Raubüberfall in St. Pölten: Juwelier als Geisel genommen

Bei einem bewaffneten Raubüberfall wurden der Juwelier und ein Angestellter als Geiseln genommen. Die drei Verdächtigen gaben nach einer halben Stunde auf.

Raubueberfall Poelten Juwelier Geisel
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Raubueberfall Poelten Juwelier Geisel
(c) Fabry Clemens

In eine Geiselnahme hat ein bewaffneter Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in der Innenstadt von St. Pölten am Donnerstagabend gemündet. Der Inhaber und ein Angestellter befanden sich eine halbe Stunde in der Gewalt der drei Täter, ehe sie aufgaben und festgenommen wurden, sagte Polizeisprecher Markus Haindl.

Gegen 17.45 Uhr betrat das maskierte Trio das Geschäft in der Herrengasse. Der 68-jährige Juwelier und ein 52-jähriger Uhrmacher wurden mit einer einer Glock-ähnlichen Schreckschusspistole bedroht, die Täter forderten Gold. Einer der Maskierten soll dabei auf den Geschäftsinhaber eingeschlagen und ihm eine Platzwunde zugefügt haben. Die Frau des Juweliers, die sich zu diesem Zeitpunkt im Obergeschoß des Hauses aufhielt, hörte den Lärm und alarmierte die Polizei. Diese umstellte das Geschäft und sperrte die Fußgängerzone großräumig ab.

Einen ersten Versuch, das Geschäft zu verlassen, gaben die Beschuldigten wieder auf, nachdem sie die zahlreichen Einsatzkräfte entdeckten. Stattdessen dürften sie sich mit den beiden Geiseln in ein Hinterzimmer zurückgezogen haben, wo der Geschäftsinhaber und der Uhrmacher so lange auf das Trio einredeten, bis sie von selbst aufgaben, so Polizeisprecherin Christa Prischink. Laut Polizei verließen alle fünf das Haus um 18.20 Uhr, die mutmaßlichen Täter ließen sich widerstandslos festnehmen.

Das Trio - zwei 16-Jährige und ein 19-Jähriger - wurde ins Polizeianhaltezentrum eingeliefert. Ersten Aussagen zufolge dürfte Geldmangel das Motiv der Jugendlichen gewesen sein. Seitens der Staatsanwaltschaft wurde die Einlieferung in die Untersuchungshaft beantragt.

(APA)

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