Bernhard Heinzlmaier: "Jugend steuert kollektiv auf Burn-out zu"

30.12.2011 | 18:17 |  MIRJAM MARITS (Die Presse)

Jugendforscher Heinzlmaier sieht für Protestbewegungen in Österreich kein Potenzial. Dass sich Jugendliche heute weniger für Politik interessieren und sich nicht so leicht vereinnahmen lassen, sei auch positiv.

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Die Presse: Ihr Institut für Jugendkulturforschung feiert im heurigen Jahr sein zehnjähriges Bestehen: Wie hat sich das Leben der Jugendlichen in diesen zehn Jahren verändert?

Bernhard Heinzlmaier: Sie denken heute mehr als je zuvor in Kategorien des Marktes. Die Jugend sieht sich selbst als Ware und versucht, einen möglichst hohen Tauschwert für diese Ware auf dem Markt zu erzielen. Früher war die Jugend idealistisch und hat versucht, sich gegenkulturell und gegen die Elterngeneration zu positionieren und eine höhere Moral einzufordern. Das ist heute vorbei. Heute hat man eine Jugend, die sehr systemkonform agiert, pünktlich, höflich und konzentriert ist. Die fordern niemanden mehr heraus, die empören niemanden mehr.

 

Wann kommt die nächste revolutionäre Generation?

Dazu müsste es einen ökonomischen Totalzusammenbruch geben. Solange die ökonomische Basis der Gesellschaft funktioniert, werden die Jugendlichen so kalkuliert und rational vorgehen wie bisher.

 

Aber gerade heuer haben wir viele junge Menschen auf den Straßen protestieren gesehen, vom Arabischen Frühling bis zu „Occupy Wall Street“. Müssen Sie das Bild der politisch inaktiven und anti-revolutionären Jugend nicht revidieren?

Überhaupt nicht. Man kann die Bewegung im arabischen Raum nicht mit Europa vergleichen. In Ägypten waren die Aufstände von einer existenziellen Not getragen, davon sind wir in Europa ja weit entfernt.

 

Es hat aber auch in Europa zahlreiche Proteste junger Menschen gegeben.

Das sind „Flashlights“. Da gehen die Intelligenz und die Jugend aus den oberen Schichten auf die Straße, weil die Mieten zu hoch sind oder sie keinen Job finden. Da geht es um die eigenen Interessen, sie stellen aber nicht das System an sich infrage. Wenn man das ein bisschen repariert, ist es wieder gut. Die tauchen auf und verschwinden auch schnell wieder.

Werden in Österreich, wo auch Sparmaßnahmen bevorstehen, die Jungen auf die Straße gehen?

Da zeichnet sich nichts ab. Von gewalttätigen Protesten kann schon gar keine Rede sein. Größere Bewegungen hat es in Österreich sowieso nie gegeben. Bei den Friedensbewegungen früher ist man halt einmal im Jahr bei schönem Wetter aufmarschiert. Dann gibt es von der Gewerkschaft organisierte Bewegungen gegen den Sozialabbau, die aber auch nicht aus der Zivilgesellschaft herauskommen. Wenn es bei uns zu Einschnitten kommt, werden das die Leute eher hinnehmen. Auch die Uni-Proteste im Jahr 2009 waren ein einmaliges Aufflackern. Es hat sich nichts geändert, und die Leute machen brav weiter. Das ist eine relativ friedliche, pragmatische, sehr ichbezogene Jugend, die nicht dazu tendiert, sich gesellschaftlich oder politisch zu engagieren.

Sind sie wirklich so desinteressiert an der Politik? Der Großteil geht ja zu den Wahlen.

Sie haben ein abgeklärtes Verhältnis zur Politik. Das basiert aber nicht nur auf Fehlern der Politiker. Politik emotionalisiert nicht mehr. Die Jugendlichen sind heute schwerer zu instrumentalisieren, und das ist ja eigentlich super. Und es zeigt auch, dass das Gemeinwesen funktioniert, man seine individuellen Interessen durchsetzen kann und ein relativer Wohlstand herrscht. Insofern ist das Desinteresse an der Politik nicht so dramatisch. Dass die Parteien dadurch ein bisschen ein Nachwuchsproblem haben, wird man auch verkraften. Politik ist nur noch im Zusammenhang mit Wahlen interessant.

