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Papst in Wien: „Ohne Sonntag ist das Leben leer“

09.09.2007 | 21:57 |  HANS WINKLER (Die Presse)

Plädoyer. Benedikt XVI. setzt sich für den freien Sonntag ein. Starke Stimme für die Kinder.

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Bei der Sonntagsmesse gestern Vormittag im Stephansdom schlug Papst Benedikt XVI. eines der Themen an, das ihm gerade für den Besuch in Österreich besonders wichtig war: Die Bewahrung des Sonntags, „der unserem Leben eine Mitte, eine innere Ordnung gibt“. Der Sonntag sei zum freien Wochenende geworden, sagte er, diese freie Zeit laufe aber Gefahr, zu einer „leeren Zeit“ zu werden, wenn sie ihre Mitte, die Feier der Eucharistie, verliere. Damit stützt der Papst, ohne dass er es aussprach, demonstrativ die Bemühungen der Kirche in Österreich und der „Allianz für den Sonntag“ um die Erhaltung des Sonntags als eines arbeitsfreien Tages.

Die Predigten las er jeweils sitzend, in Mariazell im unablässigen Regen und ausgesetzt den Zufälligkeiten und Pannen der technischen Übertragung auf mehrere Tribünen. Im Stephansdom unterstützte ihn und seine manchmal brüchige Stimme die suggestive Kraft des Raums und der Gestaltung des Gottesdienstes. Da wie dort verlangte er aber den Zuhörern Konzentration und aufmerksames Mitdenken ab und ein Eingehen auf seine subtilen theologischen Gedanken, die immer wieder um eine unsichtbare Mitte kreisten – Jesus von Nazareth, Christus.

Mit der Sonntagspredigt schließt sich der Kreis der drei großen Reden des Papstes bei seinem Österreich-Besuch, und ließ noch einmal klar werden, worum es ihm in den drei Tagen dieses Besuchs vor allem gegangen ist: Es sind im Grunde die Themen, die ihn in seinen Reden und Artikeln, Gesprächen und in seinem großen Buch über Jesus beschäftigen. „Die Gabe des Herrn ist er selbst – der Auferstandene, dessen Berührung und Nähe die Christen einfach brauchen, um sie selbst zu sein“, sagte er im Stephansdom bei der Predigt. Die Dekonstruktion der Gestalt Jesu zu einem Weisheitslehrer unter anderen, die auch unter Christen verbreitet ist, bereitet ihm bekanntlich große Sorge.


Wahrheit ist nicht Intoleranz

In Mariazell, bei der großen Wallfahrt am Samstag, dem eigentlichen Ziel seiner Reise, hatte er den universalen Anspruch des Christentums gegenüber den anderen Religionen begründet und verteidigt: „Dies ist keine Verachtung der anderen Religionen und keine hochmütige Absolutsetzung unseres eigenen Denkens.“ Der Papst setzte hier einen der Gedanken fort, den er immer wieder äußert: Das Beharren auf einem Wahrheitsanspruch sei nicht intolerant, wie der Kirche oft vorgeworfen wird, sondern im Gegenteil die Voraussetzung des Dialogs der Religionen: „Diese Resignation gegenüber der Wahrheit ist der Kern der Krise des Westens, Europas. Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gibt, dann kann er letztlich auch Gut und Böse nicht unterscheiden“, sagte Benedikt XVI.

Dass die christliche Wahrheit ihren Anspruch nur stellen kann, wenn sie ihn durch ihr Handeln bestätigt, sagte der Papst in allen drei Reden, besonders deutlich in Mariazell: „Wahrheit weist sich aus in der Liebe“. Als Beispiel dafür kamen immer wieder die Kinder vor: „Jesus erinnert uns an alle Kinder dieser Welt. An die Kinder, die in Armut leben; als Soldaten missbraucht werden; die nie die Liebe der Eltern erfahren durften; an die kranken und leidenden, aber auch an die fröhlichen und gesunden Kinder.“

Dem ließ er gestern abermals die Mahnung folgen: „Europa ist arm an Kindern geworden.“ Die Erklärung dafür gab er ganz einfach und wahrscheinlich richtig: „Wir brauchen alles für uns selber und wir trauen der Zukunft nicht recht.“ Dass ihm die Kinder ans Herz gewachsen sind, konnte man auch auf der Tribüne vor dem Stephansdom sehen, wo er sich offenkundig sehr gern in persönliche Gespräche mit den Kinder und Jugendlichen ziehen ließ.

