Die kleine niederländische Versicherung Paerel Leven will Kunden ansprechen, die von anderen Versicherungen bisher benachteiligt worden sind: die Raucher. Sie gewährt - vorerst nur in den Niederlanden - Nikotinsüchtigen einen 20-prozentigen Nachlass bei Pensionsversicherungen, berichtet das "Ö1 Morgenjournal". Das Kalkül dahinter: Starke Raucher sterben laut EU-Statistik im Schnitt acht Jahre früher.
Längerfristig will die Versicherung Filialen in anderen EU-Ländern eröffnen. Das Kundenpotenzial ist groß, raucht doch ein Drittel der Europäer. Um sich für die vergünstige Versicherung zu qualifizieren, muss man einen entsprechenden Nikotinkonsum nachweisen, sagte der Direktor der Raucherversicherung, Hans Brandwijk, zu Ö1: "Wir erwarten, dass man zehn Zigaretten pro Tag raucht - die letzten fünf Jahre. Wir machen dann einen Labortest aus Urin, um festzustellen, dass man tatsächlich ein Raucher ist."
Krebsspezialisten kritisieren dieses Geschäft mit dem Tod. Es würde Raucher zum Nikotinkonsum ermutigen. Der Direktor der Raucherversicherung, Hans Brandwijk, könnte selbst kein Kunde seiner Versicherung sein: "Ich habe nie geraucht."
(Red.)

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