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Bischof Müller: Rom ruft Streiter gegen Reformen

02.07.2012 | 18:31 |   (Die Presse)

Der Papst wählt Regensburgs Bischof Müller zum Chef der Glaubenskongregation.

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Papst Benedikt XVI. liebt keine Überraschungen. Folgerichtig hat er nach der Pensionierung des farblosen William Levadas am Montag einen Vertrauten und theologischen Seelenverwandten zum Chef der wichtigen Glaubenskongregation ernannt: den bisherigen Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller. Der 64-Jährige ist das, was man gern streitbar nennt – und bedingungslos „romtreu“.

Erst vor Kurzem sorgte der gebürtige Pfälzer für Aufregung, als er Reformgruppen wegen des Auftretens beim Katholikentag als „parasitäre Existenzformen“ qualifizierte. Der Papst beruft einen Dammbauer gegen Anliegen, wie sie auch die Pfarrerinitiative vorbringt. Bei den einschlägigen heißen Eisen weicht er keinen Millimeter vom Lehramt ab. Was ihn nicht daran hindert, mit der (entpolitisierten) Befreiungstheologie zu sympathisieren. Müller gilt in Peru als Held, wo er mit dem Armenpriester Gustavo Gutierrez befreundet ist: Der wieder ist niemand Geringerer als Spiritus Rector der Befreiungstheologie, die von Johannes Paul II. zurechtgestutzt wurde. Nun ist der karrierebewusste Müller Nach-Nachfolger Joseph Ratzingers in der Glaubenskongregation. Und wohl bald Kardinal. d.n.[AP]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.07.2012)

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20 Kommentare
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Aller Anfang der Dogmatik ist das. "CREDO in unum deum..."

Und es gibt aucgh Lehrstühle für Dogmatik!
Die Kunst einer Religionsgemeinschaft, die natürlich auch als Glaubensgemeinschaft bezeichnet wird, ist es, diesen Glauben als Wahrheit, als logisch, als gegeben als ich weiß nicht noch alles darzustellen, aber nie als etwas, das irgendwie hinterfragt werden kann. Die weitere Kunst ist es, die Nichtgläubigen als Minderwertige unbd nicht Gleichberechtigte zu behandeln. Hier existieren immer noch subtile Ausgrenzungen.

Antworten Gast: lavater
09.07.2012 21:49
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Re: Aller Anfang der Dogmatik ist das. "CREDO in unum deum..."

Ihre Argumente stimmen zu 90%. Aber sie richten sich hauptsächlich gegen etablierte religiöse Vereine und was diese aus dem Christentum gemacht haben. Sie müssten sich halt einmal die Mühe machen und das NT genau durchlesen und alle Beweise würdigen. Niemand kann blind glauben (oder zumindest kein denkender Mensch) sondern der Glaube an Gott ist immer begründet.

In der Diskussion Dawkins versus Lennox auf youtube können sie auch sehen, dass Atheisten sehr schwache und banale Argumente für ihren Unglauben haben. Der Wissenschaftler Lennox hat eindeutig die besseren Argumente auf seiner Seite.

In Johannes Kapitel 5:31-39 können sie auch die Argumente für den Glauben kurz zusammengefasst lesen.
Sie sollten nicht wie Don Quijote gegen die Windmühlen der falschen Religion kämpfen sondern lieber den echten Glauben von Herzen und ehrlich suchen.


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Re: Re: Aller Anfang der Dogmatik ist das. "CREDO in unum deum..."

Ich muss leider annehmen, dass sie Dawkins nicht richtig verstanden haben.

Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
09.07.2012 23:34
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Re: Re: Re: Aller Anfang der Dogmatik ist das. "CREDO in unum deum..."

