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"Rauchfreie Gastronomie wird verhindert"

03.10.2008 | 11:25 |   (DiePresse.com)

Durch die Rücknahme des Rauchverbots bei "Wein & Co" sehen sich die Lungenfachärzte in ihrer Kritik bestätigt. In Österreich werde rauchfreie Gatronomie verhindert.

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Rauchen sei die weltweit häufigste Todesursache, so Otto Burghuber,  Vorstand der 1. Lungenabteilung am Otto Wagner Spital in Wien und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie. Täglich sterben rund 14.000 aktive Raucher an den Folgen des Tabakkonsums. "Trotzdem keine klare Entscheidung für den Schutz der Gesundheit zu treffen, die Betriebe durch halbherzige Richtlinien in teure Umbauten zu stürzen, hat zum erwarteten Desaster geführt", erklärte Burghuber.

Durch die Rücknahme des Rauchverbots bei "Wein & Co" sieht die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) ihre Ablehnung der "österreichischen Lösung" in Sachen Nichtraucherschutz bestätigt. Dies sei ein "schlagender Beweis dafür, dass Österreich ein schlechtes Tabakgesetz hat", so Burghuber. Die verwirrenden Bestimmungen dieses Gesetzes würden die Wirte geradezu daran hindern, wirksame Rauchverbote umzusetzen.

"Wie effektiv Nichtraucherschutz mit einem 'richtigen' Tabakgesetz sein kann, zeigt das Beispiel New York City", erklärte die ÖPG. New York hat 2002 ein Rauchverbot an Arbeitsplätzen eingeführt, Tabaksteuern erhöht, Werbeverbote durchgesetzt und Aufklärungskampagnen durchgeführt. "Erfolg war, dass 2008 New York City 300.000 Raucher weniger hat als 2002. Die Zahl der rauchenden Teenager hat sich im selben Zeitraum halbiert."

Auch andere europäische Länder wie Italien, Frankreich und Großbritannien hätten positive Erfahrungen mit Rauchverboten gemacht: In diesen Ländern sei innerhalb nur weniger Monate die Rate an durch Tabakkonsum indizierte Erkrankungen, wie etwa Herzinfarkt, deutlich zurückgegangen.

(APA/Red.)

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17 Kommentare
Gast: Max
22.12.2008 01:55
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Kontrolle des Rauchverbots durch uns alle nötig, sonst hält sich niemand daran

Kontrolle des Rauchverbots durch uns alle
Keine Schonfrist gewährt die Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher allen Gastwirten, die sich nicht an die Tabakgesetznovelle 2008 halten. Auf deren Webseite gibt es für alle engagierten Bürger Unterstützung:

Das Gesetz gilt für Speiselokale, Diskotheken, Bars, Schutzhütten, Imbissstuben, Hotels ... Gastronomiebetriebe in Einkaufszentren, Supermärkten, Fachmärkten, Tankstellen, Kinos, Theatern usw., die dzt. ihre Rauchertische im öffentlich zugänglichen Raum aufgestellt haben, sind ab 1.1.2009 rauchfrei zu führen.

Wer sich nicht daran hält wird von der Schutzgemeinschaft zur Anzeige gebracht. Verstöße sollen daher an <nichtraucherschutz@aon.at> gemeldet werden.

Gast: Tom
06.10.2008 07:46
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Änderung des Tabakgesetzes

Im Zusammenhang mit dem geänderten Tabakgesetzt wird der Eindruck erweckt, dass Lokale über 80m2 nur eine räumliche Trennung zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich durchführen müssen. Laut §13a(2) dieses Gesetzes gilt aber die betreffende Ausnahme nur unter folgender Bedungung: "...wenn gewährleistet ist, dass der Tabakrauch nicht in die mit Rauchverbot belegten Räumlichkeiten dringt..."
Aus sachverständiger Sicht ist dies allein durch eine räumliche Trennung und eine mechanische Lüftungsanlage nicht zu gewährleisten. Die Lüftung des Raucherraumes müßte im Unterdruck gefahren werden und viel stärker sein, als dies bei den üblichen Lüftungsanlagen der Betriebe bisher der Fall ist. Wenn man bei den zuständigen gewerbetechnischen Amtssachverständigen nachfragt wird dies bestätigt.

ein Techniker

Gast: smokey joe
04.10.2008 13:45
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Gesundheitsfaschismus der übelsten Sorte !

