Eiswein in Gefahr, Winzer warten auf Frost

Für eine Weinlese ist es seit Wochen viel zu warm. Noch besteht aber Hoffnung. Prognosen sagen vorher, dass es schon in einer Woche, zumindest kurzfristig, kalt genug für eine Weinlese sein könnte.

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(c) EPA (Karl-Josef Hildenbrand)

Wien/Cim. Die Trauben für den Eiswein hängen in dieser Saison noch immer an den Rebstöcken. Während die Lese in den vergangenen Jahren schon im Dezember stattfand, war es dafür heuer viel zu warm. Schließlich müssen die Temperaturen auf etwa minus sieben Grad abkühlen, damit die Trauben an den Stöcken frieren und gefroren verarbeitet werden können.

Die Trauben im Keller zu frieren ist in Österreich nicht erlaubt. „Aber die Qualität ist heuer noch relativ gut, weil es so wenig Niederschlag gab. Die Trauben fallen noch nicht ab“, sagt Topwinzer Gerhard Kracher aus Illmitz. Prognosen sagen vorher, dass es schon in einer Woche – zumindest kurzfristig – kalt genug für eine Weinlese sein könnte. Es habe aber auch schon Jahre gegeben, in denen im Februar geerntet wurde, so Kracher.

Sorgen, dass es keinen Eiswein gibt, müsse man sich nicht machen, sagt Christian Zechmeister, der Geschäftsführer von Wein Burgenland. Die Ernten 2008 und 2009 waren so gut, dass in den Kellern noch genug Eiswein lagert. Dann allerdings wären die Reserven aufgebraucht, schließlich verkauft sich Eiswein bestens: Im Burgenland hat der eher teure Eiswein – eine 0,375-Liter-Flasche gibt es ab etwa acht Euro – mittlerweile einen Anteil am Süßweinverkauf von fünf bis acht Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.01.2012)

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