Umfrage: Kopftuch als größtes Integrations-Hindernis

21.02.2012 | 17:13 |   (DiePresse.com)

Kein einziger der 1000 befragten Österreicher glaubt, dass die Integration sehr gut funktioniert. Hindernisse sind Kleidung, kulturelles Benehmen und weiter abgeschlagen Religion und Hautfarbe.

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Die Österreicher betrachten das Tragen eines Kopftuchs als größtes Hindernis, dass Zuwanderer von der Bevölkerung akzeptiert werden. 67 Prozent sind der Meinung, dass die Bekleidung - und hier vor allem das Kopftuch - ein "großes" Hindernis sei, wie aus dem aktuellen "Demokratiemonitoring" der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft SWS hervorgeht. Ebenfalls problematisch sehen die Befragten das "kulturelle Verhalten bzw. Benehmen" von Zuwanderern - 53 Prozent betrachten dies als großes Hindernis bei der Integration.

Weniger problematisch wird laut Umfrage ein islamisches Religionsbekenntnis betrachtet - nur 33 Prozent sehen dies als "großes Hindernis". 40 Prozent gaben an, dies als "geringes Hindernis" zu sehen, 24 Prozent halten dies für "kein Hindernis". Auch die Hautfarbe spielt demnach eine weniger große Rolle als die Bekleidung oder das Verhalten: Nur 29 Prozent sehen dies als "großes Hindernis".

Besonders zufrieden sind die Österreicher mit dem Funktionieren der Integration von Zuwanderern laut Studie nicht: Der Großteil (51 Prozent) ist der Meinung, dass dies nur "teils/teils" funktioniert. Als "sehr gut" wollte die Integration in Österreich niemand der rund 1000 Befragten bewerten, zehn Prozent beurteilten dies mit "gut". Als "eher schlecht" (27 Prozent) bzw. "ganz schlecht" (11) stuften insgesamt 38 Prozent das Funktionieren der Integration ein.

(APA)

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338 Kommentare
 
12 3 4 5 6 7 8
Gast: Last
23.02.2012 16:52
7

Ich stell` bei mir kein Kopftuch & Co. ein - selbst wenn ich die Stelle unbesetzt lassen muß oder auslagere

Da können sich die Gutis aufregen soviel sie wollen.

Also das Kopftuch ....

... ist bei uns nun einmal ein Bekleidungsteil von (alten) Frauen - speziell am Land - als Schutz gegen Staub und Schmutz.

Hat aber in der Stadt nix verloren - hier zieht "man" sich einfach nicht so an
Die Bekleidungs-"Kultur" ist in den letzten jahren sowieso schon sehr verkommen (mit dem Trainings-Anzug in allen Farben und mit Schlapfen auf der Straße - das gehört nicht in die Großstadt ! So !

Gast: Hardliner 1
23.02.2012 14:37
12

Freiwillig gekommen

Tatsache ist, dass die allermeisten Migranten FREIWILLIG in ein westlich orientiertes Land namens Österreich gekommen sind. Nicht immer zur Freude der einheimischen Bevölkerung. Tatsache ist auch, dass es viele Zuwanderer gibt, mit denen man überhaupt keine Integrationsprobleme hat aber auch solche, die nie in Österreich angekommen sind, sondern ein Abbild ihres Heimatlandes anstreben. Und hier liegt das Konfliktpotenzial. Denn ist ist von Migranten nicht zuviel verlangt, dass sie die Gepflogenheiten des Aufnahmelandes nicht nur stillschweigend akzeptieren, sondern auch verinnerlichen. Europa hat genug Probleme. Eine Ausbreitung des Islams brauchen wir nicht noch zusätzlich. Wer glaubt, in Österreich, Deutschland, Holland oder sonstwo in Europa seine "kulturellen und religiösen Wertvorstellungen" nicht ausleben zu können, dem ist es unbenommen, in die Heimat zurückzukehren, wo angeblich alles so toll ist, wo Milch und Honig fließ und wo der Muezzin die Regeln vorgibt. Dann frage ich mich aber, weshalb diese Menschen überhaupt ausgewandert sind.

