Pfarrerinitiative: "Macht braucht Kontrolle"

27.06.2012 | 18:26 |   (Die Presse)

Helmut Schüllers Pfarrerinitiative lässt sich nicht mundtot machen. Jetzt rückt der Papst immer mehr ins Zentrum der Kritik. Fronten zwischen Bischöfen und einem Teil der Priester verhärten sich.

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Wien/Red. „Auch in der Kirche braucht Macht Kontrolle.“ Der Papst sei von niemandem kontrollierbar und niemandem Rechenschaft schuldig: Der Sprecher der Pfarrerinitiative, Helmut Schüller, lässt sich nicht nur nicht mundtot machen. Er geht in seiner Kritik verstärkt direkt gegen Papst Benedikt XVI. vor.

Damit verhärten sich die Fronten zwischen Bischöfen und einem Teil der „einfachen“ Priester weiter. Der Begriff Ungehorsam habe ausgedient, „wenn das System der Kirche das Thema Recht und Grundrechte kennt“, sagte Schüller am Mittwoch im Ö1-Mittagsjournal des ORF. Dass Kardinal Christoph Schönborn den Piestinger Dechanten Peter Meidinger im Amt nicht bestätigen wollte, sei auf Druck Roms geschehen. Die Plattform „Wir sind Kirche“ spricht von „menschenunwürdiger Vorgangsweise“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.06.2012)

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126 Kommentare
 
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Gast: _gast_
29.06.2012 20:45
10

Hass-Postings im Presse-Forum


es ist eine Schande, welcher breite Raum Hass-Postings von rechtsklerikalem Gesindel im Forum der Presse gegeben wird :o(


Re: Hass-Postings im Presse-Forum


Die Presse ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche:

„98,33 % der Anteile sind im Besitz der Katholischer Medien Verein Privatstiftung (vormals Katholischer Preßverein Privatstiftung) und zu 1,67 % im Besitz des Katholischen Medien Vereins (vormals Katholischer Preßverein)“

„…Meilensteine der Unternehmensentwicklung waren … die schrittweise Übernahme der österreichischen Traditionszeitung Die Presse ab 1991.“

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Styria-Verlag

vgl. http://diepresse.com/unternehmen/sales/online/532662/Offenlegung-fuer-Die-Presse-Digital



Braucht der Billa nicht einen Marketingleiter?

Schüller wäre sehr gut dazu geeignet. Verkaufen kann er. Als Priester hat er seinen Beruf verfehlt. Gibt es nicht irgendeinen Katholiken in Entscheidungsträgerfunktion, der ihm einen gutbezahlten Job anbieten könnte? Aus Loyalität zur österreichischen Kirche?

Gast: xxxx
28.06.2012 12:57
2

Wer an den Humbug glaubt

dem ist sowieso nicht zu helfen.
So oder so.

Kein Schwein in Österreich...

...interssiert die Meinung vom Schüler. Genauso wie kein Schin in Österreich 80% der Medienberichterstattung interessiert, weil es in der Presse genau wie in der Politik nur um Freunderlwirtschaft geht. Der Schüler ist halt beliebt bei den Medien, jetzt kriegt er immer eine Plattform. Interssieren tuts jedoch keinen...

Brauchen wir den Schüller wirklich?


Re: Brauchen wir den Schüller wirklich?

Ja !

Antworten Antworten Gast: Hl. Leopold
28.06.2012 14:32
0

Re: Re: Brauchen wir den Schüller wirklich?

Dann nimm ihn nach St. Pölten, oh Heiliger!

Re: Re: Brauchen wir den Schüller wirklich?

manche Leute lieben auch einen Kropf.

Gast: Leser mit Abnützungserscheinungen
28.06.2012 11:46
7

Frage an die Redaktion

Müssen wir jetzt eigentlich damit rechnen, dass in den kommenden Wochen jeder Satz Schüllers aus dem Ö1-Interview als tägliche Sensation nach und nach serviert wird?

Gast: smartbez
28.06.2012 11:24
4

antrag abgelehnt...

toll dass es jetzt den schüller gibt. er ist nun gekommen um den papst zu kontrollieren, darauf haben wir ja alle schon gewartet. aber spass beiseite, er hat offenbar die natur der organisierten spiritualität nicht verstanden. er scheint nicht einmal die bibel gelesen zu haben.

