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Verlassene Täler: Wo Österreich ausstirbt

23.06.2012 | 18:03 |  von Norbert Rief (Die Presse)

Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt. Das Bschlabertal in Tirol zählt 120 Einwohner. 2030 werden hier nur noch 83 Menschen wohnen, 48 davon älter als 65 Jahre. Über das langsame Sterben eines Tals.

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Rosi Lechleitner steht ganz oben auf dem steilen Hügel, dort, wo man das Heu nicht mehr mit Maschinen herunterbringt, stützt sich schwer auf den Holzrechen und zeigt hinunter ins Dorf. „Da wohnt eine alte Frau, da wohnt eine Familie, das Haus steht leer, das Haus steht leer, da wohnt ein alter Mann, das steht leer, das steht leer, das steht leer . . .“ Am Ende sind es acht Häuser, die leer stehen. Acht von 17. „In ein paar Jahren“, sagt Rosi, „werden nur noch alte Leut' hier wohnen. Und irgendwann sterben die weg. Dann . . .“ Sie zuckt mit den Schultern, dreht sich um und beginnt wieder, das Heu hinunter ins Tal zu rechen. Sie muss den Satz nicht vollenden. Dann werden 17 von 17 Häusern leer stehen.

Würde Disneyworld eine Welt für ein wildromantisches Alpenmärchen bauen, sie würde wohl aussehen wie das Bschlabertal. Links und rechts ragen Berge hoch hinauf, tief unten im Tal plätschert ein Bach, in der Höhe liegt noch Schnee, auf den Hängen stehen Bauernhäuser aus dem 14., 15. Jahrhundert, gebaut aus dicken Holzbalken, die über die Jahre dunkel und rissig geworden sind. Sehr viel schöner als hier in einem Seitental des Tiroler Lechtals wird Österreich nicht mehr.

Ein Traum für einen ruhigen Urlaub, aber für viele Einheimische ein Albtraum, wenn sie in der einzigen Gemeinde Pfafflar oder ihren Weilern Boden und Bschlabs leben müssen. „Wennst einkaufen gehst, musst zehn Kilometer weit einen Pass hinterunterfahren. Im Winter, wennst ins Kino willst und das Joch gesperrt ist, fahrst a Stund'. Und Arbeit gibts hier keine, da muasst 30 Kilometer weit nach Reutte.“ Das Mädchen, das seinen Namen nicht nennen will, hat in ihrem jungen Leben nur ein Ziel: „I will weg von hier.“

Damit ist sie nicht allein. Viele sind über die Jahrzehnte weggezogen, derzeit leben 120 Menschen in dem etwa neun Kilometer langen Tal, rechnet man die Saisonarbeiter dazu, sind es 131. In Tirol hat sich die Zahl der Einwohner seit 1900 verdreifacht, im Bezirk Reutte fast verdoppelt, im Bschlabertal hat sie sich halbiert. Weil die Jungen wegziehen, bleiben die Kinder aus und das führt zu einer Überalterung. Bernd Huber hat es ausgerechnet: „Im Jahr 2030 werden noch 83 Menschen hier leben. 48 werden älter als 65 Jahre sein, und jünger als 25 werden nur noch acht sein. Und das ist eine optimistische Annahme.“


Vier Kinder in der Schule. Bernd Huber ist Bürgermeister von Pfafflar und hat sich in einer Fallstudie für einen Führungskräftelehrgang mit der „Entsiedlungsproblematik der Seitentalgemeinden“ befasst. Damals war er jung, erst seit wenigen Jahren Bürgermeister – als er vor acht Jahren gewählt wurde, war er gerade einmal 23 Jahre alt – und voller Tatendrang. Mit dem Projekt „mein Pfafflar“ wollte er in vier Arbeitsgruppen das Problem seiner langsam aussterbenden Gemeinde angehen, ein neues Leitbild entwickeln und Ideen finden, wie man das Tal jung und attraktiv halten kann.

Was daraus geworden ist? „Das ist eingeschlafen“, sagt Huber resignierend. Auch aus mangelndem Interesse der Bewohner, vielleicht ist es auch schon zu spät. Ein Grund dafür ist die Straße hinauf in die 1300 Meter hoch gelegene Ortschaft. „Die hat man erst vor 15 Jahren ausgebaut.“ Bevor man die Tunnel und Lawinensperren errichtete, musste die Straße in den strengen Wintermonaten im Bschlabertal immer wieder gesperrt werden. 30, 40 Tage waren keine Seltenheit. „Das akzeptiert kein Arbeitgeber, da musst Urlaub nehmen.“ Oder man fährt mit dem Allrad einfach an der Sperre vorbei und riskiert, unter eine Lawine zu kommen.

