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Bio-Skandal: Hunderte Tonnen nach Österreich geliefert

13.12.2011 | 16:31 |   (DiePresse.com)

Der italienische Bio-Skandal hat Österreich erreicht. Soja und Raps von verdächtigen Unternehmen sollen nach Österreich geliefert worden sein. Auch in Deutschland sind die gefälschten Produkte auf den Markt gekommen.

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Der Riesenbetrug mit gefälschten italienischen Bio-Produkten hat am nun auch Österreich erreicht: "Nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Ermittlungen der italienischen Sicherheitsbehörden sind mehrere hundert Tonnen Soja und in geringerem Umfang Raps von zwei der verdächtigen Unternehmen nach Österreich geliefert worden", heißt es in einer Aussendung des Gesundheitsministeriums. Bei den Empfängern in Österreich handelt es sich um zwei weiterverarbeitende Betriebe. Gleichzeitig wird entwarnt: Die Waren sollen nicht gesundheitsschädlich sein.

Die zuständigen Stellen der Bundesländer wurden laut dem Ministerium umgehend informiert. Die italienischen Behörden haben bisher allerdings keine Lieferlisten mit konkreten Warenbezeichnungen, Mengen und Lieferzeitpunkten übermittelt.

Schon am Dienstagvormittag war bekannt geworden, dass hunderte Tonnen gefälschter Bio-Produkte wahrscheinlich nach Deutschland geliefert worden waren. Auch in Deutschland soll es sich vor allem um Futtermittel wie Soja und Raps gehandelt haben. Eine Gesundheitsgefahr habe nicht bestanden. Die Produkte hätten aber nicht als Bioware verkauft werden dürfen. Die deutsche Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) erklärte, wenn sich die ersten Angaben aus Italien bewahrheiteten, handle es sich wohl um "Betrug in großem Stil".

700.000 Tonnen gefälsche Bio-Produkte

Vergangene Woche war der Riesenbetrug aufgeflogen. In Verona beschlagnahmte die Polizei 2500 Tonnen falsch deklarierte Lebensmittel, sieben Personen wurden festgenommen. Insgesamt sollen seit 2007 700.000 Tonnen vermeintliche Öko-Produkte wie Mehl, Soja, Obst und Trockenfrüchte im Wert von 220 Millionen Euro mit falscher Kennzeichnung verkauft worden sein.

Der "Standard" berichtet unter Berufung auf Europol, dass das Geschäft mit gefälschten Lebensmitteln ein Milliardengeschäft sei und wesentlich höhere Profite abwerfen als etwa im Drogenhandel. Zudem sei das Risiko geringer.

Die Kontrollen der Lebensmittel unterliegen in Österreich den Bundesländern. Bio-Produkte werden durch staatlich zugelassene Stellen noch zusätzlich kontrolliert. Auf Druck mehrerer Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, wurde laut Gesundheitsministerium erreicht, dass der Bio-Skandal beim Ständigen Ausschuss für den Ökologischen Landbau bei der EU in Brüssel kommende Woche behandelt wird.

(Ag.)

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112 Kommentare
 
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Re: B I O

blödsinn.

essens mal ein ei von einem bio henderl - dann red ma weiter.

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Re: Re: B I O

Das Ei sieht man doch am Feld, und dann noch die vielen Hühner.

Das Korn, die Fauna und Flora wurde ja schon erwähnt!

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Ich empfehlen die blinden religiösen BIO Freaks die Bücher von Udo Polmer, ein deutscher Lebensmittelchemiker und Fachbuchautor zur Ernährung! Er bringt's auf den Punkt! ;-)


Gast: Dr. Eisenbarth
13.12.2011 16:59
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Bioschwindel

Ich kaufe nie etwas, wo BIO draufsteht und bin damit bestens egfahren. habe viel Geld gespart und bin trotzdem gesund wie ein Fisch im Wasser

Antworten Gast: Dr. No
13.12.2011 18:29
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Re: Bioschwindel

Naja, offenbar schlägt Ihnen die Ernährung auf Ihre argumentativen Fähigkeiten.

