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Stadtentwicklung: Salzburgs Vorstadt erfindet sich neu

27.12.2011 | 18:11 | CLAUDIA LAGLER (Die Presse)

Im Stadtteil Maxglan entsteht auf dem Areal einer früheren Kaserne eine Wohn- und Parkanlage, am Stadtwerke-Grundstück geht es in die zweite Bauphase. Anfang Dezember erfolgte der Spatenstich für das Projekt.

Salzburg. Einige Großprojekte verändern das Gesicht der Salzburger Vorstadt. Wie selten zuvor werden derzeit große Areale, die früher anders genutzt wurden, neu verbaut. Anfang Dezember erfolgte der Spatenstich für das Projekt „Freiraum Maxglan“, auf dem Gelände der früheren Struberkaserne soll es auf rund 50.000 Quadratmetern eine Anlage mit 350 Wohnungen, Kindergarten, Geschäften, Sportstätten und einem großen Park geben.

 

Parklandschaft statt Kaserne

Die Architektenbüros Kada/Wittfeld und Schwarzenbacher haben fünf helle, von Glas und Balkonen geprägte Gebäude geplant. Sie sind in eine Parklandschaft eingebettet. Das Projekt ist eines der größten Wohnbauvorhaben, das derzeit in der Stadt Salzburg realisiert wird.

Jahrelang ist die Struberkaserne nach der Räumung durch das Bundesheer leer gestanden, ehe sie verkauft wurde. Rund 65Millionen Euro werden in das Großbauvorhaben investiert, die Eigentümer und Mieter können im Herbst 2013 in die neuen Wohnungen einziehen.

Schon in die zweite Phase geht die Bebauung des ehemaligen Areals der Salzburger Stadtwerke. Im Herbst wurden die ersten 289 Wohnungen bereits an ihre Mieter übergeben, auch ein Studentenheim auf dem Gelände ist schon bezogen worden. Kürzlich fiel der Startschuss für den sogenannten „Competence Park“. In unmittelbarer Nähe zu den Salzburger Landeskliniken und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität sollen Forschungseinrichtungen, Labors und Firmen aus dem medizinisch-technischen Bereich angesiedelt werden. In den „Competence Park“ werden auch die Salzburger Volkshochschule, ein medizinisches Labor und das Designforum Salzburg übersiedeln.

Unipark weitgehend fertig

In den kommenden Jahren werden in den Umbau des ehemaligen Stadtwerke-Hochhauses sowie in mehrere neue Büro- und Forschungskomplexe insgesamt 75Millionen Euro investiert werden. Der Bereich des Uniparks Nonntal, der in den vergangenen Jahren eine Dauerbaustelle war, ist weitgehend abgeschlossen. Im Herbst wurde das neue Universitätsgebäude eröffnet. Im Frühjahr sollen die alten Universitätsbauten an der Akademiestraße abgerissen werden. Dort werden als letzte Phase dieses Großprojekts zur Weiterentwicklung des Stadtteils Nonntal auch eine Grünzone sowie einige Sportplätze entstehen.

 

Kein Kapuzinerbergtunnel

Auf der anderen Seite der Salzach wurde dieser Tage ein Architekturwettbewerb abgeschlossen. Auf dem Gelände neben dem Unfallkrankenhaus am Rehrlplatz, wo sich bisher eine Tankstelle befunden hat, ist eine moderne Wohnanlage samt Geschäften und Tiefgarage geplant. Das Architekturbüro Storch, Ehlers & Partner aus Hannover, das schon für die Planung des Uniparks Nonntal verantwortlich gezeichnet hat, konnte sich mit einem luftigen, von mehreren Baukörpern geprägten Entwurf bei der Jury durchsetzen.

Dabei schafft das Projekt auch Fakten in einer planungspolitischen Diskussion: Es verbaut nämlich genau jene Stelle, die als Zufahrt zum seit Jahren diskutierten Kapuzinerbergtunnel gedacht war. Damit erteilt Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) diesem Verkehrsprojekt, das von der ÖVP, Wirtschafts- und Arbeiterkammer stark favorisiert wurde, eine klare Absage.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

www.freiraum-maxglan.at

www.stadtwerklehen.at

www.uni-salzburg.at


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