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7 Milliarden Dollar nötig, um Hungerproblem zu lösen

01.06.2012 | 15:16 |   (DiePresse.com)

Strategien zur Bewältigung des weltweiten Hungers gebe es genug, sagen Experten. In der Kritik steht die Kürzung von Hilfsgeldern.

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Zahlen, die die Dramatik der Hunger-Situation weltweit ausdrücken, gibt es genug. Geld, das das Problem lösen könnte, hingegen nicht. Alle 12 Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger oder Unterernährung. Weltweit hungern 925 Millionen Menschen. Das ist die Ausgangslage, die die Caritas in einer Aussendung anlässlich des Kongresses „Zukunft ohne Hunger“ beschreibt.

Es brauche verhältnismäßig nicht einmal viel Geld, um das Problem zu lösen, sagt Thomas Stelzer, Generalsekretär der UNO für Politikkoordination und sozial-ökonomoische Fragen, im Interview mit dem ORF Radio Ö1. Sechs bis sieben Milliarden Dollar würden ausreichen. Die reichen Länder würden zu wenig zahlen. Entwicklungsorganisationen wüssten genau, was zu tun ist, so Stelzer: „Wir haben genug Strategien für alle möglichen Fälle.“

Hungerthema wurde zum Sicherheitsthema

Erst seit dem Jahr 2008 befasse sich die UNO intensiver mit der Thematik. Denn durch die großen Hungerkatastrophen ist das Hungerthema zum Sicherheitsthema geworden. Die UNO entwickelte damals ein Maßnahmenpapier namens „Comprehensive Framework for Action“. Würde man es umsetzen, wäre die Landwirschaft auf eine nachhaltige Entwicklung umgestellt und die weltweite Hungerkrise gelöst, meint Stelzer.

Beim Kongress „Zukunft ohne Hunger“ betonte Kristaline Georgieva, die zuständige EU-Kommissarin, dass für die Europäische Union der Kampf gegen den Hunger an vorderster Stelle stehe: "Allein letztes Jahr hat die Kommission eine halbe Milliarde Euro in die Nahrungsmittelhilfe investiert. Wir werden weiterhin alles unternehmen, um dort zu helfen, wo es am nötigsten ist.“

"Kürzungen nicht durchführen"

Auf nationaler Ebene sorgt, die Kürzung bei der Entwicklungshilfe für Kritik. So appellierten sowohl Kardinal Christoph Schönborn als auch Bundespräsident Heinz Fischer, die geplanten Kürzungen der Bundesregierung bei der internationalen Entwicklungshilfe sein zu lassen. "Hunger ist für uns ein allzu fernes Leid", sagte Schönborn in seiner Rede vor mehreren hundert Zuhörern in der Akademie der Wissenschaften. "Ich bitte, die geplanten Kürzungen nicht durchzuführen." Fischer erinnerte daran, dass auch die Österreicher nach dem Zweiten Weltkrieg hungern mussten und auf Hilfe von außerhalb angewiesen waren. "Das allein sollte schon Grund genug sein, um jetzt nicht wegzuschauen."

"Haben den Hunger satt"

"Wir alle hier haben den Hunger satt", meinte  Caritas-Präsident Franz Küberl. "Wir sind wütend darüber, dass so viele Menschen einen sinnlosen, vermeidbaren Tod sterben müssen. Deshalb hoffe ich, dass von hier ein starkes Signal ausgeht".

Oscar Kardinal Rodriguez, Präsident der Caritas Internationalis, warnte vor einer Eskalation in der Sahelzone: "Wir dürfen nicht warten, bis wir wieder hungernde Kinder im TV zu sehen bekommen". Es handle sich bereits um die dritte Krise in den vergangenen zehn Jahren - "und die heurige Ernte wird nicht ausreichend Nahrung produzieren, das steht jetzt schon fest". Armut sei ein "Skandal", so Rodriguez im Hinblick auf die Ausbeutung von Entwicklungsländern für die Befriedigung luxuriöser Bedürfnisse in den reichen Ländern.

