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Wintereinbruch: Mehrere Bahnstrecken gesperrt

20.09.2011 | 11:32 |   (DiePresse.com)

Nach dem Wintereinbruch bleiben auch am Dienstag die Tauernstrecke und die Brennerbahn gesperrt. Der Schaden für die ÖBB ist enorm.

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Ein Italien-Tief hat am Montag in Westösterreich für einen ersten Wintereinbruch mit Schneefällen bis in tiefe Lagen herab gesorgt. Bei der Hagener Hütte in der Nähe von Sportgastein wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden 80 Zentimeter Neuschnee gemessen, so Liliane Hofer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden oder waren nur mit Schneeketten passierbar. Umgestürzte Bäume, die ihre Schneelast nicht mehr tragen konnten, sorgten in Tirol für Probleme bei der Energieversorgung. Rund 3500 Haushalte waren ohne Strom.

Gleich mehrere Bahnstrecken bleiben auch am Dienstag gesperrt. Nach Angaben eines ÖBB-Sprechers waren die Tauernstrecke und die Brennerbahn betroffen. Ein Schienersatzverkehr wurde eingerichtet. Bahn-Mitarbeiter müssen insgesamt etwa 300 umgestürzte oder gefährdete Bäume abarbeiten, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Die ÖBB beziffern den Schaden alleine an der Infrastruktur mit mehreren 100.000 Euro.

Zwei Kilometer Fahrleitung beschädigt

Auf der Tauernroute waren rund zwei Kilometer Fahrleitung beschädigt, ein Arbeiten in der Nacht war aus Sicherheitsgründen nicht möglich. "Seit Tagesanbruch sind dort wieder zwei Motorturmwagen und eine Gruppe von Lehnenarbeiter im Einsatz", so der ÖBB-Sprecher. Die Sperre der Strecke soll bis 15 Uhr dauern. Einen Schienenersatzverkehr gab es zwischen Bischofshofen und Spittal über die Autobahn.

Auf der Brennerstrecke war die Streckenfahrleitung oberhalb von Steinach in Richtung Brenner auf rund 700 Metern stark beschädigt. Die Brennerbahnstrecke ist Dienstagabend wieder eingleisig befahrbar gewesen. Die ÖBB-Mitarbeiter mussten mehr als 100 Bäume wegräumen.

In Salzburg blieben am Montag drei Züge hängen. Im Gasteinertal stürzten Bäume unter der Schneelast um und fielen auf die Oberleitung der Tauernbahn. Ein mit rund 80 Bahnreisenden besetzter Schnellzug von Salzburg nach Klagenfurt saß im Bereich Angertal bei Bad Hofgastein seit 9.30 Uhr auf der Strecke fest. Am Nachmittag wurde der Zug mit einer Diesellok nach Bischofshofen geschleppt.

In der Mittagszeit blieben in Salzburg noch zwei weitere Züge mit insgesamt rund 150 Fahrgästen stecken, nachdem auch zwischen Lend und Taxenbach Bäume umgestürzt waren und die Westbahnstrecke unterbrachen. Betroffen waren ein Regionalexpress von Innsbruck nach Salzburg sowie ein Intercity von Wien nach Innsbruck.

Probleme für den Straßenverkehr

In Tirol gab es am Dienstag weitere "kleine" Probleme für den Straßenverkehr. Die Achenseebundesstraße war nach einem Felssturz in der Nacht nach Angaben der Polizei für den Schwerverkehr komplett gesperrt. Für den übrigen Verkehr gab es eine örtliche Umleitung über die Uferstraße. Gesperrt blieb auch der Übergang über das 2474 Meter hoch gelegene Timmelsjoch im Hintersten Ötztal. Die Brennerautobahn (A13) war laut Verkehrsabteilung des Landespolizeikommandos salznass. Auch die Arlbergpassstraße war mittlerweile wieder ungehindert befahrbar.

