Ein heikles Urteil: Beschneidung ist strafbar

27.06.2012 | 18:26 |  THOMAS KRAMAR (Die Presse)

Ein Spruch des Kölner Landesgerichts empört Juden und Moslems: Sie sehen die Religionsfreiheit gefährdet. Kann man Beschneidung als Körperverletzung sehen? Und woher kommt dieses Ritual?

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Die Beschneidung von Buben ist grundsätzlich strafbar: Diese Auffassung vertritt das Kölner Landgericht in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil. Anlass war die Beschneidung eines Vierjährigen auf Wunsch seiner muslimischen Eltern. Es kam zu Nachblutungen, die Mutter brachte den Buben ins Krankenhaus. Dort glaubte ein Arzt zu verstehen, dass die Mutter nicht mit dem Eingriff einverstanden gewesen sei, und informierte die Polizei.

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Das Kölner Amtsgericht sprach den Arzt, der die Beschneidung vorgenommen hatte, frei. Doch die nächste Instanz, das Kölner Landgericht, urteilte anders. Der Arzt, der selbst Moslem ist, wird allerdings nicht bestraft, weil ihm das Gericht zubilligt, er habe „subjektiv guten Gewissens“ gehandelt und geglaubt, er habe rechtmäßig gehandelt.

 

Fehlende medizinische Indikation

Tatsächlich ist das Urteil unerwartet – und problematisch: Es impliziert, dass alle Muslime und Juden, die ihre Söhne den Sitten ihrer Religion gemäß beschneiden lassen, eine strafbare Handlung begünstigen. Und dass der Arzt sich der Körperverletzung schuldig macht. Holm Putzke, Strafrechtler an der Uni Passau, der hinter dem Urteil steht, sei „schlicht mit dem Handwerkszeug des Fachjuristen an die Sache herangegangen“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“: „Immer, wenn der Arzt das Messer ansetzt, geschieht eine Körperverletzung, wissen die Juristen. Der Arzt braucht einen guten Grund, um loszuschneiden.“ Ein solcher ist eine medizinische Indikation, etwa eine Vorhautverengung, aber kein religiöser Brauch.

„Prinzipiell muss jeder ärztliche Eingriff medizinisch indiziert sein“, erklärt auch Jürgen Wallner, Medizinethiker am Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Brüder: „Weibliche Genitalverstümmelung kann zum Beispiel sicher nie gerechtfertigt sein, auch wenn eine Frau sie selbst wünscht. Bis jetzt wird die Beschneidung von Buben, die noch nicht selbst entscheiden können, als sozial adäquat geduldet; es ist aber gut vorstellbar, dass sich das ändert, auch in Österreich. Der Stellenwert der Selbstbestimmung – auch von Kindern – ist ja in den letzten Jahrzehnten bei rechtlichen Entscheidungen immer wichtiger geworden.“

Zu einem ähnlichen Befund kommt der Kommentator der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: Der Rechtsstaat müsse „auch Kinder vor ihren Eltern und deren Überzeugungen in Schutz nehmen, falls die Kinder die Folgen nicht bis zur Volljährigkeit auswachsen können“ – was bei durchstochenen Ohrläppchen z.B. der Fall ist. Jedenfalls sei „das gesellschaftspolitisch höchst heikle Urteil rechtsstaatlich unumgänglich“.

Die betroffenen Religionsgemeinschaften protestieren naturgemäß gegen den Spruch, dem ja eine Abwägung zugrunde liegt: Das Landgericht setzt das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit über das Recht der Eltern auf freie Religionsausübung und die Entscheidung über die Erziehung ihrer Kinder. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland betont dagegen, die Religionsfreiheit sei „ein sehr hohes Gut in unserer Verfassung und darf nicht Spielball einer eindimensionalen Rechtsprechung sein“. Das Urteil sei ein „unzulässiger Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften und in das Elternrecht“. Noch schärfer protestiert der Zentralrat der Juden: Er sieht einen „beispiellosen und dramatischen Eingriff“, einen „unerhörten und unsensiblen Akt“.

