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Genitalverstümmelung: 1900 Frauen in Wien gefährdet

03.02.2012 | 17:03 |   (DiePresse.com)

Die Entwicklungssprecherin der SPÖ warnt, dass auch in Österreich Frauen Opfer von Genitalverstümmelung werden könnten. Pro Jahr werden weltweit drei Millionen Frauen verstümmelt.

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Genitalverstümmelung stellt auch für Frauen in Österreich ein Problem dar: Allein in Wien seien etwa 1900 Frauen bedroht, sagt die SPÖ-Entwicklungssprecherin Petra Bayr. Pro Jahr werden drei Millionen Frauen einer  "Female Genital Mutilation" (FGM) unterzogen, berichten das UNO-Kinderhilfswerk Unicef und Amnesty International. Weltweit leiden etwa 155 Millionen Frauen unter den Folgen von FGM.

Dies sei nicht nur ein "kein afrikanisches oder asiatisches Phänomen", sagte Bayr in einer Aussendung. Frauen, die aus Ländern stammen, in denen FGM verbreitet ist, seien  einem potenziellen Risiko ausgesetzt.

Mit dem Ziel, auch "in Österreich auf dieses Thema aufmerksam zu machen", stellten Bayr und die Österreichische Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung "Stop FGM" Projekte zur Bekämpfung von FGM im In- und Ausland vor. Vertreter der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sowie Nichtregierungsorganisationen wie SONNE-International oder FEM-Süd berichteten etwa von Projekten in Äthiopien, die mit Aufklärungsfilmen zu Diskussionen und zum Nachdenken anregen wollen.

Teile der Genitalien entfernt

Mädchenbeschneidungen sind vor allem in Afrika kulturell verwurzelt, auch wenn sie von keiner Religion vorgeschrieben sind. Der Eingriff reicht von der Abtrennung der Vorhaut der Klitoris bis zu deren Entfernung gemeinsam mit den Schamlippen. Die schlimmsten Folgen hat die Infibulation oder "pharaonische Beschneidung": Dabei werden die großen Schamlippen beschnitten und die Vagina anschließend zugenäht.

In der Regel wird die Prozedur unter unzureichenden hygienischen Bedingungen vorgenommen. Der Eingriff verursacht starke Schmerzen, Schockzustände und starke Blutungen. Immer wieder sterben Mädchen an den Folgen, häufig kommt es zu Infektionen und chronischen Entzündungen. Viele beschnittene Frauen leiden ihr Leben lang an Depressionen und Angstzuständen. Auch bei Geburten sind sie vermehrten Risiken ausgesetzt.

Am 6. Februar wird der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung begangen. Dieser Aktionstag wurde vom "Inter-African Committee on Traditional Practices Affecting the Health of Women and Children (IAC)" im Jahr 2004 ausgerufen, um die Weltöffentlichkeit auf das Problem hinzuweisen.

(APA)

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20 Kommentare
MALSI
06.02.2012 08:37
1 0

Seit Jahren wird darauf aufmerksam gemacht!!

Seit vielen Jahren macht die FPÖ immer wieder auf dieses Problem in Österreich aufmerksam!!
Seit vielen Jahren!! Und im Jahr 2012 kommt die SPÖ auch schön langsam drauf, dass die kulturell-religiös bedingte Genitalverstümmelung von Frauen ein Thema bei uns ist!!!Bravo!

MALSI
06.02.2012 08:37
1 0

Seit Jahren wird darauf aufmerksam gemacht!!

Seit vielen Jahren macht die FPÖ immer wieder auf dieses Problem in Österreich aufmerksam!!
Seit vielen Jahren!! Und im Jahr 2012 kommt die SPÖ auch schön langsam drauf, dass die kulturell-religiös bedingte Genitalverstümmelung von Frauen ein Thema bei uns ist!!!Bravo!

Gast: Zeitgeist1
05.02.2012 19:15
1 0

Wo sind die Grünen?

Wo blibt der Aufschrei der Grünen gegen diesen Wahnsinn gegen Frauen?

Ach so, da gilt das nicht für die Grünen, denn das sind ja KulturbereicherInnen.

Keyoflife
05.02.2012 15:50
2 0

4.Versuch: Beschneidungsritual!

Das ist der 4. Versuch zu posten, ich weiß nicht ob es an der Verbindung hier am Segelboot in den Grenadines liegt, oder ob mich die "Presse" nicht posten lässt!?

Soweit ich informiert bin, werden ja auch die Juden immer noch beschnitten, sogar mit großer Feier, also jede Religionseinrichtung, die so fanatisch ist, wird von mir abgelehnt. Vor allem wenn diese Richtung dann noch so bescheuert ist, dass sie sich die Vorhaut abschneidet, was aber vielen Urvölkern angekreidet wurde, wenn sie die Frauen einer Labiotomie oder Klitoridektomie unterzogen haben, und man sie als Barbaren bezeichnete, was sind denn dann die Juden? Hygienegründe dürften ja in der heutigen Zeit für eine Zirkumzision nicht mehr notwendig sein, oder kommt ihnen noch immer der Wüstensand unter die Vorhaut? Darüber habe ich schon in meinem Buch "Zum Denken verurteilt" geschrieben!