Oder man zieht eben den steilen Pass hinunter ins Lechtal. „Viele in meiner Generation“ – Huber ist 31 – „sind in den 1980er-, 1990er-Jahren weggezogen.” Damit fehlen die, die jetzt eine Familie gründen würden. Die Konsequenz sieht man in der Volksschule, die in Bschlabs in einem alten Haus oberhalb des Gasthauses „Zur Gemütlichkeit“ untergebracht ist. Vier Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren, die sich auf drei Klassen aufteilen, sitzen hier in einem Zimmer. Zwei sind von der Lehrerin. Die Zukunft von Pfafflar heißt Marcel, Elias, Lisa und Manuel.

„In zwei Jahren werden sie die Schule zusperren“, sagt Lehrerin Evelyn Friedl. Dann wechseln nämlich die zwei Drittklässler in die Hauptschule hinunter ins Tal und werden dort zu den besten Schülern gehören. Weil „des ist ja wie a Privatschul'“, sagt man in der „Gemütlichkeit“ nicht ohne Stolz. Einer der Vorteile einer kleinen Einwohnerzahl.

Friedl lebt seit 1995 im Bschlabertal. Sie arbeitete in einem Gasthaus in Pfafflar und lernte dort ihren späteren Mann kennen („die meisten Frauen sind nicht von hier“). Aufgewachsen ist sie in Imst, in einer Stadt mit 9500 Einwohnern. Deswegen gefällt es ihr hier auch: „Man kennt sich, ist nicht anonym, alles, was man braucht, ist eine halbe Autostunde entfernt. Ich möcht nirgendwo anders leben.“ In ein paar Jahren wird sich das vielleicht ändern, wenn die 38-Jährige für eine Lehrerstelle irgendwo im Bezirk eingeteilt wird und jeden Tag über den Pass hinunterfahren muss.

Das Ende der Volksschule wird auch das gesellschaftliche Leben von Pfafflar verändern. „Wir haben immer wieder Messen in der Kirche gestaltet, es gibt Faschingsfeiern, Muttertagsfeiern – das wird alles fehlen.“ Das Vereinsleben leidet ohnehin schon unter der schwindenden Einwohnerzahl – 2003 löste man deswegen die Musikkapelle auf – und teilweise unter Streitereien. Denn eine große, liebe Familie sind die 120 Einwohner nicht. „Da gibt's schon Auseinandersetzungen“, berichtet Bürgermeister Huber. „Und wenn dann zwei Familien nimmer miteinander können, dann hast den Krieg in den Vereinen auch, dann geht dort nichts mehr und alles steht still.“ Manchmal rauft man sich wieder zusammen, manchmal auch nicht.

Und auch eine zweite Annahme wird an diesem strahlend schönen Sommertag widerlegt: Nur weil eine Ortschaft klein ist, heißt das nicht, dass es keinen Verkehr gibt. Man muss warten, wenn man die Hauptstraße überqueren will. „Komm an einem Wochenende“, sagt Klaus Perl, „da geht es zu wie auf einer Autobahn.“

Die vielen Kurven in das Tal und über das 1900 Meter hohe Hahntennjoch nach Imst ziehen hunderte Motorradfahrer an. „Der Verkehr ist ein Segen und ein Fluch.“ Für Perl mehr ein Fluch, weil er in einem alten Bauernhaus ohne schalldichte Fenster direkt neben der Straße wohnt. „Aber für die Gemeinde ist das halt wichtig, im Winter ist ja tote Hose bei uns.“ So kommt man doch noch auf eine Nächtigungszahl von etwa 13.000 (in ganz Tirol sind es 43 Millionen).

Früher waren es einmal mehr. „Da hatten wir viele, viele Belgier. Und nach der Wende kamen die ganzen Ostdeutschen“, erzählt Erich Goth, der mit Ehefrau Gabi und Walter Lechleitner die „Bergheimat“ in Boden betreibt. Vor 20 Jahren ist der 67-Jährige mit seiner Frau aus dem deutschen Heilbronn hierher gezogen, „weil uns die Gegend gefallen hat und wir keine Großstadtkinder sind“. Und weil Lechleitner jemanden für seinen Betrieb gesucht hat. Seine Tochter wollte das Unternehmen nicht übernehmen, sie lebt jetzt in Oberösterreich.


