Fucking bekommt vorerst keinen neuen Namen

Fucking in Oberösterreich hat immer wieder mit seinem - im Englischen einschlägigen - Ortsnamen zu kämpfen. Eine Umbenennung in "Fugging" steht derzeit aber nicht zur Diskussion.

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(c) Norbert Rief

Die oberösterreichische Ortschaft Fucking kommt nicht zur Ruhe: Der Name mit der im Englischen einschlägigen Bedeutung führte bereits öfters zum Diebstahl der Ortstafeln und auch dazu, dass sich "Spaßvögel" in eindeutigen Posen davor ablichten ließen. Eine Umbenennung stehe aber derzeit nicht zur Diskussion, sagt Franz Meindl, VP-Bürgermeister von Tarsdorf im Bezirk Braunau, zu dessen Gemeindegebiet Fucking gehört.

"Die Diskussion hatten wir schon vor ein paar Jahren", so das Gemeindeoberhaupt in einer Reaktion auf einen Bericht des ORF Oberösterreich. "Wenn die Leute das wollen, dann kann man in der Gemeinde drüber reden", doch er tue nichts gegen den Willen der Bevölkerung und möchte Fucking nicht spalten. Deshalb ließ er die Bewohner des Ortsteils befragen - ein eindeutiges Ergebnis gab es aber nicht. Jene, die nahe an der Ortstafel wohnen würden, seien für eine Änderung der Schreibweise. Andere Fuckinger beurteilten den möglichen finanziellen Aufwand als nicht gerechtfertigt.

Die neuerliche Debatte könne sich der Bürgermeister nur dadurch erklären, dass eine Hausbesitzerin selbst tätig wurde. Weil die Tafel mit ihrer Hausnummer gestohlen wurde, ließ sie eine neue mit der Bezeichnung "Fugging" anfertigen und anbringen. "Der Postler kennt sich aus", kommentiert Meindl lapidar. Verwundert hat ihn, dass sogar eine spanische Zeitung deswegen mit ihm Kontakt aufnahm.

(APA)

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