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Obersteiermark: Aufräumarbeiten nach Zugentgleisung

18.06.2012 | 11:28 |   (DiePresse.com)

Der Schaden beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro. Ein Teil der Verletzten konnte bereits aus den Krankenhäusern entlassen werden.

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Nach der Zugentgleisung am Sonntagabend auf der obersteirischen Schoberpass-Strecke der ÖBB war nach ganztägigen Reparaturarbeiten am Montagabend zumindest ein Gleis wieder passierbar. Die Wiederherstellung des zweiten Schienenstranges werde allerdings Wochen dauern, so ein ÖBB-Sprecher zur APA. Der Sachschaden ist hoch: Alleine die beschädigten Waggons machen rund zwei Millionen Euro aus, die Reparatur des zweiten Gleises komme auf weit über zwei Millionen, gesamt müsse man mit fünf Millionen Euro rechnen.

Die Arbeiten zur völligen Wiederherstellung der Strecke nach dem Murenabgang bei Trieben dürften Wochen in Anspruch nehmen, da etliche Schwellen durch den Aufprall der entgleisten Waggons gebrochen seien, so die ÖBB. Zudem müsse erst noch entsprechendes Gerät herangeschafft werden, das derzeit auf der Brennerstrecke im Einsatz sei. Der Zugverkehr im Palten-Liesingtal werde in der nächsten Zeit mit wechselseitigen Anhaltungen durchgeführt werden.

Verletzte auf dem Weg der Besserung

Elf Verletzte und enormen Sachschaden hat es bei der Entgleisung gegeben. Montagvormittag lief die Bergung an - vier Waggons und der Steuerwagen mussten mittels schwerem Schienenkran zurück in die Spur gehoben werden. Von den zehn Passagieren, die ins Spital gebracht wurden, wurden vier bereits in häusliche Pflege entlassen, hieß es von den ÖBB.

Ein lokaler Starkregen hatte in St. Lorenzen (Bezirk Liezen) die Mure ausgelöst, die eine Straße und die Schoberpass-Bahnstrecke verschüttete. Der kurz vor 19 Uhr mit rund 140 km/h aus Richtung Salzburg kommende Schnellzug 611 konnte trotz einer Schnellbremsung nicht rechtzeitig angehalten werden. Die City-Shuttle-Garnitur - mit einem Steuerwagen vorne und der Lok hinten - durchquerte die Schlamm- und Geröllmassen, wobei der Steuerwagen und vier Waggons aus den Schienen sprangen und am Gleiskörper weiterschlitterten, "wie bei einem Aquaplaning", so ÖBB-Sprecher Christoph Posch. Glücklicherweise stürzten die mit insgesamt über 200 Fahrgästen besetzten Waggons nicht um.

Bei dem folgenden Bezirksalarm waren u.a. 50 Rettungs- und Notfallsanitäter sowie neun Feuerwehren mit rund 70 Leuten im Einsatz. Die Bergung und Versorgung der Passagiere dauerte Stunden. Elf Personen hatten laut Rotem Kreuz leichte bis mittelschwere Verletzungen erlitten, zehn wurden in die Krankenhäuser von Rottenmann und Kalwang gebracht. Auch ein Kriseninterventionsteam war an Ort und Stelle. Die unverletzt gebliebenen Fahrgäste wurden mit Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr zur Landstraße gebracht, von wo die ÖBB einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einrichtete.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Blankensteiner Husar
18.06.2012 20:27
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Ist halt nichts mehr mit Fahren auf Sicht........

und auch witterungsangepasstes Fahren nimmer.
Ein Wahnsinnsunwetter und man brettert Vollgas dahin.
Was würde man mit einem Autofahrer machen?

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