R.Dawkins hat seine Lebensanschauung ganz auf die ET aufgebaut. Wenn die zusammenbricht, hat er nichts mehr. Sein Buch "The God delusion" wird im übrigen auch von vielen Atheisten abgelehnt, weil die Argumente einfach zu primitiv und oberflächlich sind. So fordert er eine Abkehr auch von einer "milden" Religiosität, weil die Religion NUR Schlechtes der Menschheit gebracht hätte. Ganz abgesehen davon, dass dies nicht stimmt, könnte man mit demselben Argument fordern, selbst von einem milden Atheismus unbedingt abzustehen, weil ja jederzeit ein Stalin daraus werden kann.

Aber wenn sie genug Englisch können, rate ich ihnen wirklich, das Diskussionsvideo
Dawkins versus Lennox aufgenommen an der Universität Oxford anzusehen.

http://www.youtube.com/watch?v=J0UIbd0eLxw

Wie sie selbst sehen und hören können, sind die Argumente von Dawkins ziemlich "poor". Das Ambiente des Vortrags hat seine Argumente leider nicht gerade beflügelt.


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Re: Re: Re: Re: Aller Anfang der Dogmatik ist das. "CREDO in unum deum..."

Ich habe das Buch gelesen. Ich benötige keine Youtubes! Und überhaupt Dawkins ist nur der letzte in einer kontinuierlichen Reihe von Aufklärern.
Und zum besseren Verständnis: Bitte keine Bibelstellen als Wahrheit zitieren. Es werden das Johannisevangelium und andere Stellen durchaus brauchbar sein, um etymologische und psychologische und völkerkundliche und was weis ich noch für Studien zu veranstalten, aber daraus Gottesexistenzbeweise und Welterschaffnungstheorien und transzendente Drohungen zu basteln, bitte nicht kindisch sein!

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Relgion ist mit Aufklärung und Naturiwssenschaft unvereinbar!

Kenzeichend für jede Religion ist Dogmatik. Ein dogmatische Lehre legt ein für alle mal fest, was "richtig" ist. Unveränderliche Offenbarungen und dergleichen mehr werden zu einem Gedankenkäfig geformt, mit dem die Menschen beherrscht werden. Paul Watzlawick spricht hier von einer philosophischen Wespenfalle. Einam hineigeflogen, surrt der Mensch darin herum bis zu seinem Tode. Mit viel Psychologie, mit Wünschen, Hoffnungen u8nd Ängsten verstanden und verstehen es alle Religionsführer ihre Herrschaft, die vor allem eine Herrschaft über das Denken ist, zu festigen. Man wird wie ein Lamm in einen Pferch hineingeboren, ohne jhemals ernsthaft darüber nachdenken zu können, was sein kann und was nicht. Und obwohl seit Jahrtausenden in großen und in kleinen Schritten die Welt, ihre Entstehung, die Evolution, die Biologie des Lebens immer besser verstanden wird, scheint es so zu sein, dass gerade heute wieder die Sehnsucht nach alles erklärender Ideologie, wie sie eben die Refligionen bieten zuunimmt. Was die Religion abnimmt ist das Denken. Es wird den Gläubigen vorgedacht, was Sie zu denken haben. Natürlich braucht es einen radikalen Führer, um den den sich die vom eigenen Denken befreiten Gläubigen scharen können und den sie verteidigen, um nicht selbst zu denken. Keine Religion kann sich die Freiheit des Denkens erlauben, das ist ihr Untergang. Und jeder Religion war es immern och recht, wenn sie sich der Staatsgewalt bedienen konnte.

Re: Relgion ist mit Aufklärung und Naturiwssenschaft unvereinbar!

So, so --- ist es das ????? :-))

Vorschlag: Dann machen Sie sich bitte ´mal - ganz für sich selber - Gedanken üder die Frage nach GEIST, was "es" ist, ist dabei gar nicht einmal vordergründig so wichtig - eher was "bewirkt Geist" ----

Kirche wird auch immer wieder mit dem Begriff "Religion" gleichgeschaltet - und das ist falsch. Noch schlimmer ist dann die Tatsache, daß Kirche mit einem demokratischen Interessenverein oder einer Partei verwechselt wird. Kirche und Religion haben anderes zu leisten als Clubs, Vereine, Parteien ..... :-(

Antworten Gast: selberlehrer
05.07.2012 12:36
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Re: Relgion ist mit Aufklärung und Naturiwssenschaft unvereinbar!

