Bankomatsprengungen: Begehrte Beute Bargeld

15.05.2012 | 15:53 |   (DiePresse.com)

Heuer gab es bereits 20 Angriffe auf Bankomaten. Die Polizei fordert bessere Absicherungs-Maßnahmen, um den Dieben die Arbeit zu erschweren.

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Dieses Mal hat es in Wien-Brigittenau gekracht. Der vorerst letzte Bankomat-Coup ging Dienstag gegen 4 Uhr in der Früh über die Bühne. Die Täter entkamen unerkannt mit einem von der Polizei nicht genannten Bargeldbetrag. Es war laut Polizeiangaben bereits der 20. Versuch dieses Jahr, einen Bankomaten zu knacken. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen.

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Erst gestern, Montag, wurde ein Bankomat in Wien-Floridsdorf gesprengt. Dieser Coup verlief für die Täter allerdings enttäuschend, denn ein Färbesystem machte die ohnehin geringe Beute zunichte. Bei der heutigen Sprengung dürfte kein Sicherheitssystem aktiviert worden sein.

"Wünschen uns flächendeckende Anwendung"

"Wir von der Polizei wünschen uns eine flächendeckende Anwendung dieser Technik, dann wird - wie in einzelnen anderen europäischen Ländern - diese Kriminalitätsform ausgemerzt sein", so General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts (BK) am Dienstag in einer Aussendung.

Denn die Fälle häuen sich. Heuer sind bereits 20 Angriffe - davon 16 Versuche - auf Geldautomaten in Österreich verübt worden sind. Die Tatzeiten lagen zumeist an Wochenenden zwischen 0.00 und 4.00 Uhr. 2010 gab es 29 Delikte, davon zwölf missglückte Versuche, und 2011 insgesamt 25 Delikte, davon 14 Versuche. Damit gibt es heuer gegen Jahresmitte bereits fast so viele Vorfälle wie im gesamten vergangenen Jahr.

In Summe sind das seit 1. Jänner 2010 insgesamt 74 Angriffe auf Bankomaten. 27 Taten konnten bisher geklärt werden. Im Juni 2011 wurde unter Federführung des Bundeskriminalamts eine Sonderkommission eingerichtet, die sich mit der Bekämpfung dieser Form der Kriminalität beschäftigt. Die insgesamt 16 Kriminalbeamten haben bisher 29 Verdächtige namentlich ausgeforscht und 23 davon festgenommen.

Internationale Zusammenarbeit

Die Ermittler arbeiten eng mit nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zusammen, Angriffe auf Bankomaten stellen laut BK ein europaweites kriminalpolizeiliches Phänomen dar: Derzeit werden laut Europol Frankreich, Spanien und Portugal massiv von Tätergruppen "heimgesucht". Da diese Tätergruppen europaweit agieren, werden sämtliche Tatortspuren (DNA, Fingerabdruckspuren, Werkzeugspuren usw.) und Daten der Täter europaweit abgeklärt. Extra dafür wurde bei Europol ein Kommunikations- und Analysetool, das sogenannte "Operation ATM" errichtet.

Die Täter gehen immer mit roher Gewalt vor: Die Geräte werden aus der Verankerung gerissen, abtransportiert und dann geöffnet oder an Ort und Stelle aufgeschnitten bzw. aufgebrochen, aufgeschweißt oder aufgesprengt. Besonders wichtig seien bei diesen Delikten präventive Maßnahmen durch die Geldautomaten-Aufsteller, wie beispielsweise bauliche Maßnahmen, die ein Herausreißen wesentlich erschweren. Besonders wirksam sei die Vernichtung des Bargeldes durch technische Maßnahmen (Farbbomben oder Ähnliches).

(APA)

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10 Kommentare

Begehrte Beute Bargeld

Ich bin überrascht!
Hatte ich doch geglaubt, dass sich die Bankomatsprenger nur ihre Bankauszüge holen wollten ...

Schengen hilft sprengen.

Hauptsache ein paar EU-Kriegsgewinnler haben niedrigere Transportkosten. Die Bevölkerung kann es ausbaden.

Die Sprengmeister

Haben wenigstens ein Risiko !!
Unsere Politiker nicht einmal das ,die nehmen aber auch gerne Geld vor allem auf Kosten der Steuerzahler.
Wer von den beiden Berufsgruppen ist da ehrlicher unterwegs ????????

Gast: pour le mérite
16.05.2012 00:42
5

bessere Absicherungs-Maßnahmen...

Also, wie wärs zum Beispiel mit Grenzkontrollen?


Re: bessere Absicherungs-Maßnahmen...

"wegen den paar einzelfällen? " antwort der rot/grünen

Gast: bergziege
15.05.2012 22:59
2

Warum sind Bankomaten nicht schon längst abgesichert?

Die Technik dazu ist bekannt. An den Kosten kann es nicht liegen. Wer nichts investiert, wird geplündert und hat erst recht Probleme.

bargeld ist eines der letzten freieheiten, die wir noch haben

in diesem sinne sind solche leute als freiheits-aktivisten zu bezeichnen.

denn den wirklichen gangstern gehoert die bank ...

Gast: SteuernSteuernSteuern
15.05.2012 17:27
1

"Begehrte Beute Bargeld"

Werbung für die Sozialistische Zwangswährung?

Die EU-Werbelinie für offene Grenzen

wird immer eigenartiger.

Die EU-ei


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