26.05.2012 00:32 | Meine Presse Merkliste 0

Minus 25 Grad: Riskante Rettung zweier Tourengeher

05.02.2012 | 11:18 |   (DiePresse.com)

Zwei Tourengeher aus Wien, wurden auf der Schneealpe von Einsatzkräften geborgen. Retter und Gerettete erlitten Unterkühlungen und Erfrierungen.

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Ein dramatischer Alpineinsatz bei etwa minus 25 Grad Celsius und eisigem Wind hat am Sonntagmorgen im Bereich Schneealpe (Bezirk Mürzzuschlag) ein gerade noch glückliches Ende gefunden: Zwei Tourengeher aus Wien, wurden von Einsatzkräften der Bergrettung und der Alpinpolizei gefunden und geborgen. Sie erlitten schwere Erfrierungen. Auch mehrere Retter erlitten Unterkühlungen und leichtere Erfrierungen.

Samstag, kurz nach 20 Uhr, war vom Schönhaltereck auf 1800 Metern Seehöhe ein Notruf abgesetzt worden: Zwei Wiener Tourengeher, 36 und 37 Jahre alt und laut Alpinpolizei sportlich und durchaus bergerfahren, hatten sich auf einer sogenannten "Haute Route" von Krampen nach Neuberg über mehrere Gipfel verirrt. Sofort wurden Kräfte von Bergrettungsdienst und Alpingendarmerie in Marsch gesetzt. Die Situation war undurchsichtig, der Akku des Handys bereits sehr schwach, berichtet Johann Püreschitz von der Alpinpolizei: "Gerade als wir abbrechen wollten, riss es auf, und ein Kamerad sah das Licht einer Stirnlampe."

Die beiden erschöpften und unterkühlten Männer - sie waren auf der Extremtour mit relativ wenig Ausrüstung unterwegs - wurden zu Tal gebracht, wo man um 5.15 Uhr ankam. Die Geretteten wurden in die Krankenhäuser Mürzzuschlag und Bruck/Mur eingeliefert. Beide erlitten Erfrierungen schwererer Natur, einer im Gesicht. Bei der Bergung waren beide ansprechbar.

Trotz der guten Ausrüstung erlitten auch acht Retter zum Teil leichte Erfrierungen sowie Unterkühlungen. Sie konnten nach ambulanter Versorgung nach Hause entlassen werden. Den beiden Tourengehern drohen nun Anzeigen wegen fahrlässiger Gemeingefährdung: "Sie haben die Tour bei diesen Bedingungen einfach unterschätzt", so Alpinpolizist Püreschitz. Immer wieder komme es vor, dass sich auch erfahrene Berggeher keine Gedanken machten und davon ausgingen, dass sie im Notfall ohnehin gerettet würden. In diesem Fall war es jedenfalls äußerst knapp: "Wenn wir abgebrochen hätten, hätten sie wahrscheinlich nicht überlebt."

(APA)

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66 Kommentare
 
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Was mir völlig unerklärlich ist...

...ist die Tatsache, dass die beiden erst so spät die Bergrettung alarmiert haben, in der stockfinsteren Nacht.

Ganz ehrlich: Wenn ich einen Bergausflug plane, und im Winter um 16 Uhr merke, dass ich ein Problem habe, rechtzeitig wieder ins Tal zu gelangen, weil ich mich verirrt habe (und weiß, dass die Temperaturen in der Nacht auf weit unter Minus 10 gehen werden), dann renne ich nicht noch 6 Stunden wie ein blöder herum, sondern alarmiere sofort die Bergrettung solange es noch hell ist und ich per Helikopter gefunden werden kann.

Hirn - zwei Menschen mehr, die bei dessen Verteilung offensichtlich gefehlt haben...

Gast: selberschuld
06.02.2012 12:05
1 0

retten wozu?

ich hoffe die 2 super extremsportler werden auch super extrem zur kasse gebeten für
rettungskräfte, schadensersatz, schmerzensgeld usw.
so eine schwach und leichtsinnigkeit muss auch entsprechend bestraft werden.

