Imam-Ausbildung in Österreich: „Ja, aber...“

19.07.2012 | 18:22 |  ERICH KOCINA (Die Presse)

Mehmet Görmez will Österreich dabei helfen, selbst Imame auszubilden – unter der Bedingung, dass die Ausbildung so umfangreich ist wie in der Türkei.

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Die Presse: Österreich feiert dieser Tage 100 Jahre Islamgesetz – wie wirkt das aus türkischer Sicht? Wie gut geht es den Muslimen in Österreich?

Mehmet Görmez: Österreich war ja damals ein Reich wie die Türkei. Viele Religionen haben damals dort gelebt, das ist jetzt auch so. Und Österreich hat auf diesem Gebiet immer eine Vorreiterrolle gespielt. Ich halte die Feier für so wichtig wie das Gesetz selbst. Es zeigt, dass Österreich diese Ansichten nach 100 Jahren wieder bestätigt hat.

Die Feierlichkeiten sind die eine Sache, die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber Muslimen eine andere.

In mehreren europäischen Staaten erklären Staatsführer, dass Multikulti kein Erfolg war – wenn Österreich im Gegensatz dazu feiert, ist das ein besonders schönes Zeichen. Wir wissen alle, was für eine Diskussion es ausgelöst hat, als der deutsche Ex-Präsident Wulff gesagt hat, dass die Muslime zu seinem Land gehören. Während in einigen Staaten diskutiert wird, ob der Islam dazugehört, zeigt Österreich, wie man den Muslimen Platz in der Gesellschaft einräumt.

Das Gesetz in allen Ehren, aber allein das sorgt noch lange nicht für ein gelungenes Zusammenleben.

Allein die Tatsache, dass es ein Gesetz gibt, bedeutet nicht, dass es alle Probleme löst. Wichtiger wäre, dass das ganze zu einer Kultur wird. In einer modernen Welt sollte es keine monolithischen Kulturen geben. Und damit wir in Frieden leben können, werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass unsere Gesellschaften multikultureller, multiethnischer, multireligiöser werden.

Viele Imame werden ja noch in der Türkei von Ihrem Präsidium ausgebildet – wäre es nicht sinnvoller, Imame hierzulande selbst auszubilden?

Das sollte man nicht nur in Österreich, sondern für ganz Europa in Erwägung ziehen. In Europa leben etwa vier Millionen Türken. Und 20, 30 Jahre lang hat sich niemand um sie gekümmert. Sie haben eigene Vereine gegründet, eigene Moscheen – und da es praktisch keine Fachleute gab, haben sie sich eben an unser Präsidium gewandt. Wir haben dann in Zusammenarbeit mit den Behörden der betroffenen Staaten diese Leistungen angeboten.

Das mag einmal sinnvoll gewesen sein, man könnte aber auch hierzulande die nötige Infrastruktur aufbauen.

Jedes europäische Land kann, wenn es will, selbst Imame ausbilden. Wir werden jeden Beitrag dazu leisten. Aber wir haben Bedingungen dafür – die wissenschaftliche Infrastruktur muss da sein, weil der Beruf eines Imams ist kein 08/15-Beruf. In der Türkei gehört dazu eine elfjährige Ausbildung, in der nicht nur religiöse Kenntnisse, sondern auch Physik, Mathematik, Philosophie und Pädagogik unterrichtet werden. Wer Mufti oder Prediger werden will, besucht noch zusätzlich einen dreijährigen Lehrgang. Wenn man diese Voraussetzungen in Wien schaffen kann, sind wir bereit, das zu unterstützen.

Es gibt ja auch schon Versuche, Imame hier auszubilden – seit einigen Jahren gibt es einen Lehrgang an der Uni.

Man macht in Europa zwei Fehler: Manche glauben, dass man an katholischen Universitäten mit einem schnellen Lehrgang Imame ausbilden kann. Der zweite ist, dass man dieses Thema als Integrationsthema sieht. Dabei geht es hier um die Glaubensfreiheit und die freie Religionsausübung.

Über die Imame-Ausbildung hat die Türkei ja auch einen politischen Einfluss auf die Muslime hier.

In modernen Zeiten halte ich es für falsch, dass man denkt, dass ein Staat über die eigenen Leute Einfluss auf ein anderes Land ausüben möchte. Wenn ein Staat dem anderen friedlich helfen will, sollte man das nicht als Versuch der Einflussnahme sehen.