Zukunft ohne Hunger
Der Kongress unter dem oben genannten Titel beschäftigt sich am 1. und 2. Juni in der Aula der Wissenschaften in Wien mit aktuellen Entwicklungen in den Themenbereichen „globaler Hunger“ und „nachhaltige Ernährungssicherung“. Für einige der Vorträge wurden Live-Streams eingerichtet.

(Red.)

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28 Kommentare
 
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Gast: Ohne Ideen & Mut bleibt Geldeinsatz wenig erfolgreich
02.06.2012 20:37
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Ideenreiche Multiplikatoren, aus deren Senfkorn ein wunderschöner Baum gewachsen ist:


http://www.youtube.com/watch?v=WTbkHnSn9_w
Waldaufforstung
http://www.plantwithpurpose.org/history
http://www.abtei-muensterschwarzach.de/ams/mission/projekte/baeume.html

http://franciscanlife.blogspot.co.at/2010/03/celebrating-20-years-of-success-for-pro.html
Pro Mujer

http://www.cristovive.de/karoline/index.php
Karoline Mayer: „Das Geheimnis ist immer die Liebe: Mein Leben“

http://www.amannachi.com/
Tolle Initiative!
http://kaernten.orf.at/news/stories/2524495/

http://www.pih.org/
Tracy Kidder: Mountains Beyond Mountains: The Quest of Dr. Paul Farmer, a Man Who Would Cure the World

http://www.strathmore.edu/
„Opus Dei“-Uni

http://www.flickr.com/photos/beija-flor/collections/72157600000887673/
Children At Risk Foundation – CARF/Gregory J. Smith
http://www.carfweb.net/
http://www.flickr.com/photos/beija-flor/
http://www.flickr.com/photos/beija-flor/sets/72057594058026676/

http://www.rscj.org/node/228
Sister Anne Montgomery
“Civil disobedience is, traditionally, the breaking of a civil law to obey a higher law, sometimes with the hope of changing the unjust civil law. … But we should speak of such actions as divine obedience, rather than civil disobedience. … any law that does not protect and enhance human life is no real law.”

http://www.youtube.com/watch?v=uVXeL2l1eS0
Bischof Erwin Kräutler als Anwalt der Armen=Indios gegen Regenwaldzerstörung durch Riesenstaudamm

http://www.youtube.com/watch?v=3lCPqeEhNWI
Paraguay / genmanipuliertes Soja / Landraub

Gast: "Hunger" ist ein gutes Geschäft
02.06.2012 15:26
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Gegen die professionelle Illusionenerzeugung der NGOs


Lesenwert:

Dambisa Moyo (Harvard-Ökonomin): Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann

William Easterly: Wir retten die Welt zu Tode: Für ein professionelleres Management im Kampf gegen die Armut

Volker Seitz: Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann

Stefan Loipfinger: Die Spendenmafia: Schmutzige Geschäfte mit unserem Mitleid

Positive Beispiele:
http://www.mission-21.org/
Herrnhuter Mission/Moravian Church

Gast: Von der Armutsindustrie der NGOs künstlich geschaffener Teufelskreis
02.06.2012 14:35
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Unter dem Deckmäntelchen "Hungerproblem"

sanieren vor allem die vielen am Markt unbrauchbaren Akademiker von Kasperlstudienrichtungen wie Internationale Entwicklung, Politikwissenschaft, Ethnologie, Afrikanistik u.ä., Kommunikationswissenschaften, Kunsthochschule, Kunstgeschichte, Archäologie, Theologie, Theaterwissenschaften, Pädagogik, Philosophie u.v.a.m. durch den versierten Druck auf die Tränendrüse geldmäßig ihre Privatschatulle und finanzieren mit ausgedehnten schönen kostenlosen quasi-Urlaubsreisen ihre Lebensunterhalt. Das NGO-Geschäft ist eine stetig expandierende Boom-Branche. NGOs gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Alle tun großartig, sind brilliant im Jammern, doch bei der Hungerbeseitigung geht nichts weiter. Im Gegenteil, die angeblich hungernden Wirtschaftsflüchtlinge kommen jetzt in Massen zu uns als teure Migranten, die eigentlich keiner braucht. Die auf das Illusionenerzeugen spezialisierte NGO-Industrie wirkt nämlich vice-versa in beiden Richtungen.

