WHO: Jeder Hundertste stirbt an Passivrauchen

26.11.2010 | 08:40 |   (DiePresse.com)

600.000 Nichtraucher sterben jährlich an den Folgen von Passivrauchen. Besonders gefährdet sind dabei Kinder. Dennoch sind 40 Prozent der Kinder regelmäßig Tabakqualm ausgesetzt.

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Pro Jahr sterben 600.000 Menschen an Passivrauchen. Das ergibt die erste Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den globalen Auswirkungen des Passivrauchens. Einer von hundert Todesfällen sei darauf zurückzuführen, dass Nichtraucher Tabakqualm einatmen.

Vor allem Kinder seien gefährdet: Pro Jahr sterben 165.000 Kinder an den Folgen des Passivrauchens, davon ungefähr zwei Drittel in Südasien und Afrika, wo Rauch und Infektionskrankheiten eine oft tödliche Kombination ergeben. In den Industriestaaten seien nur 71 Todesfälle von Kindern durch Passivrauchen bekannt.

Die meisten Todesfälle durch Passivrauchen gehen auf Herzerkrankungen (379.000) zurück, gefolgt von allgemeinen Atemwegserkrankungen (165.000), Asthma (36.900) und Lungenkrebs (21.400). Den Berechnungen der WHO-Forscher zufolge sind weltweit 40 Prozent der Kinder, 33 Prozent der Nichtraucher und 35 Prozent der Nichtraucherinnen dem Passivrauchen ausgesetzt. Für die Studie haben sie Daten aus 192 Ländern aus dem Jahr 2004 gesammelt.

(Ag.)

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23 Kommentare
Gast: Daniel Schaaf
29.11.2010 16:25
0

weiter

Das gleiche gilt für die infektiösen Atemwegserkrankungen der Kinder. Die Original Studien sagen, dass es einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen (nicht Todesfällen) und rauchenden Müttern bei Kindern unter 6-12 Monaten(!) in Industrieländern gibt.
In Anwesenheit eines Säuglings zu rauchen sollte nun auch wirklich verboten werden!
Die einzige Studie in einem Entwicklungsland (Brasilien) findet keine Zusammenhang zum Passiv-Rauchen der Eltern.
Aus dieser Datenlage auf 160.000 tote Kinder bis 6 Jahren (vor allem in Entwicklungsländern) erschließt sich mir nicht.
Einen Zusammenhang zwischen Passiv rauchen und Astma wird in den Studien zu Bronchitis außerdem ausdrücklich verneint. Haben die „Forscher“ vom Stockholmer Karolinska-Institut wohl überlesen.

Was hier von der WHO verlautbart wird ist reine Propaganda. Die Zahlen sind unhaltbar, die Annahmen alle in höchstem Maße angreifbar. Als Schlussfolgerung würde ich allenfalls zulassen, das Rauchen in Anwesenheit von Kleinkindern zu ahnden. Selbst wenn einige der Zahlen plausibel wären, gibt es keinen Zusammenhang zu Rauchverboten in der Gastronomie (und darum geht es ja wohl offensichtlich der WHO)
Außerdem finde ich es eine Schande, dass man sich auf den Lancet nicht mehr verlassen kann. Zu anderen Themen wäre eine Arbeit dieser Qualität sofort zurückgeschickt worden.

Gast: Daniel Schaaf
29.11.2010 16:24
0

Gibt es denn keine Journalisten, die noch genau recherchieren

Pressemitteilungen der WHO abschrieben kann jeder. Von „Zeit online“ könnte man eigentlich erwarten, dass man vor einer Meldung zumindest mal kurz die Plausibilität checkt.

Eine Stunde ein paar Originale zu lesen und die wichtigsten Quellen zu checken ist zumutbar.

Deshalb habe ich etwas von dieser Arbeit übernommen;:
Diese Meta-Studie der WHO beruht auf anderen Meta-Studien der WHO und vergleichbarer Organisationen, die sich dem "Krieg gegen das Rauchen" verschrieben haben. Einige davon wiederum auf anderen Meta-Studien. (Wer was davon versteht, weiß was das über die Qualität aussagt).
In einer Ausarbeitung wurde sogar offen zugegeben, dass sie nur solche Untersuchungen berücksichtigt haben, wo ein Zusammenhang zwischen Passiv-Rauchen und den entsprechenden Erkrankungen hergestellt wurde. Studien die nicht zu dem Ergebnis kamen, wurden weggelassen.