Deutsche mieten Bauernhäuser.
Damals blühte der Tourismus, allein in Boden gab es drei Gasthäuser, die „Bergheimat“ mit ihren 23 Zimmern war oft ausgebucht. Jetzt nicht mehr. „Es sind heute halt meist kurzfristige Besucher, die ein, zwei Nächte bleiben, vielleicht einmal eine Woche. Aber länger kaum noch“, sagt Goth.

Wer länger im Bschlabertal bleiben will, der mietet sich ein Haus. 100 Häuser hat die Gemeinde, 40 stehen leer. Und vor allem die alten Bauernhäuser sind bei Deutschen begehrt. Die Jungen wollen nicht darin wohnen, weil die Fenster so klein sind, dass man auch tagsüber das Licht einschalten muss und das Heizen der kalten, kaum isolierten Zimmer enorme Kosten verursacht. Selbst an diesem Sommertag sieht man aus einem Schornstein Rauch aufsteigen.

„An großen Komfort hast nicht. Wennst nur a paar Tag oder Wochen im Jahr da wohnst, geht des aber schon“, sagt Bürgermeister Huber. Vor etlichen Bauernhäusern sieht man dicke Mercedes-SUV mit deutschem Kennzeichen stehen. In Pfafflar sitzt eine Dame einsam unter einem Sonnenschirm und liest. „Es gibt nichts Schöneres, ne“, sagt sie in breitem deutschen Akzent. Die Ruhe und die Einsamkeit und die Abgeschiedenheit. Aber leben – nein, „leben möcht ich hier auf Dauer nicht“.


„Ich bleib auf jeden Fall hier“. „An die 20 Häuser sind an Deutsche vermietet“, erklärt Perl. „Dadurch kann man viele Bauernhäuser erhalten, die sonst verfallen würden.“ Die Miete ist gering, der Mieter verpflichtet sich im Gegenzug zu Instandhaltungsarbeiten. Es sind schließlich kleine Juwele, die bis zurück ins Jahr 1284 gehen, weiß Perl, der einst Jäger im Tal war und jetzt bei der Bezirkshauptmannschaft in Reutte arbeitet („Jeden Tag fahr ich 30 Kilometer in die Arbeit und 30 wieder zurück, knapp 14.000 Kilometer im Jahr“).

Christoph Lechleitner wird es bald ähnlich ergehen. Der 18-Jährige beginnt eine dreieinhalbjährige Mechatronikausbildung in Lechaschau, knapp 30 Kilometer von seinem Heimatort Boden entfernt. Aber hinunterziehen, weggehen aus Boden will er deswegen nicht. „Ich bleib auf jeden Fall hier.“ Nur im Bschlabertal kann er mit seinem Trial-Motorrad relativ ungehindert über Wald und Wiesen fahren, das Tal sei schön, die Freiheit groß und seine Freunde seien alle hier.

Langweilig sei ihm nicht. „Unter der Woche gibt es genug zu tun.“ Da muss er beispielsweise seiner Mutter Rosi beim Heuen helfen oder im Stall. Und am Wochenende „fahren wir Jungen halt gemeinsam irgendwo hin“. Nach Reutte in die Disco oder nach Imst. Fünf bis zehn seien sie immer, der jüngste 16, der älteste 28. Ein, zwei müssten den ganzen Abend auf Bier und Wein verzichten, weil man ja wieder heimfahren müsse. Aber auch das gehe, „wir wechseln uns ab“.

Christoph sitzt lässig auf seinem Trial-Motorrad, ein junger Mensch voller Selbstbewusstsein und Tatendrang. Nein, sagt er noch einmal, „ich bleibe hundertprozentig im Tal“. Nur etwas könnte das verhindern: „Die jungen Madln wollen halt schu' alle weg.“

Das war für Rosi Lechleitner nie eine Frage. „Was hätt i denn unten im Tal tun sollen?“ Als Putzfrau hätte sie arbeiten können, aber das sei nichts für sie. „Ich bin Bäuerin mit Leib und Seele, i will nix anderes tun.“ Auch wenn sie in den letzten 21 Jahren, seit sie als 31-Jährige den Hof von ihrem Vater übernommen hat, „keinen Tag hatte, an dem ich nicht in der Früh und am Abend im Stall gestanden bin“. Ihre drei Brüder und deren Frauen wollten den Hof nicht führen, einer lebt noch hier und hilft mit, die zwei anderen sind weggezogen.

