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Jeder dritte Pilot schläft im Cockpit ein

20.06.2012 | 13:36 |   (DiePresse.com)

Eine Studie der österreichischen Piloten-Vereinigung zeigt Missstände bei der aktuellen Dientszeiten-Regelung auf.

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Ermüdung im Cockpit ist ein reales Problem, zeigt eine aktuelle Studie der österreichischen Piloten-Vereinigung "Austrian Cockpit Association" (ACA). Zwei Drittel aller Piloten fühlten sich an Board hin und wieder zu müde für den Dienst im Cockpit. Ein Drittel aller österreichischen Piloten ist laut der Studie sogar schon einmal im Cockpit eingeschlafen, ohne dass es vorher abgesprochen worden wäre. Der Pilotenverband forderte daher die Politik bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien auf, bei den Dienstzeiten aktiv zu werden.

In der Umfrage unter 422 Piloten zeigt sich, dass Müdigkeit im Cockpit ein großes Problem darstellt. Grund dafür seien unregelmäßige und zu lange Dienstzeiten, so der Piloten-Verband. Die derzeitige "Luftverkehrsbetreiberzeugnis-Verordnung" erlaube eine von der Tageszeit abhängige maximale Flugdienstzeit von 14 Stunden. 44 Prozent der Piloten halten die bestehenden Regeln für ein mittelmäßiges oder schwerer Sicherheitsrisiko. Ermüdung im Dienst (35 Prozent) und zu lange Dienstzeiten (23 Prozent) waren die Top-Antworten bei der Frage nach den größten Problemen mit der aktuellen Regelung. Nur zwölf Prozent der Piloten sehen dabei aktuell keine größeren Probleme.

Die Frage, ob Übermüdung schon einmal der Grund eines sicherheitsgefährdenden Fehlers war, bejahten 23 Prozent der Befragten, erklärte der für die Studie verantwortliche Luftfahrtpsychologe Alois Farthofer.

Enormer Leistungsabfall

Mit zunehmender Müdigkeit treten Symptome und Leistungsabfälle auf, die mit den Effekten von Alkoholisierung vergleichbar sind. Nur unter optimalen Bedingungen mit Dienstbeginn am Vormittag gelten 12 bis 14-Stunden-Dienste als sicher. Laut ACA erhöht sich schon bei einem Flugeinsatz über 13 Stunden das Unfallrisiko um mehr als das Fünffache verglichen mit einer neunstündigen Schicht. Pausen würden das Problem nur teilweise entschärfen. Denn fehlende Schlafmöglichkeiten würden die erforderliche Erholung verhindern.

“Wir erwarten, dass Frau Ministerin (Doris, Anm.) Bures auf EU-Ebene und im Verkehrsministerrat sichere Regeln einfordert. Jetzt zu schweigen, und sich dann auf 'die EU' auszureden, wäre der falsche Weg”, forderte ACA-Vizepräsident Siegfried Lenz mit Blick auf eine geplante EU-weite Regelung. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) soll bis Ende des Jahres einen endgültigen Entwurf für eine EU-weite Neuregelung der Flug-, Dienst-  und Ruhezeiten entwerfen. Die bisherigen Pläne seien aus Sicht von Experten nicht befriedigend. 81 Prozent der österreichischen Piloten erwarten eine weitere Verschlechterung. 44 Prozent halten bereits die bestehenden Regelungen für ein mittelmäßiges oder schweres Sicherheitsrisiko.

Unterschiedlichen Verträge der Piloten mit ihren Airlines innerhalb der EU würden aber zu vermehrtem Druck auf die Piloten führen. “Es darf keinen Wettbewerb auf Kosten der Sicherheit geben – sichere Dienstzeiten müssen für alle Airlines gelten und sind wettbewerbsneutral”, unterstützte Philip von Schöppenthau, Generalsekretär der European Cockpit Association, die Anliegen seiner österreichischen Kollegen.

(Red./APA)

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78 Kommentare
 
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Gast: schläfer 1
21.06.2012 11:35
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p.s.

