacher für eine Benefizveranstaltung für den X6 BMW fahrenden Vermieter von Kindern für Prostitution voll war - lauter "gutmenschlich" veranlagte WählerInnen, InsiderInnen, die seit Jahren genau solche Missstände vertuschen helfen.

2.) Und hier ist wohl auch das Problem zu suchen. Die Jugendwohlfahrt soll Konzepte erarbeiten, damit so etwas nicht mehr passiert. Hr. Platter machen Sie nicht den Bock zum Gärtner. Traditionellerweise versteht sich das Jugendamt als Zulieferer von Sozialvereinen und solchen sozialpädagogischen Einrichtungen, das ganze Zeug lebt ja vom öffentlichen Geld, welches es durch Auftrag der Jugendämter erlangt. Hier wird "vernetzt", "multidisziplinär", .... kooperiert oder mit einem Wort "eine Krähe peckt der anderen kein Auge aus"; die Jugendämter delegieren Arbeit und Verantwortung an diese Sozialfirmen, die leisten großteils Müll und bereichern irgendwelche Ex-Sozialarbeiter der Jugendämter. Außerdem in Tirol hat doch die oberste Jugendamtlerin Rass-Schell erklärt, dass eine "fiktiv-ideale" Sozialarbeiterin in einem neuen Fall Luca wieder genau so handeln würde und die sollen Kinder schützen? Weg mit denen.

Gast: Rechner
15.08.2010 20:59
0 0

jetzt haben wir in jedem Bundesland ein paar Hundert Opfer!?

Das müssten dann ja schon über Tausend Täter sein, wo sind denn diese Täter wirklich? Oder war dass ein Serienpfaffe/täter der nach jedem Bekanntwerden von Missbrauchsfällen in ein anderes Bundesland versetzt wurde und jetzt hat er alle 9 Bundesländer durch und jetzt das grosse Schweigen?

Gast: Verzeihung
15.08.2010 16:25
0 0

also um Verzeihung bitte ich jemanden.....

.......dem ich unabsichtlich auf die Füsse gestiegen bin - Bei diesen Missbrauchsfällen hilft nur ein Wegsperren der Täter bis an ihr Lebensende, wenn man es mit der Aufarbeitung ernst meint! Alles andere ist reines "drüberwischverhalten"!
Wo sind die Täter?

Antworten wolfsgrau
15.08.2010 19:35
0 0

Re: also um Verzeihung bitte ich jemanden.....

wo sind die Täter?

Gut beschützt von Datenschützern, kath.Kirche und Fürsorgeämtern und Kinderschutzvereinen sowie Kinder & Jugendanwaltschaften und der Justiz!

Es gibt für KINDER und Jugendliche keinen Schutz vor Kinderschändern, Vergewaltigern!

INFORMATION&AUFKLÄRUNG für Eltern und betroffene Menschen seit 2003 unter:

www.gegensexuellegewalt.at

Antworten Antworten Gast: Kein Friedl
15.08.2010 19:50
0 0

Re: Re: also um Verzeihung bitte ich jemanden.....

aha, das heisst dass die Opfer zweimal Opfer werden und die Täter geschützt werden! Wissen Sie wie das in Amerika gehandhabt wird? Da werden alle Menschen im Umkreis von 10 Meilen informiert, dass in ihrer Nähe ein Sexuallverbrecher wohnt mit Namen, Adresse usw.... das ist Amerika...das nennt man Schutz vor einem Kranken!Schutz für die Bevölkerung!

Antworten wolfsgrau
15.08.2010 19:16
0 0

Re: also um Verzeihung bitte ich jemanden.....

,,,ich finde es das mindeste was man den Opfern gegenüber tun kann sie Stellvertretend um Verzeihung zu bitten, neben den Angeboten Therapie bezahlt zu bekommen und Entschädigungszahlungen!