In Ihren Studien werden die Jugendlichen als karrierebewusst und leistungsorientiert beschrieben. Ist das eine Generation, die kollektiv auf ein Burn-out zusteuert?

Das scheint mir das größte Problem in nächster Zeit zu sein, das uns noch sehr beschäftigen wird. Diese rationale Bewirtschaftung der Lebenszeit der jungen Menschen, die Intensivierung der Arbeit, der Druck: Wir halten diese Leistungs- und Erfolgsgesellschaft nicht aus. Von den heutigen Jugendlichen werden deutlich mehr von Depression und Burn-out betroffen sein als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Wir haben heute Vierjährige, die einen Englischsprachkurs machen, die Anforderungen steigern sich von Jahr zu Jahr. Man hat keine freie Minute mehr für sich selbst.

 

Wie kompensieren sie diesen Druck? Durch exzessives Freizeitverhalten?

Sie können ihn gar nicht kompensieren, weil sie gar nicht mehr genügend Freizeit haben. Und wenn, dann wollen sie ein ganz intensives Freizeiterlebnis haben. Die Freizeit läuft nach dem selben Prinzip wie Schule und Arbeit: Sie ist an Normen und Regeln geknüpft. Da gibt es ein bestimmtes cooles Verhalten, das man haben muss, bestimmte Kleidung, man muss nach bestimmten ästhetischen Normen funktionieren.

Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Ganztagsschule, die wohl noch weniger frei verfügbare Zeit bedeutet?

Skeptisch. Weil sie das Leben noch mehr institutionalisiert. Für das Aufwachsen junger Menschen ist es wichtig, dass sie Freiräume haben und sich die Welt frei aneignen können, ohne pädagogische Begleitung. Die Ganztagsschule hat keinen pädagogischen Wert, sondern einen ökonomischen Hintergrund: Man braucht in Zeiten der hohen Beschäftigung einfach eine Betreuung für die Kinder. Da wird eine wirtschaftliche Notwendigkeit mit einer pädagogischen Wohltat bemäntelt. Man wird diesen kleine Seelen aber keine Wohltat damit tun. Wer das glaubt, geht der Ideologie des Systems auf den Leim.

 

Die Neue Mittelschule wiederum wird von den Befürworten als Mittel gesehen, um die soziale Durchmischung der Gesellschaft zu erreichen.

Das glaube ich überhaupt nicht. Was sich gesellschaftlich nicht durchmischt, das kann man nicht in Institutionen unter Druck zusammenzwingen. Die Mittelschichten werden versuchen, diesen Schulen mit ihren Kindern zu entkommen, und auf Privatschulen ausweichen. Und die bildungsfernen Schichten sind auch nicht glücklich, wenn sie mit den Gymnasiasten der Josefstadt zusammen sein müssen. Das sind sozialutopistische Illusionen, die man sich da macht. Es gibt unterschiedliche soziokulturelle Milieus, und die bleiben auch in einer gemeinsamen Klasse unter sich. In ihrer Freizeit leben diese Menschen ja auch nicht zusammen. Die Türken bleiben unter sich, ebenso die Kroaten. Auch die österreichische Unterschicht bleibt unter sich. Auf der anderen Seite des Gürtels wohnt die Mittelschicht, und alle wollen nichts miteinander zu tun haben.

 

Was spricht für die Neue Mittelschule?

Die Migranten würden wohl profitieren, weil sie mehr lernen und sich besser entwickeln würden. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil. Insgesamt ist der Istzustand an den Schulen besser als eine Gesamtschule.

Zur Person

Bernhard Heinzlmaier (51) ist seit 1988 in der Jugendforschung tätig. Er ist Mitbegründer und Vorsitzender des Wiener „Instituts für Jugendkulturforschung“, das im heurigen Jahr sein 10-jähriges Bestehen gefeiert hat. 2003 gründete Heinzlmaier zudem die Trend-agentur „tfactory“ mit Sitzen in Hamburg und Wien, die auf Marktforschung für Jugendliche und junge Erwachsene spezialisiert ist. [Reither]

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

www.jugendkultur.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.12.2011)

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30 Kommentare
 
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Gast: margareten
06.01.2012 11:20
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Super Jugend Forscher!

Lass ma alles wie es ist, man kann eh nix ändern, wtf?