4 0

Das ist ein Skandal!

Bitte um drastische Strafandrohung!
Familien von Mädchen, die zum Zweck der Gentalverstümmlung ins Ausland gebracht werden, sollte die Ausweisung der gesamten Familie angedroht werden, Ärzten die Zulassung abgesprochen, Eltern ins Gefängnis (oder Abschiebung! )

Gast: Konservativer
03.02.2012 22:44
14 1

Frau Heinisch-Hosek, treten Sie sofort zurück!

Frau Heinisch-Hosek, Sie haben als Frauenministerin versagt.

IHRE AUFGABE WÄRE: Sich für unterdrückte Frauen stark zu machen, sich gegen Genitalverstümmelung einzusetzen.

STATTDESSEN: Bringen Sie lächerliche "Frauenförderpläne" für alle Unternehmen ab 100 Mitarbeiter ein. Pläne, die niemanden interessieren, und die keiner Frau etwas bringen.

FRAU HEINISCH-HOSEK, SIE HABEN IN DER FRAUENPOLITIK VERSAGT!

Ihre Untätigkeit gegen die Genitalverstümmelung ist eine Schande für jede seriöse Frauenpolitik.

TRETEN SIE ZURÜCK! SIE SIND ALS FRAUENMINISTERIN UNTRAGBAR!

Antworten individual
05.02.2012 12:39
0 3

Re: Frau Heinisch-Hosek, treten Sie sofort zurück!

was hat bittschön

die heinisch-hosek

mit skurrilen bis abartigen geschlechtspraktiken

in _afrikanischen_ staaten zu tun?

konservativer poster. ihre ansichten sind
pervers :-(


7 1

Re: Frau Heinisch-Hosek, treten Sie sofort zurück!

Der Kulturkreis aus dem diese Leute kommen gehört allerdings zur roten Kernwählerschicht. Da kann man schon ein wenig kulturelle Toleranz entgegenbringen...

Gast: so la la
03.02.2012 20:21
2 1

hier kann man sich ein Bild machen

in welchen Gegenden FGM (exzision und Infibulation) verbreitet ist

http://frauenrechte.de/online/index.php/themen/weibliche-genitalverstuemmelung/begriffsdefinition.html

Gast: Dolly j
03.02.2012 20:20
17 1

Und so was tummelt sich zu hunderten in Österreich herum?

"pharaonische Beschneidung": Dabei werden die großen Schamlippen beschnitten und die Vagina anschließend zugenäht.

Barbarei nennt man so etwas!

Gast: Kibietz
03.02.2012 20:14
1 7

Tja, für was haben wir die tolle Polizei?

Die macht ja immer alles super!

Antworten parapente
05.02.2012 14:18
0 0

Re: Tja, für was haben wir die tolle Polizei?

Für was oder wofür.
Das ist die Frage!

Gast: Konservativer
03.02.2012 18:58
13 0

Dazu äußert sich unsere Frauenministerin nicht.

Misstrauensantrag gegen Heinisch-Hosek wegen schwersten Prioritäts- und Aufgabenverfehlungen in Ihrem Zuständigkeitsbereich.

Sofort.

Gast: Löser
03.02.2012 18:53
3 8

das betrifft keine Österreich - die Politiker sollen sich um unsere Probleme kümmern


Gast: Free
03.02.2012 18:13
15 3

Deshalb raus und heimschicken die Gestalten.

.

Gast: Gasti
03.02.2012 18:13
10 3

Warum wird immer auf die Buben vergessen, die ja

auch millionenfach Opfer ritueller Genitalverstuemmelung sind?

Es ist verlogen so zu tun als gaebe es dies nicht.

Antworten individual
05.02.2012 12:46
0 0

Re: Warum wird immer auf die Buben vergessen, die ja

das ist soweit korrekt
aber nicht im kontext mit dem artikel
zu verstehen.

bei buben gibt es u.a. auch gründe von hygiene (smegma) sowie http://de.wikipedia.org/wiki/Phimose

was bei den mädels entfällt:

bei ihnen - noch immer oftmals am afrikanischen wie asiatischen kontinent - ist es absolut männlicher besitzwahn als "besitzer" weiblichen genitals bzw dessen

gefügigkeit.

kein mensch kann einen anderen
besitzen. -


2 0

Re: Warum wird immer auf die Buben vergessen, die ja

Das besteht ein himmelschreiender Unterschied! Beschnittene Frauen sind unfähig, einen Orgasmus zu erleben, sie leiden lebenslang unter starken Schmerzen, und bei Geburten kommt es häufig zu tödlichen Komplikationen.

Gast: Amorilis Quaks
03.02.2012 18:04
8 5

Einfach schrecklich

1900 Frauen alleine in Wien!
Da muss etwas geschehen!
Schulterschluss vonStadträtin und Migrationsexpertin Frauenberger, Alev Korun von den Grünen und allen Migrationsvereinen.
Was wir brauchen:
Geld für Dolmetscher und Aufklärung,
Entschädigung für die armen Opfer dieser Grausamkeiten.

Antworten biedermann
05.02.2012 23:21
0 0

Re: Einfach schrecklich

wer zahlt die entschädigung?