Auch Walter Lechleitner (entfernt verwandt mit Rosi) würde nie wegziehen aus Boden. Er ist hier geboren, aufgewachsen und spricht mit seinen 81 Jahren mit Leidenschaft und Optimismus über „das wunderbare Leben“ im Bschlabertal. Sogar ein Buch hat er darüber geschrieben. In „Das verschworene Tal“ schildert er das Leben vor 500 Jahren, das Buch sei auch „a bissl pikant, sonst liest's ja keiner“. 24,80 Euro kostet es im Ehrenberg-Verlag, zuzüglich Versandkosten.

Man solle das Tal nicht totreden, meint Lechleitner. In den vergangenen Jahren seien in Boden beispielsweise mehr Menschen neu hergezogen als gestorben und weggezogen. Gut, es seien vor allem ältere gewesen, die jüngste Bewohnerin ist zwölf Jahre, aber man halte die Zahl der Einwohner recht konstant. „Der Fehler war, dass man nicht oder viel zu spät in die Infrastruktur investiert hat. Deswegen sind einige gegangen.“ Aber das werde sich ändern, wenn die Menschen wieder die Schönheit der Natur entdecken.

Auch Bürgermeister Bernd Huber hat einen Traum. Er träumt von Glasfaserkabeln. Die Gemeinde hat er gemeinsam mit einem Partner vor einigen Jahren mit WLAN, mit kabellosem Internet, ausgestattet. Aber das sei nicht schnell genug. „Wenn wir ein Glasfaserkabel hätten, könnte das neue Arbeitsplätze schaffen.“ Für einen Radiologen beispielsweise, der sich hier in der Natur die Röntgenbilder anschauen kann und nicht in einer Stadt sitzen muss; oder für einen Programmierer. „Es gäbe schon Möglichkeiten mit so einem Glasfaserkabel.“ Aber wer soll das finanzieren?


Sentimentales Bschlaberlied. Über dem Tal geht langsam die Sonne unter. In der „Gemütlichkeit“ treffen sich ein paar Einheimische auf ein schnelles Bier, bevor es nach dem Arbeitstag in Reutte oder im Lechtal nach Hause geht. Hier hatte vor vielen Jahren das Bschlaberlied Premiere: „Es gibt an stillen Fleck im schönen Tirol, das ist das Bschlabertal, da fühlt man sich wohl. Dort wo der Kuckuck ruft und wo der Gamsbock springt, ja dort ist Bschlabs, ganz von Bergen umringt.“

Geschrieben hat das Lied Gerhard Hackenbuchner. Er war Deutscher und hat in den 1970er-Jahren einmal Urlaub in Pfafflar gemacht. Gelebt hat er im Bschlabertal nie.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.06.2012)

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109 Kommentare

Re: Re: Re: Re: ...

Studieren bzw. Ausbildung finde ich generell schon wichtig und Arbeit braucht man halt auch.

Aber selbst dafür muss man nicht in der Stadt wohnen - mache ich auch nicht. Ich pendle halt in die Stadt hinein. Es ist zwar manchmal mühsam, aber mir ist es jede Minute des Öffifahrens wert. Denn wenn ich nach Hause komme, sehe ich vor dem Fenster Wiese und Wald und höre nur Vögel und andere Wildtiere und nur hin und wieder mal ein Auto oder ein Flugzeug.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Grüner Kacktus?
24.06.2012 18:45
4 0

Re: Re: Re: Re: Re: ...

Na, wir verstehen uns ja.

Nur bei einem Punkt nicht: Ausbildung muss nicht studieren sein. Es wird einem nur Tag und Nacht eingeredet. Andere Poster habens ja schon beschrieben, wie schwierig es für Sie ist einen vernünftigen Handwerker zu finden.

Ich bin ja auch keiner, habe aber zumindest eine technische Ausbildung.

Sieh mal nach Übersee oder in die PIIGS Länder, wie es da den Studenten geht...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: ...

Da haben Sie schon Recht - Ausbildung muss nicht studieren sein. Der Punkt ist aber, dass man auch für eine Lehre meist pendeln muss, weil es in und um Städten herum einfach mehr Auswahl gibt.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ...

Ja leider richtig. Geht aber einher mit dem zuvor geposteten. Ein Teufelskreis welcher auch mit der Pro Kopf Steuerumverteilung zusammenhängt, wovon die Städte massivst profitieren und die kleinen Ortschaften bluten müssen.

nicht nur in Tirol

auch im Wein- und Waldviertel gibt es viele strukturschwache Gebiete, wo es keinen Greißler, kein Wirtshaus mehr gibt, wo es im Jahr NULL Geburten gibt und die Bevölkerung wegstirbt / überaltet ist,

Re: nicht nur in Tirol

Im Waldviertel ist es ein Problem der mangeldnden Infrastruktur.
Ein schweres Versäumnis der Politik! Solange die Menschen auch dort Ihre Steuern zahlen hätten Sie das Recht auch vom Staat oder dem Land dementsprechend bedient zu werden. Der Wunsch nach Verbleib in der angestammten Heimat wäre sehr groß!

