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Tauziehen um Justizposten: Bandion-Ortners Comeback?

08.05.2012 | 18:07 |  MANFRED SEEH (Die Presse)

Derzeit werden hinter den Kulissen die Weichen für die Besetzung etlicher begehrter Justizposten gestellt. Prominente Namen werden genannt. Ausgelöst wurde das Sesselrücken vom saudischen König Abdullah.

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Wie steht es um die theologischen Kompetenzen von Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner? Und was hat das mit dem Landesgericht Wiener Neustadt zu tun?

Fragen, die sich anlässlich der Neuvergabe hoher Justizposten stellen. Ausgelöst wurde das Sesselrücken vom saudischen König Abdullah. Er lässt in Wien ein Zentrum für interreligiösen Dialog bauen. Und VP-Chef Michael Spindelegger hat die frühere glücklose VP-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner jüngst in die Position der interimistischen Vize-Generalsekretärin bugsiert (Spindelegger war es auch, der Bandion-Ortner im April 2011 vorzeitig aus dem Ministerium entfernte).

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail, hier im Wörtchen „interimistisch“. Bandion-Ortner (zuletzt in der Antikorruptionsakademie in Laxenburg aktiv) lobt zwar ihren neuen Job als „große Chance“, hat aber eine Hintertüre offen: Ehe ihre Stelle im neuen Saudi-Zentrum dauerhaft fixiert wird, könnte sie, die Ex-Bawag-Richterin, den fünf Weltreligionen wieder den Rücken kehren. Und erneut in den Justiz-Ring steigen. Mit Jahresende wird nämlich ein begehrter Job frei, jener an der Spitze des Präsidiums des Landesgerichts Wiener Neustadt. Gerichtspräsidentin Ingeborg Kristen geht dann, mit 65, regulär in Pension.

Doch um den höchsten Posten in dem Gericht, das mit dem Tierschützerprozess unfreiwillig Justizgeschichte schrieb, bemühen sich gewiss auch andere, sehr befähigte Richter(innen). Schon jetzt, Monate vor Start der Bewerbungsfrist, munkelt man in Justizkreisen über Namen. Von der Vizepräsidentin des Landesgerichts Korneuburg Christa Zemanek ist die Rede. Oder von Senatspräsident Eduard Strauss vom Oberlandesgericht Wien. Eingeweihte rechnen auch mit einem Bewerber, der sich als Vorkämpfer für die Anliegen der Richter einen Namen gemacht hat: Peter Liehl, erster Vizepräsident des Zivillandesgerichts Wien.

Aber auch die Staatsanwaltschaft Wien (dort wartet man seit Längerem auf einen dritten stellvertretenden Leiter) dürfte bald neue Gesichter erleben; dann nämlich, wenn Vizeleiterin Michaela Schnell – Journalisten kennen sie als resolute Pressesprecherin ihrer Behörde – Chefin in St.Pölten wird. Dort ist die Leitung der Staatsanwaltschaft vakant (derzeit führt Michaela Obenaus interimistisch). Ebenfalls nach St.Pölten beworben hat sich (mit nicht ganz so guten Chancen) Ankläger Gerhard Jarosch, Präsident der Staatsanwälte-Vereinigung.

Was geschieht, wenn sich der oberste Korruptionsjäger des Landes, der Chef der Korruptionsstaatsanwaltschaft Walter Geyer mit Jahresende altersbedingt zurückzieht? Da gibt es jemanden, dessen Name hartnäckig genannt wird: Georg Krakow. Der Oberstaatsanwalt, der Helmut Elsner hinter Gitter brachte, dann Kabinettschef im Justizressort wurde, nun bei der Sozietät Baker & McKenzie und zusätzlich als Kontrollor der Kärntner Hypo-Alpe-Adria-Bank tätig ist, würde jedenfalls die Bewerbungskriterien erfüllen. Er winkt aber ab. Umso mehr lebt die Chance für Staatsanwälte-Präsident Jarosch.

