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Armut in Österreich - gibt es sie?

28.10.2011 | 18:36 |  KÖKSAL BALTACI (Die Presse)

Hungernde, frierende und verzweifelte Familien gibt es auch in Österreich. In einem so reichen Land muss das nicht sein, sagt Caritas-Chef Küberl und startet im November die Hilfskampagne „Wärme schenken“.

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Wien. Er werde oft gefragt, ob es denn in Österreich die Armen wirklich gebe, von denen er ständig spreche. „Ja, es gibt sie“, sagt Caritas-Präsident Franz Küberl. „492.000 Menschen sind manifest arm, weitere 500.000 armutsgefährdet, leben also unter der Armutsgrenze von 994 Euro im Monat. Ein schwerer Unfall, eine hartnäckige Krankheit oder plötzliche Arbeitslosigkeit, und auch sie rutschen ab in Armut und Elend.“

Grund genug, um im November die Caritas-Inlandshilfe „Wärme schenken“ zu starten – eine Kampagne, in der Spenden für Not leidende Frauen, Kinder und Männer in Österreich gesammelt werden. „Armut macht krank und einsam. Manche Menschen müssen mit ein paar Euro pro Tag für Essen, Kleidung und Hygieneartikel auskommen“, so Küberl beim Startschuss der Initiative im Rupert-Mayer-Haus für Obdachlose in Wien. „Eine defekte Heizung kann da schon zu einer finanziellen Überforderung werden, der Schulanfang ein großes Loch in das Familienbudget reißen.“

Viele fühlten sich allein gelassen und gedemütigt. „In einem reichen Land wie Österreich muss das nicht sein“, beklagt Küberl. Wobei er nichts gegen Reiche habe. „Es muss auch Starke geben – wenn sie sich ihren Wohlstand ehrlich verdient haben. Ich will hier nicht die General-Armut ausrufen, was ich fordere, ist ein General-Lebensrecht. Und dazu müssen wir alle beitragen.“ Wenn es anscheinend nicht mehr weitergehe, könne eine kleine Spende Wärme schenken. „Ein ausführliches Gespräch in der Sozialberatung, ein Platz in einem Obdachlosenheim, ein Zuschuss zu den Heizkosten, eine kräftigende Suppe.“ Diese Zeichen der Menschlichkeit machten den Unterschied zwischen Verzweiflung und Hoffnung.

 

Beispielhafte Hilfsprojekte

Das Rupert-Mayer-Haus, das 66 Frauen und Männern eine vorübergehende Unterkunft bietet, sei ein Paradebeispiel für Caritas-Hilfsprojekte. Um einen Einblick in weitere bewährte Einrichtungen zu ermöglichen, begleitete Küberl Medienvertreter auch durch die Wohngemeinschaft WeGe für Haftentlassene in Wels und das Mutter-Kind-Haus in St.Pölten. Die 1993 gegründete WeGe bietet Haftentlassenen in zwölf Einzelzimmern und sechs externen Wohnungen eine zeitlich begrenzte, betreute Wohnmöglichkeit und die Chance auf einen Neuanfang. Sozialarbeiter stehen den Bewohnern bei Behördengängen zur Seite, unterstützen sie beim Aufbau neuer Beziehungen und beraten bei der Schuldenregulierung. 130 Euro kostet ein Zimmer pro Monat.

„Mir wurden in der WeGe neue Perspektiven für ein straffreies Leben eröffnet“, schwärmt Exbewohner Herbert. Der 60-Jährige saß wegen eines Banküberfalls neun Jahre im Gefängnis und verbrachte fast zwei Jahre in der Wohngemeinschaft, ehe er vor kurzem eine eigene Wohnung bezog. „In der Haft wird man zur Unselbstständigkeit erzogen, man verlernt, soziale Kontakte herzustellen. Hier aber wurde ich Schritt für Schritt auf mein neues Leben in Freiheit vorbereitet. Ich kann diese Einrichtung gar nicht genug loben.“