In Österreich haben 10.000 Personen einen Pilotenschein.
422 davon zu befragen ist nicht gerade repräsentativ, oder ? ;-)

Gast: schläfer1
21.06.2012 11:33
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Schlafen im Cockpit ist ganz normal und erlaubt

Man nennt dies "Napping" und fast jeder Pilot hat dies schon gemacht.
Das hat wohl der Betriebsrat der Tyrolean Herr Lenz vergessen zu erwähnen.
So ists halt nur wieder mal ein Thema in der Presse, um die saure Gurkenzeit zu überbrücken

Antworten Gast: Vielflieger
21.06.2012 12:45
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Re: Schlafen im Cockpit ist ganz normal und erlaubt

ich denke sie haben was verwechselt nämlich die sie können nur den OS Karli (Betriebsrat) meinen!; )

Antworten Gast: HON
21.06.2012 12:33
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Re: Schlafen im Cockpit ist ganz normal und erlaubt

und warum schon wieder ein Seiten hieb auf ihre Kollegen,wenn sie es nicht lassen können,dann verschwinden sie! So einfach ist das,viele Passagiere habe es schon so derartig satt immer wieder dieses Geschimpfe auf ihre VO Kollegen,das man gar nicht mehr mir Euch OS lern fliegen will.
Die sauren Gurken das seid ihr die so wenig Verstand haben,das Eure Aua nicht mehr den Ruf hatte von einst und zwar durch euch selbst.
Bitte Lufthansa übernehmt doch endlich alle Aua Flüge,damit dieser Zirkus ein Ende findet.Stolz auf rot weiß rot kann Östrreich ja eh nicht mehr sein.Dann wenigstens ein rasches Ende .

Re: Re: Schlafen im Cockpit ist ganz normal und erlaubt

tja es ist einfach nur geil, als hon ein Pax (= pain in zu Ass ) zu sein
:-P

Gast: vielflieger
21.06.2012 09:14
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Österreichs Piloten schlagen Alarm!

Österreichs Piloten schlagen Alarm! Jetzt wirds lächerlich die OS Piloten,einer so derart angeschlagenen Firma die es wahrscheinlich durch dieses Personal bald nicht mehr gibt,gehen grad jetzt damit in die Öffentlichkeit.Haben die noch alle 5 Sinne beisammen !Ich denke nicht,denn unser Land macht sich gerade in der Flugbranche lächerlich.Man schämt sich überall wird man darauf angesprochen und es wird sich lustig gemacht Ein enormer Imageschaden lastet auf der Aua,der wird kaum wieder gut zu machen sein.Es wäre am besten die Lufthansa startet alle Langstreckenflüge statt der Aua von Wien aus,sowie zur Zeit nach Dubai.Freundliches gewissenhaftes Personal an Bord und keine verschlafenen Piloten!

Gast: dr. philipp
21.06.2012 07:31
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ohne jede polemik: ein pilot der 14 Stunden fliegt ist mit allem drumm und drann mind 20 stunden wach!!! lustig ist das sicher nicht. auch wenn manche das hier glauben. da bin ich auch als passagier schon geschlaucht und nein, ich bin kein pilot, ich kann mir das nur vorstellen und ich versuche fair zu bleiben....


Re: ohne jede polemik: ein pilot der 14 Stunden fliegt ist mit allem drumm und drann mind 20 stunden wach!!! lustig ist das sicher nicht. auch wenn manche das hier glauben. da bin ich auch als passagier schon geschlaucht und nein, ich bin kein pilot, ich kann mir das nur vorstellen und ich versuche fair zu bleiben....

lustig nicht, aber das kommt in anderen Berufen auch einmal vor. Als Pilot bin ich , glaube ich, auch schon vor Berufsergreifung über unorthodoxe Arbeitszeiten informiert.
Das es sehr anstrengenden und wie sie sagten, teilweise nicht lustig ist, versteht sich von selbst. Aber noch kann man sich ja aussuchen, ob man den Job machen will oder nicht.;-)

Gast: gewagri
21.06.2012 03:30
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lächerliches Gejammere

Es ist keine Frage, daß Piloten einen anspruchsvollen Job machen. Aber das machen auch andere Berufsgruppen. Herzchirurgen, nur zum Beispiel. Die Herren Piloten sollten mal deren Arbeitszeiten ansehen und deren "Regenerationszeiten" mit den Ihren vergleichen! Dann würde ihnen das Gejammere schnell vergehen.

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Re: lächerliches Gejammere

Anspruchsvoller Job? Was die Verantwortung angeht, sicherlich. De Tätigkeit selbst charakterisierte ein Linienpilot einmal so: 99% boredom, 1% utter panic.

Das sind ja wirklch tolle Typen,

diese Piloten. Entweder sie sind schon von Haus aus unfit to fly oder sie sind vom Beobachten der Instrumente während des Autopilot-Fluges so erschöpft, dass sie einschlafen.

Re: Das sind ja wirklch tolle Typen,

ja es ist hart, das Leben als Pilot.

Gast: oTTo
20.06.2012 21:58
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Jeder dritte Pilot schläft im Cockpit ein.......