INFORMATION & AUFKLÄRUNG
www.gegensexuellegewalt.at

Antworten Antworten Gast: Kein Friedl
15.08.2010 19:43
0 0

Re: Re: also um Verzeihung bitte ich jemanden.....

gut "wolfsgrau"! ABER WO SIND DIE TÄTER? IN DEN PFARREN? IN DEN SCHULEN? IN ANDEREN PÄDAGOGISCHEN ZENTREN? WO SIND SIE??
Sind die Täter nicht wichtig für die ÖVP? Dem Haider will man als "hiniger" noch was anhängen und bei diesen Missbrauchsfällen(das letzte vom letzten) sind die Täter nicht wichtig?
Irgendwas stimmt da nicht im Hause Österreich!

Antworten Antworten Antworten wolfsgrau
15.08.2010 20:01
0 0

Re: Re: Re: also um Verzeihung bitte ich jemanden.....

...Da gebe ich Ihnen "KEIN Friedl" recht, die Täter dürfen in Österreich frei herumspazieren, dass sagt das Gesetz so und diejnigen die davon profitieren wie:
Der Verein Neustart,
Psycho-Sanatorien um 1000.-Euro im Tag ein Sexverbrecher vor dem Knast bewahrt wird von Psychiatern die glauben die Gedanken eines Sexverbrechers verändern zu können! Österreichs System des humanen Strafvollzugs grenzt an Schwachsinn, aber das darf niemand sagen! Sexverbrecher haben eine so große Lobby , dass es mir graut, da sich darunter auch Sextäter gemischt haben müssen die solche Thesen und Gesetze durchpeitschen.
Ich bin für Veröffentlichen aller Sexverbrecher Österreichs. Denn nur wenn ich die Gefahr erkennen kann als Mutter kann ich meine Kinder davor schützen!

Gast: Fragender.
15.08.2010 14:54
3 0

Wenn nur 1/5 der dokumentierten Fälle Landeseinrichtingen betreffen, wer hat dann 4/5 der Fälle zu verantworten?







.

Gast: Fragender.
15.08.2010 14:54
2 0

Bittet der Landeshauptmann auch die 4/5 der Fälle um Verzeihung, die gar nicht Landeseinrichtungen betreffen?







.

Gast: Fragender.
15.08.2010 14:53
2 0

Warum lässt dieses Land die Opfer der römisch-katholischen Kirche im Stich?







.

Antworten wolfsgrau
15.08.2010 19:14
0 0

Re: Warum lässt dieses Land die Opfer der römisch-katholischen Kirche im Stich?

Nein von dieser Kommission wurden alle Fälle verhandelt worden, die Zahlung für die Landeseinrichtungen zahlt das Land Tirol! Aber die kirchenfälle sind auch in dieser Kommission mit Kirchenombudsstellen mit in dem Kommissionsaufarbeitungsteam mit den Entschädigungen einbezogen soweit ich informiert bin.
INFORMATION & Aufklärung
www.gegensexuellegewalt.at

Antworten cmoss
15.08.2010 18:07
0 1

Re: Warum lässt dieses Land die Opfer der römisch-katholischen Kirche im Stich?

Weil sie Opfer der kirchlichen Institutionen und nicht des Landes sind. Bei der Besetzung der Posten hat das Land nichts mitzureden!

Antworten Antworten wolfsgrau
15.08.2010 19:19
0 0

Re: Re: Warum lässt dieses Land die Opfer der römisch-katholischen Kirche im Stich?

...ich denke dass hier auch die Kirchenopfer mit gemeint waren, aber für die Entschädigungszahlungen ist die kath.Kirche zuständig, da diese Einrichtungen die kath.Kirche zu verantworten hat!

INFORMATION & AUFKLÄRUNG
www.gegensexuellegewalt.at

Antworten Antworten Gast: gast
15.08.2010 19:18
0 0

Re: Re: Warum lässt dieses Land die Opfer der römisch-katholischen Kirche im Stich?

Und der Rechtsstaat schaut untätig zu, wie eine Organisation systematisch Missbrauch betreibt. Aha.