Es gibt auch Stimmen, dass durch den starken türkischen Einfluss die Integration langfristig erschwert wird.

Ganz im Gegenteil. Aus wissenschaftlicher Sicht sieht man, dass das Präsidium durch die Zusammenarbeit mit den europäischen Staaten die Integration eher unterstützt. In den letzten zehn Jahren bemühen wir uns, dass wir Imame ins Ausland schicken, die auch die Landessprache beherrschen und mindestens vier bis sechs Monate auch die Kultur jenes Landes kennenlernen.

Wie sollen sich Türken in Europa verhalten, um hier erfolgreich heimisch zu werden?

Wir betonen in den Predigten in den Moscheen zwei Themen. Erstens, dass die Menschen die eigene Identität bewahren sollen. Das wird dann zum Reichtum dieser Gesellschaft beitragen, keine Kultur sollte in einer anderen verschwinden. Der zweite wichtige Punkt ist: Sie müssen in Frieden mit der Gesellschaft leben. Sie sollen die eigene Muttersprache nicht vergessen, aber die Sprache des Landes, in dem sie leben, möglichst gut beherrschen.

Und Sie meinen, das reicht für eine erfolgreiche Integration?

Viele Begriffe, die wir in Zusammenhang mit interkulturellen Beziehungen verwenden, werden wir vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr benötigen. Begriffe wie Isolation, Adaption, Assimilation oder Integration haben wir aus der Chemie übernommen. Diese Wörter waren nicht für Lebewesen gedacht. Wir sollten all diese Vorurteile hinter uns lassen und lieber Schritte in Angriff nehmen, die mehr als Integration und Assimilation sind.

Aber es gibt doch gewisse Regeln, um mit der Mehrheitsgesellschaft zurechtzukommen.

Was die verschiedenen Kulturen betrifft, halte ich es für falsch, wenn man mit Zahlenangaben wie Minderheit oder Mehrheit argumentiert. Wenn eine Person von einer anderen Kultur in unserer Gesellschaft lebt, haben wir nicht das Recht, zu diesem Menschen zu sagen, dass er eine Minderheit ist. Auch in der islamischen Welt gibt es Minderheiten. Da gibt es auch Schwachstellen, die wir als Präsidium ständig kritisieren. Es ist erforderlich, dass man die Glaubensfreiheit und die Wahrung der eigenen Identität schützt, so dass jeder seine Religion ausüben kann. Und die großen Staaten sollten bezüglich dieses Themas keine Komplexe haben.

Zur Person

Mehmet Görmez, geboren am 1.Jänner 1959 in Gaziantep, ist seit 2010 Präsident des türkischen Religionsamts „Diyanet“, der höchsten islamischen Autorität der Türkei. Die Behörde ist unter anderem auch für die Ausbildung der Imame zuständig, die in zahlreichen österreichischen Moscheen ihren Dienst versehen. [Foto: Clemens Fabry]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2012)

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113 Kommentare
 
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Wie konnte es so weit kommen???

Es waren und sind unsere Berufspolitiker, die den Teppich für diese Antieuropäer gelegt haben. Nun geht die Saat auf, die immer mehr wuchert. Man hätte von Anfang einen Riegel vorschieben müssen, aber unsere Berufspolitiker sind zu "ANTIÖSTERREICHERN" geworden.
Am 29. Sep. die SPÖVP mit den GRÜNEN in die Wüste schicken.

Wenn ich Ottakring besuche, woh ich meine Jugend verbracht habe, glaube ich ich bin in der T******. Es ist zum Weinen!!!

Gast: geron
23.07.2012 21:45
0

Ein sehr netter, toleranter DIYANET-Präsident

Wer sich das gesamte interwiev von Herrn Görmez, dem Diyant-Präsidenten durchlist, merkt eins:
Eine sehr offene, tolerante Einstellung. Zudem einwandfreie Antworten. Einfach Bravo!

Re: Ein sehr netter, toleranter DIYANET-Präsident

Richtig. Einer, der die große diplomatische Linie vom Anfang bis zum Ende durchhält, und nach keiner Reporterfrage jemals aus der Rolle fallen wird. Konnten unsere "Kirchenfürsten" auch einmal.

Re: Re: Ein sehr netter, toleranter DIYANET-Präsident

p. s. : In ihrem Selbstverständnis die Sieger von morgen eben.

