Westbahn schließt Raucherlounge in Zügen

16.01.2012 | 18:25 |   (Die Presse)

Erst wenn die Rechtslage klar ist, dürfen die Fahrgäste der Westbahn wieder rauchen. Die Strafen kämen zu teuer. Aus den Raucherlounges werden gewöhnliche Sitzplätze. Bei den ÖBB dürfte man sich indes freuen.

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Wien/Cim. Seit Montag darf in den Zügen der Westbahn nicht mehr geraucht werden. Die Hinweisschilder werden abgenommen, aus den Raucherlounges werden gewöhnliche Sitzplätze. Zu groß ist die Angst der Betreiber vor erheblichen Verwaltungsstrafen.

Schließlich hat der selbst ernannte Raucher-Sheriff Dietmar Erlacher Klagen und Anzeigen angekündigt, wenn in den Zügen weiterhin geraucht wird. Das könnte teuer werden. Im Wiederholungsfall könnte so eine Verwaltungsstrafe jedes Mal wieder 10.000 Euro kosten, sagt Manfred Mader, Sprecher der Westbahn.

Solange die Rechtslage nicht klar ist, darf in den Zügen nicht geraucht werden. Das Unternehmen will diese Frage aber bis in die letzte Instanz ausfechten. In erster Instanz, so Mader, werde man vermutlich aber verlieren. Schließlich hat das Gesundheitsministerium in einem Schreiben an die zuständigen Behörden festgestellt, dass man trotz unklarer Rechtsgrundlage der Ansicht sei, dass das Rauchen in der Westbahn nicht zulässig ist, weil es sich dabei um öffentliche Orte handle. In erster Instanz werde das Gericht vermutlich dieser Sichtweise folgen, so Mader.

ÖBB: Zahl der Fahrgäste stabil

Bis zu einer Entscheidung werde mindestens ein halbes Jahr vergehen. Bei den ÖBB dürfte man sich freuen, dass die Westbahn nun keine Raucher mehr lockt. Auch bisher sei die Zahl der Fahrgäste trotz neuer Konkurrenz im Dezember „stabil“ geblieben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2012)

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266 Kommentare
 
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Gast: Gerhard
18.01.2012 18:14
0

Gerhard Tritscher

Wie gut die Öbb rechnen kann, merkt man ja im Ennstal! Die Züge gerammelt voll und man behaupte 30 Fahrgäste Graz - Salzburg! Von der Realität keine Ahnung! Und wer behaupten müsse, das Fernverkehrszüge von Abfahrts bis Endbahnhof die gleichen Insassen haben sollen um wirtschaftlich zu sein, möge sich bitte eine andere Strategie überlegen! Beste Grüsse an das Öbb Rechenwerk!

Gast: MR
18.01.2012 12:31
7

Nichtraucher-Faschismus pur

Die Denunzianten und Blockwarte haben wieder einen Sieg errungen!

Es geht nicht um "ein bisserl Rauch"

Es geht nicht um "ein bisserl Rauch", um "ein bisserl Belästigung", es geht um Totschlag und Selbstmord bei 6.000 Giftstoffen und 64 krebsauslösenden Stoffen, geduldet, gefördert durch gesetzlose Wirte (15.000 Anzeigen in 3 Jahren, und täglich werden es mehr!).
Nichts anderes ist nämlich das passive und aktive Tabakrauchen. Auf www.sis.info und www.krebsforum.at kann sich jede/r informieren, und Anzeigen an krebspatienten@gmail.com senden.
Danke, mit herzlichen Grüßen aus Tirol!

Re: Es geht nicht um "ein bisserl Rauch"

http://www.youtube.com/watch?v=Hxfh73BldzI

Antworten Gast: Kopfschütteln
17.01.2012 23:23
4

Re: Es geht nicht um "ein bisserl Rauch"

Totschlag, Selbstmord, blöde Frage warum kämpft ihr nicht mit gleicher Verbissenheit gegen den Autoverkehr, die Chance mit den damit verbundenen Umweltgifte erkranken zu können ist um Potenzen höher als bei passivem Mitrauchen?

Und es fragt sich auch, ob diese Gruppe selbst wenigstes so viel ist, wenn schon nicht aus Angst sondern zumindest auf Solidarität auf Auto zu verzichten und auf elektrischen Strom, um glaubwürdig zu sein, erwarte ich mir da schon das man auf jeden modernen Luxus verzichtet, dazu gehört auch das abbrennen von Kerzen die die Luft in geschlossenen Räumen erheblich belastet.

Wo bleibt die Selbstkontrolle durch Verzicht, ich sehe sie nicht, daher geht's nicht um Gesundheit oder sonnst etwas, sondern nur um Bosheit, Neid und Zerstörung und um nichts anderes, alle anderen Argumente ist vorgeschobene Heuchelei!

Es geht nicht um "ein bisserl Rauch"

Sie sehen nichts, dann kommens nach Tirol, ohne Auto, ich habe auch keines.
Und ein bisserl Arbeit, Autoverkehr eindämmen, müssen wir Ihnen auch lassen. :)

Gast: naund?
17.01.2012 15:37
3

Was ist das Problem?

