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Die Hälfte der Eltern schlägt ihre Kinder

13.03.2012 | 18:21 |  DUYGU ÖZKAN UND GEORG RENNER (Die Presse)

Eine aktuelle Umfrage in Deutschland zeigt: Fast die Hälfte der Eltern gibt ihrem Kind einen Klaps. In Österreich ist die Situation nicht besser. Klaps und Ohrfeige werden oft nicht als gewalttätige Handlung gesehen.

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Wien. Fast die Hälfte der befragten Eltern gab an: Ja, sie hätten ihr Kind im vergangenen Jahr schon einmal mit einem Klaps auf den Po bestraft. Das ist eines der Ergebnisse einer „Forsa“-Umfrage, die in Deutschland durchgeführt und am Dienstag veröffentlicht wurde.

Und in Österreich? Hier sieht die Situation nicht besser aus – im Gegenteil. Aus einer Fünf-Länder-Vergleichsstudie „Familie – kein Platz für Gewalt! (?)“, die vor zwei Jahren vom Jugend- und Familienministerium veröffentlicht wurde (aktuellere Daten sind nicht verfügbar), geht Folgendes hervor: Während in Deutschland 43Prozent der Eltern Ohrfeigen geben, sind es in Österreich laut Befragung von Eltern 50Prozent.

 

Seit 1989 verboten

Dabei hat Deutschland die gewaltfreie Erziehung erst vergleichsweise spät (im Jahr 2000) gesetzlich verankert. In Österreich ist die sogenannte „gsunde Watschn“ schon seit 1989 verboten. Auch bei der Häufigkeit eines „Klapses auf den Po“ (62Prozent in Österreich, 68 in Deutschland) und bei der „schallenden Ohrfeige“ (18Prozent in Österreich, 13 in Deutschland) liegt das Niveau körperlicher Strafen laut der Studie des Ministeriums auf ähnlich hohem Niveau.

Ähnliche Ergebnisse zeitigte etwa auch eine Befragung im Burgenland, die Ende 2010 präsentiert wurde: 43,5Prozent von 435 zum Thema Erziehung befragten Eltern gaben an, ihr Kind – „selten“, aber doch – zu schlagen. Und das, obwohl ein ähnlicher Anteil – 45,4Prozent – diese Erziehungsmethode als „völlig falsch“ bezeichnet.

„Dass Gewalt nicht sein soll, das wissen mehr oder weniger alle Menschen, natürlich auch alle Eltern“, sagt Ewald Filler, Kinder- und Jugendanwalt des Bundes. Die Hauptgründe, warum es doch vorkomme, sei nicht sadistisches Verhalten. „Eltern wollen ihren Kindern nicht wehtun – der Hauptgrund dürfte Überforderung sein“, so Filler.

 

Problembewusstsein fehlt

Herta Staffa, Sprecherin der Magistratsabteilung11 (Kinder, Jugend und Familie) und Sozialarbeiterin bringt es auf den Punkt: „Das kann ihnen jeder Sozialarbeiter bestätigen: Ein Klaps oder eine Ohrfeige wird oft nicht als Gewalt wahrgenommen.“ Die betroffenen Eltern würden meinen, dass ihnen eine Ohrfeige auch nicht geschadet hätte (Tenor: „Aus mir ist auch was geworden“). Zudem würden die Kinder, so die gängige Meinung, den Klaps auf den (Windel-)Popo ohnehin nicht spüren.

Warum man es trotzdem mache? Weil die Eltern meinen, damit sei es leichter, ein trotziges Kind von der Fernbedienung wegzubekommen, als zum tausendsten Mal zu erläutern, warum die Fernsehstunde jetzt vorbei ist.

 

Hohe Toleranzschwelle

So verbreitet die Ohrfeige oder der Klaps auch sein mag, so schwierig ist es, zu erheben, wie viele Kinder tatsächlich betroffen sind. Denn wie viele der rund 2000 unter 14-Jährigen, an denen jährlich Körperverletzungen angezeigt werden, Opfer einer „Erziehungsmaßnahme“ wurden, wird nicht gesondert erfasst.

