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Wien: Blockade des Ministeriums nach 30 Stunden beendet

13.09.2011 | 14:39 |   (DiePresse.com)

Aus Protest gegen die Haltung von Schweinen in Kastenständen hatten sich Tierschutzaktivisten an die Eingänge des Landwirtschaftsministeriums gekettet.

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30 Stunden dauerte die Blockade der Eingänge des Landwirtschaftsministeriums in Wien, am Dienstag beendeten die sieben Tierschützer freiwillig die Protestaktion. Der Verein gegen Tierfabriken (VgT) protestierte damit gegen die Haltung von Schweinen in Kastenständen. "Der Landwirtschaftsminister hat unsere Botschaft laut und deutlich gehört", meinte VgT-Obmann Martin Balluch. Nach dem Ende der Blockade nahm die Polizei kurzzeitig fünf Aktivisten fest.

Seit Montagmorgen waren die Aktivisten an den Eingangstoren angekettet und hatten die Zufahrten blockiert. Sie protestierten dagegen, dass VP-Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich ihrer Meinung nach an der Kastenstandhaltung festhält. Diese verstoße gegen das Tierschutzgesetz, so der VgT. Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es, man habe mit den Aktivisten das Gespräch gesucht.

Am Montagabend hat die Polizei eines der fünf Tore aus Sicherheitsgründen geöffnet, damit zumindest ein Notausgang zur Verfügung steht. Am Dienstagmorgen sagte Balluch, dass sich "eine gewisse Erschöpfung" breit mache. Eine Aktivistin gab auf.  Mittags waren dann die Kräfte der übrigen erschöpft und sie beendeten die Blockade. "Die Aktivisten waren schon sehr strapaziert", betonte Balluch.

Von den verbliebenen sieben Tierschützern waren zwei der Polizei bereits bekannt, die fünf restlichen wurden kurzzeitig festgenommen, um ihre Identität feststellen zu können, so die Exekutive.

(APA)

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11 Kommentare

Wo ist die Grenze?

Konnte die Szenerie Live aus meinem Büro-Fenster miterleben. Maximal 10 "Demonstranten", mindestens doppelt so viele Polizisten. Feuerwehreinsatz, mehrere Streifenwagen... kurz: ein riesen Aufwand für ein paar "Aktivisten". (Die Krönung war, das sogar die Polizisten das Transparent eine zeitlang gehalten haben :-).

Die Kosten für den Steuerzahler möchte ich gar nicht wissen.

Wo endet eigentlich die Demonstrationsfreiheit? Kann ich für mich alleine den Ring absperren lassen für meine Demo "lesbische Pensionistinnen gegen höhere Stützstrumpfpreise"?

Müssen dafür Tausende stundenlang im Stau stehen.


Re: Wo ist die Grenze?

Ich konnte die Aktion auch die ganze Zeit beobachten, NIE hat ein Polizist ein Transparant gehalten, NIE wurde die Fahrbahn blockiert und NIE mussten dafür Tausende stundenlang im Stau stehen.

Ich möchte nicht wissen wie hoch die Kosten für den Steuerzahler sind, wenn Rapid gegen Austria spielt und HUNDERTE Polizisten, Hubschrauber und die WEGA im Einsatz sind um randalierende, betrunkene "Fans" zu "begleiten".

Dagegen war diese FRIEDLICHE Aktion ein Lercherlschas!

Die Demonstrationsfreiheit ist durch die Europäische Menschenrechtskonvention geschützt und ich bin froh, dass ich in einem Land lebe, wo diese Freiheit geachtet wird.

Gast: rackzack
14.09.2011 16:36
1 1

Erschreckender Fanatismus!

Erstaunlich, zu was fanatisierte Menschen fähig sind! Wer sonst hängt sich 30 Stunden wo an? Hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den Flagellanten des Mittelalters.

Re: Erschreckender Fanatismus!

Wenn ein österreichischer Minister Gesetzesbruch begeht, indem er eine eindeutig rechtswidrige Verodrnung duldet, sich monatelang vor Gesprächen drückt, Vorschläge des Gesundheitsministers zur Beendigung der Rechtswidrigkeit ignoriert, dann finde ich die Aktion der Tierschützer völlig in Ordnung und im Sinne einer gelebten Demokratie auch wichtig!

Bitte vergessen sie nicht:
Die Kastenstandhaltung ist laut Gesetz verboten, wird aber durch eine Verordnung erlaubt. Eine Verordnung DARF aber kein übergeordnetes Gesetz ausser Kraft setzen.

Berlakovich setzt sich über eine grosse Mehrheit hinweg, laut einer Umfrage sind 80% der ÖsterreicherInnen GEGEN den Kastenstand, also überlegen sie bitte einmal WER sich hier fanatisch weigert, diese Situation zu ändern.

Gast: Sog
14.09.2011 08:55
3 2

30 Stunden ohne Klo?

Hatten die Windeln an, oder haben die in die Hose gemacht?

die tierschutz terroristen sind wieder unterwegs

na hoffentlich bekommen sie nicht wieder probleme mit der "bösen justiz", naja fals doch, bin ich sicher, dass die medien wieder einspringen werden, um die richteron zu denunzieren und den prozess im vorhinein zur farce zu erklären

Gast: RAA
13.09.2011 03:08
3 0

Die Polizei hat die Aktion nicht aufgelöst.

Ich war vor Ort. Die Beamten konnten einige AktivistInnen los schneiden, scheiterten aber an etwa sechs angeketteten TierschützerInnen und gaben es schließlich auf. Gegen 22:30 waren die AktivistInnen jedenfalls noch an die Gittertore des Ministeriums gekettet. Open End.

Gast: michl100
12.09.2011 20:08
9 5

Wo sind die Grünen !

Haben die überhaupt Interesse am Tierschutz?


Antworten Gast: RAA
13.09.2011 03:07
1 1

Re: Wo sind die Grünen !

Die grüne Tierschutzsprecherin Christiane Brunner war vor Ort, auch noch nach 22:30. Andere Parlamentarier anderer Parteien konnte ich nicht entdecken.

Antworten Antworten Gast: RAA
14.09.2011 09:31
1 1

Re: Re: Wo sind die Grünen !

Hier der Beweis:
http://www.vgt.at/presse/news/2011/news20110913h.php

Antworten Gast: Gast: HMB
12.09.2011 21:21
10 3

Re: Wo sind die Grünen !

Sie fragen? Es gab nur eine Grüne, die sich für den Tierschutz engagierte. Sie ist inzwischen Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines. Den anderen Grünen sind die Tiere aber "so was von egal". Alles andere ist ihnen wichtiger. Warum die sich Grüne nennen ist mir ein Rätsel - Kommunisten wäre ein treffender Name.