Das Problem wäre entschärft, wenn die Beschneidung in einem höheren Alter stattfinden würde, darüber sind sich befragte Juristen einig. So fragt Putzke: „Warum verschieben Juden und Muslime die Beschneidung nicht auf einen späteren Zeitpunkt und belassen es bei einem symbolischen Ritus, einem kleinen Stich zum Beispiel?“

Zumindest bei den Juden ist die Antwort klar: Weil die Beschneidung „das Zeichen des Bundes zwischen mir und euch“ ist, sagt Jahwe zu Abraham. Und er ordnet an: „Jedes Knäblein, wenn's acht Tage ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen.“ Noch deutlicher: „Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat“ (1.Mose, 17).

 

Hygienische Gründe?

Im Islam gibt es keine Begründung der Beschneidung durch den Koran, nur durch die Tradition – die auf vorislamische Bräuche zurückgeht. Wie überhaupt die Beschneidung sehr alt ist. Herodot glaubte, „dass die Kolcher, die Ägypter und Äthiopier ursprünglich die einzigen Völker sind, die sich beschneiden“. Doch der Ursprung dieser Sitte ist umstritten. Freudianer glauben an eine symbolische Kastration (als sublimierte Strafe für einen urzeitlichen Vatermord); häufig ist die These, dass gerade in heißen Gegenden die Beschneidung hygienische Vorteile bringt, vielleicht auch gesundheitliche: Heute noch stecken Beschnittene sich selbst und ihre Partnerinnen seltener mit HIV und Herpes an. Denkbar ist auch, dass häufige Fälle von Vorhautverengung – die ja nicht nur lästig ist, sondern auch den Geschlechtsverkehr erschweren kann – ein Anlass waren. In den USA sind heute 75 Prozent der Männer beschnitten, und man findet alle drei Begründungen. Dazu die bei Beschnittenen populäre, dass das Fehlen der Vorhaut die Dauer des Koitus verlängere.

 

„Beschneidung der Herzen“

Dass Christen ihre Buben nicht aus religiösen Gründen beschneiden, hat seine Wurzel in der Loslösung von der Mutterreligion, dem Judentum. An die Römer schrieb Paulus: „Die Beschneidung ist wohl nütze, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden.“ Und er spricht von einer „Beschneidung der Herzen“, eine Stelle im fünften Buch Mose zitierend: „So beschneidet nun eure Herzen und seid nicht so halsstarrig.“

Es ist nicht zu erwarten, dass sich Juden und Moslems mit einer solchen Sublimierung, einer Entschärfung der Beschneidung zu einem rein symbolischen Akt abfinden, zu mächtig – und auch würdig – ist solche Tradition. So wird uns die nun einmal gestartete Debatte lange begleiten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.06.2012)

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32 Kommentare
 
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Gast: Ron45
14.07.2012 11:24
1 0

Alle Säugetiere haben Vorhäute...

Zum Thema Hygiene:
Zitat von beschneidung-von-jungen punkt de
>>>
Pflege der Vorhaut
Der natürliche Penis bedarf keiner besonderen Pflege. Die kindliche Vorhaut ist, wie die Augenlider, selbst reinigend. So wie es schädlich ist die Augenlider anzuheben und die Augäpfel zu reinigen, ist es schädlich, die Vorhaut des Kindes zurückzuziehen und die Eichel zu reinigen. 26

Der weiße Weichmacher unter der Vorhaut wird Smegma genannt. Smegma ist wahrscheinlich eine der am meisten missverstandenen, und zu Unrecht verteufelten Substanz der Natur. Smegma, entgegen dem landläufigen Vorurteil, ist sauber, heilsam und notwendig. Es befeuchtet die Eichel und hält sie weich und geschmeidig. Seine antibakteriellen und antiviralen Bestandteile erhalten den Penis gesund und rein. Sämtliche Säugetiere produzieren Smegma. Der Arzt Thomas J. Ritter, MD, hob seine Bedeutung hervor indem er erklärte, "Das Tierreich würde wahrscheinlich aufhören zu existieren ohne Smegma." 27

Studien haben gezeigt, dass man keine Seife auf der Eichel oder dem inneren Vorhautblatt anwenden soll.28 Das gewaltsame Zurückziehen und Waschen der kindlichen Vorhaut, zerstört die nützliche bakterielle Flora, welche den Penis vor schädlichen Keimen schützt, und kann zu Irritationen und Infektionen führen. Die beste Pflege für den Penis des Kindes ist ihn in Ruhe

