[Wien/Red] Schwerwiegende Vorwürfe gegen die Disziplinaroberkommission im Bundeskanzleramt: Polizisten, die Foltermethoden angewandt haben oder bei denen kinderpornografisches Material sichergestellt wurde, sollen lediglich mit Geldstrafen bedacht und anschließend wieder in Dienst gestellt worden sein.
Innenministerium und Verwaltungsgerichtshof (VfGH) seien mit ihren Einsprüchen bis dato dagegen machtlos, berichtet die Zeitschrift „Falter“. Bei der Kommission handle es sich um ein „verschwiegenes richterliches Tribunal, das im Geheimen urteilt, wann und ob korrupte Beamte ihren Job verlieren“.
Im Innenministerium heißt es: „Der Disziplinaranwalt des Innenministeriums fordert seit sechs Jahren in allen Fällen die Entlassung“, erklärte ein Sprecher am Dienstag.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.03.2012)
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