Gast: Kulimuli
06.02.2012 11:47
0 0

Forenregeln

Wozu Forenregeln, wenn sie nicht beachtet werden?

carullus
05.02.2012 23:06
1 3

Nixfür ungut, aber ...

... Gemeingefährdung, geht's noch? Die haben sich selbt gefährdet, geschenkt, aber das ist nicht verboten. Wenn ein Rettungseinsatz nicht sicher machbar ist, dh ohne Gefährdung der Retter, dann muss er eben unterbleiben.

Das wäre in etwas so, wie wenn sich ein Feuerwehrmann beim Löschen eines Hauses verletzt und dafür den Besitzer des Hauses verantwortlich macht.

Antworten mick232
06.02.2012 05:32
5 2

Re: Nixfür ungut, aber ...

Der Vergleich hinkt. Wem das Haus abbrennt kann in der Regel nichts dafür. Wer bei solchen Bedingungen eine Bergtour startet jedoch sehr wohl.

Antworten Antworten carullus
06.02.2012 07:13
0 3

Hinkt nicht

Ich bin bereit zB für vorsätzliche Brandstiftung eine Ausnahme zu machen, aber von Vorsatz kann hier keine Rede sein, nicht einmal in bezug auf die Selbstgefährdung. Dass die Bergrettung offenbar selbst Ausrüstungsmängel hatte, kann man den Geretteten nicht vorwerfen.


5 1

Re: Hinkt nicht

Ausrüstungsmängel bei der Bergrettung?
Mitten in der klirrend kalten Nacht bei Extremsttemperaturen hilft dir die beste Ausrüstung nichts, wenn man zwei solche "Helden" befreien muss. Es gibt keine Sonne und keine rasche Muskelbewegung, die dich wärmen - da kannst du 10 Pullover anziehen, hilft es nichts.

Außerdem: "Trotz der guten Ausrüstung erlitten auch acht Retter zum Teil leichte Erfrierungen sowie Unterkühlungen."

In diesem Sinne meine HOCHACHTUNG an die Leute der Bergrettung, die immer wieder in solchen Extremsituationen unvorsichtige und sichtlich an Hirnvereisung leidende Wagehälse unter Einsatz des eigenen Lebens retten!

Gast: Großvati Bär
05.02.2012 22:42
0 1

So blöd sind aber auch nur die Wiener!

Und das Inneministerium hat heute den ganzen den Berg gerettet; ja so gerettet wurde noch nie ein Berg, nicht mal von der Bergrettung.
Das Innenministerium ist heute nach Bericht der ZIB immer wieder rauf und runter geflogen; tja, das müssen die beiden auch zahlen!

Gast: Zeitgeist1
05.02.2012 19:28
1 0

Egal, wenn...

Mir ist das egal, wenn die Leute solche Sachen machen, WENN sie den Rettungseinsatz nachher bezahlen bzw. bezahlen müssen.

Antworten Gast: gast:1
06.02.2012 07:14
1 0

feilen wir mal ein wenig am Satzbau:

schöner wäre:

"Mir ist egal, OB die Leute solche DINGE TUN, SOLANGE sie den ggf. nötigen Rettungseinsatz bezahlen müssen."

?

Antworten Gast: Konservativer
05.02.2012 20:13
4 1

Re: Egal, wenn...

Jawohl, und zwar samt:

1.) Gefahrenzulage für die Retter.
2.) Schmerzensgeld für die Retter .(Kälteempfinden ist Schmerzempfinden)
3.) Sonn- und Feiertagszulage für die Retter.
4.) Kilometergeld für die Retter.
5.) Benzinkosten für die Retter.
6.) Verpflegung für die Retter.
7.) Verdienstentgang für die Rette (wer weiß, vielleicht hätten sie am Sonntag etwas anderes gemacht).