Bei der MA11 beispielsweise betreffen die wenigsten Anrufe und Beschwerden (insgesamt sind es jährlich rund 10.000 Meldungen, die hier einlangen) die Ohrfeige oder den Klaps. Wird der MA11 ein Fall von körperlicher Gewalt gemeldet, dann seien es eher schwerwiegendere Fälle, so Herta Staffa. „Bei uns ruft kein Nachbar an und meldet, dass die Mutter dem Kind im Stiegenhaus eine verpasst hat. Die Toleranzschwelle in der Bevölkerung ist sehr hoch, was Ohrfeigen betrifft.“

Und auch wenn eine Meldung erfolgte, wie realistisch ist es dann, dass ein Kind eine Aussage gegen seine eigenen Eltern machen würde? „Das würden nur die wenigsten Kinder tun“, antwortet Wiens Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits auf diese Frage. Abgesehen davon, dass viele Kinder gar nicht wüssten, dass sie nicht geschlagen werden dürfen. Oft würden Betroffene verwundert reagieren, wenn Pinterits sie aufkläre.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2012)

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256 Kommentare
 
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langweiliges österreich

diese krankhafte Moralapostel-Gehabe...
Schlagen bringt sicher nichts gutes, aber eine leichte Ohrfeige... ist sicher nicht einen artikel wert

gott sei dank wird das nicht ernst genommen und dank Zuwanderung etwas weniger werden. man riecht ja förmlich das es sich aus Schuldbewusstsein speist - dieses verkampfte korrekt sein. man sollte schauen, wie machen es Länder wo die Menschen ausgeglichener sind. die erziehen sich nicht so verkrampft

Verbote lösen kein Problem sondern fordern nur dazu auf, die Lösung zu suchen.

"Das Gute, das ich will, tue ich nicht, aber das Böse, das ich nicht will, das tue ich" schreibt der Apostel Paulus.
Man mag das Böse verbieten, aber Verbote lösen kein Problem sondern fordern nur dazu auf, die Lösung zu suchen.
Mit "sich Mühe geben, sich anstrengen, sich überwinden" und all dem gepflegten päd. Unsinn erreicht man - wie man gut beobachten kann - zuverlässig das Gegenteil.
Die neue Ich-kann-Schule zeigt, dass es auf die Qualität des Umgang mit den feinen, sensiblen, alles entscheidenden geistig-seelischen Lebenskröften ankommt.
Wie geht man mit den Kräften von Vater, Mutter, Kind, Lehrer und Lehrerin so um, dass die sich konstruktiv entfalten und wachsen? Wachsen sie von Druck? Richtet Druck sie auf? Man braucht nur eine Steinplatte auf den Rasen zu legen, dann sieht man, wie es mit dem Wachstum darunter ausschaut.
DRUCK komprimiert das Problem und den Menschen; das ist das exakte Gegenteil von Lösung.
Deshalb gilt in der neuen Ich-kann-Schule das SOG-Prinzip. Ich lasse mir etwas einfallen, was ZIEHT. Sog löst. Sog richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Sog lassen sich die Kräfte punktgenau lenken. Mühelos.
LEHRER könnten gut die Probleme lösen, indem sie ein mitreißendes VORBILD FÜR LERNEN geben. Wir dürfen nicht immer vergessen, das erst einmal selbst zu lernen, was andere uns nachmachen sollen. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe

Gast: Kindergärtnerin
16.03.2012 21:28
1 0

Wer therapiert Therapeuten?

Mindestens so schädlich wie körperliche Gewalt ist psychische.Letztere lässt sich allerdings wesentlich besser kaschieren - auch von"Therapeuten"- und "wirkt" nachhaltiger...!

Gast: biersauer
16.03.2012 12:31
0 0

Es kann nur bisher Geistesabwesenden ..

entgangen sein, dass unsere Welt zum Gutteil aus Gewalt besteht und von von einer gewaltlosen Welt zu träumen, heißt noch lange nicht das dies auch gewaltfrei sein muss.
Dem Jungen Menschen Gewalt bekannt zu machen ist ein Naturgesetz.

Gast: Herbert Fux
15.03.2012 13:12
0 1

No,

hier leben auch noch ein paar leute nach dem Motto "Ned verdroschen ist gelobt genug" ...

Gast: Der Steuerzahler
15.03.2012 13:11
1 2

Seid nett zu Euren Kindern

sie suchen Euer Altersheim aus.

Gast: unglaublich123
15.03.2012 11:56
3 2

bin schockiert über manche meinungen

ich bin echt schockiert über manche meinungen hier.
von meinen eltern gabs auch hier und da mal a watschn, und dafür hasse ich sie noch heute für jede einzelne..und respekt hab ich auch keinen mehr vor ihnen. als kind vl. weil da hatt ich einfach nur angst.
ich bin der meinung, wenn man mit kindern nicht zurecht kommt ohne sie schlagen zu müssen, dann soll man keine bekommen.

und das hier schlagen tlw mit antiautoritär gleichgesetzt wird, ist ja ein beweis das viele als einzige durchsetzungskraft körperliche gewalt nutzen.

jeder soll seine kinder erziehen wie er glaubt, aber alles im leben kommt einmal zurück...und das sind dann eure kinder..die euch nicht mit liebe in die augen schauen werden.

und ja ich weiß aus eigener erfahrung das es ohne watschn auch geht. und nein mein kind ist nicht antiautoritär erzogen.