Sonniger ab Mittwoch

Die größten Niederschlagsmengen wurden entlang des Alpenhauptkamms sowie in den klassischen Südstaulagen gemessen. "In Kötschach-Mauthen fielen insgesamt 135 Liter pro Quadratmeter, das ist sogar mehr als dort im gesamten September fällt", erklärt Clemens Teutsch vom Wetterdienst Ubimet. 

So regnerisch und kühl die neue Woche begonnen hat, wird sie vorerst auch weitergehen. Sonniger wird es erst ab Mittwoch, gegen Ende der Woche steigen die Temperaturen wieder. Meteorologen erwarten einen typischen Altweibersommer mit Temperaturen über 20 Grad.

Westösterreich: Wintereinbruch bringt erstes Schneechaos

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(APA/Red.)

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21 Kommentare

und wo san`s die konsequenzen?

trotteln die bei der pflege der bahntrassen sparen - zugunsten von was?

wo sind die fragen, was kostet der ausfall, wer ist dafür verantwortlich, was darf der steuerzahler wieder einmal brennen?

das management (darf man diesen ausdruck bei öffentlichen betrieben verwenden?) ist eine einzige katastrophe, die wohl nur mehr durch die (nichtreform) arbeit im parlament an unfähigkeit getoppt wird.

Gast: bahnfahrer
20.09.2011 09:44
8 1

Wintereinbruch

Früher war die Bahn bei schlechtem Wetter das sicherste Verkehrsmittel; aber jetzt gibt`s hauptsächlich bezahlte Anzeiegn wie gut die Bahn geren wäre.

Antworten Gast: _hw_
20.09.2011 16:53
1 0

Re: Wintereinbruch

modernes management?
anstatt die leute zu bezahlen, welche früher die forstarbeiten erledigt haben, das gab eben ein gutes image für den sicheren winterbetrieb. so macht man jetzt werbung um das image auf zu polieren.
versager, welche ihr tun nur in kurzfristiger politik sehen.

Gast: Markus Trullus
20.09.2011 06:48
6 1

So was? (Neudeutsch: So what?)

Dieses Wetter ist normal. Bin alt genug, um das oft und oft erlebt zu haben bei meiner Bergsteigerei.
Aber warum die Dodeln von der BB die Bäume in der Nähe der Bahn nicht zumindest zurechtstutzen, bleibt rätselhaft. Oder stellen sich da wieder irgendwelche Öko- Terroristen davor: Nein, diesen Grashalm nicht!

Antworten Gast: karl aller
20.09.2011 09:56
2 2

Re: So was? (Neudeutsch: So what?)

Viel nasser Schnee: Äste mit Laub brechen.
Soviel können Sie sinnvollerweise vorher gar nicht stutzen...

"Ein derartiger Temperatursturz

ist im Herbst sehr typisch" --

"Da steht ein typischer Altweibersommer mit Temperaturen über 20 Grad bevor" --

also: ganz typisch Klimaerwärmung.

Gast: dewantzit
19.09.2011 18:44
0 13

"Schnee"?! Das freut den Strachel und seine Truppe.


Alles klar?

Re:

Wer ist "der Strachel"?

Gast: mariechen
19.09.2011 14:51
7 3

Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

Es gibt sie nicht.
Seit 2000 wirds langsam wieder kälter.
Normale Zyklen.

Antworten Gast: _hw_
20.09.2011 16:56
0 0

Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

es gibt parameter die was anderes zeigen (zB):

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Plot_arctic_sea_ice_volume.svg&filetimestamp=20110705232320

Antworten Gast: Josef123
20.09.2011 10:30
0 4

Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

So ein Märchen ... und das aus dem Munde eines unwissenden, erzkonservativen Klimaskeptikers. Einfach nur lächerlich!

Mag sein, dass wir langfristig einer Eiszeit entgegensteuern, aber dennoch haben wir jetzt Gletscher die schmelzen etc.

Antworten Gast: Febobo
19.09.2011 16:08
3 3

Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

und warum schmelzen dann die gletscher unvermindert schnell ab?

Würde es kühler werden, müssten sie wachsen.

