Feuerwehren nach Starkregen im Dauereinsatz

13.06.2012 | 09:13 |   (DiePresse.com)

Lokale Unwetter sorgten für zahlreiche Feuerwehreinsätze. In Vorarlberg, Salzburg, Ober- und Niederösterreich gab es teils Rekordregenmengen.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Teils starke Regenfälle haben am Dienstag in Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Die Regenfälle sorgten von Vorarlberg aus im Laufe des Tages für viele Überflutungen.

Die Niederschläge in Vorarlberg erreichten zwischen 9 Uhr und 9.30 Uhr mit 30 Liter je Quadratmeter laut ZAMG Wetterdienst Bregenz eine Intensität, wie sie statistisch gesehen nur alle 20 Jahre vorkommt. Es musste vor allem in Keller und Tiefgaragen eingedrungenes Wasser ausgepumpt werden.

Am Nachmittag ist im westlichen Niederösterreich ein schweres Unwetter niedergegangen. "Feuerwehren sind von einem Einsatz zum nächsten unterwegs", sagte Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos. "Massive Regenmengen" seien niedergegangen. Die FF Ertl im Bezirk Amstetten war selbst ein Opfer der Niederschläge. Im Feuerwehrhaus standen Wasser und Schlamm bis zu einem Meter hoch.

In der Bezirksalarmzentrale seien Hunderte Anrufe eingegangen. Zahlreiche Keller standen unter Wasser. Selbst 500 Kilo schwere Siloballen wurden von den Fluten mitgerissen und trieben im Bruckbach. Auch eine kleine Brücke hielt den Wassermassen nicht stand. Die Feuerwehr musste eine Stromleitung sichern, die eine ganze Siedlung versorgt, so der Sprecher. Am Abend ging dann in den Bezirken Hollabrunn und Zwettl Starkregen nieder.

Hagel mit Schneepflug weggeräumt

In St. Pölten standen Dutzende Keller unter Wasser, in St. Georgen musste sogar der Schneepflug ausfahren, nachdem die Straßen mit 20 Zentimeter Hagel bzw. Schnee bedeckt waren.

Die meisten Niederschläge in Niederösterreich fielen in Rappottenstein im Waldviertel (Bezirk Zwettl), wo in den vergangenen 24 Stunden 60 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden. In Frankenfels im Pielachtal (Bezirk St. Pölten) waren es 50 Liter. Hauptaufgabe der Feuerwehr war der Kampf gegen die Wassermassen, Sturmschäden wie am vergangenen Freitag gab es kaum.

Brände durch Blitzschlag

In Oberösterreich rückten 75 Feuerwehren nach Gewittern aus. Betroffen waren vor allem die Bezirke Urfahr-Umgebung, Freistadt, Steyr-Land und Ried im Innkreis, am Abend auch Grieskirchen. Kleinere Bäche traten über die Ufer, auch Straßen waren überschwemmt oder durch umgerissene Bäume blockiert. Brände wurden teilweise durch Blitzschlag ausgelöst. Personen kamen dabei keine zu Schaden.

In Salzburg zogen die starken Regenfälle nur im Norden über das Land und ließen im Flachgau kleinere Gewässer über die Ufer treten. Acht Feuerwehren rückten zu insgesamt 22 Einsätzen. aus. In Mattsee sind seit Dienstagnachmittag 71 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, in der Landeshauptstadt waren es 52 Liter, sagte Christian Ortner von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg.

 

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

6 Kommentare
Gast: FFW Steinbach a. Z.
13.06.2012 16:38
5

poah, was täten wir ohne Wehrpflicht, da wär kein Katastrophenschutz mehr möglich !!

ACH soooo, das sind die FREIWILLIGEN FEUERWEHREN, die das alles machen ...

ACH sooooo .... dabei erzählt der Herr Doktor Spindelegger immer, dass das ohne Wehrpflicht nicht geht. Der lügt ja !!

Antworten Gast: k.u.k Feldmarschall
13.06.2012 19:13
0

Re: poah, was täten wir ohne Wehrpflicht, da wär kein Katastrophenschutz mehr möglich !!

Und wie rettet die FFW denn das arme Muatterl vom Hochhaus, wenn die Donau übergeht?
Die FFW hat ja gar keine Luftwaffe für den Katastrophenfall!

Gast: Blankensteiner Husar
13.06.2012 13:07
2

Darum ist das Bundesheer unverzichtbar! Weil wir es gegen die Naturkatastrophen brauchen!

Gelobt werden natürlich nur die Feuerwehren.
Aber Hauptlast trägt das Bundesheer. Weil wir auch viel mehr dafür zahlen!

Re: Darum ist das Bundesheer unverzichtbar! Weil wir es gegen die Naturkatastrophen brauchen!

Vorsicht, das verstehen jetzt viele Bundesheer-Fans falsch !

wahre Helden

Ich möchte im Namen aller Betroffenen den unzähligen freiwilligen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatzt herzlichst danken! Ihr seid echte Helden!

Gast: nasowas
13.06.2012 10:23
0

Starkregen

Hoffentlich bekommen wir am Wochenende zum Ausgleich nicht zu viel Heißsonne

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    14:00
    Wien
    24°
    Steiermark
    19°
    Oberösterreich
    19°
    Tirol
    22°
    Salzburg
    21°
    Burgenland
    24°
    Kärnten
    19°
    Vorarlberg
    19°
    Niederösterreich
    22°

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden