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Theologe für Ungehorsam in der Kirche

09.08.2012 | 16:56 |   (Die Presse)

Der renommierte Religionssoziologe José Casanova überrascht in Salzburg Erzbischof Alois Kothgasser. Casanova ruft zum Ungehorsam angesichts eines Auseinanderdriftens von kirchlicher und säkularer Moral auf.

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Salzburg/KAP/RED. Akklamationen, wie sie von den Besuchern der Salzburger Hochschulwochen unter den Augen Erzbischof Alois Kothgassers erfolgten, werden gern als tosender Applaus bezeichnet. Was war geschehen? Der renommierte spanisch-amerikanische Religionssoziologe José Casanova hat zum zivilen kirchlichen Ungehorsam angesichts eines Auseinanderdriftens von kirchlicher und säkularer Moral aufgerufen.

Helmut Schüller, Sprecher der Pfarrerinitiative, die zum Ungehorsam aufgerufen hatte, saß nicht unter den Zuhörern. Er wird die Dankesrede für die Verleihung des Theologischen Preises wohl mit Interesse lesen. Casanova meinte, „wie moderne demokratische Gesellschaften sich das Prinzip des zivilen Ungehorsams zu eigen machen müssen, muss sich auch die katholische Kirche das Prinzip ,faithful dissent‘ in ihren Reihen aneignen und sich dem internen Pluralismus öffnen“. Für ihn seien besonders Geschlechtergerechtigkeit und Sexualmoral „kirchliche Baustellen“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2012)

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10 Kommentare
Gast: N.N.N.
13.08.2012 14:39
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weiter so

Die ganze Sache hat auch was nützliches, denn so wird klar wo der Primus Germanicus steht. Hat er doch diese Entgleisungen glatt bezahlt!

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Da streiten sich die Leute um Gott und seine Gebote.

Mit einer Selbstverständlichkeit wird von der Existenz eines höchsten Wesens ausgegangen, die einem Angst und Bange macht. Wahrscheinlicher als andere ist, dass gar kein Gott existiert. Und wenn schon so eine Annahme getroffen wird, die eh durch nichts bewiesen werden kann, so kommt die nächste Zumutung, dass es auch noch ein katholischer Gott sein muss. Und ausgerechnet dieser Gott hat sich dem lieben Abraham und den Propheten mit unübertrefflicher Weisheit und Wissen geoffenbart. Und ausgerechnet Kardinal Schönborn konnte mit Intelligent Design die Schöpfung, schon wieder so eine abstruse Annahme, erklären.
Ach ja, und dann gibt es noch die Erbsünde, von der die Taufe und Gottesopfersohn befreien, aber nur dann wenn man katholisch ist. Und jetzt kommt der teuflische Sex dazu. Teufel und Engel gibt es ja auch noch nach Gottes unerforschlichem Ratschluss. Und jetzt sind die armen Erbsündlerinnen und Erbsündler in einer furchtbaren Gewissenszwickmühle. Dürfen’s jetzt lieb sein zu einander, wenn’s ihnen danach ist, oder muss das zuerst von den sogenannten Stellvertretern insbesondere von den katholischen Stellvertretern abgesegnet werden, um doch noch bei Liebe Lust verspüren zu dürfen und nicht dabei noch Angst zu haben nicht in den Himmel sondern in die Hölle zu kommen, weil es zu lustvoll und erregend war?

Antworten Gast: selberlehrer
13.08.2012 18:02
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Re: Da streiten sich die Leute um Gott und seine Gebote.

Sie haben wirklich ein Problem, oder? Bitte erkundigen Sie sich einfach einmal, was das Christentum in all seinen Facetten beinhaltet und was die Begriffe, die Sie in den Orbit schleudern, tatsächlichbedeuten. Danke fürs nachlernen! Viele Ihrer Behauptungen stimmen mit der Lehre des Christentums überhaupt nicht überein.

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Re: Re: Da streiten sich die Leute um Gott und seine Gebote.

Können Sie sinnverstehend lesen? Ich denke nicht!
Was interessieren mich die Facetten eines imaginären auf eine nicht existente Transzendenz hin ausgerichte Religion?
Können Sie auf einmal die Existenz Gottes bzw. seine Nichtexistenz beweisen? Betreiben Sie katholische Scherzphilosophie!

Die Ungehorsamsdebatte geht am Eigentlichen vorbei

Die Kraft des Christentums kommt aus dem authentischen Leben von Einzelpersonen oder Gemeinschaften mit allem, was Jesus Christus selbst vorgezeigt hat.
Gehorsam hin, Ungehorsam her - was ändert das? Ich halte das Herumdiskutiere nicht mehr aus. Wenn einer statt über die Anderen zu lamentieren - seien es "Romtreue" oder "Ungehorsame" - beginnt dem Anderen zuzuhören oder sich in ihn hineinzuversetzen beginnt echte Veränderung. Wie wär's mal mit Vergebungsbereitschaft? Oder gar der christlichen Kerntugend der Liebe? Stattdessen orte ich Zynismus und Gehässigkeiten - auf beiden Seiten der Debatte. Schade.

Antworten Gast: Harald K, 1040 Wien
10.08.2012 07:37
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Re: Die Ungehorsamsdebatte geht am Eigentlichen vorbei


Sie fordern Veränderungsbereitschaft ein, und dem Anderen zuzuhören „auf beiden Seiten“ – also „Romtreue“ und „Ungehorsame“.

Das ist schön und gut, nur geht es an der Realität vorbei.

Wenn eine Seite Veränderungsbereit ist, die andere Seite aber nicht einmal mit denen, die Veränderungsbereit sind, sprechen will, dann ist da wohl ein Unterschied…


Gast: xxxx
09.08.2012 21:44
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Jööööööö, der Kyni ist wieda da!

Und manche haben schon gedacht ihn hätte die Inqisition verzaht!
Kyni for president!
Ho! Ho! Hoch!

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@ „Helmut Schüller, Sprecher der Pfarrerinitiative, die zum Ungehorsam aufgerufen hatte, saß nicht unter den Zuhörern.“






für diese Positionen braucht es keinen Sprecher der Pfarrerinitiative mehr, das weiß jeder Christ mit Hausverstand…






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@ „Für ihn [Für ihn seien besonders Geschlechtergerechtigkeit und Sexualmoral „kirchliche Baustellen“] seien besonders Geschlechtergerechtigkeit und Sexualmoral „kirchliche Baustellen““






da ist er bei Gott nicht alleine…






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@ „Der renommierte spanisch-amerikanische Religionssoziologe José Casanova hat zum zivilen kirchlichen Ungehorsam angesichts eines Auseinanderdriftens von kirchlicher und säkularer Moral aufgerufen.“






was – angesichts dem was in der Kirche passiert – eine Christenpflicht ist…