Studien beweisen inzwischen, daß weite Teile der Sahelzone wegen der jahrzehntelang funktionierenden UN-Hilflieferungen lieber erst gar nichts mühsam anbauen, wo sie doch nur gemütlich auf die garantiert kommenden ausländischen Hilfslieferungen zu warten brauchen. Die junge Generation hat schon den beschwerlichen Ackerbau und die Viehzucht verlernt. Alle wollen ein Smartphone und andere Statussymbole. Also bevölkern sie medienwirksam Flüchtlingslager und Slums - und warten - und machen aus Langeweile noch mehr trauriger Kinder. Ein Teufelskreis.

jaja der "westen" und de bösen ex kolonialmächte sind wieder schuld!

aber könnte man etwas konkreter werden!
inwiefern beuten wir diese versager aus?

bumpen wir ihnen das wasser ab, oder essen wir ihre hochwertigen lebensmittel weg?

Meiner meinung nach sind die einzigen die an der hunger situtaion schuld sind die betroffenen länder!
nicht der "klimawandel", nicht der böse westen, nicht die kolonialmächte, nicht die konzerne.

einzig und allein die leute die in den betroffenen ländern leben tragen die schuld für den hunger!

Denn tatsache ist, dass es in afrika super böden gibt, auf denne man unmengen nahrungsmittel anbauen könnte, man macht es aber nicht, weil man entweder keine maschienen hierfür hat, dierse rebellenhorden alles in schutt und asche schießen, oder weil man schlichtweg zu dumm ist dafür sorge zu tragen dass z.b der boden richtig gedüngt wird, richtig bewässert wird und nicht versalzt!

also selbst schuld!

ich halte daher nicht viel vpn direkter entwicklungshilfe, sondern bevorzuge die chinesische methode, der übrigens von diversen internationalen orgamsiationen ein gutes zeugnis ausgestellt wurde.

auch wir sollten wie die chinesen in stabilen rohstoffreichen ländern infrastrutur aus austausch für rohstoffe schaffen, dann löst sich das hungerproblem von ganz allen!

Re: jaja der "westen" und de bösen ex kolonialmächte sind wieder schuld!

soviel Unwissen ist nur schwer zu ertragen.
Das ist in etwa so, als würde ich sagen Brustkrebs ist selbstverschuldet weil ich eine Brust habe.
Empfehle etwas mehr nachzudenken bevor man so einen Unsinn schreibt.

In Demokratien gibt es selten Hungersnöte

Es ist ein Jammer, dass der ehemalige spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos im Juni 2011 nicht zum neuen Generaldirektor der FAO gewählt. Er wollte den Hunger nicht mehr nur verwalten sondern die Personal-und Verwaltungskosten von 70 auf 50 Prozent senken. Darüber hinaus wollte er externe Consultants die weitere 15 Prozent des Budgets kosten zugunsten von echten Projekten zur Eindämmung des Hungers zurückfahren.
Letzlich sind aber die Regime der Entwicklungsländer für den Hunger verantwortlich, denn der indische Nobelpreisträger Sen hat nachgewiesen, dass in demokratisch regierten Ländern mit Pressefreiheit es so gut wie keine Hungersnöte gibt. Es ist zu einfach sich immer nur auf die Hilfsorganisationen zu verlassen.
Die Einnahmen aus Mineralien, Erdöl, Kaffee, Kakao etc. machen träge. Es mangelt in den meisten Ländern in Afrika an politischer Freiheit, die Lage der Frauen ist katastrophal und die Qualität der Bildung desaströs.
Volker Seitz, Autor"Afrika wird armregiert"


Gast: Spekulative Preistreiberei
02.06.2012 08:09
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Hätten die zahlreichen von der Entwicklungshilfe profitierenden NGOs statt reichlich Geld und viel Zeit zum Jammern auch Hirn, Fachwissen, Ideenreichtum & effizienzorientiertes Engagement, so wäre das Hungerproblem längst gelöst

Doch wegen der Ineffizienz der Ressourcenallokation, den hohen Verwaltungskosten der NGOs und der Tatsache, daß an die 40 % (!!) der Finanzmittel durch Korruption verloren gehen (wie unlängst hier zu lesen war), gelangt nur ein verschwindend kleiner Teil der Entwicklungshilfegelder zu den Hilfebedürftigen. Solange diese Mißstände weiterwuchern, ist Entwicklungshilfe hinausgeschmissenes Geld. Die NGOs sollten zuerst einmal ökonomisch Denken und Wirtschaften lernen, statt immer nur noch mehr zu fordern.

