Großbrand: 120 Feuerwehrleute beim Kloster Mehrerau im Einsatz

120 Feuerwehrleute waren in der Nacht auf Freitag im Einsatz, um den Brand in einer Tischlerei, einer Schlosserei und einer Holzlagerhalle beim Kloster Mehrerau zu löschen.

Die Feuerwehr war mit 120 Einsatzräften damit beschäftigt, den Brand in den Griff zu bekommen.
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Die Feuerwehr war mit 120 Einsatzräften damit beschäftigt, den Brand in den Griff zu bekommen.
In der Nacht auf Freitag brach der Brand in der Nähe des Klosters Mehrerau aus. – (c) APA/REINHARD MOHR (REINHARD MOHR)

Um 0.40 Uhr in der Nacht auf Freitag wurden Anwohner auf den Brand in einer 60 mal zehn Meter großen Holzlagerhalle beim Kloster Mehrerau (Vorarlberg) aufmerksam, berichtet Polizeieinsatzleiter Andreas Weiss dem ORF Vorarlberg. Als die Feuerwehr eintraf, hatte das Feuer bereits die gesamte Halle, eine Schlosserei und eine Tischlerei in Brand gesetzt.

120 Feuerwehreinsatzkräfte waren mit 25 Fahrzeugen und der Unterstützung von 16 Polizeibeamten im Einsatz, um den Brand zu löschen. Eine Dieseltankstelle und ein Wohnheim des Sanatoriums in der Nähe seien gefährdet gewesen, einen Übergriff der Flammen konnte die Feuerwehr aber verhindern, so Weiss. Eine Rettung der betroffenen Gebäude war allerdings nicht möglich, sie brannten völlig nieder. Als große Herausforderung stellte sich angesichts des Großbrands der anfängliche Wassermangel heraus. Vier Hydranten wurden angezapft, doch die Feuerwehr benötigte mehr Löschwasser. Die Einsatzkräfte legten daher parallel Leitungen zum nahe gelegenen Bodensee, erklärt Feuerwehr-Einsatzleiter Jürgen Zimmermann. Bei den Löscharbeiten erlitt eine Feuerwehrfrau eine leichte Rauchgasvergiftung.

Gebäudeteile werden abgetragen

Nach dreieinhalb Stunden brachten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten waren am Freitag noch im Gange. Aufgrund der Bauweise müssen Gebäudeteile teilweise mit Baggern abgetragen werden, um letzte Glutnester zu löschen.

Im Kloster Mehrerau herrsche große Betroffenheit, schildert Mehrerau-Sprecher Harald Schiffl. Ebenso groß sei aber auch die Dankbarkeit gegenüber der Feuerwehr, die noch Schlimmeres verhindert habe. So blieben das Kloster sowie Schule und Internat von den Flammen verschont, "der Schulbetrieb geht ganz normal weiter", so Schiffl. Zur Schadenshöhe könne er vorerst keine Angaben machen. Überhaupt müsse man nun erst die Ermittlungen der Behörden abwarten. Die Brandermittlungen verzögern sich, da das Gelände laut Sicherheitsdirektion noch nicht ohne Gefahr betreten werden kann.

 

(APA/Red.)

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