19.05.2013 15:36 Merkliste 0

Eine Million Österreicher armutsgefährdet

14.11.2011 | 14:42 |   (DiePresse.com)

"Armut ist einer Kulturnation unwürdig", sagt die Volkshilfe Österreich und fordert einen starken Sozialstaat. Eine neue Volkshilfe-Kampagne soll in akuten Notsituationen helfen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

993.000 Menschen, rund zwölf Prozent der österreichischen Bevölkerung, sind nach Angaben der  Volkshilfe armutsgefährdet. Die Hälfte davon ist manifest arm. Dies bedeutet, dass die Wohnung nicht angemessen geheizt oder abgetragene Kleidung nicht ersetzt werden kann. Dieser Entwicklung will die Kampagne "Armut made in Austria", die am Montag vorgestellt wurde, entgegensteuern.

"In Österreich, einem der reichsten Länder der Welt, müsste es keine Armut geben. Armut wird gemacht. Sie ist Ausdruck der Ungleichverteilung von Reichtum und eine folge der sozialen Ungleichheit", so Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe. Besonders betroffen seien unter anderem Ein-Eltern-Haushalte, alleinlebende Personen, Migranten, Langzeitarbeitslose und Personen mit geringer Bildung.

Mindestsicherung unter Gefährdungsschwelle

Für einen Einpersonenhaushalt beträgt die Armutsgefährdungsschwelle 994 Euro im Monat. Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung für eine alleinstehende Person war 2011 mit rund 753 Euro bemessen und somit ca. 240 Euro unter dieser Schwelle. "Armut ist ein Skandal und einer Kulturnation unwürdig. Wir brauchen einen starken Sozialstaat", betonte Weidenholzer bei der Pressekonferenz.

Die neue Volkshilfe-Kampagne "Armut made in Austria" soll Menschen in Österreich mit Spenden- und Sponsoringgeldern in akuten Notsituationen helfen. Vorrangig werden kranke, benachteiligte oder behinderte Kinder, alleinerziehende Mütter und Väter sowie kinderreiche Familien unterstützt. Die finanzielle Hilfe soll durch konkrete Hilfsangebote, wie Sozialberatung, Integration von Langzeitarbeitslosen, Delogierungsprävention, Wohnungslosenhilfe und die Betreuung von älteren Menschen ergänzt werden.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

58 Kommentare
 
12
Gast: Privatier
16.11.2011 06:04
0 0

Armutsgefährdet?

Selbst schuld, wären sie Politiker oder Lobbyisten geworden!
Simsalabim, und sehr reich ist man.

Das AMS könnte für besonders Begriffsstutzige im Rahmen der Kurzschen Migrantenbevorzugungspolitik beispielsweise Kurse mit Meischi + KHG in Geschäftsanbahnung und steueraversen Stiftungskonstruktionen, mit Strasser als Lobbyingspezialisten sowie Flöttl als Perfektionist im Versteckenspielen und last not least auf alle Fälle Elsner als findigen Knastentfleuchungskünstler anbieten.

Gast: Kuya
15.11.2011 13:24
0 1

in Europa herrscht die Pfründe- und Privilegienwirtschaft

. . . sozial gerecht wäre, ein einheitliches Sozial- und Pensionssystem bei ausgeglichenem Budget.

Gast: barra
15.11.2011 04:58
0 2

heißt das, daß das existenzminimum eine geheizte wohnung und den ersatz abgetragener kleidung nicht inkludiert?


was gehört denn eigentlich zum existenzminimum?

Gast: Barroso
15.11.2011 00:03
2 1

Jeder unter einen 100.000 Euro Jahreseinkommen

ist ein bemitleidenswerter armer Schlucker.

Gast: lucius
14.11.2011 19:44
8 1

Die Berechnungsmethode...