Gast: egi
23.02.2012 13:13
2

Unterdrückung?

Von 6:00 morgens bis13:00 kommen 2 Gast - Kommentare durch die Zensur, liebe Presse, wieviele wurden zensuriert?

Re: Unterdrückung?

ich möchte die presse nicht brandmarken.

etliche (nicht alle) meiner
öfter "unbequemen" (in bezug auf maulschellen-"pc"-erlass) postings
haben sie gebracht [x]

im zeitalter von "pc" müssen auch redakteure - oder leuts von 10si - aufpassen
dass sie nicht brotlos gemacht werden.

[x] insofern spontan+aufrichtig:
danke an die presse.


Re: Unterdrückung?

wer nicht durchkam, sprach wahr - gefährdete aber die presseförderung.

Gast: GAST_ARBEITER
23.02.2012 12:48
1

Wenn ein fleißiger Missionar des Islam

hier in Europa Erfolgreich sein will,
dann trägt er keienen Turban, sondern einen Hut,
und seine Frau verzichtet auf Irgendwelche Schleier und trägt "welstichen Kopfschmuck"

das ändert nix an der Einstellung, und sichert den Erfolg .....


Antworten Gast: Karl Huber
23.02.2012 13:09
2

Re: Wenn ein fleißiger Missionar des Islam

Hörns auf!!
Gott sei Dank wird es das nicht spielen weil dazu mußt was in der Birn haben was die offensichtlich nicht haben sonst würdens nicht mit am Büchl unterm Arm, angeblich an Araber von am Erzengel diktiert (;D), Menschen wegbombn.

Da sieht man wieder einmal

die Irrationalität der Debatte…

Nur ein Stück Stoff?

Dann dürften also alle, die meinen, beim Kopftuch handelt es sich nur um "ein Stück Stoff", nichts dagegen haben, ihre Töchter im Volksschulalter damit rumlaufen zu lassen? Oder, noch besser, schon im Vorschulalter mit dem Tschador zu beglücken?

Gast: Hemingway
23.02.2012 06:19
3

Jede(r) soll anziehen und tragen, was ihm gefällt - wir leben schließlich nicht in einer Diktatur.

Bei meinen Aufenthalten - z.B. in Singapur - fällt mir auf, dass dort viele Nationen friedlich neben- und miteinander leben und dass dort Kopftücher keine Probleme darstellen.

Außerdem finde ich, dass Frauen mit diesen Kleidungsstücken sehr attraktiv aussehen (können).

Mich wundert, dass die Menschen in diesem Land keine anderen Sorgen haben und sich viele nicht an den Spruch erinnern, dass zurückschallt, was man in den Wald hineinruft....

Antworten Gast: super vergleich
23.02.2012 10:07
4

Re: Jede(r) soll anziehen und tragen, was ihm gefällt - wir leben schließlich nicht in einer Diktatur.

Singapore ist ein sehr strikt regulierter asiatischer (Stadt-) Staat, wo eine starke soziale Kontrolle herrscht.
In sehr vielen Dingen nicht mit dem um einiges liberaleren Österreich vergleichbar.
Man kann aber auch Äpfel mit Birnen vergleichen, wenn man möchte.
Oder einfach als Tourist nur die Oberfläche anschauen.

Stellt Euch vor .... viele junge Damen trügen aus modischen Gründen

ein Kopftuch - bunt, kariert. von einen sogenannten "Modeschöpfer designt" egal- aber es wäre so ----- und dann käme eine Dame und würde "astreines Deutsch mit Euch sprechen - würdet Ihr einen Unterschied feststellen können ? So "auf Anhieb" ...

Nein, würdet Ihr nicht - also wie würdet Ihr sie dann behandeln ??? Als "Ausländerin" ?? Na, bestenfalls als deutsche Ausländerin .....