Schaut man dann auf die Arbeiten, wo wirklich „geforscht“ wurde, wird es noch finsterer.
Die Zahlen z.B. bezüglich der Herztoten beruhen zum großen Teil auf Klein-Studien zu Krankenzahlen einzelner Krankenhäuser, die - ich habe die meisten gecheckt - fundamentale Designfehler aufweisen und keine vom Ergebnis her haltbar ist. Selten lagen die Fallzahlen höher als einige hundert. Ein Plausi-chek mit Sterbezahlen aus Ländern mit Rauchverboten ergibt, dass es keinen evidenten Zusammenhang zwischen Passiv-Rauchen und Herzkrankheiten gibt. Und schwup! sind 60% der 600.000 Tote weg.

Antworten Gast: Daniel Schaaf
29.11.2010 16:28
0

Weiter: Gibt es denn keine Journalisten, die noch genau recherchieren

Das gleiche gilt für die infektiösen Atemwegserkrankungen der Kinder. Die Original Studien sagen, dass es einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen (nicht Todesfällen) und rauchenden Müttern bei Kindern unter 6-12 Monaten(!) in Industrieländern gibt.
In Anwesenheit eines Säuglings zu rauchen sollte nun auch wirklich verboten werden!
Die einzige Studie in einem Entwicklungsland (Brasilien) findet keine Zusammenhang zum Passiv-Rauchen der Eltern.
Aus dieser Datenlage auf 160.000 tote Kinder bis 6 Jahren (vor allem in Entwicklungsländern) erschließt sich mir nicht.
Einen Zusammenhang zwischen Passiv rauchen und Astma wird in den Studien zu Bronchitis außerdem ausdrücklich verneint. Haben die „Forscher“ vom Stockholmer Karolinska-Institut wohl überlesen.

Was hier von der WHO verlautbart wird ist reine Propaganda. Die Zahlen sind unhaltbar, die Annahmen alle in höchstem Maße angreifbar. Als Schlussfolgerung würde ich allenfalls zulassen, das Rauchen in Anwesenheit von Kleinkindern zu ahnden. Selbst wenn einige der Zahlen plausibel wären, gibt es keinen Zusammenhang zu Rauchverboten in der Gastronomie (und darum geht es ja wohl offensichtlich der WHO)
Außerdem finde ich es eine Schande, dass man sich auf den Lancet nicht mehr verlassen kann. Zu anderen Themen wäre eine Arbeit dieser Qualität sofort zurückgeschickt worden.

Gast: Kein Gutmensch
27.11.2010 13:19
3

Raucher sind Junkies. Hören wir endlich auf, uns von denen auf der Nase herumtanzen zu lassen.

Crack- und Heroinsüchtige sind mir sympathischer als Raucher, weil diese wenigstens keine Nichtsüchtigen schädigen.

NULL TOLERANZ FÜR DIESE GIFTLER!

Gast: Harald S.
27.11.2010 01:28
1

WHO und so

Nachdem die WHO 40 Jahre Passivrauchen als Problem geleugnet hat, sterben nun 600.000 Menschen jährlich daran.

PS: Es wird Zeit, dass die WHO endlich Elektrosmog - insb bei Handymast & Handy - als krankmachend anerkennt.

Re: WHO und so (zB "ELEKTROSMOG")

Es wäre schon hilfreich, wenn es die ARBEITERKAMMER WIEN künftig unterlassen würde Mobilfunkindustrie-gefällige Desinformationsschriften verfassen zu lassen [1] und der WIENER STADTSCHULRAT diese dann nicht auch noch öffentlich "verteilen" [2] lassen würde. Zu allem Überfluss wurde dieses hoch-»wissenschaftliche« "Werk" ja auch noch von den (WIENER) ArbeitnehmerInnen – über den Umweg der "Arbeiterkammerumlage" (0,5% der laufenden monatlichen Bruttobezüge!) – zwangsfinanziert.
Besondere SERIÖSITÄT erlangt das Elaborat des (bereits mit 62!) pensionierten Beamten BONEK [3] zusätzlich auch noch dadurch, dass er sich ja auch gerne für den PROPAGANDA- UND LOBBYING-VEREIN der Österreichischen MOBILFUNKINDUSTRIE ("Forum Mobilkommunikation (FMK") zu Wort "meldet" [4] [5]. Da der "Dr. techn." (!) – wenig überraschend – keinen BIOPHYSIKALISCH-CHEMISCHEN (!) Wirkungsmechanismus kennt, "wie ein schwaches Hochfrequenzfeld Wirkungen erzielen soll, die die Leute dem Mobilfunk andichten", empfiehlt er jenen Menschen sich PSYCHIATRISCH untersuchen zu lassen, die sich einbilden (was auch sonst…) "elektrosensibel" zu sein!