Re: Re: nicht nur in Tirol

tja im waldviertel haben sie die landesglatze erwin den präpotenten als großfürsten, und der schiebt liebr dem fäkalkünstler nitsch orden und geld in den hintern als das er die infrastruktur im entferntesten waldviertel ausbauen läßt. ist halt auch medial nicht so interessant wie ein blitzlichgewitter wenn man dem prof nitsch hermann mit huldigungen überhäuft.

0 0

Re: nicht nur in Tirol

Burgenland hält da teilweise auch mit.

Gast: wien 10
24.06.2012 11:08
11 0

Dörfer sterben ,

nicht nur in Tirol , sondern auch in Südburgenland.
Da stellt man die Nebenbahn ein , die Jüngeren wandern ab , da sie keine Arbeit finden .
Älter Menschen bleiben sich selbst überlassen . Auch der Staat verabschiedet sich und überläst das Feld privaten um diese zu Pflegen !

Antworten Gast: Saiffenstayn
24.06.2012 13:21
0 6

Re: Dörfer sterben ???

ja auch im WILDEN WESTEN starben Dörfer und wurden irgendwo neue gebaut !

das jamernde Vergangenheitsbejubeln und diese Dorf- und Heimatromantik sind eher peinlich und wirklichkeitsfremd,
wer will den so leben ??
wie die alten Bergbauern damals ??

die neue Zeit hat neue Formen !!
und das ist GUT SO !

Antworten Antworten Gast: Grüner Kacktus?
24.06.2012 15:18
3 0

Re: Re: Dörfer sterben ???

Ja genau! Wer will denn noch richtig arbeiten und produktiv sein wie damals? Können ja eh die Ostländer die Drecksarbeit machen. Wir sitzen lieber in den Büros und werden von Stadt oder Land fürs dummschwafeln und anderen leuten auf die Eier gehen bezahlt.

Backlash komme! Besser Heute als Morgen.

Gast: vor dem arlberg
24.06.2012 10:46
13 3

Hahntennjoch

Wunderschöne Ausflugsstrecke. Nur leider, wie schon überall, zuviele Motorradfahrer. Die Landplage des 21. JH. Undiszipliniert, rotzfrech.
Für Motorräder sollte der Sprit 30 Eur kosten.

Antworten Gast: hannking
24.06.2012 17:22
1 2

Re: Hahntennjoch

ich fahr immer vollgas - und wenn er für motorreder 30 EUR kostet, dann kann ich mir das noch immer leisten!!!
Also ruhig bleiben und mit dem Mopedauto daheim bleiben!!!

Re: Hahntennjoch

Du fährst ja nur Auto, weil du dich auf zwei Rädern nicht aufrecht halten kannst.

1 6

Re: Hahntennjoch

... und ihnen gehört der Strompreis auf 30euro gesetzt.

Antworten Antworten Gast: vor dem arlberg
24.06.2012 18:24
1 0

Re: Re: Hahntennjoch

Auch pro Liter ? Dann soll's mich nicht stören.

5 10

Re: Hahntennjoch

Autos dürfen aber unbegrenzt überall hin oder wie? immer sind die anderen eine landplage, nur selbst ist man natürlich ausgenommen. eklige Einstellung ......

Antworten Antworten Gast: bärle
24.06.2012 18:26
2 1

Re: Re: Hahntennjoch

Na ja, die Frigiden setzen sich halt auf's Motorrad oder auf ein Pferd.

Gast: irgendein_Gastname
24.06.2012 10:38
7 0

Die Entwicklung

in Österreich hinkt immer etwas hinterher, warum auch immer.

Jedenfalls zieht es die "arbeitende" Schicht Richtung Stadt, und jene, die das Geld schon haben, (wieder) raus aufs Land.

Wollen wir hoffen, dass Österreich nicht auch irgendwann zu einem Stadtmoloch verkommt.

Re: Die Entwicklung

hat der Durnwalder in Südtirol dank kluger Regionalförderungen verhindern können.

Gast: Grüner Kacktus?
24.06.2012 10:10
14 3

Da hat

die sozialistische Politik der Schmarotzerei, Umverteilung und Verdummung ganze Arbeit geleistet.

