Die gute Samariterin
Als gegen neun Uhr die erste Besucherwelle schüchtern an den Dom brandet, ist Georgia Valler schon drei Stunden da. Die 24-Jährige ist eine von 106 Rettungsleuten, die im Einsatz sind. Alle freiwillig. "Man hilft gerne. So eine Veranstaltung ist aber auch eine Abwechslung, das macht Spaß." sDas Nützliche auch mit dem religiös Angenehmen - immerhin der Papst! _ zu verbinden, darum geht es ihr aber weniger. "Religion spielt für mich dabei keine Rolle", sagt sie. Obwohl ihr Benedikt XVI. sympathischer als Johannes Paul II. ist: "Den habe ich nur mehr ganz alt erlebt. Obwohl Päpste ja immer alt sind. Schade eigentlich."
Vielleicht wiegt auch etwas anderes, ein wenig Nationalstolz etwa, schwerer: Valler kommt aus Deutschland. "Und mal abgesehen von dem Wir-sind-Papst-Getue, finde ich das natürlich schon schön." Dass sie von ihrer Seitengassen-Position den Papst maximal auf der Leinwand sieht, ist egal. Ihre Hoffnung für diesen Sonntag ist ohnehin eine andere, nämlich ganz schlicht - "dass nix passiert."
Alle Bilder: Michaela Bruckberger
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