30 Stunden dauerte die Blockade der Eingänge des Landwirtschaftsministeriums in Wien, am Dienstag beendeten die sieben Tierschützer freiwillig die Protestaktion. Der Verein gegen Tierfabriken (VgT) protestierte damit gegen die Haltung von Schweinen in Kastenständen. "Der Landwirtschaftsminister hat unsere Botschaft laut und deutlich gehört", meinte VgT-Obmann Martin Balluch. Nach dem Ende der Blockade nahm die Polizei kurzzeitig fünf Aktivisten fest.
Seit Montagmorgen waren die Aktivisten an den Eingangstoren angekettet und hatten die Zufahrten blockiert. Sie protestierten dagegen, dass VP-Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich ihrer Meinung nach an der Kastenstandhaltung festhält. Diese verstoße gegen das Tierschutzgesetz, so der VgT. Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es, man habe mit den Aktivisten das Gespräch gesucht.
Am Montagabend hat die Polizei eines der fünf Tore aus Sicherheitsgründen geöffnet, damit zumindest ein Notausgang zur Verfügung steht. Am Dienstagmorgen sagte Balluch, dass sich "eine gewisse Erschöpfung" breit mache. Eine Aktivistin gab auf. Mittags waren dann die Kräfte der übrigen erschöpft und sie beendeten die Blockade. "Die Aktivisten waren schon sehr strapaziert", betonte Balluch.
Von den verbliebenen sieben Tierschützern waren zwei der Polizei bereits bekannt, die fünf restlichen wurden kurzzeitig festgenommen, um ihre Identität feststellen zu können, so die Exekutive.
(APA)
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