Gast: gaub_nix
02.07.2012 20:52
0 0

Glaubenspsycho:

Die Verhaltenseigenheit (sa. Konrad Lorenz, Verhaltenseigenheiten) des Glaubens ist ein Instinkt, um in einem Schockzustand besser überlebensfähig zu sein und diese Eigenschaft wird von Suggestivtäuschern ("Profeten")dazu ausgenutzt um Menschen hörig, abhängig, zu machen um damit Vorteile daraus zu ziehen.
Dieses Glaubensverhalten ist besonders bei Minderintelligenz ausgeprägt und leicht anregbar. Besonders im kindlichen Alter, bei noch mangelnder Kritikfähigkeit, ist Glauben leicht oktrojierbar. Deswegen wird diese Tatsache von den Glaubensinfektoren, mittels Gewaltausübung, im unmündigen Alter ausgenutzt. Eine Loslösung von diesem Mühlstein um den Hals gelingt dann nur mehr Wenigen, bei Erlangung einer selbständigen Kritikfähigkeit.
Der Glaubende ist dabei in einer Krankheit der Zwangshandlung gefangen und ist zu keinerlei Kritik fähig und befolgt diese religiösen Anweisungen bis zum Selbstmordattentat.

Menschenrechte sind stets wichtiger als Religionen!

Bei diesem umstrittenen Urteil geht es hauptsächlich darum, was wichtiger sind: die Menschenrechte oder religiöse Überzeugungen und Traditionen.

Zunächst einmal: Nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder sind Menschen. Daher genießen Sie alle gleichermaßen(!) den Schutz der auf der ganzen Erde geltenden Menschenrechte, welche z.B. jedem Menschen das Recht auf körperliche Unversehrtheit zubilligen.

Somit ist es weder Eltern noch durch sie beauftragte andere Personen erlaubt, bei ihrem minderjährigen Jungen eine Beschneidung durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Denn sie ist eine nicht mehr korrigierbare körperliche Verletzung, welche auch mit Nachteilen verbunden ist (z.B. verminderte Erektionsfähigkeit wegen höherer Unempfindlichkeit der Eichel). Folglich ist es verständlich und mitmenschlich, dass solch eine bedeutsame risikobelastete Operation bei einem Kind nur dann erlaubt sein darf, wenn sie medizinisch notwendig ist. In allen anderen Fällen kann sicher bis zur Volljährigkeit gewartet werden.

Religiöse Traditionen sind nicht dafür da, ungeprüft ständig weitergegeben und praktiziert zu werden, sondern sie sind in der Pflicht, sich neueren Erkenntnissen anzupassen!
Schon in der Bibel wird dazu aufgefordert: „Prüfet alles, und das Gute behaltet!“ Vor allem sollte es selbstverständlich sein, Traditionen gemäß den Menschenrechten zu verändern. Denn nur sie können mehr Zufriedenheit und Frieden bei all den unterschiedlichsten Menschen auf dieser Erde bewirken.


Gast: derSteinwender
29.06.2012 00:09
1 0

Warum

wird in keinem einzigen Artikel zu diesem Thema die Tatsache erwähnt, daß es im jüdischen "Glauben" zusätzlich zur traumatischen Genitalverstümmelung zur Fellatio durch den Beschneider am männlichen Baby zum Zwecke der Blutabsaugung kommt? Man kann dazu recherchieren, Kafka berichtet in seinen Tagebüchern darüber.
Man stelle sich vor, Ähnliches würde im "säkularen" Rahmen geschehen.....
Das Kölner Gerichtsurteil ist der erste mutige Schritt gegen den religiösen Wahn!

Antworten Gast: tutep
29.06.2012 18:27
0 1

Re: Warum

Die Quelle hätte ich gerne...

Gast: Blankensteiner Husar
28.06.2012 23:48
3 0

Schön, dass "unsere" Politiker uns verkaufen. An die religiösen Fanatiker

Und schön, dass wir das auch alles schön zahlen dürfen!
Weil wir ja Demokratie sind und gegenüber den Undemokratischen schön tolerant sind.