... für Armut lautet, vereinfacht gesagt so, dass das "ärmste Achtel" der Bevölkerung als armutsgefährdet bezeichnet wird. Und wir wundern uns immer, dass wir bei jeder Studie zirka 1 Mio Armutsgefährdete haben.

mich würde interessieren

wie hoch der anteil bei dieser million ist, der tatsächlich so wenig verdient bzw unverschuldet in diese notlage gekommen ist.

und wieviele davon knapp bei kasse sind, weil sie saufen, spielen, konsumsüchtig oder schlicht nicht geschäftsfähig sind.

1 1

In den Niederlanden

Wird von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger mittlerweile gefordert, der Gemeinschaft was zurückzugeben. Etwa Parks reinigen, für Alte und Behinderte einzukaufen, ein Museumsdorf zu renovieren usw. Da fühlt sich niemand unfair behandelt und keine Gewerkschaft regt sich auf, das müsse von regulären Arbeitern gemacht werden.

Warum geht das bei uns nicht?

http://www.welt.de/wirtschaft/article4546743/Niederlaender-muessen-fuer-Hartz-IV-arbeiten.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/juengere-arbeitslose-niederlande-streichen-anspruch-auf-sozialhilfe-1485487.html

Antworten Antworten Gast: lb16
19.11.2011 10:47
0 1

Dann gehen Sie doch in die Niederlande putzen! Viel Spaß!

0 0

Ich bin schon in Pension.

Und war nicht einen Tag in meinem Leben arbeitslos. Weil mir meine Eltern eine ordentliche Ausbildung ermöglicht und mir beigebracht haben, dass man etwas tun muss, wenn man etwas haben will.
Ein bisschen Glück war vielleicht auch dabei.

Antworten Gast: barra
15.11.2011 04:47
0 1

Re: mich würde interessieren

wie meinen sie das?

grundlage ist ja das einkommen, bevor es versoffen oder verspielt, oder für wohnen, essen, kleidung und mobilität ausgegeben wird.

Gast: keterum kenseo
14.11.2011 19:42
1 1

Merk`s Österreich:

Wer wenig hat, ist arm. Wer wenig braucht, ist reich.
(Helder Pessoa Camara)

Gast: Lobby Consulting Group
14.11.2011 19:32
1 3

Arm? Selber schuld.

Wären sie doch Leistungsträger geworden und hätten sich bei gleichzeitigem Bezug von Mehrfachgehältern, Pensionen und Ruhegenüssen ihre eigene Beratungsfirma aufgebaut und sich EU-Förderungen geholt!

Gast: burro
14.11.2011 19:05
4 3

Es soll Leute geben ,welche behaupten ,

wer kein Handy,Auto und keinen Auslandurlaub sich es nicht leisten kann ,ist armutsgefährdet.

Antworten Gast: Großstadtbewohner
16.12.2011 17:08
0 0

Ohne Handy bekommt man keinen Job.

Und auch ohne Auto wird man eher schief angeschaut.

Auslandsurlaub ist im Allgemeinen billiger als Inlandsurlaub.

Das Spiel mit der geschürten Abstiegsangst

In dem Artikel "„Caritas AG“: Das Spiel mit der geschürten Abstiegsangst" von Michael Hörl wird die linke Wohlfahrtsindustrie, die von ihr geschürten Ängste und das dubiose Zahlenmaterial mit dem sie operiert treffend charakterisiert.

http://www.eu-infothek.com/article/caritas-ag-das-spiel-mit-der-geschuerten-abstiegsangst

Sehr empfehlenswert für jeden der daran zweifelt, dass es in Österreich tatsächlich ein Millionenheer an armen und armutsgefährdeten Bürgern gibt.

1 0

Ganz richtig!

Gestern im Fernsehen (nicht ORF, aber ich weiß nicht mehr, wo es war) eine hochinteressante Sendung über die "Hartz IV - Industrie in D. Wie Organisationen und Firmen daran verdienen.
Es wurde auch darauf hingewiesen, dass in den NL Arbeitslose was tun müssen (siehe mein Posting und Links weiter oben!)

