Kinderheime: Zweiter Prozess gegen Oberösterreich

Ein ehemaliger Zögling erhebt Missbrauchsvorwürfe und klagt auf 1,1 Mio. Euro. In einem anderen laufenden Verfahren geht es um 1,6 Mio. Euro.

Kindesmissbrauch, Verbrechen, Missbrauch, Straftat, Pr�vention, KindheitFoto: Clemens Fabry
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Kindesmissbrauch, Verbrechen, Missbrauch, Straftat, Pr�vention, KindheitFoto: Clemens Fabry
(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Im Landesgericht Linz startet heute, Freitag, der zweite Millionen-Prozess gegen das Land Oberösterreich als Kinderheimträger. Ein ehemaliger Zögling, der schwere Missbrauchsvorwürfe erhebt, klagt auf 1,1 Mio. Euro. Der heute 44-Jährige berichtet von Prügel, sexuellem Missbrauch, Demütigungen, zu wenig zu Essen und Freiheitsentzug. Die zuständige Opferschutzkommission hat ihm bereits 20.000 Euro zugesprochen. Das Land geht von einer Verjährung aus.

Es ist bereits die zweite Millionenklage gegen das Land Oberösterreich als Heimträger. Ein 65-Jähriger verlangt 1,6 Mio. Euro, weil er nach dem Zweiten Weltkrieg fälschlicherweise als Vollwaise geführt worden war. Er soll zudem ebenfalls missbraucht und misshandelt worden sein. Dieses Verfahren läuft seit März. Es liegt derzeit wegen eines ausständigen Gutachtens auf Eis, eine Fortsetzung wird für Herbst erwartet. Auch hier geht es unter anderem um die Frage der Verjährung.

 

(Ag. )

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