 

„Voller Optimismus und Lebensmut“

Auf einen Neustart im Leben werden junge Frauen auch im Mutter-Kind-Haus in St.Pölten vorbereitet. Bis zu einem Jahr werden dort in Not geratene Schwangere und Mütter von Familienberatern betreut, damit sie im Anschluss wieder ein selbst bestimmtes Leben führen können. Mütter wie die 26-jährige Karin, die eineinhalb Jahre in dem Heim gelebt hat, bis sie wieder in der mentalen Verfassung war, eine eigene Wohnung zu beziehen. „Ich habe mich während der Schwangerschaft von meinem Freund getrennt und mich fürchterlich mit meiner Familie überworfen“, erzählt die Kindergartenpädagogin. „In meiner Verzweiflung habe ich hier Zuflucht gesucht und eine zweite Familie gefunden. Die Lebensgeschichten von Leidensgenossinnen haben mich sehr berührt.“ Ihr sei klar geworden, dass es andere Frauen noch härter getroffen habe als sie. „Meine Wertigkeiten haben sich während meines Aufenthalts hier verändert. Als ich das Haus verließ, war ich voller Optimismus und Lebensmut.“

 

Kein Verlass auf die Politik

Not sehen und unverzüglich handeln, genau darum gehe es bei Hilfsprojekten dieser Art, betont Michael Landau, Leiter der Caritas Wien. Die Menschen in Österreich hätten ein Recht auf Arbeit, von der sie leben können, eine angemessene Mindestsicherung und ausreichend Zugang zu fundamentalen Rechten wie Bildung und Gesundheitsversorgung.

Zwar wirke der Sozialstaat der Armut entgegen – durch Sozialleistungen werde die Armutsgefährdung um mehr als zwei Drittel reduziert. Aber es könne und müsse mehr getan werden. „Mit 30 Euro schenken Sie einer Familie in Österreich zwei Wochen lang eine warme Wohnung“, sagt Landau. „Helfen Sie mit, damit sich niemand mehr vor dem Winter fürchten muss.“ Man dürfe sich nicht nur auf Politiker verlassen. Diese würden zwar auffallen, „aber“, so Landau, „eher durch die Unschuldsvermutung“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2011)

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135 Kommentare

Re: Also meine Pension

Sind Sie Asylant? Verfolgt? Islamist?
Nein? Was erwarten Sie dann von Küberl?

13 0

Küberl lügt

So einfach ist es

Gast: polarluft
29.10.2011 10:31
8 0

Wieviel?

wieviel spendet eigentlich der Herr Küberl?
Ich kann die "Armutsdebatte" schon nicht mehr hören! (was nicht heisst, dass es nicht wirklich Arme gibt) Aber wenn man in die Supermärkte geht, in verschieden Lokale etc.. und wenn man sieht, was diese "Armutsgefährdeten" konsumieren, dann zweifelt man an den Zahlen!
Und Herr Küberl wäre gut beraten zu erzählen, was die Kirche "direkt" spendet? (nicht nur verwaltet)!

4 0

in einem sooooo reichen Land?

Küberl hat noch nichts von Schutzschirmen gehört, bzw hat er sich über die Auswirkungen noch keine Gedanken gemacht.

Gast: Der Notar
29.10.2011 10:17
7 0

Nach Küberl

wird die Armut in Österreich NIE aussterben.

9 0

Nach der derzeit üblichen Armutsdefinition (weniger als 50 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens, vereinfacht)

KANN die Armut nur dann aussterben, wenn alle fast gleich verdienen.

Das von Herrn Küberl gebrachte Beispiel illustriert die Bedenken, die ich gegenüber der Caritas habe: Die arme junge Frau, welche sich in der Schwangerschaft mit ihrem Freund zerstritten hat. Gut, kann vorkommen. Aber, sie hat sich auch mit ihrer (ganzen) Familie überworfen - das erinnert mich an die Geschichte mit dem Autofahrer, der sich darüber beschwert, dass im hunderte Geisterfahrer entgegenkommen.

