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Polizei will Opfer von Verbrechen besser betreuen

04.04.2012 | 08:57 |  KLAUS STÖGER (Die Presse)

Tatortexperten sollen für mehr Professionalität sorgen und Opfer von Verbrechen sollen öfter über den Ermittlungsstand informiert werden. Die Wiener Polizei hat mit 1. April die Tatort-Opfer-Teams erweitert.

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Wien. Mehr Professionalität im Umgang mit den Kriminalitätsopfern, höhere Qualität und Quantität bei der Spurensicherung: Die Wiener Polizei hat mit 1.April die Tatort-Opfer-Teams („Topteams“) erweitert. Seit 1.Mai 2010 waren diese mobilen Zweierteams aus speziell ausgebildeten Tatortexperten versuchsweise in einigen Innenstadtbezirken sowie in der Donaustadt und in Floridsdorf unterwegs. Seit Sonntag rücken diese Teams nun in alle 23 Bezirke Wiens aus.

Die insgesamt 21 Teams, die Tag und Nacht abrufbereit sind, kommen in erster Linie bei Haus-, Wohnungs- und Geschäftseinbrüchen sowie bei Sachbeschädigungen zum Einsatz. Wie das funktioniert, erklärt Wolfgang Haupt aus dem Landeskriminalamt (LKA): „Das Opfer bemerkt einen Einbruch und ruft die Polizei. Über unsere Landesleitzentrale wird ein Topteam angefordert, das zum Tatort fährt.“ Von Sonntag bis gestern, Dienstag, wurden Topteams in ganz Wien zu knapp 130 Tatorten beordert.

 

141 Polizisten dafür ausgebildet

Bei dem Spurensicherer-Duo handelt es sich um ein „gemischtes“ Team. Ein Beamter kommt aus dem Landeskriminalamt und ist ein erfahrener Tatortexperte. Der zweite Beamte kommt aus einem Stadtpolizeikommando, hat aber spezielle Schulungen für Tatortarbeit absolviert. Jeder Polizist hat einen eigenen Tatortkoffer, jedes Duo ein eigenes Dienstfahrzeug.

Die Polizei erhofft sich dadurch unter anderem:

Professionalisierung der Tatortarbeit: Die speziell ausgebildeten Ermittler sollen auch bei kleineren Delikten wie Sachbeschädigungen mehr und bessere Spuren sichern. „Das bringt höhere Aufklärung, aber auch die Verwertbarkeit der Spuren für das Gerichtsverfahren wird besser“, sagt Wiens Landespolizeikommandant, Karl Mahrer.

Mobiler Einsatz: Die Tatortteams werden zentral gesteuert und sollen rasch zum Einsatzort kommen. Die Funkwagen sollen dadurch entlastet werden und weiter ihren Streifendienst versehen können.

Weniger Arbeitsaufwand in den Polizeiinspektionen, die Ansprechpartner sind „vor Ort“ und bearbeiten den Fall weiter.

Verbesserte Opferbetreuung.Gerade hier will die Wiener Polizei mehr Know-how investieren. Neben der Arbeit am Tatort sollen die Teams das Opfer über künftige Präventivmaßnahmen (besseres Schloss, Verstärkung der Tür, Sinnhaftigkeit einer Alarmanlage) informieren und den Kontakt mit dem Betroffenen über einige Zeit aufrechterhalten.

„Im ersten Schock nach dem Einbruch bleiben meist noch Fragen offen oder wichtige Hinweise werden vergessen. Deshalb halten wir Kontakt und informieren nach mindestens zwei Wochen auch über den aktuellen Ermittlungsstand in dem speziellen Fall“, sagt Mahrer.

Die Akzeptanz für die Topteams war nicht immer gegeben. Bei der Einführung im Frühjahr 2010 gab es vor allem Skepsis wegen der Dienstplanung, auch die „gemischten“ Teams stießen nicht überall auf Begeisterung. Das scheint nun aber ausgeräumt, wie „Presse“-Recherchen bei Personalvertretern ergaben. Ein Gewerkschafter: „Viele Kollegen wollten jetzt zu den Topteams, das Interesse war hoch.“

Derzeit können 141 Polizisten in den Teams eingesetzt werden. Die meisten von ihnen sind im Süden Wiens (sechs Teams) und im Westen der Stadt (fünf) unterwegs.

Auf einen Blick

Tatort-Opfer-Teams sollen ab nun in ganz Wien zu Einbrüchen ausrücken. Durch eine qualifizierte Spurensicherung sollen die Aufklärung erhöht und die Opferbetreuung verbessert werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.04.2012)

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15 Kommentare
Gast: Robert
04.04.2012 14:51
0 0

Bleibt nur zu hoffen,

das auch das zweite Kind noch auftaucht.

Sich selbst befreien kann.

Gast: Robert
04.04.2012 14:02
0 0

Hofratt

So kann es enden.

Nie befragt.

Keine Zeugen, keine Auskunft.