Re: Stellt Euch vor .... viele junge Damen trügen aus modischen Gründen

in iran müssen alle frauen kopftücher tragen auch touristiinnen.sollte sich eine toristin dem widersetzen,müsste sie im besten fall ausreisen,im schlechtestem fall landet sie im gefängnis.sollte eine touristin dies nicht akceptieren,darf sie nicht in den iran reisen.ich finde,daß frauen mit kopftuch sich nicht integrieren wollen und sich trotz österreichischer staatsbürgerschaft nicht als österreicher fühlen.

Re: Stellt Euch vor .... viele junge Damen trügen aus modischen Gründen

stell dir vor... das kopftüchl wäre kein politisches statement
und wird nur bei der feldarbeit (als schutz gegen wind und staub) getragen oder in der küche...

stell dir vor: es wird nicht jedem mann unterstellt
dass ihn weibliches kopfhaar lüstern macht...
und die damen deshalb ihre """tertiären""" unterscheidungsmerkmale verstecken müssen...

stell dir vor - das haar am kopfe eines menschen ist k e i n schamhaar :-)


Antworten Gast: keinerelativierung
23.02.2012 01:16
20

Re: Stellt Euch vor .... viele junge Damen trügen aus modischen Gründen

Stell Dir vor, die Leute trügen aus modischen Gründen Hakenkreuze, zum Beispiel den Glücksbringer "Swastika" oder das Wappen der Familie Boreyko aus Polen (14.-15. Jahrhundert). Und dann käme einer der Hakenkreuzträger und würde astrein für die Grünen schwärmen - würdest Du einen Unterschied feststellen können ? So "auf Anhieb" ...

Nein, würdest Ihr nicht - also wie würdest Du ihn dann behandeln ??? Als "Nazi" ?? Na, bestenfalls als grünen Populisten .....

Gast: petestoeb
22.02.2012 20:51
3

Zufrieden bin ich auch nicht . . .

. . . aber es stellt sich die Frage nicht.

Warum fragt man nur die Österreicher nach der Zufriedenheit bei Integration und nicht alle Bewohner (also auch jene mit Migrationshintergrund)? Ich denke, dass da auch viele nicht zufrieden mit der Integrationsbereitschaft der Österreicher sind.

Die Umfrage zeigt schon das Problem unserer Gesellschaft: Es wird nur ein Teil der Menschen befragt. Aber auch die Zuwanderer sollen dazugehören, sich integrieren. Warum fragt man sie nicht.

Re: Zufrieden bin ich auch nicht . . .

sie könnten vllt zufriedener werden
wenn sie den unterschied zwischen
a) holschuld
b) bringschuld
erfassen lernen:

bei angebotenem schulischem unterricht (notabene bei verpflichtung zum unterricht in at.) ist lernen mit holschuld gleich zu setzen.

wenn immigranten schon
in dieses land at. gekommen sind
dann ist der erwerb von integration (bei vielfachen angeboten - auch zb unterricht in deutscher sprache)
auch mit holschuld ident.

man kann den menschen nicht umfassend a l l e s in den
allerwertesten schieben ;-)

es bedarf auch gewisser eigen-aktivitäten welche segregation verhindern. nur davon wollen bestimmte zuwanderer nix wissen:
insofern gilt es denen viel einfacher
dass sie in bausch&bogen die schuld bei der aufnahmegesellschaft suchen

und ansonsten die dauerbeleidigten spielen. :-(

zum glück sind ja nicht alle so:
aber in bestimmten gruppen leider
überproportional vertreten. -

Antworten Gast: hotzenplotzeibo
22.02.2012 23:16
1

Re: Zufrieden bin ich auch nicht . . .