Und für die offensichtliche Unfähigkeit der Kindergartenpädagogin (arme Kinder!), mit ihrer Umgebung ordentlich zu kommunizieren - ohne die Hilfe von Betreuern im Caritasheim - müssen wir bezahlen?

Ich spende weiter lieber direkt für Projekte in der Umgebung, die von Leuten organisiert werden, die ich gut kenne!

leider hat

die im grunde gute idee der caritas zugunsten einer asyl- und ausländerpolitik abgedankt, welche österreich höchst attraktiv für ausländisches sozial- und bildungsproletariat macht. wers nicht glaubt, spaziere einmal mit offenen ehrlichen augen in wien herum. so wird unser schönes land sukzessive ruiniert.

5 0

darum

och mehr zuwanderung, noch mehr fürs ausland spenden, noch mehr an die eu abführen.

12 0

tja liebe caritas.

spät aber doch kommt ihr drauf, das es armut auch in österreich gibt.
aber da ihr das geld lieber für ausländer und asylanten ausgebt, bleibt nix mehr für die österreicher übrig.
werden jetzt die in Ö lebenden ausländer für die armen österreicher spenden?
gibt es ein nachbar in not, in der türkei oder in den scheichstaaten?

Gast: hannking
29.10.2011 08:37
13 1

Armut in Ö = reine Propaganda

Alles gefälschte Statistiken. Armut, dann sehen Sie sich die Township außerhalb von Kapstadt an, dass ist Armut.

Hier in Ö, ist Armut einfach Neid, dass man nicht so konsumieren kann wie andere.

Arbeiten gehen und lernen!!!!

Antworten Gast: Gast xxx
29.10.2011 15:34
0 0

Re: Armut in Ö = reine Propaganda

Stimme Ihnen voll und ganz zu. Jedes Jahr jammert z.B. dieser Herr Küberl vor dem Schulbeginn, wie teuer das die Familien kommt. Als er einmal verlautbarte, dass alle Kinder das Recht hätte, sich Markenkleidung zu kaufen, damit sie von ihren Schulkollegen nicht als Armutschkerl gemobbt würden, platzte mir fast der Kragen.

Gast: Gast xxx
29.10.2011 08:32
7 0

Exbewohner Herbert

Ich bin ja dem Hr. Küberl so dankbar, dass er sich solche Sorgen um den Ex-Bankräuber macht!

Armut? In Österreich? Nie!

Ob es Armut gibt in Österreich? Es gibt nur Politiker! Und die Politiker sind in sich selbst verliebt! Wer geht denn schon in die Politik? Nur Lumpen und Idioten. DEshalb kann es auch keine Armut geben! Nie und nimmer!

Gast: krikri
29.10.2011 07:46
6 0

In einem so reichen Land muss das nicht sein, sagt Caritas-Chef Küberl

WO nimmt er bitte seine zahlen her?
die von der politik geputzten und schögeredeten fakten? is that it?

WO bitte nimmt er diese information her?

österreich ist nicht weit hinter italien oder griechenland her, also dieses "österreich ist ein reiches land" märchen soll endlich mal aufgeklärt werden!!!

Jeder hat doch die Möglichkeit

in Österreich reich zu werden.
Dazu hat die Regierung ja alle Vorraussetzungen geschaffen :-)

Re: Jeder hat doch die Möglichkeit

That was a good one, buddy

Gast: onkel hans
29.10.2011 04:59
4 1

ah, der schon wieder


was, es gibt zu viele arme?

kirchengüter zugunsten der armen einziehen!

steuerprivilegien der kirche zugunsten der armen aufheben!

armut? der hat ja keine ahnung

mal abwarten bis die kaufkraft weg-inflationiert ist und der kuenstliche wohlstand der letzten 40 jahre, der auf nie rueckzahlbaren schulden aufgebaut ist, zusammenbricht

Antworten Gast: Yvonne O
29.10.2011 06:12
5 0

Re: armut? der hat ja keine ahnung

Ja, dann wird es lustig für die vielen Nettoempfänger. Eine geschlachtete Kuh kann man nicht mehr melken.