Kennzeichnend für alle Religionen ist mitnichten die Dogmatik, sindern die Botschaft der Gründer und die Umsetzung, Spiritualität und Mxstik. Liebe, Vergebung, Gewaltlosigkeit, Solidarität mit den Armen und Gleichheit der Menschen als Grundkonzept. Wer Religion nur unter dem gesicht der Dogmatik sieht, hat Religion nicht verstanden. Lesen Sie bei jesus nach! Dass die Angehörigen eienr Religion immer wieder die Grundsätze ins Gegenteil verkehren, da gebe ich Ihnen recht.
PS: Wissenschaft heißt, Theorien und Prämissen zu kreieren. Vieles in der Natur ist unbewiesen bzw. paradox oder einfach unerklärlich.

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Vieles in der Natur ist unbewiesen bzw. paradox oder einfach unerklärlich.

Sie haben das Wesen der Wissenschaft nicht verstanden.
Wissenschaft ist nicht das Unerklärliche, das Paradoxe und das Unbewiesene mit alten Mythen und Märchen zu erklären.
Wissenschaft ist letztlich zutreffende Vorhersagen machen zu können. Wissenschaft versucht die Welt objektiv zu bechreiben. Wissenschaftliche Aussagen sind mit einer Wahrscheinlichkeit behaftet. Eine absolute Gewissheit gibt es theoretisch nicht, aber sie werden den Fuß blitzartig zurückziehen, wenn ich ein 5 kg Gewicht in die Hand nehme und es aus 1 Meter Hohe auf ihre Zehen fallen lasse. Hier sind die Beschreibungen schon äußerst zuverlässig. Aber Religion ist es immer noch gewesen, das Unerklärliche mit noch Unwahrscheinlicherem, schön verpackt mit tröstlichen Verheißungen, zu erklären. Und die religiösen Erklärungen der Natur, die göttlich offenbarten Erklärungen der Natur sind kulturgeschicxhtlich höchstg interessant, mehr nicht!

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Lesen Sie bei jesus nach!

Biite um die Bestellung des Originalabdruckes des Schriftstellers Jesus bei Amazon!

Re: Lesen Sie bei jesus nach!

@aquilo

aber, aber - Sie wissen offensichtlich nicht einmal, daß der HERR Jesus kein Schriftsteller war - sondern viel mehr als Sie sich wohl vorstellen können.

Seine Lehre und sein Leben wurden nicht in einer sogenannten Autobiografie aufgeschrieben, sondern von seinen Gefolgsleuten nachgezeichnet ---- das weiß z.B. auch die von Ihnen so einseitig gepriesene "Wissenschaft" - die Betonung lege ich auf WEISS :-)))

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Sie wissen offensichtlich nicht einmal, daß der HERR Jesus kein Schriftsteller war - sondern viel mehr als Sie sich wohl vorstellen können.

WAs ich weiß oder nicht, ist eine Sache. Die andere Sache und das ist das Wesentliche ist, dass sie glauben, dass es einen jüdischen Wanderprediger gegeben hat, der nicht von dieser Welt war. Das ist Glauben. Und bitte ihren Mitmenschen diesen Glauben nicht als Wissen aufoktroyieren! Und wenn jemand nicht glaubt, was sie glauben, dann ist das kein Nichtwissen!!!

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Re: Re: Lesen Sie bei Jesus nach!

Es wurde mir von ihrem Vorposter nahegelegt bei Jesus nachzulesen!
Daher mein Wunsch nach einem authentischen Jesusbuch. Bitte aber keine nach Hundert und mehr Jahren aus zig und zum Teil wiedersprüchlichen Quellen zusammengebastelten Erinnerungsgeschichten!