Genausogut könnt man anhand EINES neunzigjährigen Kettenrauchers und Alkoholikers "beweisen", dass Rauchen und Saufen die durchschnittliche Lebensspanne nicht verkürzt, und alle dahingehenden Warnungen Schwindel sind.

Antworten Antworten Gast: Konservativer
13.12.2011 19:29
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Re: Re: Bioschwindel

Ach, wir sind jetzt bei harten Fakten angelangt? Na endlich!

Also.

Sie zeigen mir jetzt eine Peer-Review-Studie, aus der hervorgeht, dass Bio-Essen gesünder ist als anderes Essen und dass der Bio-Anbau weniger umweltschädlich ist als der normale Anbau.

Bei Bio-Diesel WISSEN wir zum Beispiel bereits, wie stark er der Umwelt schadet.

Also. Weisen Sie die Bio-Segnungen nach.

Ich warte.

Antworten Gast: Konservativer
13.12.2011 17:35
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Re: Bioschwindel

Listerien-Verseuchung ist auch nur ein Bio-Problem.

Tja, wer Keime aus Bio-Gründen nicht tötet, der frisst sie halt.

Re: Re: Bioschwindel

Listerien sind überall enthalten, und wer ein intaktes Immunsystem hat, dem können sie nichts schaden!

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Den Biomist

glauben auch nur Deppen. Aber wer gerne etwas mehr zahlt - bitteschön.

Dafür lebt man ja länger und bla, bla, bla.

Die beste Werbung aller Zeiten: ... bei meiner Ehr...
Wer die Bauern kennt, der kennt auch Bio. Das gilt nicht nur für I sonder auf für A (kein AAA sondern B+).

So schauts aus....

Betrug durch Kriminelle

Betrug durch Kriminelle wird sich auch im Bio - Bereich nicht 100 % verhindern lassen.

Wenn wir mit Skandalen der konventionellen Lebensmittelindustrie beginnen, müssten wir uns viele Wochen lang unterhalten.

Antworten Gast: toro
13.12.2011 18:25
0 1

Re: Betrug durch Kriminelle

Absolut richtig.
Ich möchte nur an den Dioxin-skandal in DE erinnern.
solche Dinge kommen eben vor.

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Re: Betrug durch Kriminelle

ich kaufe weiterhin bio-produkte und sehe diesen skandal auch so nüchtern wie Sie. überall gibt es schwarze schafe, nur beim bio-bereich wird aufgejohlt. ich zahle gerne mehr, weil ich einen beitrag leisten will, dass tiere artgerecht gehalten werden, dass gemüse nach gemüse schmeckt. ich wäre vielleicht genauso gesund, wenn ich mich herkömmlich ernähren würde, nur würde ich damit fleisch von geschundenen tieren, eier von bedauernswerten hühnern und gemüse essen, das niemals einen sonnenstrahl gesehen hat.

Re: Re: Betrug durch Kriminelle

So ist es, Bio ist einfach unbequem und da ist jeder Skandal willkommen um dieses Unbequeme, welches andauernd so hartnäckig an unser Gewissen pocht, sich über die Konsequenzen ALL unserer Handlungen bewusst zu werden, zu negieren.

Neid

Bei dieser Diskussion spielt vermutlich auch eine Menge Neid mit, da sich Käufer minderwertiger und billiger Lebensmittel
natürlich sehr gerne in ihrem Verhalten bestätigt sehen.

Gast: Baur5
13.12.2011 16:46
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Das kommt davon!

Weil Österreich zu wenig Beamte hat!

30.11.2011: Beamtenquote in Österreich ist sogar höher als in Griechenland .... Allerdings betrug der Anteil der öffentlich Bediensteten an der Gesamtbeschäftigung laut OECD- Studie 2009 noch 12,9 Prozent – der Griechenlands 12,6 Prozent.


Antworten Gast: Biersauer
13.12.2011 18:18
1 0

Re: Das kommt davon!

etwa 1 Million öffentlich Bedienstete, da steht einer dem andern imWeg, so hat sich das auch bei der Kanaldeckelbesic htigung im Schrebergarten gezeigt, dass garnicht genug Platz war rund um den Kanaldeckel, wo einer auf den Kanaldeckelrand heklopft hat und ein zweiter hat gesagt "aha, ist in Irdnung".
Als sie wieder mit ihren Dienstautosweg waren hat der letzte zum Gartenbesitzer gesagt "verkaufen sie mir den Garten".