Gast: Bruder Kain
28.06.2012 11:04
3

Schüller ist für mich unglaubwürdig.

Hätte er alles zu Ende gedacht, müsste er sich mit Grausen von dieser Institution verabschieden und seinen eigenen Weg gehen. Da er dieses nicht tut, sondern glaubt, hier noch etwas "reformieren" zu müssen, bleibt er selber immer noch Teil des Systems. Und es wird sich überhaupt nichts ändern.

Werbung mal anders!

Liebe "wir alle",
das was hier geschieht ist reine Werbung für eine in die Bedeutungslosigkeit verfallende Amts-Kirche.
Wer wirklich glaubt, der braucht weder goldene Bilderrahmen, noch Priester die nicht heiraten, die brauchen nur die feste Überzeugung und den Glauben an Gott.
Das dem die Amts-Kirche entgegensteht, tja, das ist schon seit vielen hundert Jahren so, das ist wirklich nicht neu und überraschend.

Antworten Gast: Buenos Aires
28.06.2012 12:40
1

Der "reine Glaube", wie sie in hier darzustellen versuchen, zeugt höchstens davon, dass sie darin nur in der Theorie leben,

denn die "feste Überzeugung" und der "Glaube an Gott" manifestiert sich und hat sich AUCH in der Gemeinschaft mit den anderen Gläubigen zu zeigen. Der Vollzugsort des Glaubens ist die Gemeinschaft, die uns umgibt, die Gemeinschaft derer, die diesen Glauben TEILEN und ihre Außenwirkung in die Gesellschaft.

Eine Gemeinschaft kann aber nur funktionieren, wenn man zuerst gelernt hat zu HÖREN und zwar jene, die dazu berufen sind, andernfalls diese wie die EU nur eine Schönwettergemeinschaft ist und nur in ruhigen Zeiten funktioniert.

Nicht nur in Zeiten von Sturm und Regen bedarf es aber Amtsträger, die die Gemeinde zusammenhalten, führen, anleiten und sich sorgen. Nicht alle Menschen können Bäckermeister sein, nicht alle Schneidermeister, nicht alle KFZ-Meister etc., dazu bedarf es nicht nur Talent, sondern auch eine gediegene Ausbildung und Aufwand bzw. Mühe der Sache wegen und daher bedarf es auch in der Vermittlung des Glaubens Menschen, die in diesen Dingen die Leitung übernehmen und dafür nicht nur gut ausgebildet, sondern auch berufen sind und ihr ganzes Leben dem Reich Gottes widmen, auch unter Verzicht so mancher Dinge.

Die Amtskirche steht also nur jenen entgegen, die ihr höchst eigenes Süppchen kochen wollen und meinen allein es besser zu wissen. Was aber nicht heißt, dass alle Amtsträger von amtswegen schon sakrosankt sind und nicht besser sein könnten!

Antworten Gast: Buenos Aires
28.06.2012 12:37
0

Der "reine Glaube", wie sie in hier darzustellen versuchen, zeugt höchstens davon, dass sie darin nur in der Theorie leben,

denn die "feste Überzeugung" und der "Glaube an Gott" manifestiert sich und hat sich AUCH in der Gemeinschaft mit den anderen Gläubigen zu zeigen. Der Vollzugsort des Glaubens ist die Gemeinschaft, die uns umgibt, die Gemeinschaft derer, die diesen Glauben TEILEN und ihre Außenwirkung in die Gesellschaft.

Eine Gemeinschaft kann aber nur funktionieren, wenn man zuerst gelernt hat zu HÖREN und zwar jene, die dazu berufen sind, andernfalls diese wie die EU nur eine Schönwettergemeinschaft ist und nur in ruhigen Zeiten funktioniert.

Nicht nur in Zeiten von Sturm und Regen bedarf es aber Amtsträger, die die Gemeinde zusammenhalten, führen, anleiten und sich sorgen. Nicht alle Menschen können Bäckermeister sein, nicht alle Schneidermeister, nicht alle KFZ-Meister etc., dazu bedarf es nicht nur Talent, sondern auch eine gediegene Ausbildung und Aufwand bzw. Mühe der Sache wegen und daher bedarf es auch in der Vermittlung des Glaubens Menschen, die in diesen Dingen die Leitung übernehmen und dafür nicht nur gut ausgebildet, sondern auch berufen sind und ihr ganzes Leben dem Reich Gottes widmen, auch unter Verzicht so mancher Dinge.