Re:

Hier kann ich Ihnen von zumindest einer Ausnahme im religiösen Diskurs berichten: Siehe http://www.atheistische-religionsgesellschaft.at/konzept/ . Die tun was, damit auch statistisch nicht erfasste nicht unter die Räder kommen, wenn es um Mitsprache geht. Möglichkeiten der Mitsprache gibt es viele. Mitreden tun aber nur die Anerkannten.


Gast: Gasner
03.07.2012 23:35
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Regensburg

scheint ein guter Boden zu sein! Ratzinger, Müller, Krenn... Gut, dass es auch noch Felsen gibt. Selbst wenn dagegen angerannt wird, allemal besser als streichelweiche Kuschelbischöfe, die allen egal sind.

Krenn & Co :o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


Bischof Müller: Rom ruft Streiter gegen Reformen (I)


„Vor ein paar Jahren hieß das oberste Laiengremium noch Diözesanrat, und sein damaliger Vorsitzender Fritz Wallner verbindet ein völlig anderes Bild mit Müller: von einem Bischof, der nicht dialogfähig sei; der frustrierte Priester und gedemütigte Laien hinterlasse; der Entscheidungen nur schriftlich durchsetzen könne.

Als Müller 2005 zum Gespräch geladen habe, sei er nicht in der Lage gewesen, die Änderung der Pfarrgemeinderatssatzung offen anzusprechen. Dabei hatte er sie bereits in Kraft setzen lassen.“

„Die Zahl der Regensburger Katholiken ist in den vergangenen Jahren um mehr als 100.000 auf 1,24 Millionen gesunken“

http://www.sueddeutsche.de/bayern/bischof-mueller-nach-rom-berufen-abschied-eines-polarisierers-1.1399771-2


„Reformgruppen in der katholischen Kirche bezeichnete er kürzlich als "parasitäre Existenzform", die selbst nichts zustande bringe.“

http://derstandard.at/1339639579663/Deutscher-Bischof-wird-Nummer-zwei-im-Vatikan



Bischof Müller: Rom ruft Streiter gegen Reformen (II)


„Im vergangenen Jahr sorgte er mit einer Provokation der evangelischen Kirche für Aufsehen. Er forderte die evangelische Seite damals auf, sich "ganz offiziell" von der Behauptung des Reformators Martin Luther zu distanzieren, dass der Papst der Antichrist sei. Das brachte ihm auch in der katholischen Kirche Ärger ein. Ihm wurde vorgeworfen, mit der Attacke von Missbrauchsskandalen ablenken zu wollen.“

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/vatikan-gerhard-ludwig-mueller-wird-chef-der-glaubenskongregation-a-842083.html


„…ein kleines Dorf, das sich von Müller verraten und im Stich gelassen fühlte. Alle Reformen, jede zerstörte Kommunikation mit mündigen Laien sei nichts im Vergleich zu dem, was in Riekofen geschah, sagen Kritiker: als das Bistum einen Priester einsetzte, der sich Jahre zuvor an einem Ministranten vergangen hatte - und sich erneut des Missbrauchs schuldig machte.

Müller schimpfte auf die Justiz und die Medien, eine Entschuldigung brachte er bis heute nicht über die Lippen. "Viele hier sind froh, dass er geht", sagt Riekofens Bürgermeister Armin Gerl. "Aber jetzt hat er noch mehr Einfluss." Überhaupt müsse man sehen, was da nachkomme.“

http://www.sueddeutsche.de/bayern/bischof-mueller-nach-rom-berufen-abschied-eines-polarisierers-1.1399771-2



Gast: Cavaliere
03.07.2012 12:50
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Gut entschieden!

Der richtige Mann zur richtigen Zeit auf dem richtigen Platz. Weltkirchlich angesehen und kennt die deutsch/österreichischen Problemchen aus erster Hand - und weiß sie einzuschätzen.

Gast: Gast AO
03.07.2012 07:25
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Bischof Müller: Rom ruft Streiter gegen Reformen



und wieder ein Fundamentalist…