Außerdem verfügen die Großverdiener Fischer, Schönborn und Küberl über mehr als genug private Einkünfte, um mit etwas gutem Willen und Einsatzbereitschaft ihr eigenes privates Entwicklungshilfeprojekt zu realisieren, was viele Private mit weit geringeren Einkünften bereits tun.

Die von den NGOs unangetasteten Kernübel dieser Länder sind Korruption, die durch den aufgezwungenen "Fortschritt" (auch durch die Missionen) forcierte Entfremdung von den tradierten Lebensweisen, die klimaverändernde und bödenerodierende Regenwaldrodung für Viehzucht, Monokulturen und Biospriterzeugung (was Ackerflächen zur Nahrungsmittelerzeugung raubt), teure Gensaaten, Insektizide + Düngemittel, Lagerhaltungsprobleme, Giftmüll, Überfischung, Rüstungsausgaben, unnötige Prestigeprojekte, daher nur miserable Gesundheitsversorgung und Bildungsmöglichkeiten, HIV/AIDS, zu viele Kinder, mangelnde Leistungsbereitschaft.

Politischer Druck durch Finanzmittelentzug & ÖkoKapitalismus könnten Wunder wirken!


Gast: Sundance
02.06.2012 06:12
0 1

Wenn man die Helfer killed

Muamar el Gaddafi war mit Abstand der grösste Geldgeber für die Welthungerhilfe,ect.

Und das was man ihm angedichtet hat, war genauso gelogen, wie jetzt in Syrien.

Antworten Gast: strelnikov
02.06.2012 11:40
0 0

Re: Wenn man die Helfer killed

Sundance, danke für Ihren Beitrag. Und würden sich die NGO's dank des guten Geschäftes nicht Gegenseitig im Weg stehen, wäre vielleicht manches anders geworden. Aber Afrika ist der verlorene Kontinent, da nützt alles Geld der Welt nichts, solange die Bevölkerung nicht umdenkt.

Gast: daswars
01.06.2012 22:50
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Wunschdenken

7 Milliarden notwendig, um das Hungerproblem zu loesen!

Frage: fuer wie lange?

wieviel Geld gibt Afrika jährlich für Rüstung aus?

sicher mehr als 10.000.000.000,00€

sagt doch alles ...

Re: wieviel Geld gibt Afrika jährlich für Rüstung aus?

Auch in Uganda klaffen zwischen Worten und Taten immer noch erhebliche Lücken. Die dortige Regierung hat während der Hungerkrise in Ostafrika für 740 Millionen Dollar 6 hochmoderne russische Jagdbomber gekauft. “Die Presse“, zitierte am 26. 07. 2011 ugandische Journalisten, die den Kaufpreis als ‘korruptionsbedingt’ hoch bezeichneten. Außerdem rechneten sie vor, dass “mit der Kaufsumme die 23000 Lehrer Ugandas 15 Jahre lang mit dem für sie landesüblichen Gehalt von 160 US Dollar pro Monat bezahlt werden oder-angesichts der aktuellen Hungerkrise- 1700 Kleinspitäler eingerichtet werden könnten.”
Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"

Antworten Gast: alpenglühen
01.06.2012 20:33
0 0

Re: wieviel Geld gibt Afrika jährlich für Rüstung aus?

Lesen sie Seite 653 im Buch "Leopard" von Jo Nesbo. Damit ist alles realistisch
gesagt.

Gast: gunnarheinsohn
01.06.2012 18:41
2 0

Tja, aber wieviele Kinder werden dann in Somalia oder Äthiopien udn in Gesamtafrika

MEHR Geboren wenn die jetzt besser ernährt werden?

5 Millionen pro Jahr, 15 Millionen oder 20 Millionen?

Jedenfalls scheint es mir so zu
sein, dass es (leider zynisch das geb ich zu) MEHR Hungernde und Notleidende produziert umso mehr Geld und Lebensmittel man in diese Räume schickt.