Wenn die Nichtraucher tatsächlich ein derart ausgeprägtes Interesse daran hätten, Nichtraucherlokale frequentieren zu können, dann wären diese längst wie die Schwammerl aus dem Boden geschossen. Gesetze zum Schutz der Nichtraucher haben einzig im öffentlichen Raum eine Berechtigung. Die Prohibitionisten scheinen über "Vernunft"-Gesetze die Gesellschaft wieder an mehr staatliche Eingriffe und Kontrolle durch Verbote, welche gerade nach jeweiligen Bedarf verhängt werden sollen, gewöhnen zu wollen. Eine sehr bedenkliche, undemokratische Entwicklung !
Man muß kein Raucher sein, um dieser Entwicklung ablehnend gegenüber zu stehen.

Re: Gesundheitsfaschismus der übelsten Sorte !

Vielleicht sind Gesundheitsfetischisten nicht ganz so asozial, wie die militanten Raucher immer unterstellen und gehen immer in Gruppen weg. Und wie es so ist, sobald eine Gruppe über 3 Personen existiert, sind die Raucher, zumindest verbal in der Überzahl und bestimmen, wo man sich hinsetzt.
Ich hab noch keinen Nichtraucher erlebt, der andere erpresst hätte: "Wenn wir uns nicht in einen Nichtraucherbereich setzen, geh ich heim!", hingegen bei Rauchern höre ich es regelmäßig!
Seltsamerweise funktioniert es überall und sogar Raucher aus Irland, Deutschland, Italien,... erzählen über gesteigerte Lebensqualität, während in Österreich die Wirte und Raucher ständig über auch nur über die lachhaften Ansätze von Nichtraucherschutz in Österreich sich echauffieren.
Abgesehen davon, dass das ich Rauchwaren noch immer als Genussmittel betrachte, aber ist es tatsächlich notwendig, sich jede halbe Stunde einen Genuss zu gönnen?
...

Re: Re: Gesundheitsfaschismus der übelsten Sorte !

Wenn es, wie viele Raucher behaupten, für die Entspannung notwendig ist, sollten sie es lieber mit autogenem Training und einer anderen Einstellung versuchen!
Nur leider ist Rauchen in Österreich so anerkannt, dass jeder Verstoß gegen gutes Benehmen oder Gesetze (Stichwort: Rauchen während jemand isst; Rauchen in schlecht belüfteten Räumen; Entsorgung von Asche und Stengel; Rauchen in Rauchverbot) übergangen wird.
Wenn es wirklich so eine Überwindung ist, für eine Zigarette aufzustehen und kurz vor die Türe zu gehen, dann ist das krankhaft und gehört behandelt!

ps: Ja, ich bin auf Rauch überempfindlich, aber es ist verdammt schwierig nicht wieder anzufangen, wenn man damit de facto vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen ist!

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Re: Re: Re: Gesundheitsfaschismus der übelsten Sorte !

Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber irgendeine Entspannungstechnik könnte Ihnen auch nicht schaden, wenn Sie den Gesetzgeber brauchen, um mit Ihren Bekannten klar zu kommen. In einer Gruppe ist es imho normal, dass sich, falls es verschiedene Meinungen gibt, eine durchsetzt. Wenn man da jedesmal ein Gesetz brauchen würde, hätten sie im Nationalrat ja sonst nichts mehr zu tun. Wenn in einer Gruppe von 5 ausgewachsenen, eigenberechtigten Personen ein Raucher ist, wird er die Wahl haben, ins Nichtraucherlokal mitzugehen oder nicht. Er kann und muss das selber entscheiden. Wenn die anderen in vorauseilenden Gehorsam alle ins Raucherlokal gehen, ist ihnen wohl nicht zu helfen...

Alien
03.10.2008 18:12
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Also vor dem Rauchverbot war ich als Nichtweintrinker noch nie dort

Aber mit der Einführung habe ich zwei mal dort (Jasomirgottstraße) gegessen, beide male war die Qualität der Speisen und die Kompetenz der Bedienung in keinem Verhältnis zum Preis. Daher bin ich dann auch nicht mehr hingegangen.

Offensichtlich haben Raucher abgestumpfte Geschmacksnerven.

Da geh ich lieber nach nebenan in die Cantinetta, da paßt alles.

Steininger
03.10.2008 18:08
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Unangemessener Eifer!

