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Zahl der Drogentoten leicht rückläufig

07.10.2011 | 18:09 |   (Die Presse)

Zahl der Drogentoten in Österreich ging von 187 auf 170 Personen im Vorjahr leicht zurück. Untersuchungen stellten bei Betroffenen eine Reihe von Begleiterkrankungen fest, insbesondere an Herz, Leber und Lunge.

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Wien./APA. Die Zahl der Drogentoten ist in Österreich leicht rückläufig. Im Vorjahr starben 170 Personen durch Suchtgiftkonsum. Im Jahr davor waren es 187. Dies geht aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht des Gesundheitsministeriums hervor.
Wenig geändert hat sich an den Ursachen der Todesfälle. 92 Prozent der analysierten Opfer waren auf ein oder mehrere Suchtgifte inklusive Opiate in Verbindung mit Alkohol zurückzuführen. Das Durchschnittsalter der Opfer betrug 32,4 Jahre. 18 Prozent davon waren weiblich, was in etwa auch den Werten der vorangegangenen Jahre entspricht.
Drogenkranke sind jedoch nicht „nur“ süchtig. Sie leiden zu einem hohen Prozentsatz auch an anderen Erkrankungen. Schon zuvor hatten Experten immer wieder nachgewiesen, dass bei vielen Betroffenen eine psychiatrische Grunderkrankung im Hintergrund steht. Darüber hinaus sind die Todesopfer zum größten Teil Personen, die durch die lange Dauer ihrer Drogenkarrieren auch körperlich krank geworden sind. So stellten die Gerichtsmediziner bei 72 Prozent Leberschäden, bei 66 Prozent Herzschäden und bei 50 Prozent Lungenerkrankungen fest.

Immer weniger Untersuchungen

Der Drogentod geschieht in Österreich in den meisten Fällen nicht im öffentlichen Raum. Schon 2005 zeigte eine erste Analyse, dass die Mehrheit der Personen in einer Wohnung verstarb. Dieses Bild erhärtete sich im Jahr 2010 (73 Prozent). In Hotels, Jugendherbergen oder Notunterkünften wie Männerheimen verstarben drei Prozent. Dies kann dahingehend interpretiert werden, dass ein Großteil des hoch riskanten Drogenkonsums im scheinbar geschützten privaten Rahmen stattfindet.
Zunehmend problematisch erscheint der seit 2008 festgestellte Anteil an nicht obduzierten Fällen. Das macht – wie bei allen anderen Erkrankungen auch – die österreichische Todesursachenstatistik weniger aussagekräftig.

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