Wie in der Hofburg am Tag seiner Ankunft kam auch im Stephansdom die soziale Wirklichkeit der Welt ins Bild: „Ist uns nicht die Entwicklung der Erde und ihrer Güte aufgetragen? Zu allen Zeiten ruft er Menschen, alles auf ihn zu setzen und Oasen der selbstlosen Liebe in einer Welt zu schaffen, in der so oft nur Macht und Geld zählen.“

REISEN DES PAPSTES

Der Besuch Benedikt XVI. war die fünfte Reise eines Pontifex nach Österreich und die einzige Europa-Reise des Heiligen Vaters in diesem Jahr. Zuletzt hatte Johannes Paul II. (1998) Österreich besucht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.09.2007)

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195 Kommentare
 
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Gast: He P
14.09.2007 15:14
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SJ soll sich zur Demokratie bekennen

Ich halte es für ein großes Problem, dass eine Jugendbewegung bis heute den Zusatz "demokratisch" in ihrem Namen ablehnt. Noch dazu, wo es sich um die Jugendpartei des Kanzlers handelt. Hätte ich den Eindruck, dass die SJ ein demokratisches Verständnis besitzt, wäre mir der Zusatz im Namen auch egal. Aber hier gibt es gemäß deren Verhalten für mich einen großen Aufklärungsbedarf. Meines Erachtens liegt hier eine Radikalisierung vor, die gefährliche und undemokratische Züge trägt. Dies war für mich nicht erst seit deren Entgleisungen gegenüber dem Papst zu beobachten. Ich denke, es wird Zeit, dass diese Gruppe andere Töne anschlägt und sich mit Wort UND TAT zur Demokratie bekennt. Wenn sie es verweigert, sollte man ernsthaft an deren Auflösung denken.

panforst
13.09.2007 08:46
0 0

Abtreibung ist akzeptiertes Unrecht!

Wir alle sollten uns darüber klar sein, daß Abtreibung auch in unserer Rechtsordnung ein Unrecht ist, daß aber ausnahmsweise in den ersten drei Monaten straffrei ist. Ein Recht auf Abtreibung existiert in Österreich auf keinen Fall! Die Bestrafung der Mutter wäre aber unsinnig, weil die Täter (im Sinn des Strafrechtes) ja auch die Väter die nicht zu ihrer Verantwortung stehen, die Arbeitgeber, die Ärzte die die Mütter schlecht beraten und nicht zu letzt auch die (Groß) Eltern der Betroffenen sind. Ein wichtiger "Täter" ist sicher auch unsere Gesellschaft, die so kinderfeindlich geworden ist, daß die Freude am Leben vielen einfach vergangen ist. Das Leben in jeder Form muß einfach wieder für alle eine Freude sein können und dürfen! Das gilt für den Frosch und die Großtrappe genau so wie für des werdende und vergehende menschliche Individuum. Junge Mütter (die oft als Argument vorgeschoben werden) müssen natürlich von allen die größtmögl

Gast: Seufzer
11.09.2007 10:00
0 0

Während der Papst dies sprach

sind in der Welt tausende Kinder verhungert. Aber da war ihm während des ganzen Östereichbesuches kein Wort wert. Verantwortung gegenüber dem teytschen/europäischen/wasauchimmer Volk ist ihm wohl wichtiger als Verantwortung gegenüber den Menschen. Vor allem gegenüber den Not leidenden Menschen ...

Antworten freeman
11.09.2007 12:46
0 0

Totschlagargument.

Dieses "Argument" ließe sich gegen jede menschliche Tätigkeit vorbringen.

