Wer mit dem Auto in den Auslandsurlaub reist, sollte sich über Mitführpflichten informieren. Darauf machte der ÖAMTC am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Wien aufmerksam. Die Bestimmungen sind in vielen Ländern unterschiedlich. Wer sich nicht daran hält, muss teilweise mit hohen Strafen rechnen.
In Frankreich ist etwa ab 1. Juli ein Alkoholtestgerät im Auto nötig. Die Alkohol-Einwegtests sind in ganz Frankreich übrigens in Supermärkten, Apotheken und bei Tankstellen erhältlich (Kosten ca. zwei bis fünf Euro). Im Baltikum, in Griechenland und der Türkei ist ein Feuerlöscher Pflicht. In Serbien müssen ein Abschleppseil und der Europäische Unfallbericht ins Auto. In Estland und der Türkei müssen etwa auch zwei Warndreiecke mitgeführt werden.
Für in Slowenien zugelassene Pkw benötigt man ein Ersatzlampenset. Von der slowenischen Exekutive wird das oft auch für ausländische Fahrzeuge verlangt.
Mehr als eine Warnweste empfohlen
In Österreich sind Autofahrer übrigens dazu verpflichtet Pannendreieck, staubdicht verpacktes Verbandszeug zur Wundversorgung und eine Warnweste für den Fahrer mitzuführen. Der ÖAMTC empfiehlt aber außerdem Warnwesten für alle Mitfahrer im Auto zu haben, bzw. auch eine Taschenlampe, einen Feuerlöscher, Decken und eine Rettungskarte. In Nicht-EU-Ländern sollte man generell an die Grüne Versicherungskarte, den Europäischen Unfallbericht und, wenn man noch kein EU-Kennzeichen hat, an das "A"-Pickerl denken.
Unterschiedliche Regelungen
Silvie Bergant von der ÖAMTC-Touristik kritisierte den "Dschungel an Fahrverbotszonen". In Deutschland bestehen in mehr als 50 Städten Umweltzonen, für die Einfahrt wird eine Plakette benötigt. In Italien gibt es in vielen Städten verkehrsberuhigte Zonen ("zona traffico limitato"). Und auch in Dänemark, den Niederlanden, in Großbritannien, Norwegen und Schweden existieren unterschiedliche geregelte Fahrverbotszonen, über die man sich vor Reiseantritt informieren sollte.
Die meisten Beschwerden beim Club kommen übrigens nach Reisen in Italien, sagte Verena Pronebner von den ÖAMTC-Rechtsdiensten. Das liege zum einen daran, dass Italien immer noch das Haupturlaubsziel der Österreicher sei, zum anderen seien aber auch die Methoden der italienischen Behörden mitunter "eigenwillig bis grotesk." Nach einer repräsentativen Studie des Clubs fahren auch heuer wieder 14 Prozent der österreichischen Urlauber nach Italien.
(Red.)
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