Gast: Gast362
22.07.2012 13:06
8

Wer glaubt nach so einem Interview

noch an den gemäßgten Is.lam?

Ist das wirklich Bereicherung?
....Eine schockierende Umfrage eines (SPÖ-nahen) Instituts für Jugendkulturforschung unter in Wien lebenden ar.abischen und tür.kischen Jugendlichen wird hingegen sofort schubladisiert: 45 Prozent sind der Meinung, die Ju.den hätten zu viel Einfluss auf die Weltwirtschaft und 37,9 Prozent glauben, dass Hi.tler auch „sehr viel Gutes für die Menschen“ getan hätte. Das wird ignoriert, während Is.lam-Kritik mit Haft bestraft wird. Freilich: Die jungen Mo.slems wählen ja in ihrer großen Mehrheit „richtig“.....
http://www.andreas-unterberger.at/2010/11/die-freiheit-auf-der-anklagebank/
http://www.pekobaxant.at/stories/53129/#comments
(Baxant hat diese Umfrage bestätigt!)


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Toleranter Islam

"Saudi-Arabien will nicht-muslimische Ausländer ausweisen, die sich in der Öffentlichkeit nicht an die Regeln des Fastenmonats Ramadan halten. Die Ausländer müssten „die Gefühle der Muslime respektieren, indem sie an öffentlichen Orten, auf der Straße und am Arbeitsplatz weder essen, trinken noch rauchen“, ordnete das saudi-arabische Innenministerium heute zu Beginn des im Islam heiligen Fastenmonats an."

http://www.orf.at/#/stories/2131978/

Ja bitte, wir brauchen ein bißchen mehr Toleranz und deshalb das Saudizentrum. Danke den naiven Abgeordneten, die für das Zentrum (trojanisches Pferd) gestimmt haben!

Gast: egi
20.07.2012 22:00
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Warum nicht vorleben?

Wo in den islamischen oder in anderen Ländern leben Muslime ein friedliches Multikulti vor? In London vielleicht, wo wegen der Sorge vor islamische Attentäter die Polizei nicht mehr ausreicht und auch das Militär notwendig wird.
Wen haben wir all die Kontrollen und pers. Einschränkungen auf Flughäfen, im Internet, etc. etc. zu verdanken, wahrscheinlich der konfuzianischen Glaubensrichtung wegen, oder doch nicht?
Unsere PolitikerInnen glauben wir brauchen Ausbildungsstätten für Imame weil diese eine friedliche Gesinnung weiterverbreiten, wenn dem so wäre bräuchte wir heute die o.a. Maßnahmen nicht, wir könnten sie uns ersparen, - das Gegenteil ist der Fall und mit der Verbreitung ihres Begriffes von Frieden wird unsere Freiheit vernichtet!

Gast: Tatanka Yotanka
20.07.2012 18:56
4

Die Entwicklung ist doch ganz einfach nachzuvollziehen

Auf dem Weg zur Menschwerdung hat sich ergeben, dass Abstraktionsfähigkeit und Transtendenz mit Idealisierung, und dem Wunsch nach Gerechtigkeit (Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit) zusammengetroffen sind und die Idealisierung in der Ich-Projektion kumulierte, die Hinwndung zu einem idelisierten, gerechten Einzelgott. Gleichzeitig hat sich durch die Bedürfnis des Ausbruchs aus der Gewaltspirale die Sinnhaftigkeit ergeben, den Rachegedanken (Auge um Auge....) zu minimieren, was durch ("christliche") Vergebung dem menschlichen Altruismus gestärkt und unabhängiges Richten über verpöntes Verhalten erfordert hat. Die folgende Abkehr von den eigentlichen Zielen und Fokussierung auf die Spiritualität haben wieder zur Intoleranz, Verfolgung und Pönalisierung der für ein friedliches Zusammenleben am wenigsten wichtigen, ja sogar schädlichen Verstöße (Glaubensabfall, ist Grundlage für Intoleranz, wenn ich es bestrafe, toleriere ich den anderen Glauben nicht) geführt, soweit dass es unerträglich geworden, durch die Aufklärung überwunden wurde. Wenn ich also die Aufklärung und Toleranz der in der MRK 1948 verkörperten Rechte der jeweils anderen nicht anerkenne, einschließlich derjenigen auf unabhängige Gerichtsbarkeit, dann lehne ich Toleranz gegenüber den anderen Glauben ab, und dann
habe ich auch selbst kein Recht, diese Toleranz einzufordern, weil dann gehts nur um meine Macht.