Jeden Cent.

Gast: Amator montium
05.02.2012 19:11
2 5

Skibergsteigen

Skibergsteigen ist ein wirklich nobler Sport. Es ist traurig, wie Menschen in diesem Forum eine Aktivität voller Schönheit und Pracht kommentieren. Ich bin hunderte Touren gegangen und weiß, dass alle, die zur Rettung in solchem Falle herangezogen werden, selbst begeisterte Alpinisten sind und damit rechnen, eventuell selbst im Falle des Falles unterstützt und gerettet zu werden. Wir sind eine kamerdaschaftliche, naturverbundene Gemeinschaft, die auf Überlegungen von Warmduschern und Weicheiern verzichten kann

Antworten Gast: Konservativer
05.02.2012 20:15
5 2

Re: Skibergsteigen

Zusammenfassung:

Die Gesellschaft, die den Wahnsinn von Selbstmördern und die sich daraus ergebenden Rettungskosten bezahlt, wird auch noch frech als "Warmduscher und Weicheier" bezeichnet.

So macht man sich bei der Bevölkerung beliebt: Aushelfen lassen und dann auch noch goschert sein.

Gast: Konservativer
05.02.2012 17:24
8 2

Wer sich sinnlos in eine solche Gefahr begibt, sollte für den Einsatz jeden Cent bezahlen. Mit Gefahrenzulagen für die Retter.

Es ist wirklich erschreckend, was wir als Gemeinschaft für so leichtsinnige Himmelfahrtskommandos ablegen müssen.

Die Retter, die ihren wohlverdienten Sonntag opfern mussten, sehe ich als Helden.

Die Geretteten sind für mich nur ein Kostenfaktor.

Gast: Ösi
05.02.2012 17:01
1 10

Ich riskiere jetzt natürlich wieder viele viele rote Stricherl aber ich kann nich anders: Meiner Meinung nach wählen die 2 Helden sicher Blau!

Denn ausgezeichnet durch ihre Intelligenz und ihren Sinn fürs Allgemeinwohl - die anderen sollens richten - kann so einer nur freiheitlich wählen.
geht nicht anders. Nie und nimmer!

so long
Ösenpower

Antworten Gast: Zeitgeist1
05.02.2012 19:55
4 0

So ein Blödsinn!!!

(weiteren Kommentar erspart)

6 0

Re: Ich riskiere jetzt natürlich wieder viele viele rote Stricherl aber ich kann nich anders: Meiner Meinung nach wählen die 2 Helden sicher Blau!

also ihre Kommentare sind sowas von sinnlos und umsonst.... Haben sie keine Freunde oder jemanden zu reden? Oder an Strick?!

Antworten Antworten Gast: Ösi
05.02.2012 18:35
0 5

Re: Re: Ich riskiere jetzt natürlich wieder viele viele rote Stricherl aber ich kann nich anders: Meiner Meinung nach wählen die 2 Helden sicher Blau!

Wir wissen natürlich alle, dass Sie das gar nicht so meinen.
Selbstverständlich taugen Ihnen meine Ergüsse, nur dürfens das, wer weiß warum, nicht offen sagen.

nix zu tanken
Ösenpower

Gast: nina blum
05.02.2012 16:19
5 3

Notruf um 8 am Abend. Da haben die beiden sicher gedacht, dass es bald finster wird................

wenn sowas erfahren sein soll, dann prost!
Aber klar, die U-Bahn fährt ja jetzt am Wochenende die ganze Nacht...........

Gast: Papa Schlumpf
05.02.2012 15:19
0 13

Also bitte! Mit Ende 30 wagen sich diese Helden im Winter noch ausser Haus!