Also wird das Hungerproblem dann ja noch grösser, wenn die bevölkerungszahl durch Lebensmittelhilfe und medizinische Hilfe weiter ansteigt.

Ma könnte fast sagen:
mit jedem Euro den man nach Afrika spendet, vergrössert man die Not dort, weil die Zahl der Menschen dort (potentiell) grösser wird.

Ich meine, auch die dümmsten Afrikaner werden ja mal mürbe wenn sie selber nix zum beissen haben - veill. überlegen sie es sich dann doch auf 8-10 Kinder zu verzichten; abgesehen davon dass Frauen wenn sie selber hungernd sind wohl nicht soviel Kinder zur Welt bringen können als wenn sie gut genährt sind.

WEnn also über länger Zeit von aussen Lebensmittel und Medizin zugeschossen wird - dann entsteht ja dort ein Anspruchsdenken und die Menschen dort müssen noch weniger Gedanken um ihre zukunft und die Erträglichkeit des Bodens aufwenden.

Zum Essen kriegt man eh, und dann wird die Abhängigkeit noch grösser von Aussenhilfe.

Und vielleicht ist gerade DAS beabsichtigt, wer weiss?

Im Grunde wäre nur Bildung eine Abhilfe, aber von Lese,-Schreibkenntnissen die wohl jeder Afrikaner heute schon hat, bis zu einem hochentwickelten Land wie Iran sind es Welten, und erst ab diesem Niveau sinkt die G-Rate!

Antworten Gast: Su Nuraxi
02.06.2012 02:04
0 0

Re: Tja, aber wieviele Kinder werden dann in Somalia oder Äthiopien udn in Gesamtafrika

ad:"abgesehen davon dass Frauen wenn sie selber hungernd sind wohl nicht soviel Kinder zur Welt bringen können als wenn sie gut genährt sind."
Das ist falsch. Mangelernährung, v.a. Proteinmangel, steigert die weibliche Fruchtbarkeit. Das ist ein "Kunstgriff" der Evolution, mit dem dafür gesorgt wird, dass wenigstens einige überleben und somit die Art erhalten bleibt. (Vielleicht kennen Sie das auch von manchen Pflanzen, die man zum Blühen - also zur Vermehrung - zwingen kann, indem man sie zu wenig gießt.)
Wenn die Leute also ordentlich ernährt sind, dann sinkt die Fruchtbarkeit automatisch.

Gast: E.T.
01.06.2012 17:42
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Aufklärung und Familienplanung

Es wäre dringend notwendig Hilfe in Form von Aufklärung und Familienplanung anzubieten. Es kann doch nicht sein, dass die Frauen ein Kind nach dem anderen bekommen und 90% verhungern, diesen Zuwachs an Menschen in den unterentwickelten Gebieten können wir nicht in den Griff bekommen.

Sollten die Hilfen aus religiösen oder stammesrechtlichen Gründen nicht akzeptiert werden, so sollte es auch keine andere Hilfe geben. Auch kein Geld an korupte Beamte und führenden Familien in diesen Gebieten.

In diesem Zusammenhang - alle Achtung an Ärzte ohne Grenze ! Eine der wenigen vernünftigen Aktionen, die allen nützen und wirklich Leid lindern.


Re: Aufklärung und Familienplanung

Die rasanten Bevölkerungszuwächse werden von vielen autoritären Herrschaftssystemen in Afrika weitgehend ausgeblendet und Entwicklungshilfeorganisationen schweigen Die Bevölkerung in Subsahara-Afrika hat sich seit 1990 fast verdoppelt. Das Sahel-Land Burkina Faso z.B. sollte gut vorankommen, denn es konnte 2011 30 Tonnen Gold exportieren und vom hohen Goldpreis profitieren Der Baumwollpreis ist in den letzten Monaten von 60 auf 150 Euro gestiegen. Also gute Voraussetzungen für den Abbau der Armut. Da jedoch jede Frau in Burkina pro Jahr durchschnittlich 6 Kinder bekommt wird es immer schwerer die Bevölkerung zu ernähren. In dem jährlichen UN Bericht über die menschliche Entwicklung bleibt Burkina auf Rang 181 von 187 aufgeführten Ländern. Negativ schlägt dort der geringe Bildungsstand (70 % der Bevölkerung sind Analphabeten und sind oft nicht beschäftigungsfähig), ein ungenügendes Gesundheitswesen und die unzureichende Nutzung der Potentiale in der Landwirtschaft. Der Präsident von Südafrika, der eigentlich ein Vorbild sein sollte lebt polygam und brüstet sich damit zwanzigfacher Vater zu sein.
Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"

