Zehn Jahre Section Control: Kein tödlicher Unfall

Im Wiener Kaisermühlentunnel gibt es seit genau zehn Jahren die "Section Control". Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz. In dieser Zeit passierte dort kein einziger tödlicher Verkehrsunfall.

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(c) APA (Helmut Fohringer)

Zehn Jahre Section Control in Österreich: Am 25. Mai 2002 wurde hierzulande mit der streckenweisen Tempoüberwachung an risikoreichen Straßenabschnitten begonnen. Die "Vision Zero" - kein einziger tödlicher Verkehrsunfall - ist im Kaisermühlentunnel mit dieser Maßnahme Wirklichkeit geworden. Das betonten das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und die Polizei am Donnerstag.

Section Control stehe für mehr Verkehrssicherheit in Tunneln, bei Baustellen oder auf unfallträchtigen Freilandstrecken. "Eklatant weniger Tempoübertretungen, weniger Unfälle, weniger Verletzte", so die Bilanz. Seit Einführung der Section-Control-Anlage gibt es kaum mehr gefährliche Überholmanöver im 2,3 Kilometer langen Kaisermühlentunnel, der Verkehr flute harmonisiert.

Die durchschnittliche Anzahl der Unfälle pro Jahr ist seit Einführung der Section Control in diesem Bauwerk um mehr als 50 Prozent, die Zahl der Verletzten um über 60 Prozent zurückgegangen und seit 2002 war kein Todesopfer zu beklagen. Der Rückgang bei den Anzeigen von 45.569 im Jahr 2008 auf 27.159 im Jahr 2011 (sieben 40 Prozent) sei auch Indiz für die gestiegene "Tempomoral".

System unterscheidet zwischen Pkw, Lkw und Bussen

So funktioniert die Technik im Detail: An zwei Kontrollpunkten - am Beginn und am Ende der Risiko-Strecke - wird die Geschwindigkeit des jeweiligen Fahrzeugs gemessen. Auf Basis dieser Daten und mittels exakter Zeitnehmung erfolgt die Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit.

Die Section Control kann zwischen einspurigen Fahrzeugen, Pkw, Lkw und Bussen unterscheiden und die einzelnen Fahrzeugklassen nach ihren jeweiligen aktuellen Tempolimits beurteilen. Bei Überschreitung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit werden Kennzeichen und Tempodaten gespeichert und den Behörden übermittelt.

(APA)

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