1 0

Re: Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

Stimmt nicht. Bei der Gletscherschmelze spielt nicht nur die Temperatur eine Rolle. Eine viel stärkere Rolle spielt die Luftverschmutzung. Vor allem angelagerte Rußpartikel (Dieselabgas) durch die Luftverschmutzung der letzten Jahrzehnte führen zum Abschmelzen der Gletscher. Das sagt allerdings nichts über die Temperatur aus.

Antworten Antworten Antworten Gast: oberon 12
20.09.2011 09:57
0 1

Re: Re: Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

Nein.
Gerade die Luftverschmutzung geht zumindest im Alpenbereich seit den 70ern zurück.
Bei den Gletschern gehts schon um die Temperatur.

Re: Re: Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

inwiefern verändert die luftverschmutzung die gletscherschmelze? also wenn sich partikel auf dem eis ablagern, dann verändert sich doch die zusammensetzung des eises nicht oder? und selbst wenn die partikel in die oberfläche eindiffundieren ergibt das doch kein anderes gefüge, weil ich kann mir nicht vorstellen, dass eis (wasser) eine bindung mit partikeln eingeht. was wiederum bedeutet, dass schmelztemperatur nicht gesenkt wird und wenn dann müsste die schmelztemperatur steigen, weil ja diese partikel mit sicherheit einen höheren schmelzpunkt als 0°C haben.
also wie soll das funktionieren mit den partikeln? (das ist ernst gemeint)

0 0

Re: Re: Re: Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

Wenn eine schwarze Wand und eine weiße Wand von Sonne beschienen werden, welche wird dann wärmer? ->Die schwarze Wand, weil die Farbe Schwarz ja nichts anderes ist, als das Fehlen von rückgestrahltem Licht. Bei der Farbe schwarz wird sämtliches Licht absorbiert und in Wärme umgewandelt, während es bei einer weißen Wand großteils rückgestrahlt wird. So erwärmt sich auch ein schmutzig grauer Gletscher (durch z.B. Rußpartikel) stärker wie ein sauberer weißer.
Bei wasserlöslichen Partikel gibt es eine sogenannte molare Gerfriepunktserniedrigung. D.h. je mehr Partikel gelöst sind, desto niedriger wirf der Gefrierpunkt, anstatt bei 0°C gefriert das verunreinigte Wasser erst bei -5°C oder -10° (=abhängig von der Menge des gelösten Stoffes). Diesen Effekt macht man sich ja im Winter mit dem Salzstreuen zunutze.

Beide Luftverschmutzungseffekte führen dazu, dass Gletscher auch bei Temperaturen unter Null schon schmelzen können, wobei der Effekt mit den ungelösten Schmutzpartikeln den mit den gelösten überwiegt. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass eine Gletscherschmelze nicht zwangsläufig etwas mit steigender Temperatur zu tun haben muss.

Antworten Antworten Gast: Muku Muku
19.09.2011 18:07
4 1

Re: Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

Vollkommen Wurscht. Die Erde war schon komplett von Eis eingeschlossen ("Snowball earth") und war auch schon eisfrei - alles lang bevor der Mensch erfunden wurde.
Und das wird höchstwahrscheinlich auch so weitergehen - ob es Ihnen gefällt oder nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: _hw_
20.09.2011 17:00
0 0

Re: Re: Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

genau! und das geld, dass wir ins gesundheitssystem stecken könnten wir uns auch noch sparen, weil der mensch sowieso irgendwann stirbt!

Antworten Antworten Antworten Gast: doro 23
19.09.2011 18:47
1 5

Re: Re: Re: Das Rätsel der menschengemachten Erderwärmung:

Sie da, der Dodelkopf nennet sich jetzt Muku Muku.

2 3

Interessant

im Osten fiel die Temperatur nicht unter 13 °C.
Es regnete auch kaum. Es ist so trocken wie schon lange nicht mehr.

Re: Interessant/Iason

Und schon schüttet's! Bitte, öfter solche Meldungen!