Einigermaßen glimpflich endete der Zusammenstoß eines Schnellzuges der ÖBB mit einem Pkw in Salzburg. Der Neuwagen fiel am Donnerstag gegen 21.10 Uhr von einem Güterzug auf das Gleis, als sich der 13. Waggon wegen eines technischen Defekts während der Fahrt abkoppelte. Der Lokführer des entgegenkommenden Schnellzuges mit rund 80 Fahrgästen leitete eine Notbremsung ein, konnte aber die Kollision nicht mehr verhindern. "Der Pkw ist total beschädigt. Es wurden aber keine Personen verletzt", sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel am Freitag.
Der 22 Waggons zählende Güterzug war auf dem Weg von Linz nach Villach. Zwischen Seekirchen und Hallwang löste sich die Kupplung des 13. Waggons der Deutschen Bahn. Dabei riss auch die Bremsleitung, wodurch der Zug automatisch stehen blieb. Der Pkw habe sich direkt über der gebrochenen Kupplung des Waggons befunden. "Wenn der Zug genau dort reißt, wo der Pkw über der Kupplung steht, fällt der Wagen hinunter", sagte Zumtobel.
Kurz danach passierte der Schnellzug Nummer 661, der von Innsbruck nach Wien unterwegs war, den betroffenen Streckenabschnitt und rammte das Auto. Nach der Kollision wurde der Schnellzug mit der beschädigten Lok zum Bahnhof Seekirchen in Schrittgeschwindigkeit zurückgezogen. Dort mussten die Fahrgäste in einen Ersatzzug umsteigen.
Da die Strecke zweieinhalb Stunden lang bis 23.30 Uhr gesperrt war, kam der Schnellzug mit 172 Minuten Verspätung in Wien an. "Das Zugpersonal hat hier in Ruhe und Übersicht gehandelt und die Kunden betreut", erklärte der ÖBB-Sprecher. Die Fahrgäste hätten Gratistränke und Taxigutscheine erhalten, damit sie in der Nacht von den Bahnhöfen Linz und Wien nach Hause fahren konnten.
(APA)
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