Antworten Gast: Leider, Leider
15.03.2012 13:52
3 0

Re: bin schockiert über manche meinungen

Sie schreiben, dass Sie ihre Eltern hassen, weil Sie geohrfeigt wurden.
Ich möchte Ohrfeigen nicht verteidigen, auch ich wurde geohrfeigt und sogar manchesmal geprügelt, das waren andere Zeiten.
Glauben Sie mir, die meisten Eltern handeln und handelten im guten Glauben, weil damals eben diese Erziehungsmethode üblich und anerkannt war. Wenn Sie heute so denken, haben Sie nichts begriffen!
Sie haben auch nicht recht, wenn Sie schreiben, dass Eltern, die mit der Erziehung überfordert sind keine Kinder bekommen sollten. Sie sollen aber so einsichtig sein und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Heute haben doch Kinder in jeder Beziehung Narrenfreiheit.
Leider ist das in Österreich sehr schwer, weil, wenn es bekannt wird, sofort das Jugendamt mitreden möchte, und es auch sehr oft tut!
Glauben Sie wirklich , Ihre Eltern handelten aus Jux und Töllerei?

Gast: Martina D.
15.03.2012 10:55
5 1

Schlagt nur eure Kinder

- sie lassen euch dafür später im altersheim verrotten :-)))

Gast: zetto
15.03.2012 10:47
3 3

Der Grundtenor im Forum ist erschreckend.

Keine Bereitschaft, andere Erziehungsformen anzunehmen.
Weil: früher wars ja auch so.

Früher sind die Kerle noch in den Bäumen gehockt...

Re: Der Grundtenor im Forum ist erschreckend.

hat nix mit früher zu tun sondern damit dass dieses ewige rumgenerve was nicht alles wie schädlich und dramatisch ist nervt.
maß und ziel hat ausgedient lieber schubkarrenweise verhaltenskataloge.

Antworten Antworten Gast: Mor dor
15.03.2012 14:06
0 1

Re: Re: Der Grundtenor im Forum ist erschreckend.

Ein Königreich für einige Satzzeichen!

1 0

Es ist auch kein Wunder

Heute hat niemand mehr Zeit, sich mit den natürlichen Quängeleien der Kinder lange durch Gespräche auseinanderzusetzen.

Letzten Endes müssen Eltern gegenüber Kindern auch ihre Autorität beweisen, sonst entgleist alles - sieht man heute oft in den Schulen.

Dass das nicht immer ganz ohne körperlichen Nachdruck abläuft, ist manches Mal ein wenig verständlich.
Gewalt als Erziehungsmittel, weil man es anders nicht schafft, ist aber ganz sicher der falsche Weg. Das ist dann ein Zeichen der eigenen Schwäche.

Psychische Gewalt kann oft viel schlimmer sein, als der Klaps auf den Po, wenn man gerade absolut keine Zeit hat zu diskutieren.

Viel wichtiger wäre den Kindern von Anfang an klare Grenzen und Verhaltensregeln aufzuzeigen und diese auch mit normalen Methoden/Strafen durchzusetzen.

ich bin meinen eltern für jede ohrfeige dankbar

es waren nicht viele und die die es waren hatten ihren grund.

ich danke meinen "rückständischen peinigern" jeden sonntag für die erziehung die sie mir aufgezwungen haben! wäre ich von den im artikel erwähnten damen aufgezogen worden wär ich heute vermutlich ein antiautoritärer grundsicherungsempfänger.

Antworten Gast: Bravo, Bravo
15.03.2012 15:52
2 0

Re: ich bin meinen eltern für jede ohrfeige dankbar

Familiensolidarität hat noch nie mit Watschn funktioniert, nur die Hackordnung und das Belügen. Wer Schläge erwartet, wird aus Selbstschutz zum Lügen animiert.
Lassen Sie sich doch von Ihrer Frau eine runterhauen, damit Sie nicht verweichlichen.