Im Jahr 2011

starben allein in Pakistan 705 Frauen durch "Ehrenmorde". Und das sind nur die registrierten Fälle, die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Also offiziell waren es 705 Frauen. Und wie viele Frauen starben in der ganzen islamischen Welt plus Europa durch "Ehrenmorde"? Was sagt der Herr Görmez darüber? Kein Wort. Na gut, er wurde nicht danach gefragt. Warum nicht? Heikle Themen wie dieses wurden in diesem Interview leider zu wenige angesprochen. Schade, man hätte dann vielleicht mehr erfahren über diesen Religionswächter und seine Gesinnung.

Gast: Gast: hoamat
20.07.2012 17:31
14

Fragen über Fragen

Frage: was hat eine staatliche Behörde eines anderen Landes in Oberösterreich zu tun? Gibt es in der Türkei ein christliches priesterseminar? Welchen Ursprungs ist die Mehrzahl der kulturdenkmaeler in der Türkei? Warum heiraten zuerkennen nicht Österreicher, sondern holen sich ihre Partner durchwegs aus tt? Warum kommen nach wie vor türkische Immigranten zu uns, obwohl es der Türkei doch wirtschaftlich so gut gehen soll? Gibt es in Österreich auch ein "assoziierungsabkommen mit tt wie in Deutschland? Danke fuer die antwort

Gast: joseph
20.07.2012 16:45
9

seit 2004

seit 2004 gibt es im sueden thailand konflikte mit 5000 (i.w. fuenftausend) toten.

verursacht von angelich friedliebenden religionsfanatikern.

Gast: ZARA
20.07.2012 14:32
2

Und welche Hasspredigerschule unterhält die FPÖ?

Irgendwo muss ja diese Hetzerei gelehrt werden. Denn wer sollte sowas schon vermitteln können?

Antworten Gast: Gruftmaus
20.07.2012 15:06
12

Re: Und welche Hasspredigerschule unterhält die FPÖ?

Egal WAS sie nehmen...ich will es auch!

Re: Re: Und welche Hasspredigerschule unterhält die FPÖ?

Lieber nicht. Sehen's eh, wie man davon wird.

Re: Und welche Hasspredigerschule unterhält die FPÖ?

Vielleicht wäre es gut, würden Sie den Artikel nochmals lesen. Hier geht es nicht um Parteipolitik. Und vielleicht wäre es auch besser, den Artikel ohne rot/grüne Brille zu studieren, denn diese stellt vieles anders dar, als es der Realität entspricht. MfG von einem politisch Neutralen.

Antworten Antworten Gast: ZARA
20.07.2012 15:35
0

Re: Re: Und welche Hasspredigerschule unterhält die FPÖ?

Solche Hetzpamphlete aus der blauen Gosse lese ich prinzipiell nicht!
Da hauts mich schon bei der Überschrift um.

Re: Re: Re: Und welche Hasspredigerschule unterhält die FPÖ?

Sie haben aber diese angeblichen "Hetzpamphlete aus der blauen Gosse" gelesen, sonst würden Sie hier nicht solches Zeug schreiben. Wie kann man nur so verbohrt sein?

Im Islam gibt es

"Religionswächter". Allein dieses Wort zeigt, dass sich Muslime untereinander nicht grün sind, denn sonst bräuchte man solche "Wächter" nicht. Also müssen die Muslime "überwacht" werden. Ist das demokratisch? Ist das menschenfreundlich? Man wird überwacht, beobachtet, geprüft etc. Was "oberste Religionswächter" anrichten können, sieht man in Saudi Arabien. Dort hat der "oberste Relgionswächter" dazu aufgerufen, weltweit alle christlichen Gebäude "dem Erdboden gleich zu machen". Ist das der Islam, den dieser Herr Görmez vertritt, für den er sich stark macht und sich das Prädikat herausnimmt, Anwalt aller Muslime der Welt zu sein? Wo bleibt hier das Selbstbestimmungsrecht der Menschen? Wo bleiben gedankliche und religiöse Frieheit der Nichtmuslime? Sieht er vielleicht doch in Andersgläubigen oder in Atheisten Feinde? Und dieser Herr plädiert für ein Zusammengehörigkeitsgefühl unter allen Menschen? Wie denn? Mit seinen Thesen kann er bei Andersgläubigen und Atheisten nur auf Granit stoßen. Hoffentlich sieht er das ein, aber wahrscheinlich fehlt ihm die dazu nötige Liberalität.

