Das Schicksal von etwa 100 Tiroler Rindern hat für eine heftige Diskussion zwischen dem Wiener Tierschutzverein und den Behörden geführt: Der Tansport mit drei Lkw aus Ried im Innkreis in Oberösterreich sei ab dem 5. Mai an der bulgarisch-türkischen Grenze nicht mehr weitergekommen. Mittlerweile seien die Tiere aber "gesund an ihrem Bestimmungsort in der Türkei angelangt", sagt der oberösterreichische Landesrat Max Hiegelsberger.
Die Tiere haben in den mehr als zwei Wochen an der Grenze unter der großen Hitze gelitten, meldete der Tierschutzverein unter Berufung auf eine "verlässliche Quelle". Es habe keine Möglichkeit gegeben, die Tiere zu entladen. Tierschutzverein-Chefin Madeleine Petrovic verlangt vom Landwirtschaftsministerium "Aufklärung, wie das möglich sein kann".
Laut Alexander Willer vom Tierschutzverein schieben türkische und bulgarische Behörden einander die Verantwortung dafür zu, dass der Transport so lange nicht abgefertigt wurde. "Richtig ist, dass es bei dem Transport aus Tirol zu administrativen Problemen an der bulgarisch-türkischen Grenze gekommen ist", so Hiegelsberger. Seinen Angaben zufolge seien die Tiere "ausreichend versorgt" worden.
(APA/Red.)
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