[1] http://shortr.de/AK-WIEN-Mobilfunk (Seiten 20-23 – Frage an HF-TECHNIKER (!): "Wie gefährlich sind Handystrahlen?")
[2] http://shortr.de/AEK-WIEN-Kritik
[3] http://shortr.de/BONEK-CV
[4] http://shortr.de/BONEK-FMK-pdf (Seite 3f – Suggestivfrage 7 – Mobilfunk ist sicher, weil…)
[5] http://shortr.de/BONEK-FMK-audio (Suggestivfrage 7 – Mobilfunk ist sicher, weil…)

Re: Re: WHO und so (zB

und was hat das mit dem terror durch zigarettenrauch zu tun?

Re: und was hat das mit dem terror durch zigarettenrauch zu tun?

 
Guckst du "PS" des Kommentar von:

"Gast: Harald S."
PS: Es wird Zeit, dass die WHO endlich ELEKTROSMOG - insb bei Handymast & Handy - als krankmachend anerkennt.

Und genau darauf wurde – wie an sich deutlich sichtbar – GEANTWORTET!

Der Zusammenhang zw. ZIGARETTEN- & "ELEKTRO-SMOG" & und die mehr als offensichtliche, rein wirtschaftlichen Interessen dienende "Reizleitungsverzögerung" (…) der Super-WHO (und der "gekauften" Medienlandschaft…) kann zusätzlich auch noch hier nachgelesen werden:

http://shortr.de/Wussten_Sie_eigentlich
http://shortr.de/Vom_Teufel_bezahlt
http://shortr.de/Funkstille_über_Gesundheitsschäden

Herzerkrankungen (379.000) zurück, gefolgt von allgemeinen Atemwegserkrankungen (165.000), Asthma (36.900) und Lungenkrebs (21.400)

wie kommt man auf diese zahlen?

konnte im netz nichts dazu finden. auch nicht bei der who.

Re: Herzerkrankungen (379.000) zurück, gefolgt von allgemeinen Atemwegserkrankungen (165.000), Asthma (36.900) und Lungenkrebs (21.400)

guckst du:

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(10)61388-8/fulltext

Re: Herzerkrankungen (379.000) zurück, gefolgt von allgemeinen Atemwegserkrankungen (165.000), Asthma (36.900) und Lungenkrebs (21.400)

Propaganda braucht keine Zahlen, es wird ja nur der Bauch angesprochen... ;-)

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=15034

Gast: xxxx
26.11.2010 18:30
2

Warum erlaubt man Schülern, in den Pausen das Rauchen?

Es gibt nach wie vor Schulen mit Raucherzonen. Ich kenne eine solche. Kein Mensch kontrolliert, ob nicht auch die 14-Jährigen vergnügt zum Glimmstängel greifen. Sie tun es und verstinken nach den Pausen mit ihrem Atem die Klassenzimmer. Die nichtrauchenden Klassenkollegen und auch Lehrer dürfen es einatmen. Eine Schule gehört zum SPERRGEBIET für Tabak erklärt. Auch für Lehrer. Was mich außerdem nervt ist, dass jede Zigarettenpreiserhöhung in sämtlichen Medien lautstark beklagt wird. Man tut so, als sei Tabak etwas Lebensnotwendiges.

Re: Warum erlaubt man Schülern, in den Pausen das Rauchen?