Dann darf man halt nicht in den Zügen rauchen. So what? Es gibt wirklich wichtigeres als so ein Thema. Im Flugzeug darf ich auch nicht rauchen und hindert es irgendeinen Sauproleten daran die Maschine zu besteigen? Und wer benutzt bitte die Bahn nur weil der da Rauchen darf? Lächerlich! Ja das ist das ultimative Argument für mich Bahn zu fahren.... außerdem finde ich es schon richtig, dass bei dem anderem Betreiber auch nicht geraucht werden darf, wenn es der ÖBB untersagt ist. Das wäre dann ein unfairer Vorteil für den privaten.

Re: Was ist das Problem?

Außerdem finde ich es amüsant, wie Sie im selben Posting erklären, dass Rauchen keinen wirtschaftlichen Vorteil bringt und sich dann über den Vorteil beschweren.

Re: Was ist das Problem?

Alle Raucher als Sauproleten zu bezeichnen ist ziemlich arrogant. Die gibt es aus allen Schichten.

Und ja, es hindert sicher manche Leute daran, Langstreckenflüge zu buchen. Keiner würde das offen zugeben, aber ich bin mir sicher, dass Leute (unbewusst) Situationen vermeiden, in denen sie lange nicht rauchen können. Ich kann mir vorstellen, dass u. a. deswegen einige auf's Auto ausweichen. Wenn man einem Raucher die Zigaretten nimmt, würde er die unvorstellbarsten Dinge machen, nur um an welche zu kommen.

Es ist eine Sucht, die sich rational nicht erklären lässt. Ich selbst finde ich es mittlerweile auch nur mehr ekelhaft und extrem lästig; ich habe es aber noch nicht geschafft, damit aufzuhören, da ich nicht die Zeit habe, mich von den ständigen Gedanken daran ablenken zu lassen, die man in den ersten paar Wochen, Monaten (?) einfach hat.

Gast: skiaustria
17.01.2012 13:27
1

Rauchen hat ein Imageproblem

Rauchen ist in der Öffentlichkeit nicht sehr beliebt. deshalb müssen gesunde Sympahtieträger her. Die Athleten vom Austria Skiteam eigen sich sehr gut dafür.
Den Rauchen fördert die Leistung. Weiterhin muss die Werbung für das Rauchen in der Nähe von Schulen und in Jugendfussballvereinen verstärkt werden. Rauchen schafft Arbeitsplätze. Zielführend sind auch Raucherbereiche in McDonalds Restaurants, da hier sehr viele Mütter mit Ihren Kindern sind. Also weg den genussfeindlichen Politikern die den Kindern und Jugendlichen das Rauchen verbieten wollen. Rauchen bedeuted Freiheit Genuss und Abenteuer. Rauchen befreit. Weg mit allen Nichtrauchern! Sie sind die Feinde der DEmokratie und der Selbstbestimmung.

Antworten Gast: ahja
17.01.2012 15:25
2

Re: Rauchen hat ein Imageproblem

bei Ihrem Kommentar ist einem nicht ganz klar ob Sie einen tiefen Sarkasmus besitzen oder das ernst meinen. Ich gehe aber doch eher von ersterem aus....

Gast: StupidAustrians
17.01.2012 11:42
4

Liebe selbstgerechte Pensionisten

die ihr vor langer Zeit selbst mal geraucht habt und nun den Spaß jedem anderen missgönnt - ich hab eine bessere Idee, falls ihr euch Nutzlos und Ungebraucht vorkommt ...

geht wieder Arbeiten!

Gast: Austriastupid
17.01.2012 09:25
3

245 Kommnetare zur Schliessung einer Suchtkrankeneinrichtung

Ist dieser Blog eigentlich eine Selbsthilfegruppe für Suchtkranke Raucher? Fast 250 Kommentare!
Selbst offizielle Nichtraucher (netter Trick der Raucher) biedern sich hier dem Rauchergeso...ks an. Unglaublich. Freue mich schon auf Kommentare der Raucheridi...ten.

Gast: Kannnitverstan
17.01.2012 06:39
16

Absurd

Was sich da abspielt, ist mehr als absurd.
Als Nichtraucherin fühle ich mich von Rauchern in einem eigenen Raucherabteil IN KEINER WEISE bedroht.

Ab jetzt Spezial-Meldungen erwünscht ...

Promis und besondere Fälle sind ganz besonders erwünscht: http://rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=829.msg3882#msg3882

Re: Ab jetzt Spezial-Meldungen erwünscht ...

Herr Erlacher,
Sie sind ein armer Mensch!!
Da gehen Sie doch tatsächlich in ein Lokal, nicht um des Genießens Willen , sondern um den Wirt zu vernadern?
Wissen Sie, was wirklich gesundheitsschädigend ist?-
Misanthropie, Fanatismus , Mangel an Heiterkeit, Genussfähigkeit und Lebensfreude und, nicht zuletzt, Denunziantentum.
Sie können sich Ihre Prognose ausrechnen.