Gast: help
29.10.2011 01:23
7 1

"Das Caritas-Kontingent ist erschöpft"

ein Bekannter von mir muss den Winter ohne Heizung überleben. Mit einer kleinen Unterstützung kann er lediglich Strom für Licht und Warmwasser bezahlen. Zum Heizen reichts nicht mehr.
Er hat derzeit eine Lungenentzündung.
Bei Anfrage an die Caritas bekam er zur Antwort:"Das Kontingent ist erschöpft. Sie bekommen kein Geld von der Caritas".

"Du glückliches Österreich": Du lässt sterben.

Antworten Gast: check
29.10.2011 09:32
12 0

Re: "Das Caritas-Kontingent ist erschöpft"

Ungeschickt aber auch!

Wenn er die Anfrage so gestellt hätte:

" Ich nisch könne heize, imma is kalt, bin mache asül in östareich, brauh i geld"

was denken sie wie viel Kontingente da die Caritas plötzlich aufgetrieben hätte!

Re: Re: "Das Caritas-Kontingent ist erschöpft"

Wenn er dann noch "Österreich is Natsi, Natsi" gerufen hätte, dann würde er mittlerweile im Vollen sitzen

"In einem so reichen Land muss das nicht sein"

Reich ist Raiffeisen und die Kirche. Sonst niemand. Und ansonsten soll der ach so heilige Küberl sich um österreichische Arme kümmern und nicht um die Bettelspezialisten aus Rumänien und anatolisches Subproletariat.

arme in österreich gibt es

aber die zahl bzw die berechnungsart halte ich doch für unseriös. das kann man meiner meinung nach nicht an einem prozentsatz des median-(oder durchschnitts-?)-einkommens festmachen.

ich zb verdiene netto unter 500 eu, habe allerdings sehr geringe ausgaben, weshalb ich mich selbst nicht als arm einschätzen würde. trotzdem bin ich laut statistik aber arm.

versteht mich nicht falsch, armut in ö muss bekämpft werden und jenen, die hilfe brauchen, soll geholfen werden. aber die zahlen, mit denen hier herumgeworfen wird, sind meiner meinung nach überzogen.

1 7

Sie meinen,

Sie verdienen OFFIZIELL netto weniger als 500 im Monat, nicht wahr?

Ist der Rest Pfusch, Naturalbezahlung oder BMS?

Das sollten Sie uns halt auch sagen.

das war billig

und das wissen sie selbst.

ich sag ja nicht, dass i repräsentativ für die breite masse wäre.

es stimmt schon, mit diesem gehalt muss ich weder haus noch familie erhalten. "arm" bin ich laut statistik aber trotzdem, obwohl ich mich nicht so fühle.

Antworten Antworten Antworten Gast: Leider, Leider
29.10.2011 17:43
1 0

Re: das war billig

Es freut mich für Sie, wenn Sie sich nicht arm fühlen, und Sie mit Ihrem Gehalt auskommen. Zahlen Sie aber auch Pensions- und Sozialabgaben? Wie wollen Sie in Ihrem Ruhestand ohne Pension oder Rente überleben? Sie bleiben nicht immer jung, werden vielleicht einmal krank oder arbeitslos, was dann?!
Sie müssen ein großes Rückzugskapital besitzen, um so große Töne zu spucken!

Re: Re: das war billig

ich bin trotz allem über der geringfügigkeitsgrenze, womit ich voll sozialversichert bin. machen sie sich um mich keine sorgen ;-)

diese teilzeitarbeit ist auch nicht das, was ich mir für den rest meines lebens vorstelle, sondern eine momentaufnahme.

sie haben möglicherweise nicht ganz begriffen, worauf ich hinausmöchte. nämlich nicht, dass man mit wenig verdienst auch glücklich sein kann, sondern dass die berechnungsmethode für armut bzw armutsgefährdung alles andere als nachvollziehbar ist.