Antworten Gast: wenn einer um eine watsche bettelt, soll er sie haben!
15.03.2012 09:13
1 5

Re: ich bin meinen eltern für jede ohrfeige dankbar

kann ich nur 100% zustimmen, bei mir wars genauso und ich werds auch bei meinen kindern so machen!

ansonsten kommen nur verzogene waschlappen ohne respekt und anstand raus wie wir es an der heutigen jugend täglich sehen!

Antworten Antworten Gast: Angst vor solchen Typen
15.03.2012 10:06
4 1

Re: Re: ich bin meinen eltern für jede ohrfeige dankbar

Wer Gewalt so verherrlicht und Prügel so anpreist, frißt wahrscheinlich auch aus dem Hundenapf.

Re: Re: Re: ich bin meinen eltern für jede ohrfeige dankbar

da wird nichts angepriesen. allerdings beginne ich auch nicht vor aufregung zu hyperventilieren wenn ein kind einen klaps bekommt.

wenn jeder der sich darüber im stillen Kämmerchen echauffiert bei tatsächlichen Misshandlungen nicht wegsieht wärs bei weitem sinnvoller als der Kampf gegen Windmühlen

Antworten Gast: Domina Weidenruta
15.03.2012 08:31
1 0

Für jede Ohrfeige dankbar ? Jeden Sonntag ?

Kosten diese "Sitzungen" auf Dauer nicht eine Menge Geld ?

Re: Für jede Ohrfeige dankbar ? Jeden Sonntag ?

da liegen 15 jahre dazwischen.

und natürlich gehen diese sitzungen ins geld, aber dank entsprechenden möglichkeiten die ich maßgeblich aufgrund meiner erziehung habe ists kein problem die familie wöchentlich zum essen einzuladen.

0 0

uebersetzung

wir haben ein gesetz gegen gewalt an kindern gemacht, wenn ein kind zur polizei geht wird es maximal veraeppelt, wie auch alle anderen ausser es gibt einen autounfall oder der beamte will aus irgendeinem grund gerade arbeiten, was nie vorkommt, weil autofahren macht mehr spoass. dazu haben polizei und gericht die zahl der uebergriffe verdoppelt und das wird an den schwaechsten ausgelassen. dazu gibt es jede menge ausgebildete psychologen um die organisierten gruppenstraftaten zu verschleiern, nur deshalb bekommt die uni wien ueberhaupt noch geld und regt sich dann auf, weil studenten lieb demonstrieren.

Gast: Ganapati
14.03.2012 20:01
2 3

An die Psychologen, Pädagogen, Poster die glauben, dass der Klaps bei allen Kindern, in jeder ihrer Lebensphasen, niemals richtig sein kann:


Es gibt nun mal Kinder (z.b. manche 4-5 Jährige) deren Ego sich frühzeitig und gleichzeitig überdurchschnittlich stark entwickelt, die immer wieder in Zustände geraten wo sie von ihrem eigenen Ego dominiert werden noch ohne brauchbare Strategie sich selber davon zu erlösen. Dieser Zustand ist für sie nicht angenehm, und wenn Eltern sie regelmässig in diesem Zustand belassen (weil nur noch abwarten bis es vorüber ist funktioniert) kommt dies einer indirekten psychischen Gewaltausübung gleich. Dies kann ihre Psyche uU sogar konditionieren zunehmend in einem ähnlichen Zustand zu verfallen. Ich spreche hier von normale Kinder eines bestimmten Persönlichkeitstypus die auch gut erzogen werden.

Wenn Sie solche Kinder nicht kennen, dann haben sie wohl zu wenig Erfahrung mit verschiedenen Kindern.

Ein Klaps (z.b. Hand nehmen, hintere Seite oben, Klaps mit minimaler Gewalt aber spürbar) getätigt durch die Hauptbezugsperson die ihr Kind liebt kann bei manchen Kindern die Dominanz des Egos beenden - der kleine Schmerz stellt keinen Angriff auf die Seele des Kindes dar und wirkt auch nicht so, es entwickeln sich keine Schuldgefühle (Das Ego des Kindes ärgert sich vielleicht kurz schwindet dann aber).

Ich habe schon Eltern beobachtet wie sie 15 und mehr min lang erfolglos mit geistigen Konzepten und Erklärungen auf solche Kinder einreden, dabei erwartet das Unbewusste des Kindes die ganze Zeit auf eine Sofortlösung. Da wäre der kleine Klaps auf die Hand besser für die Seele des Kindes.

Das sollten die Eltern entscheiden - ins Gesicht schlagen ist aber ein No-Go.

Bekanntlich kann man mit einem Erwachsenen-Ego nicht immer verhandeln - gilt für das Ego mancher Kinder auch.