Burn-out von Jugendlichen

Warum setzt sich niemand aus der "Bildungspolitik" mit Herrn Heinzlmaier im TV an einen runden Tisch?
Vielleicht, weil Menschen wie er wissen, wie es Jugendlichen und Kindern tatsächlich geht?!
Aus meinem Freundeskeis weiß ich, dass die Zahl der Kinder, die in der Volksschule!!! bereits Nachhilfeunterricht bekommen rasant steigt. (Man muss ja schließlich ins Gymnasium)
VS Lehrern wird gedroht, wenn Kinder die Aufnahmekriterien der AHS nicht erfüllen- ein purer Wahnsinn!!
Ebenso wie die Tatsache, dass viele Grundschulkinder nur mit Hilfe von Medikamenten den Schulstress bewältigen.
Ganztagsschule ohne Freiräume, ohne Rückzugsmöglichkeiten - Freizeit verbringen mit den selben Kindern wie in der Unterrichtszeit.
Das bedeutet für mich eine Einschränkung der Möglichkeit zu anderen sozialen Kontakten, Wahl der Freizeitaktivitäten abhängig vom jeweiligen Angebot der Schule.
Außerdem ist eine flächendeckende Ganztagsbetreuung für mich schon allein deshalb undenkbar, weil die Schulen ja gar nicht über die Räumlichkeiten verfügen, die notwendig wären für eine abwechsungsreiche und sinnvolle Freizeitgestaltung. Und ich glaube nicht, dass die plötzlich wie die Schwammerln aus dem Boden wachsen. Und woher sollte das Geld dafür kommen?

Antworten Gast: margareten
06.01.2012 11:24
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Re: Burn-out von Jugendlichen

also ich bin im Hort bis 17:00 gesessen und war sehr froh, dass ich mit meinen Klassenfreundinnen zusammen war...und daheim musste ich dafür nichts mehr für die Schule machen, ich habs gern gehabt!

Antworten Gast: Die Zukunft in der Geschichte ist eine andere als heute!
01.01.2012 21:18
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Re: Burn-out von Jugendlichen

Du vergißt aber auch zu sagen das die Eltern für die Kinder keinen Platz mehr haben zu Hause, wenn Kinder das Berufsleben stören sind sie sehr schnell selbst am Rand der Gesellschaft.

Die Gesellschaft liebt zwar die Kinder wenn es um die Systemerhaltung geht, die Nebenwirkungen sind unerwünscht und verächtet.

Und Freizeitgestaltung, gut Wien ist nicht Österreich, dennoch 1/3 der Menschen lebt in diesem Großraum, was bietet diese Stadt schon, Kinocenter, Einkaufstempel, Bahnhofshallen, da ist es schon Wurscht ob sie in der Schule sind oder dort.

Es gibt noch anderes, wäre im Prinzip wichtig, wenn die Stundepläne dann halt nicht so wären das dieses andere zu einem Ding der Unmöglichkeit wird, es muß ja um 16:00 an einem Freitag Nachmittag noch die Englisch Stunde hineingepackt werden, damit ist Jungschar ebenso Geschichte wie Pfadfinder oder eben die Musikschule.

Damit wird diese Jugend ja von Anfang an in eine depressives System hineingezwängt das in dieser erstarrt ist, Zukunft, das klang zu unser Zeit aufregend, Aufbruchstimmung, heute ist so etwas nur mehr Angst von noch mehr Einfalt und noch mehr Monotonie und ohne jede Perspektive!

Gast: Der IstZustand
01.01.2012 11:35
0 0

Schimmelpilzbildung

Das politische Desinteresse wird nur solange bestehen wie es keine alternativen zu diesem System gibt, wie lange sich "die Jugend" es sich gefallen läßt dafür zu arbeiten das Generaldirektoren und Aktionäre befriedigt werden und sie selbst bestenfalls mehr oder weniger schlecht Vegetieren bleibt offen.

Das das System so wie heute noch lange bestand hat, das kann ich nicht mal meiner Großmutter erzählen, die Piratenbewegung wird wohl viele ansprechen, wenn diese Jugend merkt das sie innerhalb einer Kleinstruktur etwas bewegen und ändern können, dabei werden zwangsweise die großen Strukturen zusammenbrechen, müssen es auch, den der daraus resultierende Einheitsbrei töte die Vielfalt zu Gunsten einer Monotonie.