0 1

Re: Re: Re: das war billig

Meine Antwort war immer noch weit weniger billig als Ihr Kommentar.
Übrigens haben Sie uns noch nicht erklärt, WIE sie von <500 leben. Aber eigentlich interessiert es mich gar nicht.

Re: Re: Re: Re: das war billig

ein eigenartiger weg, ihr desinteresse auszudrücken.

sie scheinen in der tat immer noch nicht begriffen zu haben, worauf ich mit meinem kommentar hinauswollte, mittlerweile fürchte ich aber, diesbezüglich keinen erfolg mehr verbuchen zu können.

Gast: Schulribirli
28.10.2011 22:13
14 2

Mein Gott, dauernd dieses Gejammere

Es gibt wohl kein Land auf dieser Welt wo es weniger Arme gibt als in Österreich. Also was soll das? Dafür sind in kaum einem anderen Land die braven Arbeitnehmer so arm dran wie in Österreich, weil in kaum einem anderen Land werden so so geschröpft wie in Österreich!

Antworten Gast: globetrotterneu
29.10.2011 00:19
1 7

Re: Mein Gott, dauernd dieses Gejammere

wer es glaubt wird selig.

Gast: check
28.10.2011 22:00
18 8

Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

Die Armutsgrenze in Österreich entspricht gehobenem Mittelstand in Bulgarien.

Und was würde es für die 500.000 "Armutsgefährdeten" bedeuten, wenn jeder Österreicher pro Monat 1.000,- Euro mehr Geld bekäme?

Gar nichts, denn dann würde eben die "Armutsgefährdungsgrenze" um 1.000,- Euro nach oben gehen und wir hätten wieder 500.000 Armutsgefährdete, so wie zuvor auch. Pervers.

Kein Cent für diesen Schlepperhelfer-Verein!

Re: Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

Was schert mich Bulgarien?

Re: Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

Sie vergessen dabei aber, dass diese Menschen in Österreich leben und nicht in Bulgarien. Es ist ja schön zu wissen, dass man mit diesem Geld in Bulgarien besser leben könnte, aber deshalb würde ich auch nicht nach Bulgarien auswandern. Sie etwa?

Versuchen Sie mal, in Österreich von nicht mal 1000 EUR/Monat zu leben.

Re: Re: Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

ich habe als Student jahrelang von 550 Euro gelebt, d.h. weit unter der Mindestsicherung...

wenn sie mit 1000 Euro nicht auskommen, Könnens auf ihren flatscreen und Internet nicht verzichten

Re: Re: Re: Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

1. betrifft das glücklicherweise nicht mich, aber ich habe eine Freundin, die etwa 1200 EUR netto verdient und alleinstehend ist. Und die tut sich schon schwer, weil die Ausgaben für Miete, Strom, Gas etc. sehr angestiegen sind.

2. Ich habe keinen Fernseher - ich sehe nicht fern ;)

3. Aufs Internet kann ich in der Tat nicht verzichten, ich brauche das beruflich. Übrigens braucht heute schon jeder zumindest eine E-Mail Adresse und ein Handy, um sich auf einen Job bewerben zu können. Die Unternehmen erwarten, dass man jederzeit erreichbar ist und dass man Informationen im Internet abrufen kann. Vorstellungstermine werden beispielsweise per E-Mail verschickt, und wenn man nicht jeden Tag seine E-Mail Adresse abfragt, kann es sein, dass man den Termin verpasst, weil diese oft sehr kurzfristig ausgeschickt werden.

Re: Re: Re: Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

und?
hat der Papa die Wohnung bezahlt?

Re: Re: Re: Re: Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

1.hab ich's selber bezahlt
2.550 gesamt, d.h. inkl Miete
3.mit dem ersten Job danach zahlte ich schon mehr Lohnsteuer als ich zum Leben hatte

Re: Re: Re: Re: Re: Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

Ich frage auch Sie:
Wann war denn das?