Auf einen Blick

Die Vergabe wichtiger Justizposten steht an: Während schon mit 1.Juni die Vizeleiterin der Wiener Staatsanwaltschaft nach St.Pölten wechseln könnte, wird Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (Bild) hinter den Kulissen als mögliche Bewerberin für den Job der künftigen Gerichtspräsidentin in Wiener Neustadt gehandelt. [APA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.05.2012)

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26 Kommentare
 
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Gast: Parteigrandenprinzessin
09.05.2012 17:39
1 0

Braucht nicht ihr Bussi-Bussi-Parteifreund Pröll jun. eine buntbebrillte Vorzimmerdame als "Generalsekretärin" zur Dekoration?

Der ROI (Return on Investment) würde gerade noch ein Richterinnengehalt erlauben.

Sie jedoch für andere Posten ins Gespräch zu bringen, was die spinnerten Spinny-Leute gerade tun, ist den einsparungsgeplagten Österreichern nicht länger zuzumuten!

Als letzten Ausweg:
Nimmt sie nicht vielleicht der Stronach?

Ansonsten bliebe nur Brüssel zum hochbezahlten Entsorgen Ungebrauchter...

Oder die neugegründete "King Abdullah University" am Roten Meer, wo Frauen ausnahmsweise sogar autofahren dürfen. Luxuriös wäre es dort...


Gast: vor dem arlberg
09.05.2012 16:57
1 0

Schreck lass nach

nicht schon wieder die Paradeblondine der Justiz.

das kann nicht ernst sein.

bekanntlich werden erstgenannte medial immer verbrannt

Gast: Caccaboschi
09.05.2012 12:28
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Gerichtspräsident

Bewerbung von Sonja Arleth erwünscht - sie war bei Tierschütz-Prozeß souverän - auch bei der Urteilsfindung. So ein Verfahren einmal durchziehen ist zu bewundern.

Sind die Spindi-Leute nun endgültig von allen guten Geistern verlassen?

Da haben sie es geschafft, die Brillenlady den Saudis unterzujubeln und nun wollen sie sie freiwillig wieder zurücknehmen? Das verstehe, wer will. Aber eines muss man der schwarzen Führung zugestehen, sie wissen dort, wie man Wahlen verliert, und gehen konsequent ihren Weg weiter... ;-)

Bassenatratsch von Feinsten ...


nein bitte nicht

reicht doch schon was wir an unseren Gerichten so herum sitzen haben, sind wir doch gestraft genug damit.

Gast: Geschädigter
09.05.2012 09:16
0 0

Welch ein WANDEL

Vom Skandalrichter Rudolf MASICEK mit
seinen eigenen Gesetzen ....

bitte keine von

denen...und bitte vor allem keine FRAU...die sind hier in diesem lande mit abstand die unfähigsten !

ja, ich weiss die männer sind auch keine leuchten (politiker halt) aber an das intellektuelle leistungsniveau einer ortner, karl ,hoschek, RUDAS !!!, schmidt, glawischnig, vasilakuh,...und wie sie alle heissen kommt keiner auch nur annähernd heran !

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Jetzt lachen sie noch

Ob sie es schafft, daß die ÖVP nicht bald dritte Partei wird?

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Re: Jetzt lachen sie noch

Bei der Klugheit der Wähler brauchen sich weder die Roten noch die Schwarzen fürchten.

4 0

korrupte

bande

Gast: freund?
09.05.2012 08:36
2 0

ist die quotinen-personaldecke



schon SO dünn, daß ALLES aufg'wärmt werden muß ?

Gast: ivan rebroff
09.05.2012 08:19
2 0

ist doch eh schon klar...!

...das ist doch schon längst gemauschelt:

verhaltens-kodex hin, transparenz-gesetz her: der michi wird der claudschi den posten schon zuschachern!

alles sicher längst ausgemacht, seid's realisten!

wird's net

die wird's net.