Umverteilung von Kleinbauern zu Groagrariern; Förderung zum Studium von Dummschwafelwissenschaften anstatt produktiver Arbeiten; etc.

Aber der Umkehrsturz wird kommen, dann werden die Städter wieder zu Hauf aufs Land flüchten, damit sie überhaupt was zu essen haben.

Recht geschiehts ihnen.

0 0

Re: Da hat

Nur da werden sie dann sehen ,dass auch der Landwirt schon lange abhängig ist vom Supermarkt !!!!!!
Ein Großteil kann heute nicht einmal mehr Brot selber machen geschweige was anderes.
Wie werden Lebensmittel haltbar gemacht damit sie ohne Kühlung nicht verderben ect.

Ihrer Kritik an Schmotzerei will ich gar nicht dagegen sprechen

weil sie mir damit aus der Seele sprechen!
Aber um beim Thema zu bleiben - es gibt in Österreich wohl keinen zweiten Arbeitsplatz der mehr an Subventionen und Fördermittel verschlingt als der des Kleinbauern! Hätte man nur jeden Industriearbeitsplatz mit diesen Summen gefördert - viele zugesperrte Fabriken würde es noch geben. Und was die Bauern mit der Stadtbevölkerung gemacht haben die nach dem Krieg Unsummen für einen Liter Milch bezahlt haben ist sicher hinlänglich bekannt. Wenn wieder so eine Krise kommt werden sich die Bauern bei den Städtern wohl erkenntlich zeigen dafür dass sie heute mit deren Steuergeldern erhalten werden - oder irre ich mich da?

Antworten Antworten Gast: kreszentia (oder so)
24.06.2012 19:33
0 0

Re: Ihrer Kritik an Schmotzerei will ich gar nicht dagegen sprechen

... Und was die Bauern mit der Stadtbevölkerung gemacht haben die nach dem Krieg Unsummen für einen Liter Milch bezahlt haben ist sicher hinlänglich bekannt.

Genau! Im Kuhstall meines Großvaters haben die Kühe schon gar keinen Platz mehr gehabt vor lauter Klavieren ... die wenigen verbliebenen Kühe konnten dank günstigen Klavierunterrichts auch wunderbar Klavier spielen. Und von den vielen goldenen Uhren werden noch meine Urenkel in Saus und Braus leben können.

Antworten Antworten Gast: Grüner Kacktus?
24.06.2012 15:27
1 0

Re: Ihrer Kritik an Schmotzerei will ich gar nicht dagegen sprechen

Gegenfrage: Ist der Bauer schuld, dass durch Großhandel und Großmärkte (Aldi, Lidl, Rewe, ...) die Preise soweit gedrückt wurden, dass mit seinem Einkommen kein Auskommen mehr ist?

Die beste Förderung ist jene, welche man nicht braucht.

Analog:

Der beste Politiker ist jener, der nichts zu bestimmen hat.

Antworten Gast: xyz ist nett
24.06.2012 13:16
2 1

Re: Da hat

selten so einen mist gelesen. auch ich habe ein (wirtschafts)studium (stamme aus einer arbeiterfamilie). mein lieber kacktus, arbeiten sie auch 55 stunden die woche und oft am wochenende?
sie prangern die umverteilung an? die sogenannten kleinbauern könnten ohne förderungen gar nicht überleben. die produktivität passt einfach nicht. "ahnungsloser, zuerst denken, dann sprechen (bzw. posten)"

Antworten Antworten Gast: Grüner Kacktus?
24.06.2012 15:24
1 1

Re: Re: Da hat

tja, dann war das Studium wahrlich für die Katz, wenn Sie noch immer nicht das Hirnschmalz haben zu erkenn, dass von der sozialistischen Umverteilung hauptsächlich jene profitieren, dies eh schon haben.

Dann schauen Sie sich mal an, wer die meisten Agrarförderungen einstreift.

Wir brauchen keine Förderungen nur faire Preise damit die Bauern von Ihrer Leistung leben können. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Berufssparten.

Ein freier Markt garantiert dies, weil die großen nie ohne den Einfluss der Politik so groß werden.

Soll ich Ihnen gratulieren, dass Sie ein Studium von auswendiglernen und nachschwafeln geschafft haben?

Lesen Sie lieber ein paar auklärende Bücher und fangen selbst zu denken an.

Antworten Antworten Antworten Gast: xyz ist nett
24.06.2012 18:48
0 1

Re: Re: Re: Da hat

klar, freier markt, fairer preis....wenn sie bereit sind für das kilo tomaten 10 euro zu zahlen, dann geht ihre rechnung eventuell auf.