Du gehst ins Kino - aber in Afrika sterben die Kinder!
Du diskutierst akademische, politische Probleme - aber in Afrika sterben Kinder!
Du postest im Presse-Forum - aber in Afrika sterben Kinder!


dr.michael
10.09.2007 21:26
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... und kritisiert Österreichs Umgang mit dem Thema Abtreibung ...

Wieso bin ich als mehrfacher Familienvater dafür, diese Entscheidung den Betroffenen zu überlassen? Mir geht es nicht recht in den Sinn, dass jene, die am lautesten schreien, vom Kinderkriegen und -machen ( vom Kinder-machen häufig schon, aber sie bekennen sich dann nicht zur Vaterschaft, wie so viele Priester, Kardinäle und Päpste übrigens!), am wenigsten Ahnung von Familie, Beziehungen, von Frauen, von der Ehe und von Kindern haben. Man sollte doch den Fachleuten dieses Thema überlassen und nicht den Laien!

www.diebeichtederpaepste.com

Antworten Fragender
11.09.2007 14:04
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Wie steht die Kirche zur Verhütung?

.

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Re: ... und kritisiert Österreichs Umgang mit dem Thema Abtreibung ...

die Entscheidung den Betroffenen überlassen????

Also auch dem Neffen die Entscheidung überlassen, ob er den Erbonkel umbringen darf?

Dem Ehepartner die Entscheidung überlassen, ob er den lästigen Partner ermorden darf?

So ein Blödsinn!

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Danke

es waren wunderbare drei tage - danke benedikt für Ihren Besuch und für viele Denkanstöße!

Und an dieser Stelle: Ja, Abtreibung kann nie ein Menschenrecht sein.
Und, nochmals ja: Europa ist arm an Kindern.
Und ein drittes Mal ja: "Sine domenico non possumus"

Antworten Gast: Realist
11.09.2007 09:45
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Denkanstoß

die Kirche ist arm an Kindern

Antworten Gast: Karl
10.09.2007 18:38
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Die rechten Gutmenschen

hatten ihre Ergötzung. Jetzt ist wieder Ruhe für ein paar Jahre. Zum Glück für uns Bürger dieses Landes.

gnnyman
10.09.2007 14:08
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In Wien nichts Neues

Der Papst kam, wurde begrüsst und war da. Kam etwas Neues von ihm - nein. Warum auch? Er hat schon oft klargemacht, welche Standpunkte er vertritt und warum - in einer sehr subtilen und sehr intelligenten Art und Weise. Denn er ist hochintelligent und intellektuell - daher formuliert er Umstände und Dinge auf eine Art und Weise, die nicht beleidigt, nicht offensiv agressiv ist und man versteht erst im Nachhinein, dass man eine Ohrfeige bekommen hat. Ich bin weder Katholik noch ein Anhänger der sgn. christlichen Amtskirchen, trotzdem finde ich den Papst extrem interessant und attraktiv. Vielleicht weil man genau hinhören muss, um zu verstehen, was er sagt. Vielleicht auch, weil er sehr intelligent und gebildet ist und dabei nicht eingebildet und nicht hochnäsig unnahbar(nicht so wie Pius XII). Hilft das der Kirche - ja, dem Glauben an Christus - nein, - warum nicht? Weil ein Glaube an Christus und das Werk der Erlösung nichts mit einer Amtskirche zu tun hat.

panforst
10.09.2007 14:02
0 0

Gedanken zum Papstbesuch

Dieser Besuch hat mir viel zum Nachdenken aufgegeben. Z.B. wieso so viele unbedingt erwarten, daß er kritische und gegenläufige Meinungen kommentieren sollte. Vermutlich sind die Reporter nur darüber böse, daß sie nichts zu schreiben haben. Alles war doch so wie es eigentlich jeder seriöse Christ erwarten musste oder?
Zum Thema Abtreibung finde ich, daß die Fristenlösung ein zwar unvervnünftiger Status Quo ist, aber das eine Bestrafung der Frau in jedem Fall untunlich ist, weil die meisten Täter ja (Groß)eltern, Arbeitgeber, Väter die nicht zu ihrer Verantwortung stehen, und Ärzte die die Frauen schlecht beraten, sind. Auch unsere ganze kinderfeinliche Gesellschaft ist Täter im Sinn des Strafrechtes (das ja wie gesagt immer noch gilt!). Am schönsten wäre ein Umfeld in dem Abtreibung nicht nötig ist, in dem Adoption einfacher ist und die Freude am Kind von jedem gelebt werden darf!
Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft hat der Papst ja auch sehr positiv in Österreich hervorgehoben!