DAS kann sich die ÖVP mittlerweile nicht mehr erlauben.


Gast: Rematch?
09.05.2012 00:05
15 0

Tauziehen um Justizposten: Bandion-Ortners Comeback?.....

...das ist aber jetzt NICHT WAHR, BITTE WO LEBE ICH???......diese Postenschieberei ist einfach zum kotzen!
Be.es: eines ist sicher, die ÜBERNÄCHSTE GENERATION wird viel zum aufarbeiten haben!

Bandion

Die Fachfrau ;D
Warum nicht gleich den Lugner !

Antworten Gast: Luzifer
09.05.2012 01:21
3 5

Re: Bandion hat einen "Schönheitsfehler"!

Sie hatte den Vorsitz des Schöffensenates, der ein paar ÖGB-Granden wegen ihrer windigen Bankgeschäfte verurteilt hat! Die linke Reichshälfte und die dazugehörigen Medien werden ihr das nie vergeben!

4 0

Re: Re: Bandion hat einen "Schönheitsfehler"!

Ja, schon. Aber Sie sollten bedenken, dass im Rahmen dieses Verfahrens zwar ein paar frühere ÖGB-Granden der zweiten und dritten Garnitur verurteilt wurden - aber einerseits der ziemlich sicher eingeweihten ersten Garnitur (Verzetnitsch?) nichts passiert ist, und andererseits die wirklich interessanten Fragen (wo ist das Geld eigentlich abgeblieben?) ziemlich bewusst nicht gestellt wurden. Zweiteres ist insofern brisant und mutmasslich im Interesse der SPÖ, als sie vor diesen Ereignissen enorme Schulden hatte (wenn ich mich recht erinnere, in etwa in der Größenordnung der "Spekulationsverluste"), und nachher nicht. Purer Zufall?

Kann gut sein, dass die SPÖ mit der Prozessführung der Dame gar nicht so unzufrieden ist...

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Kann nicht irgend wer

In diesem Saustall Ordnung machen .

Gast: gasti
08.05.2012 21:11
8 4

am övp parteitag

sessel, warme versorgungssessel zu verteilen, wer will einen oder zwei!?

Gast: alarmstufe rot
08.05.2012 20:36
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Soll die gut funktionierende Staatsanwaltschaft St. Pölten ruiniert werden?

Gibt es politischen Filz, der aus Wien nach St. Pölten wuchert?

Gast: 1. Parteiloser
08.05.2012 19:17
36 0

Es ist zum Kotzen!

Das Tagesgeschäft der Parteien besteht offensichtlich wirklich aus mehr als 70% aus dem korrupten Posterl- und Amterlschacher. Vielleicht noch 10 - 20% grausige Propaganda und dann noch um die 10% Korruption (Inserate), Amtsmissbrauch und das brechen der Menschenrechte der Österreicher. Klar brauchen die Lobbyisten im Parlament dann schon aus Zeitgründen einen Klubzwang um alles auch schaffen zu können.

Dass dieser korrupte Posterl- und Amterlschacher aber ganz unverschämt auf die unabhängige Justiz ausgeweitet wurde, das hebt doch den Rechtsstaat vollkommen aus, also auch die 2. Republik. Im Prinzip dürfte es über keinen Beamten mit Parteimitgliedschaft oder auch nur einer Parteinähe bei einer unabhängigen Justiz geben!

Dass die ethisch restlos degenerierten Beamten dann aber auch noch ganz offen als Parteibonzen auftreten, das haut den letzten Analytiker um.

Antworten Gast: Eisbär 4711
09.05.2012 12:34
1 0

Re: Es ist zum Kotzen!

Auf den Punkt gebracht -Stimme voll zu

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Re: Es ist zum Kotzen!

stimme vollinhalltlich zu!!

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Re: Es ist zum Kotzen!

Danke für Ihren Beitrag - dem ist nichts hinzu zu fügen!

 
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