Antworten Gast: pfff...
15.03.2012 07:32
2 1

Re: An die Psychologen, Pädagogen, Poster die glauben, dass der Klaps bei allen Kindern, in jeder ihrer Lebensphasen, niemals richtig sein kann:

kleiner vorschlag, statt kritik:
sie haben richtig erkannt dass kinder grenzen brauchen. grenzen brauchen aber keine gewalt. wenn sich ihr kind unangemessen/egoistisch verhält, warum schicken sie es nicht auf sein zimmer für 5 nachdenkminuten und wenn das nachdenken nichts gebracht hat, für weitere 5 nachdenkminuten. sie unterbrechen damit ebenfalls die situation, aber nicht mit gewalt sondern mit der aufforderung, nachzudenken. sie können das nachdenken selbstverständlich mit einem gespräch unterstützen. achten sie dann genau auf die zeit, rufen sie ihr kind exakt nach der nachdenkzeit wieder aus dem zimmer und geben sie dem kind vorwurfslos und ungenervt eine neue chance, sich richtig zu verhalten. es dauert in etwa 1-2 tage bis sich das kind an so eine neue regelung gewöhnt, seien sie konsequent, die 5 minuten beginnen erst wenn das kind sich diskussionslos 5 minuten in seinem zimmer zum nachdenken zurückgezogen hat. später können sie wenn sich situationen zuspitzen bis 3 zählen bevor sie das kind in sein zimmer schicken zum nachdenken.

Antworten Antworten Gast: mir reichts
15.03.2012 08:34
3 1

Re: Re: An die Psychologen, Pädagogen, Poster die glauben, dass der Klaps bei allen Kindern, in jeder ihrer Lebensphasen, niemals richtig sein kann:

da spricht wieder ein theoretiker.

kinder, die sich so unangemessen verhalten, gehen auch gaaaanz brav die 5 minuten aufs zimmer.

die gehen nämlich überhaupt nicht.

und nun?

Antworten Antworten Antworten Gast: pfff...
15.03.2012 12:44
0 2

Re: Re: Re: An die Psychologen, Pädagogen, Poster die glauben, dass der Klaps bei allen Kindern, in jeder ihrer Lebensphasen, niemals richtig sein kann:

ich bin natürlich kein theoretiker, wenn ich denn auch möglichst theoretisch versucht habe zu formulieren, damit der vorschlag anwendbar ist.

also nun, wenn es selbstverständlich nicht freiwillig ins zimmer geht, so kann man es ins zimmer tragen, wie gesagt, die ersten 1-2 tage sind etwas mühsam, am besten man nimmt sich ein wochendende geduldig zeit dafür, bis das neue system klar ist. wichtig ist geduld, wenn das kind ne milliarde mal ins zimmer getragen wird bevor die zeit beginnt zu laufen, wird es auch fad fürs kind. vertrauen sie mir, probieren sie es aus. wesentlich ist dass man gute nerven hat, das alles geht nämlich am besten ohne schimpfen und aggressionen, sondern mit eiserner ausdauer.

ich wünsche viel erfolg und ein entspanntes familienleben ;o)

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: mir reichts
16.03.2012 12:35
0 0

Re: Re: Re: Re: An die Psychologen, Pädagogen, Poster die glauben, dass der Klaps bei allen Kindern, in jeder ihrer Lebensphasen, niemals richtig sein kann:

aha, ins zimmer tragen ist also keine form von gewalt?

na dann...

und kaum ist das kind im zimmer, geht das geschrei und das aus dem zimmerkommen wieder los. sie unterschätzen die hartnäckigkeit mancher kinder.

ich halte sie nachwievor für einen theoretischen, also nicht unterrichtenden pädagogen oder kinderpsychologen, der ausschliesslich theoretisiert, ich kenne das aus meinem beruf.

da wollen auch die "experten", die noch nie an einem krankenbett gearbeitet haben, pflegepersonal erklären, wie man richtig pflegt.

beispiel: die pflege mit der hand im sack. der patient soll alles selber machen, man steht nur daneben und wenn es stunden dauert.

wunderbar, nur: bei zwei pflegepersonen für 34 patienten + 6 intensivbetten kann das nie funktionieren.

aber die "experten" brauchen nur gegen lange bewährtes sein und schon rollt der rubel.

traurig.

ich hoffe, sie bekommen nie kinder.

im übrigen, die befürworter der gewaltfreien erziehung sind hier im thread die aggressivsten.

sicher nur ein ungewollter zufall. zynismus aus.

 
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