Antworten Gast: Franz
10.09.2007 15:38
0 0

Re: Gedanken zum Papstbesuch

Mir gibt zu denken dass der Papst immer nur uns "Kleine" auffordert Gutes zu tun, die wahren Kriminellen wie Bush, Blair, Schwarzenegger &Co. empfängt er zu Staatsbesuchen und übt sich in small talk mit ihnen. Wo bleibt der Protest der Kirche gegen die Todesstrafe und Pädophile in den eigenen Reihen, gegen Waffenlieferungen um Milliarden statt humanitärer Hilfe, ....
Hände falten, Goschn halten, Schönborn hats in der Fernsehrunde schön vorgezeigt. Beten und die richtige Liturgie sind sicher tolle Lösungen für die Probleme dieser Welt!

Gast: plebs potus
10.09.2007 13:32
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nicht in meinem Namen

das gilt für die Angriffskriege der USA, für unsere Regierungspolitik und die merkwürdigen Ansagen einer Fiktionsgemeinschaft wie die katholische Kirche. Eine bessere Welt kann nur von mündigen, demokratie- und menschenrechtsbewussten, meinungsfrei und nachhaltig ökologisch denkenden Menschen geschaffen werden.

Nicht von verängstigten, entmündigten und mundtoten Verschwendungskapitalisten und selbsternannten Heilspredigern, Regierungschefs, Diktatoren und der Schäfchen b.z.w. Wahlvieh.

Gast: Anmerker
10.09.2007 12:05
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Hat sich die katholische Kirche

jemals für die vielen Opfer entschuldigt, die sie in den letzten 2000 Jahren auf dem Gewissen hat? Warum nicht?

Antworten Gast: Letzeheim
10.09.2007 18:43
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Totalitäre

Regimes konnten sich noch nie entschuldigen. Religiösen (Ex-)Regimes geht es da halt auch nicht besser. Leider.

Antworten Peregrin
10.09.2007 15:41
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Re: Hat sich die katholische Kirche

Sie bringen da was durcheinander. Ihre Aufklaererfreunde haben eine Blutspur durch die Geschichte gezogen, nicht die Kirche.

Antworten Antworten Gast: Odo
10.09.2007 18:40
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Die vielen Scheiterhaufen, die Hexenverbrennungen

die lebend gehäuteten "Ketzer", die vielen Folteropfer des Mittelalters hat die Aufklärung zu verantworten? Selten soviel Dummheit in einem Post gelesen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Prometheus
11.09.2007 08:55
0 0

Re: Die vielen Scheiterhaufen, die Hexenverbrennungen

Ach herrje, immer die alte Leier. Aber deswegen wird sie auch nicht wahr. Der überwiegende Großteil der Hexenverbrennungen (und die vielen Scheiterhaufen) gingen auf die Rechnung von WELTLICHEN Gerichten, die Inquisition lehnte die Hexenverfolgungen sogar teilweise ab, bzw. war nach einem höchst komplizierten und langwierigen Verfahren vorzugehen, weswegen eine solche Verfolgung gleich im Vorhinein vermieden wurde (monatelange Prozesse). Ganz im Gegensatz zu den WELTLICHEN Gerichten, die die Leute ratzfatz ohne viel Federlesens verbrannten. Ganz einfach nachzulesen bei: http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverbrennung
Langsam wird es an der Zeit, daß selbst die fanatischten Kirchenhasser die Äuglein aufmachen und die Realität akzeptieren lernen. Oder wie Kreisky schon sagte: "Lernens Geschichte!"

