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AK-Test: Schadstoffe in Faschingsmasken

08.02.2012 | 12:38 |   (DiePresse.com)

In drei von acht getesteten Produkten sind gesundheitsgefährdende Stoffe gefunden worden. Gesetzliche Grenzwerte wurden aber eingehalten. Stark riechende Masken solle man meiden, raten die Konsumentenschützer.

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Faschingsmasken haben die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Burgenland auf gesundheitsschädliche Substanzen testen lassen. Bei drei von acht Produkten wurde man im Labor fündig. Gesetzliche Grenzwerte seien nicht überschritten worden. Dennoch: "Stoffe, die die Gesundheit der Konsumenten gefährden oder die die Umwelt schädigen können, haben einfach in Verbraucherprodukten nichts verloren", erklärte die Leiterin der AK-Konsumentenberatung, Eva Schreiber.

Von den acht überprüften Masken wurden drei im Handel in Eisenstadt beziehungsweise in Mattersburg gekauft. Fünf Produkte wurden im Internet bestellt. Fünf waren mit "Made in China" gekennzeichnet, drei waren ohne Kennzeichnung.

"Schadstoffe könnten vermieden werden"

Die gute Nachricht bei den Tests: Es seien keine chlorierten Kohlenwasserstoffe gefunden worden, so Sabine Cladrowa, Leiterin der Abteilung Chemikalien im Umweltbundesamt. Zwei Masken enthielten Nonylphenol - eine bekannte Substanz, die auch bei der Herstellung von Kunststoffen, Textilien und Lederwaren verwendet werde. "Nonylphenol ist bekannt dafür, dass es das Hormonsystem beeinflusst und auch reproduktionstoxische (die Fruchtbarkeit beeinträchtigende, Anm.) Eigenschaften besitzt", erläuterte Cladrowa. Wegen der massive Auswirkungen auf die Umwelt sei es bereits als Reinigungsmittel in der Industrie verboten.

Auch Naphthalin, das im Verdacht stehe, krebserregend zu sein und zur Gruppe der Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) gehört, sei in einer Maske nachgewiesen worden. PAK seien beispielsweise in Reifen bereits verboten. Weiters wurden in zwei Produkten Phthalate gefunden. Dabei handle es sich um eine Substanzgruppe, die für ihre unterschiedlich starken reproduktionstoxischen Eigenschaften bekannt und für die Umwelt schädigend sei.

"Alle gefundenen Schadstoffe könnten vermieden werden", meinte die Expertin. Die in Eisenstadt und Mattersburg gekauften Masken seien praktisch frei davon, berichtete Schreiber. Jene, die Schadstoffe enthielten - ein Schweinekopf, ein Troll und die aus Star Wars bekannte Figur Jar Jar Binks - seien im Internet bestellt worden. Bei zwei Portalen habe man belastete Produkte bekommen, bei zwei waren sie in Ordnung.

Stark riechende Produkte meiden

Möglichkeiten für Konsumenten, eine Belastung mit Schadstoffen vor dem Kauf zu erkennen, gebe es nicht. "Wenn Produkte stark riechen, unangenehm riechen, sollte man die Finger davon lassen", riet Schreiber. Zumindest sollten solche Masken nicht länger getragen werden. Schwitze man beim Tragen stark, begünstige dies die Aufnahme von Schadstoffen.

"Auch der Preis ist kein Hinweis darauf, ob ein Produkt mit Schadstoffen belastet ist oder nicht", so Schreiber. Das günstigste Produkt, eine um 2,99 Euro in Mattersburg gekaufte grüne "Horrormaske", enthielt keine schädlichen Substanzen. Hingegen seien Faschingsmasken, die ein Vielfaches gekostet hätten, belastet gewesen. Eine Alternative seien Produkte, bei denen eine Stoffeinlage verhindere, dass die Haut mit dem Kunststoff direkt in Kontakt komme. Solche müsse man aber leider "mit der Lupe suchen".

(APA)

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4 Kommentare
Gast: sgash
08.02.2012 15:06
1 0

Die Dosis macht das Gift

"Stoffe, die die Gesundheit der Konsumenten gefährden oder die die Umwelt schädigen können, haben einfach in Verbraucherprodukten nichts verloren" - wie zB auch Kochsalz und Wasser in Lebensmitteln. Klassische Nichtmeldung. Aber wer würde die AK unterstützen wenn die Überschrift "AK-Test: Alle getesteten Faschingsmasken unbedenklich" lauten würde?

Gast: k.u.k Feldmarschall
08.02.2012 13:12
1 0

kann man die Masken also nicht essen? Auch nicht mit viel Ketchup?

Aber wenn dann nach 10 Krügerl der verflüssigte Heringsalat innen drinnen pickt, kann man den nächsten Tag genießen?
Kann uns die kompetente AK-Zwangsgebührenmaschine das sagen?

JohnGalt
08.02.2012 13:01
1 0

"Stark riechende Produkte meiden"

"Stark riechende Produkte meiden". Danke für die Info, liebe AK. Die Zwangsgebühren sind bei euch wirklich in guten Händen.

Antworten Gast: UKW
08.02.2012 20:35
0 0

Re: "Stark riechende Produkte meiden"

Mich bringen diese kindischen "Tests" auf Kosten der Zwangsbeitragszahler auch ständig auf die Palme.

Die AK-Bonzen haben ohnehin jeden Tag Fasching. Aber wie wären die "Tester" sonst zu gratis Masken gekommen. Zumindest für sie waren sie gratis, denn die Rechnung wurde ja von den Zwangsgebührenzahlern beglichen. Ich hoffe es war lustig am AK-Gschnas.