Man konnte vor ein paar Jahren mit 1000 EUR netto noch recht gut über die Runden kommen. Jetzt geht das nicht mehr so einfach.

Die Mieten, die Energiekosten und die Preise für Lebensmittel sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Natürlich muss man dann auch die Werte für die Armutsgrenze nach oben hin angleichen.

Antworten Gast: Schwester Birgit
28.10.2011 22:18
8 6

Re: Dieses Armuts-Geseihe in Österreich(!) ist pervers!

Ich hoffe für Sie, dass Sie niemlals Ihr freches Mundwerk hungrig vor unserer Suppenküche aufsperren müssen.
Ihnen geht's anscheinend zu gut.

Nein, es gibt keine Armut in Österreich. Armut gibt es nirgends auf der Welt.

Armut ist eine Fiktion. Nur Pessimisten sind arm.
Für Optimisten ist der leere Teller voll.

1 0

so etwas

sogar kueberl hat das verstaendnis von euro hilfspaket nun auch in die praxis erweitern koennen. er arbeitet noch daran es den reichen ach so er meint die "glaeubigen" erklaeren zu koennen.

Arm ist ja eine

Definitionsfrage.
Arm in Saudi-Arabien ist etwas anderes als arm in Bangladesh.
Arm in Österreich heisst: Ich bin übergewichtig, rauche 40 Zigaretten am Tag und bin dauerfett :-)

Re: Arm ist ja eine

geschätzter Akademiker, warten´S auf die Währungsreform, die uns allen blüht und dann definieren´S neu

Re: Arm ist ja eine

Mussten Sie schon mal von 1000 EUR/Monat leben?
Ich bezweifle das. Also können Sie überhaupt nicht mitreden.

Antworten Antworten Gast: Gast Armut
29.10.2011 08:31
10 0

Re: Re: Arm ist ja eine

Ja - als Regalbetreuerin in einem Supermarkt habe ich jahrelang weniger als € 1000,- verdient. Ich habe mir trotzdem eine (kleine) Mietwohnung, ein (altes, kleines) Auto, Handy, TV und Internet leisten können. Sicher - beim Gewandkauf und bei den Vergnügungen habe ich schon jeden € 2x umgedreht. Aber dieses Gejammere über die Armut kann ich schon nicht mehr hören!

Re: Re: Re: Arm ist ja eine

Wann genau war denn das?

Man darf nicht außer acht lassen, dass z.B. die Mieten in den letzten Jahren enorm angestiegen sind.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast Armut
29.10.2011 15:28
1 0

Re: Re: Re: Re: Arm ist ja eine

Das war bis vor einem Jahr. Dann habe ich nebenberuflich die Berufsreifeprüfung geschafft und studiere jetzt. Mithilfe eines Stipendiums geht auch das.
Für jeden, der bereit ist, etwas zu leisten, gibt es in Österreich für jeden genug Unterstützungen !

Re: Re: Re: Re: Re: Arm ist ja eine

Sehen Sie? Sie leben auch von der Unterstützung der Allgemeinheit - Sie beziehen Studienbeihilfe.

Sei Ihnen natürlich vergönnt, aber bitte neiden Sie dann nicht anderen deren Unterstützung.

Ob man es jetzt Studienbeihilfe, Mindestsicherung etc. nennt, ist nämlich ziemlich egal.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast Armut
29.10.2011 19:38
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Arm ist ja eine

Ich neide niemandem irgendeine Unterstützung. Ich verwehre mich nur dagegen, dass ständig über die ach so armen Österreicher gejammert wird, wobei es für fast alle irgendwelche Unterstützungen gibt.
Am meisten ärgert es mich, wenn die armen allein erziehenden Mütter über ihr Los klagen. Da sollte man einmal überprüfen, wie viel von denen tatsächlich alleine leben. Das kann jeder leicht in seiner Bekanntschaft überprüfen.