Mich erinnern diese fanatischen Raucherfeinde und ihre absolutistischen Tendenzen immer an die Abtreibungsgegner die vor Abtreibungskliniker herumlungern und "still beten"!
Ich halte das für unangemessenen Eifer, denn ein Lungenfacharzt ist ein Experte den man aufsucht wenn man Probleme hat. Es ist nicht sein Amt Probleme aktiv zu verhindern.
Wo sind denn die Lungenfachärzte die gegen den Autoverkehr auftreten oder gegen Industrieemissionen.
Es handelt sich hiebei einfach ums "rechtbehalten"

Gast: Philip Morris
03.10.2008 16:43
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Die Argumentation ist bemerkenswert,

kennen die Pneumologen nur Wein&Co? Gehen die dorthin zum Saufen? Wissen die nicht, dass Alkohol zwar nicht die Lunge schädigt, aber andere Organe?

der graf
03.10.2008 15:50
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von hiaserln und anderen dummkoepfen

in unserem land gibts noch immer viele die glauben das rauchen hat was mit lebenskultur, freiheit und genuss zu tun. ich habe vor 8 jahren nach 30 jahren rauchen aufgehoert und kann nur sagen, sowas bloedes wie rauchen ist wirklich einmalig. warum nicht gleich sand in die augen reiben, das ist ja auch schoen wann der schmerz dann aufhoert. das die politiker klein beigegeben haben zeigt was fuer einen haufen washlappen wir and der spitze haben.

Gast: Gast
03.10.2008 15:38
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Freiwillige Entscheidung

Soweit ich mich erinnere, was es eine freiwillige Entscheidung von Wein&Co das Rauchverbot einzuführen. Offensichtlich war die Reaktion der Kunden nicht die erwartete.... (deckt sich aber mit dem massiven Kundenrückgang überall dort, wo das Rauchverbot zwangsweise eingeführt wurde).

Und zu den berauschenden Zahlen mit New York City: Dies hat also zu einem Rückgang von ca. 3,5% (bzw. 1,5% wenn man die Metropolitan Area als Bezugsbasis nimmt) geführt. Wie können die Zahlen überhaupt so genau festgestellt werden? Müssen sich die Raucher schon registrieren lassen? Sollten diese Zahlen mit Umfragen erhoben sein, so dürfte dieser vorgebliche Rückgang in der statistischen Schwankungsbreite liegen, d.h., so ein geringer Rückgang wäre gar nicht messbar. Mit anderen Worten: Die Massnahme war absolut wirkungslos.

Mit Argumenten welcher Qualität wird hier übrigens unter dem Deckmantel der "Wissenschaft" gearbeitet?

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Verbote Verbieten

Wo es qualmt gehen Wölfe und Wolfsjunge nicht hin
Also, wozu Verbote ...
Und für die Kellnerin kann man auch die Raumlüftung verbessern
Aber das wär ja zu einfach ..

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Jajaja, reds euch nur den Mund fusslig! Ab 2009 ist EU-Gesetzmäßig schluss damit!!!!!!!


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Re: Jajaja, reds euch nur den Mund fusslig! Ab 2009 ist EU-Gesetzmäßig schluss damit!!!!!!!

Wenn die kommende Regierung, wie man erwarten darf, wieder bald crasht, dann wird eh der HC Kanzler. Dann wird man sehen, ob sich¿s die EU leisten kann, bis zu 2/3 der Bevölkerung zu EU-Gegnern zu machen... :)

Antworten Antworten Gast: abakus
03.10.2008 16:32
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das kommt.

Da schon bisher nicht argumentierbar ist, warum einer Gruppe von Arbeitnehmern (nämlich dem Servierpersonal) eine Luftqualität zugemutet wird, die in anderen Bereichen zur sofortigen Betriebsschließung führen würde, wird das generelle Rauchverbot kommen. Und wenn der heimische Gesetzgeber glaubt, höchstpersönlichen Eigeninteressen einiger Nikotinsüchtiger nachkommen zu müssen, so wird es eben als EU-Richtlinie kommen. Und das ist gut so.

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Re: das kommt.

Die EU-Extrembürokratie wird schon wissen was sie macht. Auch die, in hohem Ausmaß unter Betrugsverdacht stehenden, EU-Abgeordneten werden es wissen - dumm sind sie ja nicht. Schade ist nur, dass die Europa-Idee durch den, reinen Geschäftsinteressen weniger Firmen dienenden, pseudoreligiösen Alltagsfaschismus (selbst Prof Michael Siegel hat das schon erkannt) gefährdet wird...

Antworten Antworten Antworten Steininger
03.10.2008 18:12
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Re: das kommt.

Einiger? Hm, so wie es ausschaut rauchen etwa die Hälfte der erwachsenen Österreicher. Oh sicher, das sind ja nur Einzlne, Schwarze Schafe gewissermaßen. Zumindest sind ihre Lungen schwarz....