Ihr Hofratt, ein Mann ohne Rückgrat.

Geiger.

liebe Grüsse ADmin.k.

Gast: geoopster Heike
04.04.2012 12:18
2 0

na endlich

Die alberne "Jeder-kann-alles-Polizei" von Strasser Ernsti, die irgendwelche Landeier-Polizisten bei seiner Polizeireform erfunden haben, war ja ein inkompetenter Witz –

die Ergebnisse entsprechend immer noch mieser

Antworten Gast: Robert
04.04.2012 13:45
0 0

Re: na endlich

Ihr Hofratt Geiger ist nicht zu erreichen.
Ich habe versucht, ihn anzurufen.

Sie kennen mich unter Admin Konf.
Es interessiert einfach niemand vom BKA
ob ein Kind entführt wurde.

Ob es vielleicht noch ein Kind gibt, das Hilfe braucht.

Antworten Gast: Robert
04.04.2012 12:57
0 0

Re: na endlich

Sie werden einfach mundtot gemacht.

Der Computer gesperrt.


Gast: Kibietz
04.04.2012 12:03
0 1

Aha?? Kommen die Opfer vorsorglich in Schutzhaft?

Oder werdens präventiv weggespertt?
Mundtot gemacht?

Gast: aber hallo
04.04.2012 11:51
2 0

die Polizei arbeitet gut

nur unsere Kuscheljustiz ist ein Graus.Manche Gesetze gehören schon lange geändert und verschärft.Ein/e Parteiunabhängige/r Justizminister/in gehört her.

Gast: Baguio
04.04.2012 11:40
4 0

in Österreich ist die Polizei "Dein Freund und Helfer"

. . . was mir zuletzt in Vancouver, Kanada passiertet, geht auf keine Kuhhaut. Am Tag als ich nach den Philippinen für länger verreiste, räumte meine Pflegerin mit ihrer Freundin mein Haus aus, ein direkter Schaden von etwa 30.000 $ und vermietete es an einen Buddhisten, der es zu einem Tempel machte.
Als ich die Vancouver Polizei verständigte, meinte sie, dies sei ein Vertragsbruch und damit nicht ihre Zuständigkeit.

Gast: Hermann vom Gipfel
04.04.2012 09:28
0 1

Das einfachste ist: Das Opfer zum Täter machen,

das spart Arbeit.

Gast: Blankensteiner Husar
04.04.2012 08:08
0 2

"Die insgesamt 21 Teams, die Tag und Nacht abrufbereit sind, " Jo, leck fettn!!!!

Das sind ja dann mal so:
21 Teams, jeweil mal 8 Stunden Einsatz je Werkerltag, also 5 je Woche ausser Karfreitag, da nur 4, und dann die Samstagerl und Sonntagerl mit dem netten Zeitausgleicherl und die Feiertagerl und die Urlaubscherl.......und die Fortbildung zu 20 % im Jahr....
Da sind dann rund um die Uhr in Wien so zirka exakt
21/3/365*200/100x80= 3 Teams unterwegs.

WOW!!!!!!!
Das beeimdruckt uns milliardenzahlneden Berufsopfer!

Gast: Hemingway
04.04.2012 08:02
2 0

Immer mehr Polizeigeneräle, Generalmajore, Brigadiere, Oberste, Oberstleutnante, Chefinspektoren und so weiter.

Aber immer weniger Beamte für die Kriminalitätsbekämpfung.


Gast: Hemingway
04.04.2012 07:59
0 1

Wer glaubt, die Polizei könnte uns schützen, ist auf dem Holzweg.



Dass es immer weniger Kriminalität und mehr Aufklärungsrate(n) gäbe, ist ebenfalls ein Märchen, das nur leichtgläubige Menschen glauben...

Der Kampf gegen die Kriminalität ist schon lange verloren, was wir auch unseren dummen und korrupten Politiker(innen) zu 'verdanken' haben.

Immer mehr Technik, immer schnellere Polizeifahrzeuge, aber immer weniger Polizisten auf den Strassen und immer weniger Kontakt zur Bevölkerung - das kann nicht gutgehen....

Man müsste nur die Grenzen wieder kontrollieren

dürfen - die EU fördert die Kriminalität.

Gast: anachronist
03.04.2012 19:20
4 0

Nächtliche Autodiebsbande knackt Zündschlösser..

und in drei Minuten ist der schnucke Bolide weg.
So geschehen wochenends Nacht bei drei Golf im 22.
Sollte doch mehr diese Bandentätigkeit beobachtet werden und bei Verdacht gleich 133.
Besonders jetzt , wenn in kalten Nächten die Fenster geschlossen sind und vor dem TV die Aufmerksamkeit nachlässt, hört man das Öffnen der Fahrertür kaum und wenn der Profi einmal im Auto sitzt hat er leichtes Spielmit dem Zündschloss, daher irgendeine Arlarmanlage einbauen.

Gast: gasti
03.04.2012 16:23
9 1

mein wien lass ich mir nicht schlechtreden ;-)