Die Piratenbewegung wird zwar niemals sehr groß werden, zwingt aber den politischen Bestand, die bestehenden Strukturen aufzubrechen, sprich sie müssen sich dieser anpassen wollen sie nicht unter die Räder kommen.

Und es gibt viel zu putzen und bereinigen in diesem Land, der Schimmel sitz tief und lähmt.

P.S.: Der Artikel beschreibt bereits den Kulturkapitalismus und dem beginnenden Ende des Turbokapitalismus, beides hat aber nichts zu tun mit einem durchaus gesunden Kapitalismus, derartige Auswüchse sind nichts anderes als Krebsgeschwüre einer desinteressierten Gesellschaft ohne Zukunftsperspektiven!

Arbeit und Fleiß führen zu Burnout - na klar doch!


Antworten Gast: va
04.01.2012 02:13
0 0

Re: Arbeit und Fleiß führen zu Burnout - na klar doch!

nein, aber ÜBERarbeitung sehr wohl! Sie sind wohl ein "Experte", was?

Gast: Habangst
01.01.2012 10:21
2 0

Wird nicht besser

Der Stress für Jugendliche könnte auch noch durch die Idee des Hr. Töchterle, das Maturazeugnis beim Unizugang heranzuziehen, steigen.
Wünschen wir uns nicht alle, dass wir nach ein paar Ziffern beurteilt und kategorisiert werden und das unsere endgültige Zukunft bestimmt?

Wo sind intelligente Ansätze für Neuerungen im Bildungssystem? Es gibt sicher gute Ideen, die aber leider nicht in den Köpfen der zuständigen Personen existieren.

Antworten Gast: Staatszensur
01.01.2012 11:47
0 0

Re: Wird nicht besser

Was Deutschland kann, kann doch nur gut sein für dieses Land, auch der Import dieser Auswüchse ist sehr erstrebenswert, wenn Kinder ihr Leben freiwillig beenden weil sie nur gut und nicht sehr gut sind in Nebenfächern wie Religion oder Turnen.

Auch die Gewalt und Mobbing unter den Schülern ist sehr erstrebenswert, vor allem dann wenn man Leistungsstarke Kinder die sich durchsetzten können in einen Topf wirft mit Kinder die eben diese von der Gesellschaft geforderten Leistungen die nur sehr gut sein dürfen, erbringen.

P.S.: Leider geht es nicht immer so ruhig zu mit dem Beenden des Lebens, wie so etwas aussieht zu beschreiben fällt leider unter das Antiterrorgesetzt das ich nichts anderes als staatliche angeordnete Gehirnwäsche nenne!


Gast: Nemesis
01.01.2012 10:20
0 3

Schönreden der bezahlten Spezialisten.

Wenn es so weitergeht werden die Straßen brennen weil es den österreichischen Bürgern - und nicht nur den Jungen - endgültig reicht - und es wird ohne Vorwarnung einfach da sein - so wie in Nordafrika.
Noch ist Zeit entgegenzusteuern - noch - aber wenn ich lese "soziale Durchmischung der Gesellschaft zu erreichen" dann glaube ich es ist schon zu spät......dies wird nicht mehr toleriert werden von den Österreichern - es reicht.

Die Jugend hängt also kollektiv in der Matrix fest...

keine schönen Aussichten.

Gast: couchpotatoe da bleiern müde
31.12.2011 23:05
3 0

Und was geschieht gegen das Ausbrennen der Jugend? Nichts!

Danke Herr Heinzlmaier, daß Sie den Mut aufbringen um Klartext zu reden. Endlich ein Experte, der es wagt, gegen die herrschende Doktrin die Wahrheit zu sagen!

Schon die Kinder der von Staat und Unternehmen ausgebeuteten Eltern sind burnoutgefährdet!!! Daran erkennt man das Übermaß der Versklavung der von allen Seiten abgezockten Mittelschicht, deren Interessen von niemanden vertreten werden.

Nochmals tausend Dank, denn auf uns bürgerliche Nichtexperten hört ja niemand. Wir dürfen nur für jeden Nonsense zahlen.

Arme Kinder!

Ich möchte heute wirklich keine Jugendliche mehr sein!

Gast: TOM22
31.12.2011 20:34
5 0

Danke

endlich räumt jemand mit dem ideolgischen Müll der Gesamtschule auf! Bravo!