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Wahrscheinlich wärs auch noch Gentechnikfrei gewesen!!


Antworten Gast: docori
13.12.2011 17:20
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*) laut Gesetz


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Darauf ein

-rofl²-

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Das Biowunder

Damit verhält es sich ungefähr so wie mit dem Glauben.Außer man erntet sein Gemüse und Obst selbst im Garten.
Da werden Anbauflächen die Jahrzehntelang gedüngt und gespritzt wurden über Nacht zu Bioanbauflächen obwohl der Boden vor Chemikalien strotzt.
Ja mit Bio läßt sich eben ein besserer Preis erzielen und der Konsument kanns nicht nachvollziehen woher das Klump stammt.
Aber heute wo die meisten gar nicht mehr wissen wie ein Paradeiser oder eine Gurken schmecken soll ist das eh egal gefressen wird jeder Dreck sonst wäre Mc D und Co nicht so beliebt.

Der Schärdinger

Jeder so wie er mag, ich kann jedenfalls mit Biosex nichts anfangen, ich spritz lieber!

Re: Der Schärdinger

Der ist schlecht. ;-)

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Da stimmt doch was nicht

Bei den Angaben wie oben kommt man auf einen Durchschnittspreis von € 0,31/kg - und das für "Bioware"!??
Sollte bei den Ziffern kein Fehler unterlaufen sein, lässt es sich erahnen, welche Spannen der Handel für Bioware lukrieren kann.
Kein Wunder, wenn da manche auf krumme Ideen kommen.

Gast: ketchup
13.12.2011 14:53
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wenn bio, dann nur aus nächster umgebung.....eh klar....

a kontrolle über tausedne kilometer unmöglich.

wer anderes erwartet, ist sowieso ein christkindl.

Gast: Italia Kanalia
13.12.2011 14:18
1 1

Die Behörden warten allerdings noch auf die Unterlagen aus Italien.

Und woher weiß man dann, das keine Gesundheitsgefährdung besteht?

Re: Die Behörden warten allerdings noch auf die Unterlagen aus Italien.

Glauben Sie etwa, dass konventionell erzeugte Produkte nicht kontrolliert werden? Bei Bioprodukten gelten halt andere Grenzwerte...

Gast: ZuruckzumBauern
13.12.2011 14:10
5 7

Bio selbst ist ein Skandal

Sämtlicher Anbau ist durch nationale Gesetze stark reglementiert. Der Unterschied leigt primär im Preis. Das beweisen Studien und die im Vergleich erormen Spannen der Lebensmittelgeschäfte bei BIO Produkten. Dank der Werbung glaubt nun jeder, dass er mit BIO gesunder lebt.

Der Zusatz BIO ist reine Geschäftemacherei.

Selbst der beste Gourmet erkennt nicht den Unterschied zwischen einem BIO oder sonst einem Standard-Steak.

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Bio selbst ist KEIN Skandal - über Foodcoops beziehen!

Bio ist keine Nische mehr, deshalb sind Supermärkte und Diskonter mittlerweile auf die Biowelle aufgesprungen. Weil Bio teurer verkauft werden kann, bieten sich in der langen Kette von den ProduzentInnen über die Zwischenhändler bis zu den KonsumentInnen lukrative Betrugsmöglichkeiten. Aber könnte es vielleicht nicht sein, dass man über das Ziel hinausschießt, wenn Biolebensmittel deshalb generell abgelehnt werden? Eventuell liegt das Problem wo anders?

Wer Bio-Siegeln alleine (und denen, die Lebensmittel mit solchen Siegeln in Massen mit Gewinnabsicht vertreiben) nicht vertraut, aber dennoch biologische Lebensmittel beziehen will, noch dazu möglichst regional und saisonal, kann ja mal Lebensmittelkooperativen (Foodcoops) ausprobieren. Foodcoops versuchen Lebensmittel möglichst direkt von den ProduzentInnen zu beziehen und im direkten Kontakt mit diesen zu stehen. Im Gegensatz zu Bio-Siegel wird also nicht nur auf Kontrolle, sondern vor allem auch auf Vertrauen gesetzt - basierend auf gegenseitiger Unterstützung.