Antworten Gast: liberales Weißbrot
17.01.2012 08:29
12

Re: Ab jetzt Spezial-Meldungen erwünscht ...

Leute wie Sie braucht echt keiner.....
nichtmal ich als Nichtraucher der auch lieber in rauchfreien Lokalen unterwegs ist.

GehnS dorthin wo der Pfeffer wächst und lassnS den Schas, Sie Wichtigmacher.

Antworten Gast: Didi_des_kauns_net_sein
17.01.2012 02:29
10

Re: Ab jetzt Spezial-Meldungen erwünscht ...

Spezialmeldungen? Sowas etwa?
Betrieb : A-Danceclub 1200 Handelskai 94
Besuchszeit : 15.1.2012 von 0 Uhr bis 2 Uhr
Anzahl der Raucher im NRR : 8 von insgesamt 700 Gästen,40 Tische,110 Sitzplätze
Anzahl der geschädigten NRR : 692.
Anzahl der Gäste in den 3 RR : 1500 ,75 Tische,250 Sitzplätze,150 Aschenbecher.
Der seit 3 Jahren bestehende NRR-Hauptgang inclusive den 3 Kassenbereichen,
den 2 Garderoben und dem Pizzastand wurde mit 18.11.2011 in einen zusätzlichen
dritten RR umgewandelt.
Verursacht durch die zwei 2,8 m breiten permanent offen stehenden Eingangstüren
bildet sich eine intensive Rauchwolke bereits weit vor dem Lokaleingang.
Zusätzlich dringt die volle Rauchlast der 3 RR in den NRR,weil die mit 110 Gästen
pro Minute stark frequentierte toilettenseitige 1,1 Meter breite Tür von 1 Uhr bis 1 Uhr 25
ständig offen gehalten wurde.
Um Veranlaßung,dass Rauch nicht in den NRR dringt und zumindest die Hälfte
der Räumlichkeiten NRR sein müssen,wird ersucht.

Wie darf ich mir das vorstellen. Sie rennen in einer Diskothek mit einem Maßband bewaffnet herum, um Türen auf den Zehntelmeter genau zu messen?

Gott sei Dank muss man Sie nicht ernst nehmen. :-)

Gast: See_you_in_litigation
16.01.2012 22:42
7

Mutig, mutig

Zitat von rauchersherriff.at:
Bitte führen Sie eine Befundaufnahme alle 2 Wochen durch und wiederholen Sie die Anzeige, wenn notwendig.
Namentliche Anzeigen haben deutlich mehr Aussicht auf Erfolg als anonyme Anzeigen. (hier gibt es ein UVS-Urteil, siehe unter "A N Z E I G E - A N O N Y M").
Wir übernehmen auf Wunsch lediglich die Daten und leiten die Meldung anonymisiert weiter.
Bei Rückfragen durch die Behörden oder durch den UVS fragen wir Sie zuerst, ob Sie einer evtl. Zeugenschaft zustimmen.

Helfen Sie weiterhin mit, das Versagen des Gesetzes aufzuzeigen.

Danke!
----------------

Hui, fraglos einfach so Anzeigen erstatten, dazu auffordern, ohne selbst Verfahrensbeteiligter zu sein? Wenn das nicht nach Arbeit riecht - die Kanzlei, in der ich arbeite, wird sich drum kümmern ..:-)

Liebe Grüße

Mutig, mutig, aber wenig intelligent!

Ich freue mich, aber wie immer in solchen Foren: blah, blah!

Re: Mutig, mutig

Ich bin kein Anwalt, aber mir erscheint diese Massenanzeigerei nicht legal zu sein.

Re: Re: Mutig, mutig

Wir haben freie Meinungsäußerung, ganz besonders die Anonymus in diesen Foren; zudem nur heiße Luft dahintersteckt, nein, kalte :)

Antworten Antworten Antworten Gast: l.W.
17.01.2012 11:22
6

Wir haben freie Meinungsäußerung


Was Sie betreiben ist keine "Äußerung", wie Sie es gerne verharmlosend bezeichnen, sondern schlichtweg "Querulantismus".

Und da kommt man schneller in die Psychiatrie, als man glaubt. Gibt genug Beispiele.

Re: Wir haben freie Meinungsäußerung

Danke! Jetzt weiß ich endlich, warum Zwangsjacken auch "Nichtraucherjacken" heißen.

Gast: Anti-Misanthrop
16.01.2012 22:30
7

übrigens...

Meine Familie, seit 3 Generationen ausschließlich (bis auf eine Ausnahme) Raucher, hatte noch nicht einen Krebsfall zu beklagen und jeder Einzelne ist über 85 Jahre alt geworden - vielleicht liegt es doch an den Genen? Kämpfen Sie doch gegen die!

Re: übrigens...

Ich wünsche es Ihnen nicht, aber wissen Sie und Ihre Lieben, ob nicht bereits Krebs, massiv, in Ihnen schlummert: Lesen Sie sich ein: www.krebsforum.at

 
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