Beschneidung ist und bleibt Körperverletzung

Das Aufheulen der Vertreter von Judentum/Islam war abzusehen, wenn ein Gericht sich endlich traut - implizit - auszusprechen, dass es eine Wertung zwischen Grundrechten gibt, bei dem jedenfalls die körperliche Unversehrtheit weitaus höher zu stellen ist, als jenes der Eltern (!) auf freie Religionsausübung.

Es muss - und das habe ich in anderen Fällen mit religiösem Hintergrund schon öfters betont - das Recht auf freie Religionsausübung endlich so interpretiert werden, dass dies eben nicht bedeuten kann, dass der Staat dafür zu sorgen hat, dass alle religiösen Vorschriften einer Bekenntnisgemeinschaft durchzusetzen sind - unabhängig davon, ob andere Rechtsgüter entgegen stehen.

Die Beschneidung ist definitiv - von medizinisch indizierten Fällen abgesehen - eine schwere Körperverletzung mit Dauerfolgen, von der ein Arzt eben nicht mit dem Einverständnis der Eltern reingewaschen werden kann - er hat den Eingriff abzulehnen.

In gleicher - unbestrittenen - Weise ist heute etabliert, dass Kinder von Zeugen Jehovas - falls dies medizinisch erforderlich ist - auch gegen den Willen der Eltern mit Blutkonserven behandelt und versorgt werden, weil auch hier zu Recht das Kindeswohl sowie das Recht des Kindes auf bestmögliche Heilbehandlung Vorrang haben muss vor religiösen Regeln.

Apropos Regeln, man verzeihe mir die Respektlosigkeit, aber Regeln, von irgendwelchen Menschen vor langer Zeit aufgeschrieben, mit der BEHAUPTUNG, es sei Gottes Wort - sollte der Staat nicht schützen.

Antworten Gast: irtonieaus
29.06.2012 18:26
0 1

Re: Beschneidung ist und bleibt Körperverletzung

Ja klar, es muss der jüdische / islamische / eh wurscht Feind besiegt werden! blaa blaa

worüber Die Presse nix berichtet: >>> „Auch die katholische Deutsche Bischofskonferenz kritisierte die Entscheidung als "äußerst befremdlich" und bezeichnete das Verbot als schwerwiegenden Eingriff in die Religionsfreiheit…“ <<<




vgl. http://www.ftd.de/politik/deutschland/:nach-koelner-gerichtsurteil-auch-katholiken-kritisieren-beschneidungsverbot/70055895.html



Anmerkung: Die Presse ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche




Antworten Gast: _gast_
28.06.2012 20:52
2 0

Re: worüber Die Presse nix berichtet: >>> „Auch die katholische Deutsche Bischofskonferenz kritisierte die Entscheidung als "äußerst befremdlich" und bezeichnete das Verbot als schwerwiegenden Eingriff in die Religionsfreiheit…“ <<<


Die Presse ist halt eine Kirchenzeitung :o(


5 0

Bravo der deutschen Justiz!

Der Fall zeigt wieder einmal, dass der Stellenwert der Religionsfreiheit in unseren Verfassungen und im Rahmen unserer Grundrechte kritisch hinterfragt werden muss. Religionsfreiheit kollidiert zunehmend mit anderen Freiheiten und wird gerade von jenen Religionen (Islam, Judentum) reklamiert, die gegenüber Anders- oder Nichtgläubigen zu Intoleranz neigen. Wir sehen uns immer mehr einer Instrumentalisierung und einem Missbrauch des Rechts auf Religionsfreiheit konfrontiert. Das kann nicht das Ziel sein.

Antworten Gast: wirklinet
29.06.2012 18:25
0 1

Re: Bravo der deutschen Justiz!

"...der Stellenwert der Religionsfreiheit in unseren Verfassungen und im Rahmen unserer Grundrechte kritisch hinterfragt werden muss." Interessant... also soll der Katholizismus wieder Staatsreligion werden?

Gast: ___
28.06.2012 13:07
3 0

Subunterschrift irreführend

"Kann man Beschneidung als Körperverletzung sehen?"

Beschneidung ist natürlich eine Körperverletzung, das bestreitet niemand und das steht auch nicht zur Debatte.

