Neuer Führerschein schützt nicht vor Ablaufdatum

Das Wiener Verkehrsamt wird derzeit gestürmt: Ab 2013 gelten neue Führerscheine nur mehr für 15 Jahre. Doch auch jetzige Führerscheine gelten nicht unbegrenzt, warnt die Polizei.

Neuer Fuehrerschein schuetzt nicht
Schließen
Neuer Fuehrerschein schuetzt nicht
Symbolbild – (c) Erwin Wodicka

Auf die Scheckkartenführerscheine hat mit Beginn des neuen Jahres zumindest in Wien ein regelrechter Run eingesetzt. "Wir hatten in den vergangenen Tagen täglich bis zu 500 Anträge zu bewältigen", schilderte Manfred Reinthaler, Vorstand des Büros für Informationsdienst bei der Wiener Polizei. Auslöser dürfte ein Missverständnis in Zusammenhang mit der neuen EU-Führerscheinrichtlinie sein.

Die Antragsteller glauben nämlich fälschlicherweise, auf diese Weise noch eine unbefristete Lenkberechtigung zu ergattern. Unbefristet geht gar nichts mehr. Reinthaler betonte aber, dass die Gültigkeit aller vor dem 19. Jänner 2013 ausgestellten Führerscheine - ob Papier oder Scheckkarten - bis zum 18. Jänner 2033 befristet ist und die Lenkberechtigungen spätestens dann gegen Scheckkartenführerscheine umgetauscht werden müssen. Alle nach dem 19. Jänner 2013 umgetauschten Berechtigungen haben dann nur mehr eine Gültigkeitsdauer von 15 Jahren. Allerdings sind laut Reinthaler auch dann keinerlei Gesundheitsuntersuchungen oder andere Tests vorgesehen.

Es müsse niemand Angst haben, dass er dann zum Test gehen muss, um eine neue Lenkberechtigung zu erhalten, so der Polizeisprecher. Fürchten muss man sich derzeit allerdings, dass man am Verkehrsamt sehr lange warten muss oder überhaupt nicht dazu kommt, den Antrag auf einen neuen Führerschein zu stellen. Es ist laut Wiener Polizei derzeit durchaus möglich, dass die Ausgabe der Nummern gestoppt wird und man Leute wegschicken muss.

(APA)

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.