Antworten Antworten Gast: Su Nuraxi
02.06.2012 14:37
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ad:"Da jedoch jede Frau in Burkina pro Jahr durchschnittlich 6 Kinder bekommt ..."

Die Frauen in Burkina Faso kriegen jedes Jahr Sechslinge? (durchschnittlich: Also kriegen manche nur Fünflinge, andere Siebenlinge.)
Pardon, mir ist gerade eingefallen, dass eine Schwangerschaft nur 9 Monate dauert. Also kriegt jede Frau in Burkina Faso pro Geburt im Durchschnitt nur 4,5 Kinder, also durchschnittlich Vierlinge oder Fünflinge, oder manche doch nur Drillinge, dafür andere Sechslinge...
Naja, wie auch immer...

Re: ad:"Da jedoch jede Frau in Burkina pro Jahr durchschnittlich 6 Kinder bekommt ..."

Entschuldigung "pro Jahr" ist natürlich Quatsch. Die Familien haben insgesamt
6 Kinder.(Lebendgeburten)
Volker Seitz

Gast: einsamer wolf
01.06.2012 17:34
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Milliarden

Interessant, dass die gewünschten Summen von Jahr zu Jahr höher werden. Steigt der Verwaltungsaufwand der NGO's so rasant oder ist die Gewinnspanne zu klein?

Antworten Gast: zynisch
01.06.2012 18:05
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Re: Milliarden

was für ein zynischer und unnötiger kommentar. was tun sie um die welt zu verbessern?

Antworten Antworten Gast: einsamer wolf
01.06.2012 19:56
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Re: Re: Milliarden

Ich spende im Inland für die St. Anna Kinderkrebshilfe und auch für den Malteser Hospitaldienst. Da weiss ich nämlich, was mit meinem Geld geschieht. Und ich spende sogar, ohne es von der Steuer abzusetzen! Und für diese Spenden brauche ich keine NGO's. Zufrieden mit mir? Wenn nein, ist es mir nämlich auch egal.

Gast: Relationen
01.06.2012 16:59
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7 Milliarden Dollar nötig, um Hungerproblem zu lösen

Tut mir Leid, soviel kostet nach momentaner Einschätzung schon das gute Geschäft unserer Finanzministerin mit Griechenland.

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Strategien

Wie oft habe ich schon gehört, wie einfach die Bekämpfung des Hungers wäre, wenn nur x Milliarden € dafür da wären, wenn die reichen Staaten nur zahlen würden.
Und dann sieht man die Zahlen, was so an Milliarden in Entwicklungshilfe fließen und fragt sich: wo fließt dieses Geld hin, wenn bei diesen Beträgen der Hunger immer noch existiert? Und: ist die Lösung des Problems vielleicht doch nicht so einfach mit ein paar Milliarden € zu lösen?

Re: Strategien

Schuld daran tragen in erster Linie die Machthaber in verelenden Ländern. Man braucht nur nach Simbabwe, dem früheren Rhodesien schauen. Oder nach Somalia, wo ein Religionskrieg (radikale Islamisten) alles zerstört. Und es gibt noch viele andere Beispiele. Man müsste erst diese superreichen Diktatoren "beseitigen", erst dann könnte eine Linderung für die Bevölkerungen aktiv werden. So lange man aber lieber Waffen liefert und diese Diktatoren noch hofiert, so lange wird diese Tragödie kein Ende finden.

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Re: Re: Strategien

Zweifellos richtig - entsprechend ärgerlich ist, dass die angeblichen Hilfsorganisationen hier wiedereinmal "Ablasszahlungen" nach mittelalterlichem Muster propagieren anstatt die tatsächlichen Probleme anzusprechen.

 
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