Wenn ich nur genügend Zeit hätte, dann würde ich den Schülern diese Zigaretten wegnehmen, und mich dafür (wegen Diebstahls, wegen Raubes usw) sogar medienwirksam einsperren lassen.- Denn es ist ein großer Unterschied, ob ein Volljähriger ab und zu, in einem Winkel, eine Genuss-Zigarette raucht, oder ob ein junges Mädchen oder ein Bursch eine raucht. Die Lunge ist vermutlich mit 19 Jahren gerade erst endgültig ausgereift, das Krebsrisiko ist, bei gleichen Pack Years, bei Beginn in jungen Jahren um ein Vielfaches erhöht.- Die ganzen derzeitigen Billig-Kampagnen der Politik ("wir haben kein Geld, also machen wir eine Anti-Rauch-Plakatserie, das bringt viel und kostet wenig") nützen nichts, weil die Jugend nicht erreicht wird !!!!!! (( das Thema oben war Passiv-Rauchen, aber es musste einmal `raus ))

Gast: daschau
26.11.2010 12:06
0

Raucher sind schuld! WHO Studie!?

Readaktionelle Redlichkeit! Recherche war nicht nötig! Summary der Studie lesen hat gerreicht!

WHO Studie wenigstens ein Link wäre notwendig.

Dei Zusammenfassung ist schludrig abgeschrieben. Aus dem Text könnte man vermuten in der Studie ist man mit unklaren Bedingungen und Überlegungen zu unsinnigen Schlüssen gekommen.


Wissenschaftlicher Schmarren!

Das koennen bloss Schaetzungen durch mehr oder weniger kompetente "Fachleute" sein.
Eine Aussage ,wie 21.400 Lungenkrebsfaelle gehen auf Passivrauchen zurueck,sind wissenschaftlicher Schwachsinn.Man kann doch nicht aus irgendwelchen Statistiken solche Kausalitaeten konstruieren,noch dazu in einer behaupteten numerischen Genauigkeit,die einfach laecherlich ist.Ich bin fuer ein Verdummungsverbot!!
Zu meiner Person: ich bin ueberzeugt,dass Rauchen extrem schaedlich ist. Ich weiss gar nicht ,was Zigaretten kosten,so egal sind sie mir persönlich.


Re: Wissenschaftlicher Schmarren!

schmarrren ist:
dass in österreich raucherschutz anstatt nichtraucherschutz betrieben wird. es ist - abgesehen von allen "studien" - ein zumutung, wenn nichtraucher gezwungen werden, den von rauchern produzierten dreck einzuatmen. das ist bei uns sehr oft der fall. das gehört endlich abgestellt. dann können sich die nikotingestuerten künstlilch aufregen.
die nikotinsüchtigen sind die einzigen, denen solche möglichkeiten geboten werden, sich zu bejammern.

Jetzt muss man aber die Autos


sofort verbieten!

Re: Jetzt muss man aber die Autos

nachdem rücksichtslose raucher öffentlich ausgepeitscht werden

Gast: Gast
26.11.2010 10:21
4

Das trifft für Österreich nicht zu

Denn in Österreich raucht die klare Mehrheit der Menschen. Das müsste ja dann für Österreich heissen, dass 80% der Kinder, 66% der NR und 70% der NRinnen dem Passivrauchen ausgesetzt sind - was natürlich blödsinn ist, denn die Mehrhait in Österreich rauch ja.

Re: Das trifft für Österreich nicht zu

seit wann sind 30% eine klare mehrheit? von diesen sind wieder nur die hälfte derart süchtig, dass sie nicht einmal auf die eigenen kinder rücksicht nehmen. aber süchtige sehen sich und ihr problem gerne als zentral und allumfassend. dann sagen sie auch noch solche sachen wie: ich tue es ja nur, weil es eh fast alle machen

Gast: MR
26.11.2010 09:50
4

Naja!

Angesichts der 46 Mio Abtreibungen weltweit p.a. sind die paar Toten wg. Passivrauchen eigentlich eine kleiner Größe.

Re: Naja!

also, wer schon eine große hürde schafft, der kann dann ruhig bei der nächsten draufgehen. weil, er hätte ja schon bei der ersten scheitern können

Gast: Volant
26.11.2010 09:46
1

Relationen...

600000 Opfer jaehrlich und die Taeter(Produzenten,Haendler,Raucher) kommen ungeschoren davon.
Rechnen wir das hoch kommt auf eine Generation 12 Millionen Tote.Ein unglaublicher Massenmord.
Nichts geschieht.Im Vergleich dazu wird bei einem einzgen Terroropfer ein Aufwand betrieben die den Bewohnern ganzer Nationen die Freiheit raubt.

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