Weiß doch jeder, dass man in diesem Alter keine leistungsfähigkeit mehr hat und nichts mehr zusammenbringt. Ausdauersport ist da schon vorbei nur wenige mit viel Medikamenten können da noch mithalten. Bis halt der Herzschlag kommt.
Die Bergretter stehen aber (leider) auch nicht gerade kompetent da, wenn man bedenkt, dass bei ein bisserl mehr Wind die auch alle den Patezettel geziert hätten.
Das liegt aber meistens daran, dass sich für diesen ehrenamtlichen Job auch nur mehr Pensionisten finden bzw. Beamte, die dasselbe sind, und keiner der jung und leistungsfähig ist. Und meistens sieht man diese Partie auf ihrer Bergrettungshütte rund um die Bierflascherln sitzen und über die Heldentaten vor 40 Jahren schatzen.
Traurig, aber wenn man in Österreich in Bergnot gerät ist man geliefert.

Antworten Satori65
16.02.2012 23:07
0 0

Re: Also bitte! Mit Ende 30 wagen sich diese Helden im Winter noch ausser Haus!

Gut, Ihr Kommentar disqualifiziert sich ohnehin von selbst, man ist aber auch geneigt zu sagen, die Dummheit steht bei Ihnen "Pate"...

falsch = Patezettel
richtig = Partezettel

Antworten Gast: Bergretter
07.02.2012 00:32
0 0

Warum so ein unkompetenter Eintrag ?

Wie kann man so einen Beitrag nur schreiben !Hier wird Ehrenamtliche Tätigkeit einfach nur durch den Dreck gezogen!Ja, sie sind sicher geliefert wenn sie mal in Bergnot kommen!Weil für solche Aussagen haben sie es sich sicher nicht verdient von irgendeinem Retter gerettet zu werden.
Bei diesem Einsatz waren die Jüngsten von uns 17 und die ältersten 70 und ich bin mir sicher das der älterste von uns immer noch mehr drauf hat wie sie Papa Schlumpf !
Mfg aus der schönen Stmk
Papa Schlumpf ist sicher mitte 20 bis höchstens anfang 30 und Pistenskifahrer bei +5Grad und wenn im die Sonne auf die Glatze brennt !


Antworten Gast: Defender
06.02.2012 18:54
0 0

Geh zu Gargamel Du Schlumpf


Antworten Gast: Consuela
05.02.2012 18:57
0 0

Re: Also bitte! Mit Ende 30 wagen sich diese Helden im Winter noch ausser Haus!

Hä?

schon mal bei einem Wettkampf (Laufen) in die nächsthöhere Altersgruppe aufgestiegen? Da zieht's ihnen die Patscherln aus. Von wegen die Leistungsfähigkeit ist futsch ab Ende 30.

Antworten Gast: Vogel Strauss
05.02.2012 15:56
6 0

Re: Also bitte! Mit Ende 30 wagen sich diese Helden im Winter noch ausser Haus!

Ich finde die Feuerwehr-Aufkleber fürs Autoheck so prickelnd: Überholen Sie ruhig, wir schneiden Sie dann raus!
Ich wünsche Ihnen, Papa Schlumpf, nicht, dass Sie jemals in irgendeine Notlage geraten. Wenn doch, werden Sie die Arbeit unserer Freiwilligen-Organisationen schätzen lernen ... ohne Freiwillige keine Rettung, Feuerwehr usw. in Österreich! Bitte ein bisserl nachdenken vorm Schimpfen!

Antworten Antworten Gast: Papa Schlumpf
05.02.2012 16:13
0 6

Re: Re: Also bitte! Mit Ende 30 wagen sich diese Helden im Winter noch ausser Haus!

Ich hätt' halt gerne richtige Profis als Retter, hauptberuflich und in allem asugebildet, jung, stramm. fit, tapfer.
OK. wenn es die nicht gibt, darf ich froh sein, wenn mich die auflesen, die gerade da sind.
Und klar werde ich dankbar sein; bleibt mir gar nichts anderes übrig.
Genauso dankbar, wie jeder, der von einem hauptberuflichen Taxifahrer am offenen Herzen operiert wird, wenn es keinen anderen mehr gibt.

 
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