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Leser32147897
11.09.2007 10:11
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???

Jaja, es hat so gut wie keine Hexenverbrennungen gegegen ... allein aus den Unterlagen des Vatikans kommt man auf etwas mehr als 5 Millionen lebendig verbrannte Frauen! Und man sollte schon wissen, dass der Hexenhammer und die sonstige Gesetzgebung, die zur Hexenverfolgung geführt hat, nachweislich in keinem einzigen Fall von einem weltlichen Herrscher erlassen wurden - das kam alles von der katholischen Kirche ... (Anm.: in England und den USA war es zugegebenerweise die protestantische Kirche)(die sich in der Zwischenzeit übrigens entschuldigt hat!).

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Peregrin
12.09.2007 12:18
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Re: ???

Nur damit das nicht unwidersprochen da steht: Das stimmt natuerlich alles nicht. Leser32147897 hat in seinem Leben keine serioesen Unterlagen "des Vatikans" oder von sonstwem studiert oder sich mit Nachweisen irgendeiner Art beschaeftigt, sondern sich vermutlich in seiner Jugend an diesen Filmchen delektiert, wo Maenner in dunklen Kutten nackte Frauen mit Zangen zum Quietschen bringen, und haelt sich wohl daher fuer einen Experten in Sachen Hexenverfolgung.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten freeman
11.09.2007 14:57
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Die weitaus meisten Hexenprozesse

wurden von weltlichen Erbschleichern, Neidern, etc. angestrengt und durchgeführt.

Die Bevölkerung liebte so eine "Hetz".

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Dr. N.N.
11.09.2007 10:06
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Historisch falsch, dass es fälscher nicht geht.

So viele Geschichtslügen in einem einzigen Post. Selbst der Vatikan sieht das nicht mehr so fanatisch einseitig wie Sie ... peinlich, peinlich - Sie hätten Sie sich vor dem Posten mit der Thematik ein bisschen auseinander setzen sollen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Peregrin
12.09.2007 12:06
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Re: Historisch falsch, dass es fälscher nicht geht.

Peinlich ist allenfalls Ihre Replik, die keinerlei Fakten enthaelt. Wer immer im Zusammenhang mit "mittelalterlichen" (in Wirklichkeit fruehneuzeitlichen) Hexenverbrennungen von "Millionen verbrannter Frauen" schwadroniert, ist entweder ein ahnungsloser Narr oder ein antikirchlicher Hetzer, der die Leser unter anderem ueber folgende Sachverhalte taeuschen will: a) es waren weniger als Hunderttausend, b) davon waren ein Drittel Maenner, c) die Hexenverfolger waren stark ueberwiegend lokale Behoerden in protestantischen Gebieten, d) die Anklaeger waren stark ueberwiegend die lieben Nachbarn, e) der Hexenglaube ist nicht ein christliches, sondern ein vorchristliches Phaenomen, das durch die Ausbreitung des Christentums in Europa zunaechst abgeschafft wurde (so musste Karl der Grosse nach der Eroberung des heidnischen Sachsen zB die bluehende Hexenverfolgung unter Strafe stellen), und erst nach der Verwirrung der Verhaeltnisse durch Luther und Aufklaerer wieder Boden gewinnen konnte.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Cand. jur. XY
11.09.2007 10:04
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Immer die alte Leier, aber dennoch

Millionen Opfer und dennoch ist die Kirche schuld. Die von Ihnen angeführten weltlichen Gerichte waren nämlich nur für weltliche Taten zuständig, Religionsdelikte wurden im Mittelalter immer von kirchlichen Gerichten abgehandelt. Die eigentliche Folterhinrichtung erfolgte dann teils durch weltliche Instanzen, ab dem 14. Jhd. aber immer öfter durch die Kriche selbst. Lernen Sie --- Rechtsgeschichte --- oder schauen Sie mal in ein Foltermuseum.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Peregrin
12.09.2007 12:07
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Re: Immer die alte Leier, aber dennoch

Lernen Sie lieber selber Rechtsgeschichte, sonst fallen Sie noch durch eine Pruefung.

 
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