Antworten Gast: nächster gast
15.11.2011 08:45
0 0

Re: Das Spiel mit der geschürten Abstiegsangst

polemischer artikel...

Gast: africano
14.11.2011 18:39
1 1

So einen Blödsinn zu schreiben ,

ist typisch österreichisch.
44 Millionen amerikanische Staatsbürger ,können sich ihr Esseb´n nicht mehr leisten.

Gast: Ferdinand L
14.11.2011 18:36
9 2

Wir brauchen einen starken Sozialstaat", betonte Weidenholzer bei der Pressekonferenz.

Vollkommene Zustimmung!
Was wir jedoch nicht brauchen, sind Sozialschmarotzer, Asylbetrüger und dergleichen, die in betrügerischer Weise unser Sozialsystem schamlos ausnützen.

Gast: verwundert niemanden
14.11.2011 17:58
8 2

Die Armen sind ein äußerst lukrativer Markt für die linkslinken NGOs wie die Caritas und deren nur viel zu oft überbezahltes Minderleisterpersonal

Außerdem verschenkt das angeblich reiche Österreich (die Politikergehälter sind eindeutig viel zu hoch!) die Milliarden im Dutzendpack an EU und Ausland sowie verschwendet diese für den Import hunderttausender bildungsresistenter Kolonialisten. Die vielen Fehlentscheidungen unserer Politharlekine und deren Kollateralschäden und Folgekosten kosten enorm, ebenso die Korruption im Dunstkreis der Politik.

Gast: Der Notar
14.11.2011 17:18
5 4

Mein armer Pfuscher

habe am Freitag 6.000 Euro für einen mindestgesicherten Importpfuscher bar in die Hand gelöhnt: Ipad II und IPhone IV helfen ihn die viele Arbeit zu bewältigen. In der Türkei hat sein Vater einigen Grundbesitz. Er und seine Familie ist grundgesichert. Es geht ihm sichtbar gut. Ich war zufrieden mit seiner Leistung. Nix zu meckern. Aber ich verstehe was Churchill gemeint hat: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Antworten Gast: justleaveit
15.11.2011 08:48
0 0

Re: Mein armer Pfuscher

troll!^^

Re: Mein armer Pfuscher

ich habe heute in der presse das geständnis eines helfershelfer bei steuerhinterziehung gelesen.
er ist wohl ein armer schlucker, der von einem notar-einkommen träumt....

möge die decke auf dich runterfallen und der wasserrohrbruch dich nicht schlafen lassen!

ps.: über die leistung des pfuschers hast du nix zu meckern. vermutlich aber über budgetdefizit und staatsschulden, die du mitverursachst.

Antworten Antworten Gast: Der Notar
14.11.2011 20:10
0 2

Huch

was schäme ich mich nun! Also offen gesagt eine Rechnung wäre mir lieber gewesen, weil ich diese dann absetzen könnte. JEDOCH: die Forderung unserer Working Class ist glasklar und unmißverständlich: Ich komme nicht, wenn nicht bar aufs Handerl. Ansonsten finde ich es keck, unverschämt und frech ordentlich wirtschaftende Bürger mit der verhaltensgestörten Politklasse, die das Geld beim Fenster hinaus wirft, in einen Topf zu schmeißen.

Antworten Antworten Antworten Gast: der staatsanwalt
15.11.2011 08:50
0 0

Re: Huch

sie wissen genau, dass ihr posting nicht stimmt oder sie haben übersehen, dass man sie über ihr posting ausfindig machen kann^^.

beides wenig intelligent.

Antworten Gast: Gewebebetrieb
14.11.2011 18:02
1 1

Re: Mein armer Pfuscher

Leute die Pfuscher beschäftigen, sind wie die Pfuscher selbst, nur asoziale Staatsschädlinge.
Pfui, schämen sie sich Hr. Notar.

 
12