Gast: Jimmy Karate
31.12.2011 10:26
0 0

Jugend

Die heutige Jugend wird kein so hohen Lebensstandard haben, wie die Altersschicht, die in den nächsten Jahren in Pension gehen wird bzw. vor kurzem in Pension gegangen ist. Im Grunde manifestiert sich das schon im Umgang in der Schule, wie es im Artikel beschrieben ist.
Aufbegehren wird die Jugend dennoch nicht solange es genug zu essen gibt.

um 22:00 mit Hausübungen fertig

Gestern hat mir ein Freund erzählt, daß seine 10-jährige Tochter bis in den späten Nachmittag in der Schule ist. Dann kommt sie schon etwas ferngesteuert nach Hause um dann gegen 22h mit den Aufgaben fertig zu sein.

Nur mehr Zeit zu produzieren, keine Zeit zum reflektieren.

Manchen Kindern geht es gesundheitlich überhaupt nicht gut. Die Eltern können aber diese Signale oft nicht deuten, geben vielleicht Tabletten, oder/und machen noch mehr psychichen Druck.

Manchmal zeigen sich die Probleme dann erst im mittleren Erwachsenenalter. Die Schilddrüse hängt sich auf oder Tinnitus stellt sich ein o.ä.

Re: um 22:00 mit Hausübungen fertig

Ganztagsschule ist schon soweit ok, aber dann MUSS im Normalfall nach der Schule für das Kind alles Schulische (Hausübung, Lernen etc) erledigt sein. Ansonsten würde das wohl kein Kind auf Dauer unbeschadet überstehen können...

0 1

Re: Re: um 22:00 mit Hausübungen fertig

Der zweite Satz stimmt, der erste Satz fällt in die Kategorie "es kann nicht sein, was nicht sein darf" - ist aber so.

Wer heutzutage noch Kinder in die Welt setzt, ist ein Sadist oder völlig naiv.

Re: Re: um 22:00 mit Hausübungen fertig

Das ist nicht mal in den USA so, und die haben eine Ganztagsschule. Da endet die Schule meist um 15:30 Uhr und Hausaufgaben müssen trotzdem noch gemacht werden, das wird nicht in der Schulzeit erledigt.

3 0

Re: um 22:00 mit Hausübungen fertig

Der 12 jährige Sohn eines Bekannten mußte vor kurzem wegen durch Schulstreß bedingten Herzrhythmusstörungen ins Spital.

Re: um 22:00 mit Hausübungen fertig

"Nur mehr Zeit zu produzieren, keine Zeit zum reflektieren." Wie wahr!

Re: Re: um 22:00 mit Hausübungen fertig

Ja, so werden die zukünftigen fleißigen Arbeitsbienen herangezogen.

Leistung, Fleiß und Flexiibilität, dazu rund um die Uhr verfügbar und arbeitswillig, so muss der ideale Arbeitnehmer aussehen.

Hobbies sucht man nicht zur Entspannung aus, nein, sie müssen den beruflichen Weg ebnen.

Willkommen in der schönen, neuen Arbeitswelt!

Gast: Qualitätsblatt1
31.12.2011 08:21
3 2

Reines Nachgeblabber

Es muss mehr Depressionen und Burn-Out Erkrankungen geben,...
Wo sind die Langzeitstudien dazu?
Keine freie Minute,.. so ein Schmarrn.
Wer wurde da befragt? Kinder oder Erwachsene?

Re: Reines Nachgeblabber

Meine Kinder haben heuer bzw. vor 2 Jahren maturiert. Sie hatten genügend Freizeit, um Hobbies wie Sport, Kino gehen....auszuüben. Auch die Kinder von Freunden und Bekannten sind in Sportvereinen, Musikschule und haben genug Freizeit. Diese Schwarzmalerei find ich unmöglich. Warum soll man eine Leistungsgesellschaft grundsätzlich
nicht aushalten? Leistung ist verpönt, alles muss Spaß machen, arme Jugend, die werden es einmal schwer haben im Leben mit so einer Einstellung!

Re: Reines Nachgeblabber

Ihrer Argumentation nach zu urteilen haben Sie wohl keine Kinder, die im Moment zur Schule gehen.

Re: Re: Reines Nachgeblabber

Und seiner Rechtschreibung nach war der Poster auch nie in der Schule ;)

 
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