...bei mir nicht, wenn ich auf die Boardtoilette gehe, dann klopfe ich ganz kurz an die Pilotentüre, um sicher zu gehen, ob eh alles in Ordnung ist und ich gehe oft auf die Toilette, oft auch nur Spielgelschauen, man will ja schön sein, wenn man wo ankommt und damit man ankommt, klopft man hin und wieder an der Pilotentüre;-))

Incident: Air Berlin A332 at Munich on May 5th 2012, tired crew declared PAN

http://avherald.com/h?article=451572e0&opt=0

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Re: Incident: Air Berlin A332 at Munich on May 5th 2012, tired crew declared PAN

Scheint mir komisch:
"15min prior to landing" ... also praktisch schon beim Landen. Da müßte der (ganz logische und normale) Adrenalinausstoß schon jede Schläfrigkeit überwinden. Der Effekt (Zeitgewinn) der Dringlichkeitsmeldung (PAN PAN) kann da ja auch nur mehr minimal sein.
Schlußendlich erfolgte die Landung ja auch nach 15 Minuten (eine Erkältung vergeht mit Medikamenten nach 7 Tagen und ohne nach einer Woche...). Interessant und unerlässlich für eine Meinugsbildung wäre die Darstellung der Piloten..

Die deutschen Militärflieger - und wohl auch die alliierten - hatten für so etwas Pervitin.... (für Blitzgneisser: dieser Satz ist nicht ernst gemeint.)

Re: Re: Incident: Air Berlin A332 at Munich on May 5th 2012, tired crew declared PAN

Vielleicht eine "geheime" Gewerkschaftsaktion :)...

Die Fakten sprechen für sich ...

Man sollte linear Flugzeit und Gage kürzen, damit alle gesteckten Ziele erreicht werden.

Re: Die Fakten sprechen für sich ...

Genau, dann wird alle 2 Stunden zwischengelandet. Viel Spaß beim Hopsen nach Amerika .....

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Hmm ...

... wenn die Piloten gern wie Busfahrer behandelt werden möchten, ist das sicher machbar.

Allerdings würden sie dann halt auch verdienen wie Busfahrer.

Gast: Flugseminar
20.06.2012 18:53
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Diese Studie wurde noch über die Profis gemacht. Die Piloten wurden, als noch von 1000 Bewerbern 10 genommen wurden.


Wie wohl die Studie in 5 Jahren wird? Wenn die fliegen, die nicht so strenge Aufnahmeverfahren über sich ergehen lassen mussten.

Wer glaubt, dass es mit Leuten im Cockpit sicherer wird, die bereit sind um die Hälfte zu fliegen, verglichen mit dem, was große Airlines zahlen - der wird vielleicht noch Überraschungen erleben….

Aber vielleicht rettet dann alle der Autopilot.

Re: Diese Studie wurde noch über die Profis gemacht. Die Piloten wurden, als noch von 1000 Bewerbern 10 genommen wurden.

Sie machen sich offensichtlich gern lächerlich! Es ist Ihnen gelungen!

Ein Beweis,...

...dass Flugreisen langweilig sind.

die AUA-Piloten schon wieder!

am meisten verdienen aber nichts hackeln wollen!

Gast: This is the captain speaking
20.06.2012 17:44
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Gefahrenmoment auf der Langstrecke

in den sechzigern gabs die vierstrahligen, Boeing 707, DC 8
in den 80/90 igern die dreistrahligen DC10, Lockheed Tri Star.
ab ca. 2000 die zweistrahligen, den A330,B767/777.
Also immer weniger Versicherung und Verlaß sich in der Luft halten zu können.Mit nur 2 Triebwerken über den Atlantik das lässt nicht oft ein fades Auge zu.Da heißt es ständig die ganzen Triebwerksparameter im wachen Auge zu behalten.Denn spätestens wenn sich eines (sprich das vorletzte) verabschiedet,spätestens dann ist die Crew putzmunter.

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Re: Gefahrenmoment auf der Langstrecke

... und in den 50ern gab es die Superconnies, die mit der Drahtschlinge (ADF) einen Radiosender anpeilten... und ich habe (ok in den 60ern) gehört, dass die auch nur eine 3mot war...(einer stand fast immer).

Aber jetzt ernsthaft - wäre es so ein Problem, wenn bei Langstreckenflügen (vor allem über See) einer der beiden Piloten zeitweise schläft - und der andere dafür sicher nicht?

PS.: ja ich weiß.... die Superconstellation und vergleichbare hatten zu den Piloten noch einen Bordingenieur und einen Navigator

Re: Gefahrenmoment auf der Langstrecke

ojeh echter insider, nehm an sie haben schon 2,3 und 4 strahlige flieger über den atlantik gesteuert?

 
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