Es geht nur um die Frage, ob es eine strafbare Körperverletzung darstellt, oder ob sie legitim ist.

Gast: gaub_nix
28.06.2012 12:12
1 0

Glauben wirkt wie Selbsthypnose.

Vom Schwachsinnigen zum Geisteskranken, indem sich ein Leichtgläubiger zum Glauben verleiten lässt.

Antworten Gast: nneeiinn
29.06.2012 18:17
0 0

Re: Glauben wirkt wie Selbsthypnose.

Verleiten? Nein, wir haben keine Mission.

Gast: Pro Beschneidung
28.06.2012 11:24
0 2

Worum geht es euch eigentlich?

Die Argumentationen in diesen Foren sind erschreckend!

Buben, bei denen das Beschneidungsritual durchgeführt wird,...

1. erleben es NICHT als Trauma und tragen auch KEINE posttraumatische Belasungsstörungen davon
2. haben KEINE Nachteile während des Geschlechtverkehrs - im Gegenteil - sind laut vielen Frauen sogar bessere Liebhaber
3. tragen KEINE Gesundheitsrisiken davon (absolut minimale, und nur sehr selten)
4. haben längerfristig gesehen, viele GESUNDHEITLICHE VORTEILE - weniger Peniskarzinome, weniger Eichelentzündungen, keine Vorhautverengungen...
5. haben längerfristig gesehen, deren Partner auch NUR VORTEILE davon - HPV Infektionen seltener, HIV Infektionen seltener, Gebärmutterhalskrebs seltener...

Was interessiert es euch plötzlich ob moslemische oder jüdische Eltern ihre Söhne beschneiden lassen oder nicht? Liegt es euch wirklich an das Wohlergehen dieser Kinder? Ich hab noch nie jemanden gehört, dass sich darüber beschwert hat dass er beschnitten ist?

Und bitte keine Vergleiche mit Genitalverstümmelung bei Frauen, weil das hat andere sowohl medizinische und als auch emotionelle Konsequenzen für eine Frau.

Re: Worum geht es euch eigentlich?

Trauma? Alles was weh tut führt zu einem Trauma, mehr oder weniger und die Zeit verheilt so manche Wunde.

Davon mal abgesehen, Mensch sollte es ermöglicht sein SELBST zu bestimmen ob und wie er verstümmelt werden will. Wobei auch dabei gibt es Grenzen, wenn ich mir ein Bein amputieren will, wird sich wohl kaum ein Arzt finden, bei einer Niere wahrscheinlich.

Wie auch immer, nicht die Eltern sollen entscheiden dürfen sondern der Betroffene mit GROSSJÄHRIGKEIT!

0 0

Re: Worum geht es euch eigentlich?

Geschlechtsverkehr bei einem Säugling? Habe ich richtig gelesen?

Antworten Gast: Einmalkurzgelächelt
28.06.2012 11:54
5 0

Re: Worum geht es euch eigentlich?

[citation needed]

All deine "Argumente" wurden von unabhängigen Studien widerlegt.

Sieh dir ein Video einer Beschneidung auf Youtube an und behaupte dann ein weiteres Mal, dies sei nicht traumatisch für das Kind.

Weiters ist es schlicht und einfach frech, zu behaupten, es gäbe "'KEINE" Risiken bei einer operativen Entfernung eines Körperteils. (http://www.circumstitions.com/Complic.html)" target="_blank">http://www.circumstitions.com/Complic.html)

Antworten Antworten Gast: natuerliich
29.06.2012 18:16
0 1

Re: Re: Worum geht es euch eigentlich?

Natürlich sieht es grauslich aus - aber ich hatte und habe keine Probleme damit...

Antworten Antworten Gast: Pro Beschneidung
28.06.2012 22:48
0 1

Informiere dich ein wenig mehr...


Ich weiß nicht von welchen Studien du redest, aber mehrere Meta Analysen in den aussagekräftigsten Journalen (Lancet, Science, und viele fachspezifische Top Journale) zeigen die Vorteile einer Beschneidung und empfehlen es sogar... Wenn du mir nicht glaubst dann schau dir mal die Ergebnisse solcher Studien selber an (www.pubmed.com).

