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Hagel richtet Millionen-Schäden in der Steiermark an

02.09.2011 | 12:23 |   (DiePresse.com)

Besonders betroffen war der Raum Graz und die Südoststeiermark. Zahlreiche Straßen wurden überflutet oder vermurt. Auch im Südburgenland standen Keller und Straßen unter Wasser.

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Unwetter mit Hagel, Sturmböen und Starkregen haben am Donnerstagabend in der Steiermark und im Südburgenland enorme Schäden angerichtet und für Überflutungen gesorgt. Betroffen war der Raum Graz, die Südoststeiermark und der Bezirk Jennersdorf. Der Hagel hat Schäden in der Höhe von bis zu 2,7 Millionen Euro in der Landwirtschaft angerichtet, schätzt die Österreichische Hagelversicherung. Golfballgroße Hagelschlosse haben vor allem Obst- und Weinkulturen in den Bezirken Feldbach und Radkersburg massiv beschädigt. Betroffen sind über 5.000 Hektar Agrarfläche. Über 70 Feuerwehren waren in den verschiedenen Bezirken stundenlang im Einsatz, um Straßen freizumachen, Keller auszupumpen und abgedeckte Dächer zu sichern.

Das Unwetter war kurz, aber heftig: Die ersten Schäden durch kleinere Murenabgänge wurden am Nachmittag aus dem Bezirk Murau gemeldet, in Judendorf-Straßengel (Graz-Umgebung) wurden gegen 17.30 Uhr sämtliche Bahnunterführungen überflutet. Kurz darauf musste aus dem gleichen Grund die Autobahnauffahrt Graz-Raaba gesperrt werden. Bis zu 55 Liter Regen pro Stunde und Quadratmeter setzte Nebenstraßen und Keller unter Wasser, Windböen rissen Bäume um.

Steiermark: Sturmböen, Hagel und Starkregen

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Im Bezirk Feldbach zerstörte in den frühen Abendstunden vor allem starker Hagel - bis zu tennisballgroße Hagelkörner wurden registriert - Windschutzscheiben von Autos, beschädigten Dächer und verwüsteten Agrarkulturen. Über 500 Mann von 40 Feuerwehren waren allein im Bezirk Feldbach bis spät in die Nacht im Einsatz. Umgeknickte und entwurzelte Bäume behinderten den Verkehr oder drohten auf Häuser zu stürzen und mussten entfernt werden. In Graz rückte die Berufsfeuerwehr 200 mal aus. Wie es vom Landesfeuerwehrverband hieß, waren landesweit rund 60 Wehren mit etwa 700 Kräften im Einsatz.

Ungewöhnlich späte Hagelschäden

Im Südburgenland waren die Wehren im Bezirk Jennersdorf am Abend zu zahlreichen Einsätzen gerufen worden: Das Unwetter mit Starkregen überflutete Keller und Straßen im Raum Rax und Jennersdorf, hieß es aus der Landessicherheitszentrale Burgenland am Freitag. Die Landesstraße von Rax nach Weichselbaum war kurzzeitig vermurt.

Laut Hagelversicherung habe es noch nie in der über 60-jährigen Unternehmensgeschichte zu so einem späten Zeitpunkt so großräumige und folgenschwere Hagelereignisse gegeben. "Das zeigt wieder einmal deutlich, wie sehr die Landwirtschaft mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel ganzjährig vom Wetter abhängig ist", so Vorstand Kurt Weinberger.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat an ihrer Wetterstation im oststeirischen Bad Gleichenberg fiel zwischen 18.30 Uhr und 18.50 Uhr rund 48 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die Station an der Grazer Uni meldete innerhalb von 40 Minuten 52 Liter Niederschlag. Seit Aufzeichnungsbeginn der kurzfristigen Niederschlagsereignisse im Jahr 1992 seien solche Regenmengen binnen 40 Minuten noch nie gemessen worden.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Frage 300
02.09.2011 16:32
0 0

Und wer ist Schuld?

Hier finden sich doch immer so gewisse Oberlehrer, die sont gleich wissen, wer Schuld hat!