....dann empfehlen sie mir mal ein paar aufklärende bücher....

Re: Re: Re: Re: Da hat

Sehen Sie, dass ist ja das Problem, was ist denn die Währung von 10€ überhaupt Wert? Der Euro ist ein inflationäres Tauschmittel, weil er durch nichts gedeckt ist - im freien Markt, in welchem die Leute entscheiden welche Waren Sie tauschen bzw. mit welchem Geld sie sich bezahlen lassen wollen, nimmt doch kein Depp den Euro.

Sie wollen Büchertipps:
(Natürlich alle selbst gelesen)

zum Thema Geld und Wirtschaft:
G. Griffin "Die Kreatur von Jekyll Island"
M. Rothbard: "Das Schein-Geldsystem"
R. Baader: "Geld, Gold und Gottspieler"

Gast: Xenzia
24.06.2012 10:05
6 0

Schwachsinn!

Auf einen sterbenden Ort kommen 50 Gewerbehallen in der grünen Landschaft. Der Artikel gibt einen falschen Eindruck. Fakt ist: Österreich leidet unter einem massiven Bevölkerungswachstum: 1985: 7,5 Millionen Einwohner; 2012: 8,5 Millionen Einwohner. Pro Tag werden in Österreich 15 ha Naturlandschaft zubetoniert. In einem ökologischen Gleichgewicht gehört Sterben dazu. Österreich braucht daher auch nicht mehr Arbeitsplätze, sondern Vollbeschäftigung (die es bereits gibt). Ein Bevölkerungsgleichgewicht ist der beste Naturschutz!

Gast: ZARA
24.06.2012 10:02
4 22

Es gibt genug Menschen in Ost - und Zentralanatolien, Hochäthiopien, Kenis etc., die gerne bereit wären dorthin zu ziehen und ihren Brotwerwerb zu errichten!

Man muss sie nur hereinlassen und unsere Landschaften blühen weiter!
Aber ewiggestrige Idioten wollen das alles vergammeln lassen! Eh schon wissen wer!
Das sind alles Antipatrioten, damit Ihrs gleich wißts!

2 0

Re: Es gibt genug Menschen in Ost - und Zentralanatolien, Hochäthiopien, Kenis etc., die gerne bereit wären dorthin zu ziehen und ihren Brotwerwerb zu errichten!

Sie können ja mit einem Beispiel voran gehen,nehmen sie doch bei ihnen zu Hause einen dieser Menschen auf !!
Oder reicht die Sozialhilfe nicht dafür aus????

Antworten Gast: Lingus
24.06.2012 14:10
2 0

Re: Es gibt genug Menschen in Ost - und Zentralanatolien, Hochäthiopien, Kenis etc., die gerne bereit wären dorthin zu ziehen und ihren Brotwerwerb zu errichten!

Leut wie sollten das Wort Patriot meiden.

Antworten Gast: Get
24.06.2012 13:00
7 2

Re: Es gibt genug Menschen in Ost - und Zentralanatolien, Hochäthiopien, Kenis etc., die gerne bereit wären dorthin zu ziehen und ihren Brotwerwerb zu errichten!

Die würden dort wie in ihrem Herkunftsland verhungern.
Arbeitsunwillig und ohne Sozialhilfe mit Supermarkt lebst in den Bergtälern nämlich auch nicht lange...

Antworten Gast: Hunter
24.06.2012 12:47
11 2

Re: Es gibt genug Menschen in Ost - und Zentralanatolien, Hochäthiopien, Kenis etc., die gerne bereit wären dorthin zu ziehen und ihren Brotwerwerb zu errichten!

Wir sind tolerant und akzeptieren auch Postings aus der Geschlossenen.

9 13

Eine völlig normale Entwicklung - ich seh darin keine Tragödie!

Diese Seitentäler lebten einmal von ihren Mini-Landwirtschaften. Die "Herrenbauern" führten ein nach damaligen Verhältnissen angenehmes Leben indem sie ihre Mägde und Knechte ausgebeutet haben. Für Kost und Qartier haben die 70 Stunden und mehr in der Woche gearbeitet, natürlich ohne Urlaub. Das funktioniert heute nicht mehr, deshalb sterben diese Täler auch aus. Ich bin auch absolut dagegen, dass in derartige Regionen Steuermittel gepumpt werden um sie am Leben zu erhalten. Wenn diese Täler kostendeckend über den Tourismus erhalten werden können, okay - wenn nicht machts auch nichts.