Die Amtskirche steht also nur jenen entgegen, die ihr höchst eigenes Süppchen kochen wollen und meinen allein es besser zu wissen. Was aber nicht heißt, dass alle Amtsträger von amtswegen schon sakrosankt sind und nicht besser sein könnten!

Gast: freesoul1
28.06.2012 10:47
20

Wer spaltet die Christen?

Nicht die Pfarrerinitiative sondern die der r.kath. Kirchenorganisation zugrunde liegenden Absolutheitsansprüche spalten die Christen seit Jahr und Tag in Mächtige und Untertanen. Das mutige Herz durchschaut das und mehr und mehr Träger eines mutigen Herzen werden diesem System von Macht und Unterwerfung den Gehorsam aufkündigen.

Re: Wer spaltet die Christen?

Also, bevor Sie noch zu einem langen Heldenepos ansetzen: es braucht wirklich nicht sehr viel Mut in Österreich, um die RKK zu kritisieren. Für die Medien ist das ein Fressen, das sie sich nicht entgehen lassen. Für die Säkularen ein Spaß zum Schenkelklopfen. Mut braucht es hingegen, zur Kirche zu stehen und einen Beitrag zu leisten. Das sind die wahren Helden. Ein Schüller ist nur ein Hofnarr der Medien.

Antworten Antworten Gast: Chapeu
28.06.2012 20:53
3

Re: Re: Wer spaltet die Christen?

AUf den Punkt gebracht!

Gast: AloMan
28.06.2012 10:39
5

Schüller sollte mit diesen Slogan in die Politik einsteigen, weil er es offensichtlich nötig hat, nicht nur solche politischen Losungen auf die Kirche anzuwenden, sondern auch sein Ego nach dem Mikrophon drängt.

Denn würde er all die Arbeit und Zeit, die er für sein Ein- und Ausfliegen aufwendet, um seine protestantische Botschaft in aller Welt zu verbreiten, für die Seelsorge aufwenden, wofür er bezahlt wird, dann täte er das, was früher Pfarrer getan haben: Ganz für ihre Gemeinde da zu sein.

Offensichtlich hat er aber noch viel Zeit für anderes, "fliegt" er ja auch noch in die Unigemeinde ein. Er regt sich aber über andere Priester auf, die das gleiche tun und eine andere Gemeinde mitbetreuen.

Gast: D. Duck
28.06.2012 10:25
4

Geld!

Man muss auch das einmal klar ansprechen: Der einzige Grund, warum Schüller und die Seinen keine Spaltung wollen, sondern "sicher in meiner Kirche" bleiben, ist der finanzielle Aspekt. Fein haben, aber trotzdem Moneten.
Es dürfte klar sein, dass das Fehlen der Gelder aus den Diözesen innerhalb kürzester Zeit zum strukturlosen Sektierertum führen würde.

nachfolger

also, kapiert's doch endlich:

schüller ist der einzig richtige für den papst-posten.

und eigentlich auch gleich als lieber-gott-nachfolger, denn der und seine grundsätze auch schon in die jahre gekommen.

orf und die presse bereiten gerade die nötigen schritte zu seiner ernennung vor.

Gast: Echter Niederösterreicher
28.06.2012 10:18
5

Überschätzt???

Also meiner Meinung nach hat der Papst momentan ganz andere (wichtigere) Probleme als Schüllers wirre Gedankenwelt.

Re: Überschätzt???

Ganz richtig, z. B. die Machenschaften der Vatikanbank zu verschleiern oder die Mißbrauchsfälle zu relativieren.

Antworten Gast: austria wien
28.06.2012 11:53
4

Re: Überschätzt???

welche sorgen hat der papst - welche schuhe er demnächst kauft ?

Antworten Antworten Gast: KL25
28.06.2012 12:43
0

Re: Re: Überschätzt???

Ganz ein Gescheiter. Na, ja "austria wien"......

Antworten Antworten Antworten Gast: austria wien
28.06.2012 13:11
0

Re: Re: Re: Überschätzt???

sie sind nicht so ein gescheiter - "rapid wien" ?

 
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