Sie wollen doch nicht etwa ansprechen, dass Wurzeluntersuchungen sinnvoll wären? In Österreich regiert die mir-san-mir Mentalität. Multikulti ist per Konzept grün-kommunistisch - wobei der Begriff kommunistisch fast schon so doof verwendet wird, wie in den USA, PISA lässt grüßen - , multikulturelle Landschaften funktionieren zwar z.B. in Städten wie Boston blendend, aber wo kämen wir denn da hin, wenn der Staatsbürger in Österreich nachdenken müsste, wie man die Gesellschaft in Zukunft gestaltet. Völlig undenkbar!

Stattdessen stopfen sich die Chefaufgeregten und deren Parteigünstlinge die Taschen voll und wollen zukünftig die Führerschaft. Ich mag Österreich, aber die Politik ist eine Lachnummernkategorie, die sonst schwer zu finden ist. Der deix'sche Bumsti scharrt schon in den Startlöchern...


Antworten Antworten Gast: rinks oder lechts
23.02.2012 01:11
12

Re: Re: Zufrieden bin ich auch nicht . . .

Was sagt "Multi-Kulti" eigentlich aus?
Was beziehen sie in "Kulti" mit ein- Mode, Essen, Musik? Oder auch Wertvorstellungen, kulturelle Normen, Sitten und Bräuche?
Ich finde es am wichtigsten, dass niemand aufgrund seiner Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, sexuellen Orientierung diskriminiert wird.
Aber über kulturelle Wertvorstellungen, die ja nicht angeboren sind, muss und soll diskutiert werden dürfen.
In der ganzen Debatte verhalten sich Rechte wie Linke einseitig, engstirnig und borniert.


Re: Re: Re: Zufrieden bin ich auch nicht . . .

Solch ein Statement gehört ausgedruckt, rot umrahmt und den Parteien an die Eingangstüre geheftet, vorwiegend den Grünen, damit diese erkennen, dass eine Debatte offen und sachlich geführt werden soll und vor allem - wie Sie richtig sagten - soll!

Bravo!

Fasching

war gestern.

Antworten Gast: sonst noch was?
22.02.2012 22:29
18

Re: Zufrieden bin ich auch nicht . . .

Ja, wieso fragt man nur Österreicher.
Weil Österreich deren Heimat ist? Weil sie ja nicht zugewandert sind?
Wieso sollen sich Österreicher in der eigenen Heimat "integrieren"? Sonst noch Wünsche?
Sich integrieren ist immer noch die Aufgabe derer, die hierher zuwandern. Den "Job" kann ihnen niemand abnehmen.

Antworten Antworten Gast: sonst noch was
23.02.2012 01:26
0

Re: Re: Zufrieden bin ich auch nicht . . .

-> Fortsetzung:

wobei ich anmerken möchte, dass es selbstverständlich wäre, dass die Österreicher Zuwanderern ohne Vorurteile und ohne Ablehnung begegnen.

Gast: Desillusioniert
22.02.2012 20:45
21

Es wäre an der Zeit, dass sich der Gebührensender ORF dieser Problematik ausführlich annimmt.


Aber wenn man weiß, wer den ORF beherrscht, dann weiß man auch was berichtet werden muss: nämlich dass die Einheimischen sich besser an die Einwanderer anzupassen haben.

Immerhin braucht die SPÖ jede Stimme. Da wird sie nicht auf weniger Einwanderung umsteigen. Und der ORF darf genau deshalb nicht zu kritisch nachfragen.

Wer sich dennoch informieren will, kann das in der ARD und dem ZDF tun.
Kritisch werden BEIDE Seiten beleuchtet. Vor- und Nachteile der Einwanderung. Und viele Berichte, schöne Geschichten und weniger schöne aus den Ländern, aus denen die Einwanderer kommen.

http://www.tagesschau.de/videoblog/orient_express/orientexpress164.html

Gast: ojemine
22.02.2012 20:28
0

erschreckend ulkig, dass ein kopftuch stärker bewertet wird, als sprachprobleme

... aber andererseits auch bezeichnend für österreich. an äußerlichkeiten wird rumgemotschgert, die populisten geifern dankbar, das panische stimmvieh peilt die lage nicht und wahre probleme geraten in den hintergrund.

 
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