Ich muss mir kein Video einer Beschneidung anschauen, da ich schon bei mehreren dabei war. Das Kind weint, bekommt Milch von der Mama und die Sache ist innnerhalb von Minuten vorbei... Keiner bleibt davon traumatisiert...

Kenne viele beschnittene Männer, noch nie habe ich von einer Infektion bei der Beschneidung gehört. Natürlich ist es möglich, aber sehr selten... Auf Beipackzettel und Aufklärungsbögen findest du sehr viele Nebenwirkungen beschrieben, aber schau dir mal die Statistiken dazu an...

Antworten Antworten Antworten Gast: mimamo
18.07.2012 21:50
1 0

Re: Informiere dich ein wenig mehr...

...und du überleg mal bitte..

Die Meta-Analysen zeigen tatsächlich gesundheitlichen Vorteile. Jedoch sind durch Sex übertragene HPV und HIV -Infektion nicht gerade die typischen Erkrankungen eines Säuglings. Dieser kann sich nach Geschlechtsreife immer noch entscheiden, ob er diese invasive Methode zur Minimierung eines in unseren Breiten insgesamt gar nicht so großen Risikos wählt, oder sagen wir z.B. einfach Kondome verwendet , oder sich HPV impfen lässt.

Diese Argumentation rechtfertigt nicht die Verletzung des Selbstbestimmungsrechts eines Menschen aus rein religiösen Überlegungen der Eltern.

nach unserer rechtssprechung kann das doch nur VORSETZLICHE körperverletzung sein


Gast: frenzi
28.06.2012 02:01
10 0

Es IST Körperverletzung und eine der größten Obszönitäten auf dieser Erde, einem Säugling aus religiösen Grunden mit dem Messer an den Schwanz zu gehen

Bravo für dieses Urteil.
Ebenso gehört das Schächten ohne Betäubung, diese glatte Tierquälerei, verboten.
Keine Extrawürste für Religionsgemeinschaften.

Antworten Gast: tom-tom
28.06.2012 11:18
2 0

Re: Es IST Körperverletzung und eine der größten Obszönitäten auf dieser Erde, einem Säugling aus religiösen Grunden mit dem Messer an den Schwanz zu gehen

Nun ja, was ist gemäss Ihrer Argumentation dann mit den USA wo 75% der Männer (überwiegend aus hygienischen und nicht aus religiösen Gründen) beschnitten sind?? Dort ist es nicht nur erlaubt, sondern üblich und gesetzeskonform, weil dieser kleine Eingriff durchaus Vorteile hat.

Diese Nicht-Beschneidung aus religiösen Gründen (bei den Christen, um sich von ihrem Ursprung, den Juden, abzugrenzen) birgt ja wie oben beschrieben auch hygienische und gesundheitliche Risiken.

Im Umkehrschluss Ihrer Argumentation müsste man dann diesen religiösen Unsinn verbieten und unabhängig von religionszugehörigkeit einfach alle beschneiden...

Haben Sie übrigens schon einmal eine "gesetzeskonforme" Schlachtung in einem EU-Schlachthaus gesehen? Da kommt einem das Grauen. Ich bin sicher dass die meisten geschächteten Tiere deutlich weniger leiden müssen. Aber bei den Schlachtungs-Vorschriften hat sich wohl eine Industrie mit kommerziellen Interessen durchgesetzt um die kleine Konkurrenz (nicht-maschinelle Schlachtungen) aus dem Markt zu drängen. Auch die meisten Hof-Schlachtungen (z.B. bei Biobauern) wurden damit anfangs abgestellt, was sich aber mittlerweile gottseidank -UUUPS- gebessert hat!

die religion :-(...

der glaube ;-(... und dass`Übel an...sich - dass glaubenLASSEN . . . ohne -kundzutun- dass`das höchste amGLAUBEN -toches- ist !

jeTiefer -der- glaube... um`sooo höher -toches- ! als dann dassHÖchste des -gläubigen- / der -gläubigen - oder ?

nur ijh ...

ps ~ mir graut vorm grauen grauen... dieser argumentation !

http://derstandard.at/1339639172243/Petra-Stuiber-Kontra-Beschneidungsverbot-Wenig-durchdachter-Spruch

 
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