Re: Eine völlig normale Entwicklung - ich seh darin keine Tragödie!

und du findest es wahrscheinlich auch wahnsinnig schön in einer betonburg in wien oder einer anderen großstadt zu hausen.

Antworten Antworten Gast: xyz ist nett
24.06.2012 13:24
0 0

lieber naturlandschaft als kulturlandschaft

es zwingt sie ja keiner in eine stadt zu ziehen. sie können ja in einem seitental wohnen bleiben, aber warum soll die allgemeinheit dafür zahlen? wenn es in diesen tälern so super wäre, dann würden mehr leute und betriebe hinziehen.
hinsichtlich betonburg: sie glauben es ist also besser wenn auf jedem berg ein einzelnes haus steht, alles zersiedelt ist und überall hin eine stromleitung und kanalanschlüsse etc. gebaut werden müssen.


Absolut nicht - auch ich lebe am Land!

Es gibt schließlich auch noch Wohngegenden die eine Größe zwischen einer Millionenstadt und einem 120 Einwohner-Dorf haben. Ich bin nur dagegen dass man mit Steuergeldern krampfhaft eine Infrastruktur aufrecht hält die von den Bewohnern dieser Gegend niemals finanziert werden kann. So wie ich prinzpiell gegen jede Art von Förderung bin!

Gast: Das Leben ist kein Ponyhof
24.06.2012 08:40
4 3

Die Flicks haben eh keine Freude mit Nachbarn im Umkreis von 20 Kilometer!

Könnens dann alles aufkaufen, einen Zaun rum machen und lustig auf Viecher ballern!
Wie in der Steiermark

8 2

...nicht nur in Tirol...

...im Waldviertel bekommst nicht einmal mehr einen tüchtigen Pfuscher... der ist längst in Wien - nicht in St. Pölten!

Antworten Gast: sdafsfd
24.06.2012 11:21
3 0

Re: ...nicht nur in Tirol...

In Wien sind die Pfuscher aber aus Polen, Ungarn und der Tschechien. Also wo sind die Waldviertler Pfuscher wirklich hin?

0 0

Re: Re: ...nicht nur in Tirol...

...kaum im Nationalrat, auch da hat man die Waldviertler nicht mehr als geeignet eingeschätzt - zum Glück gab's den Herrn Stummvoll - als "Wahlwaldviertler" (nomen es omen)

Gast: Leser
24.06.2012 08:16
20 11

Einfache Lösung!

Eine Moschee bauen!
Dann kommen die Sozialhilfe Bezieher von ganz alleine!
Problem gelöst!

Gast: H Mann
24.06.2012 07:58
21 6

Ein Kebab Standl zulassen

Und in einem Jahr wurlt es im Dorf nur so von verhüllten Neo Österreichern.

Gast: Hunter
24.06.2012 07:44
19 7

Macht das Ganze zu einer rotgrünen Gemeinde!

Dann werdens zugeschüttet mit Multikultis und Asylanten - noch eine Moschee gebaut und die Sozialhilfe ausgeschüttet und schon gibts wieder mehr Leute.....
Wenn wer das will....

0 2

Re: Macht das Ganze zu einer rotgrünen Gemeinde!

sie sollten einen Arzt aufsuchen

Antworten Antworten Gast: Hunter
24.06.2012 13:54
3 0

Re: Re: Macht das Ganze zu einer rotgrünen Gemeinde!

Nicht seine eigenen Bedürfnisse auf andere projezieren Guti.

Das wär' doch was für die TIWAG...

... nachdem sich der Optionenbericht der TIWAG als "Papierverschwendung" heraus gestellt hat, wäre dieses Tal doch eine "passende" Gelegenheit neue Kraftwerkspläne zu schmieden...^^

Geht schon Herr Wallnöfer, da bauen wir jetzt ein "wunderschönes" Kraftwerk hin!

**** Satiere - Ende ****

Anmerkung der Leserin:
Interessant, dass - fast auf den Tag genau - letztes Jahr ein Artikel über das Bschlabertal in "Der Zeit" erschienen ist...

http://www.zeit.de/2011/31/A-Bschlabertal

Re: Das wär' doch was für die TIWAG...

Ich mag Tiere sehr gerne. Können Sie mir sagen, wo diese Satiere in freier Wildbahn anzutreffen sind?

10 1

macht ja nix

Macht ja nix. Dann bleibt wenigstens ein bisserl mehr Natur für die Natur. Unser Land is eh schon zu viel zersiedelt. Es muss ja wirklich nicht jedes kleinste Tal bewohnt werden.

Das Hochwasser auf Twitter