Antworten Gast: zum interview ja aber
20.07.2012 17:33
8

Re: Im Islam gibt es

Im Koran gibt es Gläubige und Ungläubige. Im Vorwort der Kairoer Menschenrechtserklärung der OIC von 1990 wird mit Verweis auf den Koran die islamische Umma als die beste Gemeinschaft beschrieben.
Es wird Zeit, dass die Tageszeitungen den Menschen erklären, dass es grundsätzliche Unterschiede im Verständnis einer westlich/nationalen und einer muslimischen Gemeinschaft gibt. Daher werden die Interviews mit Islamvertretern nie ein eindeutiges Bekenntnis zum Nationalstaat abgeben. Integration nach westlichem Verständnis kann bei obigen Ausführungen nicht funktionieren.

Gast: da.mehmet.meht.ned
20.07.2012 13:13
12

who the f...k is.........

der herr Mehmet Görmez ist so international und österreichorientiert,dass sich sein wikipediaeintrag nur in türkischer sprache finden lässt.
ich habe dann aber doch diese sehr "rechtslastigen" infos über ihn gefunden http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/mehmet-goermez-anwalt-aller-muslime-der-welt-1581951.html


Gast: Gr.uft.maus
20.07.2012 13:11
10

heute fliegt die 10si aber wieder tief.

2. Versuch:
Wie mans auch dreht und wendet, der I.s.la.m ist und bleibt das große Hindernis:

Keinerlei Demokratiekompatibilität.
Absoluter Herrschaftsanspruch.
Bildung rangiert in der Werteliste an letzter Stelle.
Null Toleranz gegenüber Anderstgläubigen.
Steinzeitliches Jäger und Sammlerdenken.
...usw...
Seht der Tatsache ins Auge, daß ein Europa des Wohlstandes und vor allem der friedvoll zusammenlebenden Menschen, diesen Irrwitz emdgültig auszuschließen und aus seinen Grenzen zu verbannen hat.

Warum hat man

den muslimischen Würdenträger nicht gefragt, wie der Islam seines Erachtens zur westlichen Demokratie steht? Lässt sich sein Islam mit dieser in Einklang bringen? Wie wird sich die politische Türkei verhalten, wenn sie Imame nach Österreich schickt (wie bisher) und wenn sie auf die Ausbildung der Imame in Österreich starken Einfluss hat? Kann man dem Islamschüler Erdogan glauben was er sagt? Wie steht Herr Görmez zur Politik des Herrn Erdogan und des Herrn Gül? Warum spielt er das Thema Integration so herunter? Es bleiben also viele Fragen offen und ob seine Thesen zu einem friedlichen Zusammenleben mit Andersgläubigen führen werden, ist auch fraglich.

Antworten Gast: Kontextualisierung
20.07.2012 17:39
5

Re: Warum hat man

Um vermeintliche Vorurteile gegenüber dem Islam zu entkräften und ein positiveres Bild ihrer Religion zu entwerfen, haben islamische Missionare und Meinungsbildner im Westen bereits in den Achtzigern die Notwendigkeit betont, ihre Botschaft zu „kontextualisieren“,.
Kontextualisierung heißt: die Präsentation ihrer Botschaft wird angepasst, der Inhalt bleibt aber unverändert!


Europas Bevölkerung: 740.000.000

davon 4.000.000 TK (0.54%). Von welchem Einfluß bzw. Bedeutung der TKs in Europa redet dieser nette Herr? Wir hier etwas überbewertet ? Es ist mir schon klar, dass dies eine Bedeutung für türkische Gruppe hat, aber bestimmt nicht für das restliche Europa. Zudem steht der nette Herr auf Seiten der 0,54% und präsentiert das Ganze so als ob sich die restlichen 99,46% anpassen bzw. "beugen" müssten. Diese Einstellung gefällt mir nicht. Ich bin auch für Multikulti aber bitte man sollte sich seiner eigenen Position im Glied bewußt werden.

Antworten Gast: Austro-Türke
20.07.2012 12:02
4

Re: Europas Bevölkerung: 740.000.000

Erstens:Österreich hat schon über 8 Mio Einwohner
Zweitens: In Österreich leben um die 250 000 Türken inklusive Einbürgerungen. Und die machen keine 18% aus.

 
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