0 2

Re: Bio selbst ist KEIN Skandal - über Foodcoops beziehen!

Ja schon gut etwas Werbung schadet nie !!
Jeder soll das in sich hineinstopfen was ihm der eigene Körper wert ist.
Bei manchen Produkten ist die Ausscheidung Inhaltsstoff mäßig wertvoller als das verzehrte.

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Re: Bio selbst ist ein Skandal

Bei BIO geht es allerdings nicht um den Geschmack, sondern nur um die Verwendung von Spritzmitteln.

Re: Bio selbst ist ein Skandal

Von Geschäftemacherei mit Bio kann im Normalfall keine Rede sein. Ich kenne den Geschäftsführer einer Bäckerei, die vor einigen Jahren auf Bio umgestellt hat. Die Rohstoffe kosten wesentlich mehr, die Mehrkosten können aber nicht zu 100% an den Kunden weitergegeben werden. Auf den Gewinn angesprochen kam die bezeichnende Antwort: "Wenns um das geht, was am Monatsende bleibt war die Umstellung ein riesiger Rückschritt, reich werden wir davon nicht." Aber ums Prinzip geht es: Wo die Rohstoffe früher konventionell aus der ganzen Welt herbeigekarrt wurden, kommen die Rohstoffe für diese Bäckerei nun zu weit über 90% aus der unmittelbaren Umgebung (so um die 20km) - ein gewinn für Umwelt und Produzenten aus der Region, aber nicht für die Geldbörsen.

Antworten Antworten Gast: Ein Konsument
13.12.2011 16:54
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Re: Re: Bio selbst ist ein Skandal

Der Weizenanteil(Wertmäßig) bei einer Semmel beträgt ca 5%. Das wären bei 25 Cent pro Semmel 0,0125 Euro.
Muss dein Bäckerfreund bei Bio das Doppelte bezahlen muss er die Semmel um 0,0125 Euro teurer machen.

Und der behauptet, dass er diese Steigerung nicht unterbringt????

Re: Re: Re: Bio selbst ist ein Skandal

Aus 1kg Mehl kommt eine Semmelpresse mit 30 Stück heraus. Bei 25 Cent/Semmel kommen wir also auf 7,5€ (die Steuer mal komplett rausgelassen). Bei 70Cent/kg Biomehl (geht auch billiger, wenn man es von Großlieferanten einkauft statt von der Mühle im Nachbarort die Getreide aus der Region verwendet) sind wir schon mal bei ca 10% Kostenanteil des Mehls. Kosten für weitere Zutaten wie Backmittel die gerne das dreifache betragen sowie logistische Kosten wie Dokumentation (Navollziehbarkeit der Warenherkunft von jeder Charge) und Zertifizierungen sind da schon mal gar nicht eingerechnet.

Zudem ist eine Semmel ein sehr einfaches Produkt. Unterhalten wir uns doch schon eher mal über Spezialgebäcke wie Brote mit einem hohen Körneranteil, wo sich der Einkauf von Biorohstoffen aus der Region gegenüber herkömmlicher Ware im Endprodukt im hohen zweistelligen Centbereich bemerkbar macht. Und das ist nur eine einzige Zutat.

Wer den Bioschas glaubt ...

... gehört ohnehin betrogen. Wer schon mal die Typen gesehen hat, die in den Bioabzockläden sowohl ein- als auch verkaufen weiß, daß es da mit der Denkfähigkeit nicht weit her ist. Hauptsache man kauft irgendwas, auf dem "bio" steht und ist vollautomatisch ein besserer Mensch.

Vor lauter Ehrfurcht bleiben die falschen Bio Tomaten an der österreichischen Grenze stehen. Ganz sicher.


Gast: Johann S
13.12.2011 13:01
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Im Abzocken

waren die Menschen immer schon erfinderisch.
Leider.

Re: Im Abzocken

So leicht wird es aber selten gemacht.

 
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