Inzest-Fall: Josef F. nach Wien-Mittersteig überstellt
Die Wiener Vollzugsdirektion entscheidet nach Vorliegen des schriftlichen Gutachtens, in welche Anstalt F. verlegt wird. Der 73-Jährige hatte seine Tochter jahrzehnte lang in ein Kellerverließ gesperrt und sie missbraucht.
Josef F.: Allmachts-Fantasien und große Erschütterung
Der fast 74 Jahre alte Josef F. führte in Amstetten 24 Jahre lang ein Doppelleben. Die psychiatrische Gutachterin empfiehlt die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.
Amstetten: "Damit müssen wir leben"
Das Thema Josef F. kommt in Amstetten nur am Rande vor. Sorge bereitet den Einwohnern der anhaltende Medienansturm. Der Bürgermeister hofft dennoch auf Ruhe.
Verteidiger: Babytod war kein Mord
Josef F.'s Anwalt Rudolf Mayer bestätigt in seinem Schlusswort, dass die Tocher des Angeklagten am Dienstag im Gerichtssaal war.
Josef F. gesteht auch Mord und Sklaverei
"Ich hätte etwas tun müssen": Der Angeklagte im Amstettner Inzest-Prozess legt ein volles Geständnis ab. Ihm droht lebenslange Haft.
Gutachterin über Josef F.: "Emotionaler Analphabet"
Die Sachverständige Heidi Kastner attestierte Josef F. eine umfassende schwere Störung. Er sei Vulkan, unter dessen Oberfläche Machtsucht brodelt. Er selbst spreche von einer "bösartigen Seite".
Keller als Todesfalle: Gutachten belastet Josef F.
Dilettantisch verlegte Stromkabel und eine Panzertür, die sich nicht von innen öffnen ließ: Das Kellerverlies stellte eine Gefahr für die Bewohner dar, zeigt das elektro-mechanische Gutachten.
Immer wieder: Die Nazivergangenheit
Österreich ist in den USA wieder Tages-Gesprächsthema. CNN, ABC News, MSNBC, selbst lokale TV-Sender wie NY1 und nahezu sämtliche Zeitungen ¿ sie alle berichten über die Verhandlung, die Gefangenschaft, den Inzest.
Psychiater Haller: "F.'s Geständnis nicht überraschend"
Die Video-Aussagen seiner Tochter und das Gutachten zum Tod des Neugeborenen hätten zum Zusammenbruch der "Mauer" von Josef F. geführt, sagt der Psychiater Reinhard Haller.
Josef F. nach Stein überstellt: „Er will arbeiten“
In eine Einzelzelle des Gefängnisses Krems-Stein wurde Josef F. überstellt. Erste psychologische Test ergaben keine Anzeichen auf suizidale Tendenzen.
Inzestfall Amstetten: Wohin mit Josef F.?
Der Verurteilte Josef F. will ins Gefängnis Garsten (OÖ), um offenbar seiner Familie nahe zu sein. Die ist aber dagegen und meidet den Kontakt zu ihm.
Strafvollzug: Schwierige Suche nach Gefängnis für Josef F.
Angehörige von F. protestierten gegen Anstalt Garsten. Stein oder Graz-Karlau sind nun in engerer Wahl.
Inzest-Fall: Anzeige gegen Ehefrau und Sohn von Josef F.
Ein deutscher Anwalt hat Ehefrau und den ältesten Sohn von Josef F. wegen Mitwisserschaft im Inzest-Fall angezeigt.
Lebenslang für Josef F.: Ein – fast zu – klarer Fall
Bei genauer Betrachtung erweist sich das Urteil als problematisch: Der Mord war vom Geständnis nicht umfasst.
21.03.2009
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Jede Gesellschaft hat ihre Monster
Warum reden die Menschen vom „Monster“ F.? Sind Psychopathen für ihre Taten verantwortlich oder einfach biologisch auf Untaten programmiert – und wie geht man dann mit ihnen um? Rechtsphilosoph Peter Strasser, der über „Verbrechermenschen“ geforscht und geschrieben hat: Ohne die Idee des freien Willens stirbt die menschliche Gesellschaft.
Kommt Josef F. in herkömmliches Gefängnis?
Die für Josef F. vorgesehene Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher in Wien ist voll. F. wird nach dem Urteil "engmaschiger" überwacht.
Lebenslang: „Auch der schlimmste Verbrecher ist ein Mensch“
Eine Entlassung dürfe man nie ausschließen, meint Rechtsphilosoph Luf. Aber wie gerecht ist das Recht eigentlich?
Lebenslänglich: Josef F. akzeptiert
Das Gericht hat den 73-Jährigen des Mordes, der Sklaverei, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung, schweren Nötigung und Blutschande schuldig befunden.
Inzest-Prozess ab Mittwoch öffentlich, Urteil am Donnerstag
Der Angeklagte wurde am zweiten Prozesstag mit den Angaben seiner Tochter konfrontiert. Das Urteil wird für Donnerstag erwartet.
Aufregung um "Bevorzugung" des ORF
Auch am zweiten Tag scheiterten ORF-Reporter beim Versuch, Josef F. eine Aussage zu entlocken. Laut Gericht waren nur Kameras, keine Mikros erlaubt.
Justizanstalt: Keine neuen Drohungen gegen Josef F.
Nach einem Drohbrief vor einem Jahr habe es keine Drohung mehr gegeben, heißt es aus dem Gefängnis St. Pölten.

St. PöltenVor dem Gericht: Aktionisten und Selbstdarsteller
Prozess-Zitate"Offenbar empfindet F. die Strafe als gerecht"
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